Leserbrief "Vergnügen"

Leserbrief in der WZ vom 20. November 2018

Vergnügen

Zum Artikel „Warum es das Publikum von den Sitzen riss“ (WZ vom 12. November)

Am Samstag durfte ich Zuschauer bei der Premiere des Theaterstücks „Op Düvels Schuuvkaar“ vom „Theater am Meer“ sein. Vorweg wurden wir informiert, dass bei drei von sechs Rollen Spieler umbesetzt werden mussten. Die Zeitung berichtete davon. Kurzfristig ist unter anderem Arnold Preuß eingesprungen. Was war das für eine tolle Premiere! Spaß und Vergnügen von Anfang an. Jeder der Schauspieler ging in seiner Rolle auf. Vielen,lieben Dank für diesen tollen Abend!

Ik kom wedder...

Ernst G., Wilhelmshaven

Traumstart für „Op Düvels Schuuvkaar“

Pressemeldung Nr. 14|15. November 2018 - THEATER AM MEER

Traumstart für „Op Düvels Schuuvkaar“

Nostalgischer Rückblick auf „verteufelte Zeiten“ erfreut sich starker Kartennachfrage

Schandarm Hillmer (Walter Bleckwedel 2.v.r.) findet mit Hilfe von Marie (Chantal Müller, li.) und Tochter Helga (Annika Gärtner, 2.v.l.) den versteckten Alkoven, allerdings ohne die vermutete Schnapsbrennerei, was auch Heiko (Rune Opitz, r.) verblüfft.– Foto: TaM, Olaf Preuschoff

Was ein Alptraum hätte werden können, wurde ein Traumstart. Zwei Tage vor der Premiere drohte ein krankheitsbedingter Ausfall zum Fiasko für das Theater am Meer zu werden. Die Übernahme der Rolle des Jan Spin durch Regisseur Arnold Preuß und die Energieleistung des gesamten Ensembles mit Unterstützung von Marion Zomerland endete in einer furiosen Premiere mit stehenden Ovationen und lautstarken Beifallsbekundungen. Dieser Erfolg führte sehr schnell zu einer starken Kartennachfrage, so dass eine zusätzliche Vorstellung für Sonntag, dem 30. Dezember 2018, um 15.30 Uhr in den freien Verkauf geht.

In dem vielfach gespielten Klassiker geht es darum, dass Knecht Jan Spin und Magd Taline den Herkenshof mit Hilfe von Marie, dem Flüchtlingsmädchen aus Pommern, bewirtschaften. Jungbauer Heiko Herkens, just aus der Kriegsgefangenschaft nach dem verlorenen II. Weltkrieg heimgekehrter Frauenschwarm, brennt lieber Schnaps, macht Schwarzmarktgeschäfte und treibt sich mit der leichtlebigen Helga, der Tochter des Dorfpolizisten Fied Hillmer, herum. Helga würde Heiko gerne heiraten, aber arbeiten in der Landwirtschaft, das mag sie nun gar nicht. Dabei müsste dringend der Kuhstall ausgemistet und der Weidezaun zum Nachbargrundstück repariert werden, da die Kühe schon ausgebrochen sind. Magd Taline setzt Heiko mächtig unter Dampf und in seiner Not verspricht Heiko, diejenige Frau zu heiraten, die ihm den Stall ausmistet. Er ahnt nicht, welche Probleme er sich damit an den Hals schafft.

In der Inszenierung und im Bühnenbild von Arnold Preuß stehen auf der Bühne: Annika Gärtner, Chantal Müller, Dagmar Wehrmann, Walter Bleckwedel, Rune Opitz und Arnold Preuß.

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"Op Düvels Schuuvkaar" mit Erfolg gestartet

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 15. November 2018 - EVENTS IN DER REGION

"Op Düvels Schuuvkaar" - Niederdeutscher Klassiker im Theater am Meer

Chantal Müller als Marie und Dagmar Wehrmann als Taline im neuen Erfolgsstück des Theaters am Meer "Op Düvels Schuuvkaar"

Das Theater am Meer setzte mit der Premiere der Komödie „Op Düvels Schuuvkaar“ von Karl Bunje seine aktuelle Spielzeit im kleinen Schauspielhaus an der Kieler Straße 63 fort.

Knecht Jan Spin und Magd Taline bewirtschaften den Herkenshof mit Hilfe von Marie, dem Flüchtlingsmädchen aus Pommern. Jungbauer Heiko Herkens, just aus der Kriegsgefangenschaft nach dem verlorenen zweiten Weltkrieg heimgekehrter Frauenschwarm, brennt lieber Schnaps, macht Schwarzmarktgeschäfte und treibt sich mit der leichtlebigen Helga, der Tochter des Dorfpolizisten Fiet Hillmer, herum. Helga würde Heiko gerne heiraten, aber arbeiten in der Landwirtschaft, das mag sie nun gar nicht. Magd Taline setzt Heiko mächtig unter Dampf und in seiner Not verspricht Heiko, diejenige Frau zu heiraten, die ihm den Stall ausmistet.

PREMIERE Bühnenleiter Arnold Preuß muss kurzfristig einspringen

Jeversches Wochenblatt vom 13. November 2018

PREMIERE Bühnenleiter Arnold Preuß muss kurzfristig einspringen

Amateurschauspieler lassen sich von den personellen Sorgen nicht beeindrucken.

VON DIETMAR BÖKHAUS

Im Beisein von Knecht Jan Spin (links) und Dorfgendarm Fied Hillmer fordert Magd Taline vom Jungbauern Heiko Herkens, dass der doch endlich seine Arbeit auf dem Hof erledigt, statt Schnaps zu brennen. BILD: DIETMAR BÖKHAUS

WILHELMSHAVEN - Eine besondere, eine doppelte Premiere erlebten die Zuschauer im Theater am Meer in der Kieler Straße. Nicht nur, dass drei der sechs Rollen für das aktuelle Stück neu besetzt werden mussten, meldete sich auch noch der Schauspieler Clemens Otte am Dienstag vergangener Woche, vier Tage vor der Premiere, krankheitsbedingt ab. Seine Rolle im Stück „Op Düvels Schuuvkaar" von Karl Bunje musste neu besetzt werden.

Arnold Preuß, der in diesem Stück Regie führt, sprang in die Bresche und übernahm die Rolle des Jan Spin. „Eine solche Premiere hatten wir noch nie", sagte Marion Zomerland, die vor Beginn der Aufführung vor das Publikum trat und die Lage erklärte. Sie bat um Verständnis, wenn ab und zu mal ein Textbuch zu sehen sei. Eine ehrliche Ansage, die vom Publikum mit Applaus quittiert wurde.

Das Stück spielt im Frühjahr 1946. Die Stunde „Null", in der Nachkriegsdeutschland nicht nur durch Lebensmittelmarken und Aufteilung in vier alliierte Zonen gekennzeichnet ist, sondern auch durch riesige Flüchtlingsströme.  Es standen mit Chantal Müller (spielt das Flüchtlingsmädchen Marie), Arnold Preuß (Knecht Jan Spin), Dagmar Wehrmann (Magd Taline), Rune Opitz (Jungbauer Heiko Herkens), das Theaterurgestein Walter Bleckwedel (Dorfpolizist Fied Hillmer) und Annika Gärtner (Fied Hillmers Tochter Helga) wieder Akteure auf der Bühne, die ihr Handwerk verstehen.

Das Stück steht zum vierten Mal auf dem Spielplan des Theaters und hat nichts von seinem Reiz verloren, wie die Premiere am Samstag zeigte. Immer wieder gab das Publikum verdienten Zwischenapplaus bei dieser Komödie, in der Jungbauer Heiko Herkens gerade aus der Kriegsgefangenschaft auf seinen Hof heimgekehrt ist, der mehr schlecht als recht läuft. Der Bauer brennt lieber Schnaps mit Knecht Jan Spin und macht mit „dem echten Hullmannschen" Schwarzmarktgeschäfte. Jungbauer Heiko lässt sich von der leichtlebigen Helga (Annika Gärtner) den Kopf verdrehen, statt sich um seinen Hof zu kümmern.  „Wenn ich dich heiraten soll, dann muss ich aber eine Großmagd für die Landwirtschaft haben, die die Arbeit macht", sagt sie. Dabei muss dringend der Kuhstall ausgemistet und der Weidezaun zum Nachbargrundstück repariert werden, da schon mehrfach Kühe ausgebüxt sind. Aber nichts passiert, bis Heiko verspricht, diejenige zu heiraten, die ihm den Stall bis 18 Uhr ausmistet. So nehmen die Verwicklungen ihren Lauf.

Die Schauspieler wurden vom Publikum mit viel Zwischenapplaus, Bravo-Rufen und langanhaltendem stehenden Applaus am Ende des Stücks belohnt. Theaterleiter Preuß, der schon für das nächste Stück „Wer hett Angst Vör Virginia Woolf...?" probt, hat dafür gesorgt, dass die Gäste einen kurzweiligen Abend erlebten. Die Premiere ausfallen zu lassen, wäre für die Akteure keine Option gewesen — und die Zuschauer nahmen das Textbuch als unverhoffte Requisite an.

Warum es das Publikum von den Sitzen riss

Wilhelmshavener Zeitung vom 12. November 2018

Warum es das Publikum von den Sitzen riss

THEATER AM MEER „Op Düwels Schuuvkaar": Alle Herausforderungen gemeistert

Standen auf der Bühne: (v.l.) Annika Gärtner (Helga), Arnold Preuß (Jan Spin), Rune Opitz (Heiko Herkens), Dagmar Wehrmann (Taline). Foto: Olaf Preuschoff, TaM

WILHELMSHAVEN/WAN - Mehr schiefgehen als bei der jüngsten Inszenierung des Wilhelmshavener Theaters am Meer konnte eigentlich gar nicht. Drei der sechs Rollen für das neue Stück mussten während der Proben umbesetzt werden und dann kam Dienstag vor der Premiere die Hiobsbotschaft: Clemens Otte fällt krankheitsbedingt aus! Das erklärte Marion Zomerland vom Bühnenvorstand am Samstag dem Premierenpublikum von Karl Bunjes „Op Düwels Schuuvkaar". Da sei nun Regisseur Arnold Preuß notgedrungen für die umfangreiche Rolle des Knechts Jan Spin eingesprungen und man bitte um Entschuldigung, wenn der zwischendurch immer wieder das Textbuch bemühen müsse.

Und das Ergebnis dieser Improvisation: die Premiere gelang so großartig, dass es das Publikum nach dem letzten Satz von den Sitzen riss zu Ovationen und Bravo-Rufen im Stehen.

Der Vierakter aus dem Jahre 1946, das sich ganz dieser Zeit direkt nach dem Krieg widmet, hat ohnehin seine zeitlosen Qualitäten. Und das Ensemble wurde dem mit seiner Spielfreude vollauf gerecht. Wenn da die handfeste Magd Taline (Dagmar Wehrmann) und Knecht Jan seit 25 Jahren den Herkenshof auf Schwung halten, kommt immer öfter Ärger auf, als der junge Bauer Heiko (Rune Opitz) als Heimkehrer aus der Kriegsgefangenschaft sich um nichts kümmert und lieber Geld mit Schwarzbrennerei machen will. Knecht Jan ist sein eifriger Mithelfer beim Brennen, Verstecken und den Kostproben. ´

Und dann turtelt Heiko auch noch ausgerechnet mit der „fludderigen Deern" Helga (Annika Gärtner), die als hochnäsiges Dämchen herumstolziert, sich gern beschenken lässt und mit bäuerlicher Arbeit so gar nichts am Hut hat. Als Taline wegen seiner Faulheit mit Streik droht, lässt sich Heiko zu einem heiklen Versprechen hinreißen: diejenige, die seinen Kuhstall bis 18 Uhr ausmiste und blitzblank mache, werde er heiraten!

Was die starke Taline zu Heikos Entsetzen tatsächlich schafft — und schon hat er die zweite Braut am Hals. Zwischendurch taucht auch noch Gendarm Hillmer (Walter Bleckwedel) auf, der zwar gern vom Schwarzgebrannten kostet, aber dessen Geheimnis nicht erfahren darf. Ganz nebenher ist er auch noch der Vater von Helga und bedauert den Bauern als ihren Verlobten. Schließlich kennt er deren Qualitäten so gut, dass er ihr sogar auf offener Bühne den Allerwertesten versohlt.

Der Bauer in Nöten, alles läuft durcheinander und nur in dem braven, fleißigen Flüchtlingsmädchen Marie (Chantal Müller) hat er eine ehrliche Hilfe, die immer wichtiger wird. Zumal die Verlobung und das Jubiläum von Taline und Jan bevorsteht und alle im Dorf davon wissen und kommen wollen. Ob und wie es dann zu einem Happy End kommt, soll hier nicht vorweggenommen werden.

Vor allem wird ihnen ein Theatervergnügen mit viel herzhaftem Humor geboten, bei dem insbesondere Dagmar Wehrmann als herzerfrischende Magd immer wieder die Szene beherrscht, aber auch Improvisationskünstler Arnold Preuß sein Komödiantentum sprudeln lässt.

Die nächsten Vorstellungen folgen am 16. und 18. November, jeweils um 20 Uhr, Kieler Str. 63.

Bilder von der Generalprobe "Op Düvels Schuuvkaar"

WILHELMSHAVEN | 08. November 2018

Generalprobe "Op Düvels Schuuvkaar"

Fotostrecke von Olaf Preuschoff

Taline (Dagmar Wehrmann) hat die schwarze für den Bauern gebügelt und Jan Spin (Arnold Preuß) hat Schnaps schwarz gebrandt. Da ist der Krach vorprogrammiert.

Marie (Chantal Müller) berichtet, dass die Kühe ausgebrochen sind und das Holz wieder dicht gemacht werden muss, was Heiko Herkens (Rune Opitz) nun gar nicht im Sinn hat.

Jan und Heiko laden Schandarm Fied Hillmer (Walter Bleckwedel) zum Schnaps ein - er müsse schließlich prüfen, ob dies nicht ein schwarzgebrannter Schnaps sei.

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Liebes Team von "Op Düvels Schuuvkaar"

Wir bedanken uns beim gesamten Team von "Op Düvels Schuuvkaar". Was ihr gemeinsam in der letzten Woche geleistet habt, ist großartig und ein Beweis, dass Teamgeist Berge versetzen kann. Von Mittwoch bis gestern Abend habt Ihr alle gemeinsam eine Wahnsinnsleistung vollbracht.
Der Lohn des Publikums gestern Abend: Unmittelbar nach Stückende standen alle und klatschten begeistert Beifall und riefen vielfach Bravo und sowohl im Saal als auf der Bühne strahlten zufriedene Gesichter um die Wette.
DANKE an ALLE!