Marinanne Karstens

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- Mitglied
seit 26. Mai 2000
 
- Ehrungen
am 21. Juni 2010 für 10-jährige Mitgliedschaft.


- Requisiteurin
Sie stellte die Requisiten u.a. in folgenden Stücken zusammen
"´n schöne Bescherung" (99/00),
"Allens ut de Reeg" (00/01),
"De lüttje Wippsteert" (00/01),
"Van nu an bün ik glücklich!" (01/02),
"För de Katt" (01/02),
"Du büst bloots tweemal jung" (02/03),
"Opa ward verköfft" (02/03)
"Misery" (03/04),
"Dat Schörengericht" (03/04)
"De plietsche Sniedermeister" (04/05)
"De Düvelsblitz" (04/05)
"Ünner´n Beerboom" (04/05),
"Sluderkraam in´t Treppenhuus" (05/06)
" Herr Adrian hett Liefpien" (05/06)
"Dat Spöökhuus" (06/07),
"To´n Düwel mit´n Sex" (06/07)
"Een Sömmernachtsdroom" (06/07),
"De vergnögte Tankstell" (07/08),
"Sex na Stünnenplan" (2007/08),
"In´t Witte Rössl" (08/09),
"Verleeft, verlööft, verloorn!" (08/09),
"Tippelbröder (09/10),
"Keerls döör un döör (09/10),
"Lögen hebbt junge Been" (10/11),
"Alleen in de Sauna" (10/11),
"Lüttstadtrevier" (11/12),
"Mudder is de Beste (11/12),
"Champagner to´n Fröhstück" (12/13)..

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Marianne Karstens in "Van nu an bün ik glücklich!" 2001/02

- Inspizientin

- Souffleuse
Sie soufflierte in "Geld in´n Büdel - miteens Getüdel" (01/02),
"De golden Anker" (02/03), "Sluderkraam in´t Treppenhuus" (05/06)

- Schauspielerin
Sie debütierte als Hertha in "De Börgermeisterstohl" (00/01), spielte
eine Marktfrau und eine Touistin in "In´t Witte Rössl" (0/09).

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Marianne Karstens - mit Ehemann Horst - als Reisegast in der Inszenierung "In´t Witte Rössl" - Spielzeit 2008/09

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 25. April 2009

Wo Mehl und Kakao zu Staub werden

THEATER Marianne Karstens kümmert sich um die Requisite der Niederdeutschen Bühne

Die Rentnerin besorgt seit zwei Jahren alles, was die Schauspieler auf der Bühne benötigen. Dabei kommt auch der eigene Hausstand zum Einsatz.

VON MEIKE HICKEN

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Marianne Karstens engagiert sich seit fst zehn Jahren bei der Niederdeutschen Bühne

WILHELMSHAVEN — Mehl, gemischt mit Kakao, ergibt Staub. Zumindest dann, wenn Marianne Karstens das Pulver in die Hände bekommt. Die Rentnerin ist verantwortlich für die Requisite bei der Niederdeutschen Bühne „Theater am Meer" — Kreativität ist dabei gefragt. Ihre Vorgabe: ein staubiger Tisch. „Dann heißt es he-rumprobieren", sagt Marianne Karstens und lacht. Mehl allein ist zu hell, aber gemischt mit Kakaopulver bekommt es die perfekte Farbe.

Manchmal sind es aber auch ganz einfache Dinge, wie Frühstücksteller, die Karstens besorgen muss. Da kommen auch schon mal die eigenen aus dem Küchenschrank zum Einsatz. Von Schinkenbrot bis zum Gemälde — es gibt nichts, was die Requisiteurin nicht auftreiben kann. Im Notfall werden auch schon mal die Freunde angesprochen. „Die wissen schon Bescheid", sagt sie. An eine Sache ist sie bisher aber noch nicht heran gekommen: Cowboystiefel. Die fielen zwar eher in den Bereich der Kostüme, aber man helfe sich hinter der Bühne eben aus. Die Stiefel braucht ihr Mann für das nächste Stück „Verleeft, verlööft, verloorn". Größe 42. Wer noch ein paar im Schuhschrank stehen hat, den bittet Marianne Karstens, sich bei ihr zu melden.

Dass Karstens zur Niederdeutschen Bühne kam, ist im Nachhinein ganz logisch. Vor 26 Jahren meldete sie ihren Mann Horst dort an. „In einer Annonce wurden Männer gesucht, die Platt sprechen", erinnert sie sich. Er war sofort begeistert, stellte sich vor und wurde genommen. Sie fand das neue Hobby ihres Mannes zwar toll, aber selbst auf der Bühne stehen? „Das ist nichts für mich", sagt sie und schüttelt vehement den Kopf. Tochter Dagmar schien das „Theater-Gen" hingegen von ihrem Vater geerbt zu haben. Seit 20 Jahren ist sie selbst bei der Niederdeutschen Bühne und spielt sogar im aktuellen Stück „Wat passeert dor an'n Balkon". Auch Enkeltochter Rieke stand schon auf der Bühne. „Das war so süß", erinnert sich Marianne Karstens stolz.

Die heute 69-Jährige besuchte das Theater damals nur, um zuzuschauen. Sie leitete eine Damensportgruppe, organisierte Fahrten und hatte auch sonst genug um die Ohren. 17 Jahre später sollte sich das ändern. Es war Not am Mann. Das neue Stück stand, die Requisite noch nicht. „Also habe ich ausgeholfen", sagt Karstens, „und bin da geblieben". Hinter der Bühne fühlt sie sich wohl. Vors Publikum tritt sie nur als Statistin. Oder als Mitglied des Chors der Bühne. „Da sind wir ja in einer großen Gruppe, das geht."

Aus der anfänglichen Aushilfsarbeit ist mittlerweile ihr größtes Hobby geworden. „Ich liebe es, das alles zu organisieren." Und die Ordnung hinter Bühne. „Da muss alles immer an seinem Platz liegen", betont sie. Immerhin muss es schnell gehen und wenn in einer Szene etwas verlangt wird, kann man nicht erst lange danach suchen.
Ihr nächstes Projekt ist übrigens die perfekte Kopie der ostfriesischen „Bohnsopp". Sie soll aussehen, wie der Schnaps, muss aber ohne Alkohol sein. „Und mit wenig Rosinen", sagt Marianne Karstens. Ihr Mann Horst muss den Schnaps auf der Bühne nämlich trinken — mit einem Zug.

Wer Marianne Karstens mit einem Paar Cowboystiefeln aushelfen möchte, kann sich bei ihr unter Tel. 3 84 80 melden.

Theater am Meer zu Hause angekommen

JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG Optimismus für die Spielzeit 2010/11 – Ehrung langjähriger Vereinsmitglieder

Die erste Jahreshauptversammlung im neuen Domizil des Theaters am Meer – Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven am gestrigen Montag (21.6.) war zum einen von der Freude darüber geprägt, endlich in der eigenen Spielstätte angekommen zu sein und zum anderen vom Optimismus für die neue Spielzeit, der sich in den Wochen nach der offiziellen Eröffnung Anfang Mai 2010 breitgemacht hat.

So waren dann auch die Begrüßungsworte der Bühnenleitung, Marion Zomerland und Arnold Preuß, Dankesworte an die versammelten zahlreichen Mitglieder dafür, dass sie in den letzten Wochen und Monaten jeder an unterschiedlicher Stelle die Her- und Einrichtung des neuen Hauses bewerkstelligt haben und vor allem, dass in den letzten Wochen die Auszüge des Fundus aus dem Stadttheater und aus der Werkstatt in der Viktoriastraße komplett bewerkstelligt wurde, so dass jetzt das Theater am Meer im neuen Zuhause endlich angekommen ist.

Arnold Preuß, der die Versammlung leitete, wies darauf hin, dass das Theater nun ein kleines Privattheater sei, das von dem Einsatz der ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder getragen werden müsse, denn nicht nur der Spielbetrieb, sondern auch die Hausdienste seien jetzt Bestandteil des Vereinslebens. Angesichts der in den Wochen nach der offiziellen Eröffnung gezeichneten neuen Abonnements von fast 130 Menschen, die noch nie vorher zum Niederdeutschen Theater in Wilhelmshaven eine Verbindung hatten, sehe er in der kommenden Spielzeit 2010/11 alle Chancen, dass das von allen Seiten gelobte neue Theater in Wilhelmshaven zu einem kulturellen Kleinod der Jadestadt werde. Marion Zomerland unterstrich bei der Vorstellung des neuen Spielplanes, dass auch die bisherigen Abonnenten sich schriftlich und mündlich überaus positiv zu den Umzugsplänen geäußert hätten und es eine deutliche Steigerung der Gesamtabonnentenzahl gegeben habe, so dass damit die finanzielle Basis des Theaters am Meer gesichert sei.

Der Spielplan 2010/11 zeichne sich durch eine Mischung junger frischer Komödien aus, die mit einem bewährten Klassiker und einer musikalischen Produktion angereichert wurde. So startet das Theater am Meer am 11. September 2010 mit der Farce „Lögen hebbt junge Been“ in der Regie von Marion Zomerland in die neue Spielzeit. Es folgt am 6. November 2010 die Fortsetzung des Bauernhofrockmusicals „Wi rockt op platt“ mit der Episode twee in der Regie von Arnold Preuß. Die musikalischen Arrangements der vielen Welthits auf platt stammen von Nicolas C. Ducci. Ein Wiedersehen mit einem bewährten Wroost-Klassiker gibt es am 22. Januar 2011 mit Marion Zomerlands Inszenierung von „Mien Mann, de fohrt to See“. Den Abschluss der Spielzeit bildet eine romantische Komödie mit dem Titel „De besten Daag in mien Läven“. Dieses Stück wird am 19. März 2011 in der Regie von Ulf Goerges aufgeführt, der sich als Berufsregisseur erstmals in Wilhelmshaven vorstellen wird. Der Spielplan 2010/11 wird vervollständigt von einem Stück der Theaterschule, dessen Titel im Laufe der Spielzeit bekanntgegeben wird und den mobilen Produktion des Theaters wie die Programmvariationen der Sketchgruppe und die verschiedenen Liederprogramme, die für die unterschiedlichsten Anlässe gebucht werden können.

Neben den üblichen Regularien einer Jahreshauptversammlung wurden auch die Vorstandmitglieder Sandra Krüger und Horst Jönck (beide als Beisitzer) sowie Klaus Aden (Schatzmeister) einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Ebenso einstimmig wurde Meike Zomerland als Rechnungsprüferin bestellt. Marc Gelhart, der sich beruflich nach Weyhe orientiert hat, wurde mit großem Dank der Mitglieder als stellvertretender Vorsitzender verabschiedet. Er wird der Bühne jedoch in bestimmten Marketingbereichen erhalten bleiben.

Marion Zomerland mit der Ehrennadel des Bühnenbundes geehrt

Breiten Raum nahm abschließend die Ehrung langjähriger Vereinsmitglieder ein, bei der Arnold Preuß mit einer individuellen Laudatio das Wirken der einzelnen Mitglieder herausstellte. Für eine 10jährige Mitgliedschaft wurden Nicolas C. Ducci, André Gelhart, Marianne Karstens, Günter Michaels, Horst Qualmann, Claudia Schröder, Heidi Strowik und Christine Wessolleck geehrt. Auf eine 20jährige Vereinszugehörigkeit konnten Rolf-Peter Lauxtermann und Günter Newerla blicken, während Ralf-Rüdiger Bayer und Berta Brinkhoff dem Verein 25 Jahre angehören.

Eine besondere Ehrung wurde Bühnenleiterin Marion Zomerland zu teil, die Arnold Preuß in seiner Eigenschaft als Präsident des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen und Bremen vornahm. Er würdigte ihr Schaffen als Spielerin, Regisseurin, Leiterin der Theaterschule sowie der Bühne und stellte insbesondere ihre Verdienste bei der Schaffung der neuen Spielstätte und der Steigerung des künstlerischen Niveaus und der Förderung des Jugendtheaters heraus. Sie erhielt die Ehrennadel mit Silberkranz sowie die Ehrenurkunde für ihr 25jähriges aktives Schaffen für den Erhalt der niederdeutschen Sprache.

Als neue Mitglieder wurden aufgenommen: Inge Gelhart, Heinz Hillers, Hanna Jörg, Marion Knodt, Gabriele Poloczek, Iris Watty, Wolfgang Watty, Frauke Weißer sowie für die Theaterschule Fabio Ferrara, Emilia Hoppe, Niels Jantschalek und Jonas Krukenberg.