Roswitha Wunderlich

- Mitglied
seit 1962

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Roswitha Wunderlich als Frollein Flora von Hollen in "Dat Kuppelwief" zum 75 Geburtstag der Bühne

- Ehrungen
1972 Bronzeteller für 10 Jahre Mitgliedschaft
1982 Silberteller für 20 Jahre Mitgliedschaft
09.05.1987 Emden - Ehrennadel in silber des Niederdeutschen Bühnenbundes für 25 Jahre aktives Theaterspiel
1992 Goldteller für 30 Jahre Mitgliedschaft
07.09.2002 Neuenburg - Ehrennadel in gold des Niederdeutschen Bühnenbundes für 40 Jahre
aktives Theaterspiel
23.6.2012 - 50-jährige Mitgliedschaft

Wilhelmshavener Zeitung vom 22. September 2012

GANZ PERSÖNLICH

Ein seltenes Jubiläum feierte Roswitha Wunderlich (Mitte) dort, wo sie sich am wohlsten fühlt: auf der Bühne. Mit ihrem Auftritt als Marie Stratmann in Michael Wempners niederdeutscher Komödie „Champagner to'n Fröhstück" beging sie ihr 50-jähriges Jubiläum als Ensemble-Mitglied des Theaters am Meer — Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven. Als Dame mit Charme, Esprit und Eigensinn wirkte sie einmal in einer großen Rolle und erinnerte an die typischen Rollen einer Brigitte Horney oder Gisela Uhlen. Nach der Premiere gratulierte allen voran Bühnenleiterin Marion Zomerland (links) und betonte, dass die Amateurschauspielerin ihre Rollen stets auch gelebt habe und das seien mittlerweile an die 80. Doch auch als Inspizientin, Choreografin und Souffleuse habe sie sich ehrenamtlich engagiert und dreimal selbst Regie geführt. Zu den ersten Gratulanten gehörte auch Bühnenleiter Arnold Preuß (rechts).    FOTO: PRIVAT

(v.l.) Werner Dörnath, Heinz Zomerland, Anne Hillers, Roswitha Wunderlich, Gerd Gelhart, Marion Zomerland, Arnold Preuß

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- Schauspielerin
Sie spielte u.a. die Magd Fieken in "Dat Verlegenheitskind" (64/65),
die Irmgard Hasselmann In "Thea Witt maakt nich mit" (72/73),
die Sabine Senden in "Fledderweken" (73/74),
die Vera in "Loop nich vörbi" (Gemeinschaftsproduktion 73/74),
die Leni in "Överfall in Lüttgenbüttel" (73/74),
die Helga Roggenbuck in "Wenn Du Geld hest" (74/75),
die Bärbel Müller in "Dat Inserat" (74/75),
die Lore in "Verdreihte Verwandschaft" (74/75),
die Ebba Tönnsen in "Een Baas van Kerl" (75/76),
die Inge in "Krach bi Fiete Schach" (75/76),

die Heike Seefeldt in "Sluderkram in´t Treppenhuus" (75/76),
die Betty Groß in "In Luv un Lee die Liebe" (76/77),
die Jenny in "Dat Veilchen von St. Pauli" (76/77),
die Heike Oltmann in "Millionär in´t Huus" (76/77),
die Lina Goebel in "Petroleum in Poppenbüttel" (76/77),
die Adelheid Stege in "De Fall Hansen" (Gemeinschaftsproduktion - 77/78 - Fernseh-Aufzeichnung N 3),
die Mali Meier in "Dat Verlegenheitskind" (77/78),
die Franziska in "Ferien in Lütjensiel" (77/78),

die Uschi Klütenkamp in "Gold in de Kehl" (78/79),
die Meta Geerken in "För de Katt" (78/79),
den Fürsorgezögling Jutta Müller in "Land in Sicht" (79/80),
die Irmgard Klüver in "Hotel Schipp Ahoi" (79/80),
die Anke in "Dat Smugglernest" (79/80),
die Uschi in "Moral in Müggenhusen (80/81),
die Agathe in "Cowboys, Quiddjes und Matrosen" (80/81),
die Frauke Detlefsen in "Mannslüüd sünd ok bloots Minschen" (81/82),
die Wally Mesenbrink in "Klävemann speelt Lebemann" (81/82),
die Tramperin Cornelia in "Blickschaden" (82/83),
die Therese Stutenbring in "Wenn man Meyer heet" (83/84),
das Callgirl Lilo Schmidt in "Radels um Paul" (84/85),
die Magd Anna in "Besöök ut de Stadt" (84/85),
die Lotte in "Lotte speelt Lotto" (85/86),
die 'Schwalbe' Lotti in "De schönste Mann van de Reeperbahn" (85/86),
die Putzfrau Alwine Sonnenschein in "De Pageluuns" (86/87),
die Schriftstellerin Mylitta Kastel in "Kiek mal wedder in" (87/88),
die Krögersch in "De Fährkroog" (88/89),
die Hannelore in "Swieg still, Jung!" (89/90),
das Hausmädchen Tina in "Fledderweken" (91/92),
die Gerry Franzen in "Kee Utkamen mit dat Inkamen" (91/92),
die Ella Bolle in Kattenspöök " (92/93),
die Carla Gerdes in "Rut ut de Puschen" (93/94),
die Vera in "Laat us endlich anfangen!" (94/95),
die Putzfrau Pauline Wittkoreid in "Döör an Döör´nanner" (94/95)
die Emma Meier in in "Dat Verlegenheitskind" (94/95).
die Helene Jepsen in "Hannes un Martha" (95/96),
die Schriftstellerin Josephine Krüger in "Pension Schöller" (95/96),
die Carla Sperling in "Allens echt, Fro Sperling?" (97/98),
die Pauline Pröschmeyer in "In Hamborg op St. Pauli" (98/99)
die Mimi Butenschön in "Dat Stück Land" (98/99),
die Trina Witt in "Wenn de Hahn kreiht" (99/00),
die "dominante" Hotelmanagerin in "Allens ut de Reeg" (00/01),
die Anita Schröder in "Grode Freeheit Nr. 7" (02/03),
die Lotte kamin in "Kiek mal wedder in" (04/05)
die Mudder Jeschke in "Ünner´n Beerboom" (04/05),
die Meta Bold in "Sluderkraam in´t Treppenhuus" (0506),
die Olga Wichmann in "De letzte Willen" (06/07),
das Fräulein Flora von Hollen in "Dat Kuppelwief" (07/08),
die Fro Puttfarken in "Dat kann jedeen passeern" (08/09),
die Lore Knocke in "Keerls döör un döör" (09/10),
die Friederike Brammer in "Mien Mann, de fohrt to See" (10/11),
die Ilka Denker in "So en Slawiner" (11/12),
die Marie Stratmann in "Champagner to´n Fröhstück" (12/13),
die Monika Richter in "Smucke Deern" (13/14) (krankheitsbedingt nur bis zur 1. HP gespielt),
die Hertha Müller-Meisenstein in "Döör an Döör'nanner" (15/16),
die Paula Sprott (Stimme von oben) in "Keen Utkamen mit't Inkamen" (16/17).

WILHELMSHAVENER ZEITUNG von 1993 / Notizen vom Nachbarn

Weihnachten wieder auf der Bühne: Roswitha Wunderlich

Im Musical ihres verstorbenen Mannes

Von Barbara Schwarz

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Spielt am 2. Feiertag im Stadttheater im Musical "Rut ut de Puschen" eine Hauptrolle: Roswitha Wunderlich (WZ-Foto Lübbe)

Auf die Rollen von komischen Alten freute sich Roswitha Wunderlich geb. Bertz schon als ganz junge Spielerin der Niederdeutschen Bühne. Komisches Talent zeigte sie bereits als Anfängerin, als Magd in „För de Katt". Aber meist wurde sie als jugendliche Liebhaberin besetzt. „Über lange Strecken," sagt Roswitha Wunderlich, „durfte ich nur Knutschmiezenrollen oder Bordsteinschwalben spielen." Aus dem Rahmen fiel da schon in der Saison 1969/70 in der erfolgreichen Gemeinschaftsproduktion der Niederdeutschen Bühnen „Loop nich vörbie" die Charakterrolle einer Rockerbraut.

Jetzt aber darf sie endlich so langsam an die komischen Alten heran, obwohl sie vom Rentenalter noch gut zwei Jahrzehnte entfernt ist. In der Weihnachtspremiere der Niederdeutschen Bühne, „Rut ut de Puschen", spielt sie eine schrullige Pensionswirtin, eine Tugendwächterin, die eine Pension mit vier alleinstehenden Damen führt.

Geschrieben hat das Musical Dr. Heinz Wunderlich, der 1990 verstorbene Mann von Roswitha Wunderlich. Erfolgreich aufgeführt wurde „Rut ut de Puschen" bereits in Kiel, Lübeck, Rendburg, Nordenham und auch Jever. Priv. Doz. Dr. Heinz Wunderlich, 1907 in Leipzig geboren, Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin, war nicht nur auch ein erfolgreicher Sportler und begeisterter Sportarzt, sondern einer der erfolgreichsten Arztschriftsteller; Ehrenmitglied der „Union Mondiale des Ecrivains Medecins" (Weltvereinigung schreibender Mediziner).

Sein 1958 zusammen mit Lothar Olias geschriebenes erstes Musical „Prärie-Saloon" ging um die Welt. Er schrieb Kinderbücher und Kinderstücke, Ballette und in den letzten Lebensjahren vor allem auch niederdeutsche Stücke; denn er hatte sich nach dem 2. Weltkrieg in Neumünster niedergelassen und das niederdeutsche Theater schätzen gelernt.

Roswitha Wunderlich war mit ihrem Mann und dessen 1987 verstorbener Frau Hilde mehr als ein Dutzend Jahre befreundet. Über die Niederdeutsche Bühne hatten sie sich kennengelernt. Dem Witwer schenkte sie in seinen letzten Lebensjahren noch einmal Freude und Lebensmut. Dreieinhalb Jahre lebten sie wechselnd in Neumünster,auf Sylt und in Wilhelmshaven zusammen. Wenige Wochen nachdem sie geheiratet und sich ein Haus im Birkenweg ausgesucht hatten, erlag Dr. Heinz Wunderlich einer bösartigen Krankheit.

Roswitha Wunderlich, die einmal Zahnarzthelferin gelernt, von 1966 bis 1970 in Berlin und in der Schweiz bei der Suisa, dem schweizerischen Patentamt für Urheber und Musik, gearbeitet hat, orientierte ihr Leben neu. Sie arbeitet heute im Niedersächsischen Hafenamt. Sie steht bei den Niederdeutschen in Wilhelmshaven wieder auf der Bühne und will auch wieder im Volkschor singen, dem sie schon lange angehört. Natürlich pflegt sie die Erinnerung an ihren Mann, der ihr eine weite Welt öffnete. Er förderte auch ihr Interesse an der Malerei und alten, schönen Dingen, nach denen sie gern auf allen nur erreichbaren Flohmärkten stöbert.

Zur Niederdeutschen Bühne kam Roswitha Bertz übrigens zusammen mit Wilhelm Pick 1962 nach einem Aufruf in der „Wilhelmshavener Zeitung", in dem die Niederdeutsche Bühne Nachwuchs suchte. Platt lernte sie übrigens nicht zu Hause, sondern bei einer Schulfreundin in Esens und so richtig dann erst bei der Niederdeutschen Bühne. Die Entwicklung der Niederdeutschen Bühne durch regelmäßige Schulungen der Mitglieder, durch vermehrte Zusammenarbeit auch mit professionellen Regisseuren sieht sie auch im Abstand der Jahre als überaus positiv. Und besonders freut sie sich, daß so viele Menschen, auch junge Zuschauer, die ,Aufführungen zunehmend gern sehen.

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Roswitha Wunderlich als Putzfrau Pauline Wittkoreid  in "Döör an Döör´nanner" - Spielzeit 1994/95 -

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Roswitha Wunderlich als Schriftstellerin Josephine Krüger in "Pension Schöller" - Spielzeit 1995/96 -

- Maskenbildnerin
sie schminkte in "Havaree" (Gemeinschaftsproduktion 61/62), "Jeppe in´t Paradies" (81/82 - Fernsehaufzeichnung N 3)

- Inspizientin
sie inspizierte u.a. bei "Us Moder ward ´n Diva",
"Dat Hörrohr" (12/13),
"...un baven wahnen Engel" (13/14),

"Gode Geister" (14/15).
"Laat us Lögen vertellen" (15/16).

- Souffleuse
Sie soufflierte u.a. bei "De ole Fischfroo" (64/65),
"De Herr Puntila un sien Knecht Matti" (88/89),
"Op Düwels Schukar" (96/97)
,
"De Düvelsblitz" (04/05),
"Herr Adrian hett Liefpien" (05/06),
"Ladykillers" (07/08),
"Keen Utkamen mit't Inkamen" (16/17).

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Roswitha Bertz als Franziska in "Ferien in Lütjensiel" - Spielzeit 1977/78 -

- Choreographin
sie dachte sich die Tänze aus und studierte sie ein bei " Hotelschipp 'Ahoi' " (79/80), "Klävemann speelt Lebemann" (81/82), "Cowboys, Quiddjes un Matrosen" (80/81),

- Regieassistentin
Sie assistierte u. a. bei den Inszenierungen "Belinda" (90/91), "Fledderweken" (91/92),
"De plietsche Tüffelhannes" (91/92),
"Een Slötel för twee" (96/97)


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Roswitha Wunderlich als Meta Bold in Sluderkraam in´t Treppenhuus (05/06)

- Regisseurin
Sie inszenierte und entwarf das Bühnenbild für
"Wenn de Hahn kreiht" (99/00),
"De lüttje Wippsteert" (00/01),
"För de Katt" (01/02)

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Roswitha Wunderlich als Olga Wichmann in "De letzte Willen" (06/07)

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Roswitha Wunderlich rastet aus als Fro Puttfarken von der Adoptionsagentur in "Dat kann jedeen passeern" (08/09)

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Roswitha Wunderlich (links) mit Heide Strowik in "Mien Mann, de fohrt to See"

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Roswitha Wunderlich als Ilka Denker in "So en Slawiner" (11/12)

 

Roswitha Wunderlich spielt in "Champagner to´n Fröhstück" die Rolle der Marie Stratmann. Sie feierte damit ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum

Bei der Premiere von „Champagner to´n Fröhstück“ steht noch eine Besonderheit an: Roswitha Wunderlich, kann mit diesem Stück ihre 50-jährige Zugehörigkeit zum Ensemble des Theaters am Meer feiern. Die Theaterleitung wird dieses seltene Jubiläum zum Anlass nehmen und Roswitha Wunderlich nach der Premiere entsprechend ehren.

Roswitha Wunderlich als Hertha Müller-Meisenstein (mit Klaus Aden) in "Döör an Döör'nanner" (15/16).