Harald Schmidt

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Harald Schmidt als Andreas Stock in "Dat Kuppelwief" zum 75. Geburtstag der Bühne

- Mitglied
seit 17. Mai 2001

- Ehrungen
am 18. Mai 2011 für 10jährige aktive Mitgliedschaft

- Vorstandstätigkeiten
-Technischer Leiter der Bühne in der Spielzeit 2001/02

- Schauspieler
Er spielte u.a. den Schlachtermeister Lehrmann in "Medewatt?" (00/01),
den Landarbeiter Kallsen in "Van Müüs un Minschen" (00/01),
den Harm Wohltmann in "Koornblomen för den Smuuskater" (01/02),
den Bruder Johann Timm in "Froo Geesche Gottfried" (01/02),
dem Hein Kiekbusch in "Grode Freeheit Nr. 7" (02/03)
den August in "Opa ward verköfft" (02/03),
den Heinrich Meier in "De ole Fischfroo" (03/04),
den Zimpel in "De plietsche Sniedermeister" (04/05),
den Hugo Fromm in "De Düvelsblitz" (04/05),
den Paul Below in "Kiek mal wedder in" (04/05)
den Emil Schröpke in "Hartklabastern" (05/06)
den Oberon und den Theseus in "Een Sömmernachtsdroom" (06/07),
den Andreas Stock in "Dat Kuppelwief" (07/08),
den Kommissar Pawlik in "Sex na Stünnenplan" (2007/08)
,
den Boris in "Dat kann jedeen passeern" (08/09),
einen Touristen und einen Marktbesucher in "In´t Witte Rössl" (08/09),
den Fritz Brenner in "Kerls, Kerls, Kerls!" (08/09),
den Harry Peper in "Tippelbröder" (09/10),
den Paul Rolands in "Keerls döör un döör" (09/10),
den Ralf Gärtner in "Lögen hebbt junge Been" (10/11),
den Kuddl Brammer in "Mien Mann, de fohrt to See" (10/11),
den Frank Denker in "So en Slawiner" (11/12),
den Erich Seidel in "Mudder is de Beste" (11/12),
den Lukus Müller in "Champagner to´n Fröhstück" (12/13),
den Jochen Meiners in "Dat Hörrohr" (12/13),
den Frank Dahlberg in "Smucke Deern" (13/14),
den Hauswirt Babbel in "..un baven wahnen Engel" (13/14),
den Makler Markus Weber in "Gode Geister" (14/15),
den Onkel Willi in "Swieg still, Jung!" (14/15),
den Karl-August Canisius in
"Laat us Lögen vertellen" (15/16),
den Helmut Jäger in
"Keen Utkamen mit't Inkamen" (16/17)..

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Harald Schmidt als Rudi Lehrmann in "Medewatt?" - Spielzeit 00/01 (Foto: Ellen Litzius)

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Harald Schmidt als Knecht August in "Opa ward verköfft" - Spielzeit 2002/03

- Bühnentechnik
Er war am Auf- und Abbau des Bühnenbildes beteiligt u.a. für
"De lüttje Wippsteert" (00/01),
"Koornblomen för den Smuuskater" (01/02)
"Geld in´n Büdel - miteens Getüdel" - auch alsBühnenbauer und -maler - (01/02),
"Van nu an bün ik glücklich!" (01/02)
"Misery" (03/04) einschließlich Pyrotechnik,
"Spektakel in´t Huus" (04/05),
"Sluderkraam in´t Treppenhuus" (05/06
),
"Agathe un ik" (07/08).,
"Ladykillers" (07/08),
"De wilden Höhner geevt Vossalarm" (07/08),
."In´t Witte Rössl" (08/09),
"Wat passeert dor an´n Balkon?" (08/09),
"Verleeft, verlööft, verloorn!" (08/09),
"En goote Partie" (09/10).

- Beleuchtung
Er beleuchtete "Jo, das Ungeheuer aus dem Zoo"
"Wi rockt op platt - Episode twee" einscließlich Inspizient (10/11),
"Lüttstadtrevier" (11/12),
"Twee Mannslüüd un een Baby" (11/12),

"Veer sünd dree toveel in't Bett" (14/15),
"Döör an Döör'nanner" (15/16)
"Ronja Röverdochter" (15/16),
"Hauptsaak gesund!" (16/17).
"Lifting oder ut oolt mookt jung!" (16/17) .

- Tontechnik
Er übernahm die Tontechnik bei "De vergnögte Tankstell" (07/08),
Toneinspielungen bei "Dat Hörrohr" (12/13)

- Inspizienz
Er übernahm die Tontechnik bei "Dat kann jedeen passeern" (08/09)

- Bühnenbildner
Er entwarf das Bühnenbild zu
"De Düvelsblitz" (04/05)
"Hartklabastern" (05/06 - gemeinsam mit Marion Zomerland)
"Rismus Rasmus" (05/09 - gemeinsam mit Elke Münch)
"To´n Düwel mit´n Sex" (06/07- nach einem Entwurf von Marion Zomerland)
"De letzte Willen" (06/07),
"De vergnögte Tankstell" (07/08),
"Ladykillers" (07/08),
"Tippelbröder" (09/10) gemeinsam mit Nicolas C. Ducci,
"En goote Partie (09/10) gemeinsam mit Thomas Willberger

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Harald Schmidt als Theseus in "Een Sömmernachtsdroom" (06/07)

Eine musikalische Nummer gibt Harald Schmidt im Liederprogramm "Mit 17 hett man noch Drööms"

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Harald Schmidt als Boris darf so richtig schön schmierig und fies sein in "Dat kann jedeen passeern" (08/09)

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Harald Schmidt (2.v.rechts) als Reisegast in der Inszenierung "In´t Witte Rössl" - Spielzeit 2008/09

 

Harald Schmidt als Fritz Brenner in "Kerls, Kerls, Kerls!" - Spielzeit 2008/09

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Harald Schmidt als Harry Peper in "Tippelbröder" (09/10)

Harald Schmidt als Paul Rolands, der in der Travestie-Schau in "Keerls döör un döör" (09/10) die Sängerin Andrea Berg mit "Du hast mich tausendmal belogen" darstellt.

Harald Schmidt (re) gemeinsam mit Horst Karstens in "Keerls döör un döör" in ihrer Nummer als  Maria und Margo Hellwig.

Wilhelmshaven, 19. Mai 2011

Theater am Meer blickt auf eine erfolgreiche erste Spielzeit zurück

Spielplan 2011/12 mit Uraufführung eines Polizeimusicals

Für 10jährige aktive Mitarbeit wurden Meike Zomerland und Harald Schmidt (1 Reihe, 3. von rechts) geehrt. Das Bühnenleitungsduo Marion Zomerland und Arnold Preuß (1. Reihe, 1 von links) wurde ebenso einstimmig wiedergewählt wie Schriftführerin Claudia Schröder (2. Reihe, 2 von rechts). Einen Wechsel gab es beim Amts des Schatzmeisters. Klaus Aden (3. Reihe, 3. von links) trat zurück, zum Nachfolger wurde einstimmig Wolfgang Watty (1. Reihe, 2 von links) gewählt. Neu in den Vorstand kam Rune Opitz (3. Reihe, 2. von rechts)

WILHELMSHAVEN – Auf der gestrigen Jahreshauptversammlung der Bühne ‚Theater am Meer – Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven‘ konnte das Bühnenleitungsduo Marion Zomerland und Arnold Preuß auf eine erfolgreiche erste Spielzeit im neuen Zimmertheater an der Kieler Straße zurückblicken. Bei den anstehenden Vorstandswahlen gab es für Zomerland und Preuß eine einstimmige Wiederwahl. Mit Wolfgang Watty wurde einstimmig ein neuen Schatzmeister gewählt. Der Spielplan 2011/12 wartet mit einer Uraufführung eines Polizeimusicals auf.

Am Beginn der gut besuchten Jahreshauptversammlung wurden Meike Zomerland und Harald Schmidt für 10jährige aktive Mitarbeit mit Bullauge und Buchpräsenten geehrt. Bühnenleiter Arnold Preuß hob das individuelle ehrenamtliche Engagieren der beiden heraus. Als neue Mitglieder der Theaterschule wurden Selina Berke, Jaqueline Edwards, Marian Plohr und Julia Voss aufgenommen. Den Kreis der Bühnenmitglieder verstärkt künftig Ivy Bleckwedel.

Das zahlenmäßige Ergebnis der ersten Spielzeit im eigenen Theater war natürlich bei den Mitgliedern von großem Interesse. Die Bühnenleitung konnte berichten, dass der Abonnementszulauf im ersten Jahr mit 180 Neuzugängen enorm war, ferner waren die Vorstellungen insgeamt so gut, dass nahezu jedes Stück mit Zusatzvortellungen gespielt werden musste. Auch die Auslastungszahlen mit 91, 93, 96 und 100 % sprechen für sich. Das Topergebnis erzielte das Rockmusical „Wi rockt op platt II“ mit 18 Vorstellungen und 1726 Besuchern. Da auch der Finanzbericht für das vergangene Jahr positve Zahlen beinhaltete, konnte das Fazit nur lauten, dass der Fortbestand des ‚Theater am Meer‘ unter den derzeitigen Gegebenheit am neuen Standort gesichert ist.

Die notwendigen Vorstandswahlen brachten neben der einstimmigen Wiederwahl des Leitungsduos Marion Zomerland und Arnold Preuß, auch die der Schriftführerin Claudia Schröder. Neu in den Vorstand wurde Rune Opitz gewählt, dessen einstimmige Wahl Ausdruck für eine erfolgreiche Nachwuchsarbiet ist, denn Opitz ist als Mitglied der Theaterschule in das Ensemble des Theaters gekommen. Einen Wechsel hat es beim Amt des Schatzmeisters gegeben. Klaus Aden hat nach über 25jähriger Vorstandsarbeit sein Amt niedergelegt Für die geleistete Arbeit dankte ihm die Versammlung mit stehendem Applaus. An seiner Stelle wurde einstimmig Wolfgang Watty neuer Schatzmeister. Er hat sich das Vertrauen der Mitglieder in der vergangenen Spielzeit verdienstermaßen mit der Organisation des Theatercafé „Kulissensnack“ erworben. Als Kassenprüferin wurde Heidi Strowik, als Vertreterin Christel Brandt-Jaedeke gewählt.

Der neue Spielplan wartet mit einer echten Uraufführung auf. Das Theater am Meer wird ein Polizeimusical mit dem Titel „Lüttstadtrevier“ uraufführen. Das Musical stammt aus der Feder von Marion Zomerland, die auch mit Arnold Preuß gemeinsam Regie führen wird. Welt-Premiere ist am  5. November 2011. Die neue Spielzeit wird am 10. September 2011 eröffnet mit der Komödie „So en Slawiner“, die in Wilhelmshaven zum ersten Mal gegeben wird. Eine Niederdeutsche Erstaufführung präsentiert das Theater dann am 21. Januar 2012 mit der Komödie von Frank Pinkus „Twee Mannslüüd un een Baby“. Hier führt der Profi Ulf Goerges aus Oldenburg Regie. Zum Spielzeitabschluss am 17. März 2012 kommt es dann zu einem Wiedersehen mit dem Volksstück von Curth Flatow und Horst Pillau „Mudder is de Beste“. Diesen Klassiker des hoch- und niederdeutschen Theaters gab es zuletzt in Wilhelmshaven 1989. Dieses Mal wird er von Nicolas C. Ducci in Szene gesetzt. Selbstverständlich sind die beiden mobilen Gruppen, die Sketchgruppe und das Liederprogrammensemble, wieder unterwegs und für Vereinsfeste, Geburtstage etc. buchbar.

Die Theaterschule wird im Laufe der Spielzeit mit einem musikalischen Stück herauskommen, dass den Titel „Sieben Zwerge suchen per sofort“ hat und spielerisch – ironisch mit den bekannten Grimmschen Märchenfiguren umgeht. Auch hier führt Nicolas C. Ducci Regie.  Eine Veränderung wird es bei den Anfangszeiten geben. Auch die Premiere wird wieder wie alle anderen Abendvorstellungen um 20 Uhr beginnen. Keine Veränderung gibt es bei den Anfangszeiten der Nachmittagsvorrstellungen, die um 15.30 Uhr beginnen. Auch keine Veränderungen wird es bei den Eintritts- und Abopreisen geben, lediglich die Wahlabonnements werden angepasst. Das Theaterbüro öffnet wieder am 15. August 2011 zu den bekannten Öffnungszeiten. Sein Programm und sich selbst stellt das Theater wieder mit einem Tag der offenen Tür am Sonntag, dem 28. August 2011 von 11 bis 17 Uhr vor


Harald Schmidt mit Yannik Marschner in "Lögen hebbt junge Been" (10/11)

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Harald Schmidt als Karl Brammer in "Mien Mann, de fohrt to See"

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Harald Schmidt als Frank Denker in "So en Slawiner" - 11/12

Harald Schmidt (re) als Erich Seidel mit Marion Zomerland in "Mudder is de Beste" (11/12)

Harald Schmidt (Mitte) als Lukas Müller in "Champagner to´n Fröhstück" (12/13) mit Walter Bleckwedel und Roswitha Wunderlich.

Wilhelmshavener Zeitung vom 29. September 2012/ Notizen vom Nachbarn

Im Rampenlicht und dahinter

BÜHNE Harald Schmidt ist Schauspieler und Beleuchter im „Theater am Meer"

Seit zwölf Jahren ist der Wilhelmshavener Mitglied der Niederdeutschen Bühne. Derzeit ist er in seiner 24. Rolle zu sehen.

Harald Schmidt rückt im Theater am Meer alles in das richtige Licht.    WZ-FOTO: LÜBBE

VON KRISTIN HILBINGER

WILHELMSHAVEN - Mit Theater hatte Harald Schmidt überhaupt nichts am Hut. In der Schule spielte er einmal in einem Laienspiel mit. Das war's. Seine Bekannte Heidi Strowik hatte vor zwölf Jahren dennoch den richtigen Riecher und nahm ihn mit ins „Theater am Meer". Er war eben schon damals ein lustiger Typ. „Ich konnte früher stundenlang Witze erzählen", sagt Schmidt.

Bei der Niederdeutschen Bühne merkte der 53-Jährige schnell, dass er dort genau richtig aufgehoben ist. Es gab zunächst jedoch ein kleines Problem - der gebürtige Wilhelmshavener konnte kein Wort Plattdeutsch. Darauf nahm die Bühnenleitung allerdings keine Rücksicht. Denn die besetzte die Rolle eines reichen Schlachtermeisters im Stück „Medewatt" sogleich mit dem neuen Theatermitglied. „Da musste ich ganz schön viel Text lernen", erinnert sich Schmidt. Als er dann vor dem Publilcum auf der Bühne stand, waren die Anstrengungen schnell vergessen. „Das macht einfach riesigen Spaß." Spätestens seitdem ist er wohl mit dem Theatervirus infiziert. Und auch gegen seine Sprachdefizite hat er inzwischen etwas getan. Gemeinsam mit seiner zweiten Frau Melanie - einer Bayerin - besuchte er einen Plattdeutschkurs an der Volkshochschule. Mit ihr und ihren Kindern lebt der dreifache Vater am Ölhafendamm. Irgendwann fing Harald Schmidt dann auch damit an, hinter den Kulissen mitzuhelfen. Er baute zum Beispiel das Bühnenbild mit auf und ab. Das scheint ihn inspiriert zu haben, denn er begann, selbst Bühnenbilder zu entwerfen. „Damit versuche ich, mich kreativ auszuleben", erzählt er.

Als im Jahr 2009 die Entscheidung anstand, ob das „Theater am Meer" aus dem Stadttheater auszieht und ein eigenes Theater baut, bedeutete das für Harald Schmidt noch mehr Theaterarbeit. Denn bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlimg wurden die Konsequenzen eines Ortswechsels besprochen. Im Stadttheater hatte die Niederdeutsche Bühne Hilfe. Dort gab es zum Beispiel Inspizienten und- Beleuchter. Kurzerhand entschied Harald Schmidt: „Um das Licht im neuen Haus kümmere ich mich". Erfahrungen hatte er keine. Technisch bewandert ist er allerdings. Er arbeitet im Marinearsenal und ist dort für Kühlanlagen zuständig.

Vor den Theatervorstellungen richtet er gemeinsam mit einem Mitstreiter und dem jeweiligen Regisseur also nun die Scheinwerfer so aus, dass die Schauspieler auf der über zehn Meter breiten aber nur vier Meter tiefen Bühne immer perfekt in Szene gesetzt werden. Während der Vorstellungen sitzt er, dann in der Schaltzentrale direkt neben der Bühne und steuert die Scheinwerfer. Das geht heute alles computergesteuert. Im aktuellen Stück „Champagner to'n Frühstück" ist Schmidt wieder als Darsteller dabei. Er spielt einen Mann, der seinen Vater ins Altersheim geschickt hat. „Das würde ich im echten Leben meinem Vater niemals antun", sagt er. Aber genau das sei es ja auch, was das Theaterspielen so reizvoll mache. „Mich selbst zu spielen wäre ja langweilig ."

In der laufenden Spielzeit wird Schmidt die Beleuchtung anderen überlassen. Er hat extra eine Schulung angeboten, um seine Nachfolger anzulernen. Denn neben der aktuellen Rolle - seiner 24. - wird er auch in dem Stück „Straatenmusik" mitspielen. Dieses Stück war übrigens das erste, was die Niederdeutsche Bühne je inszeniert hat. Das war vor 80 Jahren. Welche Rolle Harald Schmidt darin spielen, wird, weiß et noch nicht. „Das ist immer die große Überraschung", sagt er. Seit Kurzem haben seine Frau und er noch ein zweites Hobby. Sie haben einen Garten im Kleingartenverein Rüstringen gekauft. „Das ist zwar auch Arbeit, aber dabei bekommt man wunderbar den Kopf frei", sagt Schmidt. Zum Beispiel vom Textlernen.

Harald Schmidt (mit Dagmar Wehrmann) als Jochen Meiners in "Dat Hörrohr" - Spielzeit 2012/13

Harald Schmidt als Frank Dahlberg (mit Claudia Ducci) in "Smucke Deern" (13/14)

Harald Schmidt (als Hauswirt Babbel) wird von den Geschwistern Engel in die Mangel genommen in "...un baven wahnen Engel" (13/14).

Harald Schmidt als Makler Markus Weber (mit Michel Waskönig als Simon Willis) in "Gode Geister" (14/15).

Harald Schmidt (re.) als Onkel Willi in "Swieg still, Jung!" (14/15) mit Hauke Backhus (Björn) und Heidi Strowik (Tante Anna)

Harald Schmidt als Karl-August Canisius in "Laat us Lögen vertellen" (15/16)

Harald Schmidt als Helmut Jäger in "Keen Utkamen mit't Inkamen" (Spielzeit 2016/17).

Edith Schlette

Edith Schlette (Mitte) als Martha Brodersen (mit Arnold Preuß und Marion Zomerland) in "Gode Geister" (14/15)

- Mitglied
seit 25. Juni 2014
sie besuchte im September 2013 den Schauspielworkshop des Theaters am Meer und ist seither in verschiedenen Abteilungen tätig für das Theater am Meer

- Schauspielerin
Sie spielte erstmals die Martha Brodersen in "Gode Geister" (2014/15);
die Gesine Försterling in "Döör an Döör'nanner" (15/16),
die Gerry Franzen (später Jäger) in
"Keen Utkamen mit't Inkamen" (Spielzeit 2016/17)..

Edith Schlette als Souffleuse in "Hauptsaak gesund!" (16/17)

- Souffleuse
Sie soufflierte erstmals in "...un baven wahnen Engel" (2013/14),
"Veer sünd dree toveel in't Bett" (14/15),
"Laat us Lögen vertellen" (15/16),
"Hauptsaak gesund!" (16/17)..

Edith Schlette als Gesine Försterling (mit Heidi Strowik) in "Döör an Döör'nanner" (15/16).

Edith Schlette als Gerry Franzen, später Gerry Jäger in "Keen Utkamen mit't Inkamen" (Spielzeit 2016/17).

Alex Dießner


Alex Dießner (links) in der Rolle des Conferenciers in "Alsterbruddel". (rechts Fynn Dießner)

- Mitglied
seit 25. Juni 2014

- Schauspieler
Er ist Mitglied der Theaterschule und spielt erstmals in "Alsterbruddel" (Beitrag für die 6. Jugendtheatertage in Wiesmoor)

 

Fynn Dießner

Fynn Dießner (rechts) in der Rolle des Conferenciers in "Alsterbruddel". (links Alex Dießner)

- Mitglied
seit 25. Juni 2014

- Theaterschule
Er ist Mitglied der Theaterschule und spielt erstmals in "Alsterbruddel" (Beitrag für die 6. Jugendtheatertage in Wiesmoor), dann
den Rumpelmann in "Ronja Röverdochter" (15/16)

- Inspizient
Er inspizierte erstmals bei 
"Toeerst kummt de Familie" (16/17)

Fynn (rechts) als Rumpelmann in "Ronja Röverdochter" (15/16)

Marie Otten

- Mitglied
seit 25. Juni 2014

- Schauspielerin
Sie ist Mitglied der Theaterschule und spielt erstmals in "Alsterbruddel" (Beitrag für die 6. Jugendtheatertage in Wiesmoor)

 

Jessica Peters

- Mitglied
seit 25. Juni 2014

- Schauspielerin
Sie ist Mitglied der Theaterschule und spielt erstmals in "Alsterbruddel" (6. Jugendtheatertage in Wiesmoor),
eine Griesgnomin in "Ronja Röverdochter" (15/16).

 

Michel Waskönig

Michel Wasköng als Simon Willis (mit Marion Zomerland als Susi Kehlmann) in "Gode Geister" (14/15)

- Mitglied
seit 25. Juni 2014

- Schauspieler
Er ist Mitglied der Theaterschule und spielt erstmals in "Alsterbruddel" (Beitrag für die 6. Jugendtheatertage in Wiesmoor), danach erstmals im Ensemble des Theaters am Meer
den Simon Willis in "Gode Geister" (14/15),
den Jan, einen Dieb in
"Laat us Lögen vertellen" (15/16),
den Räuberhauptmann Mattis in "Ronja Röverdochter" (15/16), einer Produktion der Theaterschule.

 Michel Wasköing (mit Laura Rosenboom) in "Alsterbruddel"

Michel Waskönig als Dieb Jan in "Laat us Lögen vertellen" (15/16)

Michel Waskönig als Mattis in "Ronja Röverdochter" (15/16) mit Talke Wittig und Chantal Müller.

Elke Newerla

- Mitglied
seit 25. Juni 2014

- Service
tätig als Bedienung im Bistro Kulissensnack

 

Arnold Preuß

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Arnold Preuß als Hermann Vennemöller in "Dat Kuppelweif" zum 75. Geburtstag der Bühne

- Mitglied
seit 4. Mai 1974

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Hier geht es zur Homepage von Arnold Preuß

- Ehrungen
1984 - Bronzeteller für 10jährige Mitgliedschaft
1994 - Zinnteller für 20jährige Mitgliedschaft
16.10.1998 Varel - Ehrennadel in silber des Niederdeutschen Bühnenbundes für 25jährige aktive Mitgliedschaft
2004 - Silber-Teller für 30jährige Mitgliedschaft
03.09.2005 Bremerhaven - Ehrenurkunde des Niederdeutschen Bühnenbundes für langjährige und uneigennützige Mitarbeit im Dienst um die Erhaltung der niederdeutschen Sprache und des niederdeutschen Bühnenspiels (10 Jahre Bühnenleiter)
26.10.2013 - Aurich - Ehrenurkunde des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen und Bremen für 20 Jahre Bühnenleiter Theater am Meer)
04.05.2014 - Ehrung für 40jährige Mitgliedschaft (vor Publikum)
9. März 2016 - Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

 

kulturland oldenburg 1.2016|Nr. 167 | Zeitschrift der Oldenburgischen Landschaft

Wilhelmshavener Kulturschaffende ausgezeichnet

Oberbürgermeister Andreas Wagner überreiche die Auszeichnungen an Marion Zonerland und Arnold Preuß im Wilhelmshavener Rathaus. - Foto: Dietmar Boekhaus

Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement im Bereich der Pflege und Förderung der niederdeutschen Sprache, des Theaterspiels und der Jugendkulturarbeit hat Bundespräsident Joachim Gauck den Wilhelmshavener Kulturschaffenden Marion Zomerland die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und Arnold Preuß das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

GUTEN MORGEN SONNTAG vom 13. März 2016

Bundespräsident Joachim Gauck ehrt Marion Zomerland und Arnold Preuß

Verdienstmedaille und Verdienstkreuz

Oberbürgermeister Andreas Wagner (li.) überreichte die Auszeichnungen an Marion Zomerland und Arnold Preuß im Wilhelmshavener Rathaus. - Foto: Boekhaus

Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement im Bereich der Pflege und Förderung der niederdeutschen Sprache, des Theaterspiels und der Jugendkulturarbeit hat Bundespräsident Joachim Gauck Marion Zomerland die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und Arnold Preuß das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Die Aushändigung der Auszeichnungen wurde am 9. März 2016 von Oberbürgermeister Andreas Wagner im Rahmen einer Feierstunde im Ratssaal des Rathauses Wilhelmshaven vorgenommen.

JEVERSCHES WOCHENBLATT 11. März 2016

Um Theaterlandschaft verdient gemacht

AUSZEICHNUNG Verdienstmedaille und -kreuz an Marion Zomerland und Arnold Preuß verliehen

Bühneneigene Theaterschule aufgebaut. Großer Rückhalt durch die Familie.

Marion Zomerland und Arnold Preuß mit ihren Auszeichnungen - Foto: Dietmar Boekhaus

WILHELMSHAVEN/BOE - Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement im Bereich der Pflege und Förderung der niederdeutschen Sprache, des Theaterspiels und der Jugendkulturarbeit haben Marion Zomerland und Arnold Preuß die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland beziehungsweise das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen bekommen. Im Ratssaal der Stadt wurden die Auszeichnungen am Mittwoch von Oberbürgermeister Andreas Wagner überreicht.

Kurzweilige Abende
Beide, so Wagner, hätten nicht nur sehr viel für die Theaterlandschaft allgemein, sondern für das Theaterwesen in der Jadestadt im Besonderen getan: "Beide haben dafür gesorgt, dass das ,Theater am Meer' in den Herzen der Menschen überregional verwachsen ist." Zomerland und Preuß hätten nicht nur vielen Figuren Leben eingehaucht und damit "den Besuchern kurzweilige Abende beschert", sondern darüber hinaus Regie geführt sowie als Motivateure gearbeitet. Beide haben die bühneneigene Theaterschule aufgebaut, in der junge Nachwuchsschauspieler spielerisch die plattdeutsche Sprache lernen. Der Umzug vor einigen Jahren vom Stadttheater in die eigenen Räume in der Kieler Straße gab dem "Theater am Meer" eine neue Spielfläche.

Marion Zomerland blickte in ihrer Dankesrede auf mehr als 30 Jahre am Theater zurück. Zuerst sei sie dort hin gegangen, ohne den Mut zu sagen, dass sie keine Lust habe, erinnerte sie sich: "Dann aber entdeckte ich, wie viel Spaß das Theaterspielen macht." Dank gebühre insbesondere ihrer Familie und den Akteuren des Theaters. "Diese Auszeichnung geht zum Teil auch an euch", betonte Zomerland.

Familiärer Rückhalt
Arnold Preuß steht seit 1974 auf den Brettern, die die Welt bedeuten. "Das Wichtigste ist, dass wir das ,Theater am Meer' noch viele Jahre begleiten dürfen", erklärte Preuß, der auf eine lange Karriere zurückblicken kann. So war er als Vorsitzender und Leiter der Niederdeutschen Bühne vom 14. September 1985 bis 1995 tätig, ab dem 16. Mai 2003 dann erneut zusammen mit Marion Zomerland Vorsitzender und Bühnenleiter des "Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven". Am 3. September 2005 wurde er beim Bühnentag in Bremerhaven zum Präsident des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen/ Bremen ernannt - und bis 2015 dreimal wiedergewählt.

Preuß betonte in seiner Rede die Wichtigkeit des Rückhalts der Familie für die Theatertätigkeit: "Ohne meine Familie würde ich jetzt hier nicht stehen. Das Gleiche gilt für unser Ensemble."

- Vorstandstätigkeiten
seit 1976 (Beisitzer, Stellvertretender Bühnenleiter)
- 1. Vorsitzender und Leiter der Niederdeutschen Bühne vom 14.September 1985 bis 1995
- ab 16. Mai 2003 erneut 1. Vorsitzender und Bühnenleiter des Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven (gemeinsam mit Marion Zomerland)
03.09.05 - Bühnentag in Bremerhaven - Präsident des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen - Bremen (wiedergewählt 14.4.2007 in Neuenburg, 7.5.2011 in Delmenhorst, 6.6.2015 in Rostock)

Schauspieler und Pressesprecher

Arnold Preuß, Schauspieler und Teil der Bühnenleitung unseres Theaters, aber auch Pressesprecher der Stadt Wilhelmshaven, war zu Gast im WHV-TV Studio Roffhausen. Student André Albers (Medienwirtschaft und Journalismus an der Jadehochschule  in Wilhelmshaven) sprach mit ihm über Berufliches und Privates.

Das Private bezieht sich auf die neue Produktion des "Theaters am Meer", das Stück "Alleen in de Sauna". Hier sehen Sie das Video! (Video ist leider nicht mehr in der Datenbank).

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Arnold Preuß als Anton Wibbel in "De plietsche Sniedermeister" 2004/05

- Schauspieler

außerhalb des "Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven" spielte er u.a. den
Ivanov in "Ivanov weiß sich zu helfen" (1964 - Schultheater AG),
Bruder Lang in "Bruder Lang und Bruder Kurz" (1965 - Schultheater AG),
Theodor in "Das kommt vor spricht Theodor" (1966 - Schultheater AG),
Burgdrost Theilen in "Quade Foelke" (Freilichttheater Dornum - 1990 - Regie: Rudolf Plent*),
Dr. Bird in "Die Caine war ihr Schicksal" (Landesbühne Niedersachsen Nord - 94/95 - Regie: Thierry Bruehl *),
Alt in "Krankheit der Jugend" (Landesbühne Niedersachsen Nord - 94/95 - Regie: Herbert Adamec *),
Marc Thyl in "Ein Winter unterm Tisch" (Landesbühne Niedersachsen Nord - 95/96 - Regie: Jegor Wyssozki *),
Schreiner, Artus II, Ritter in "Merlin oder das weite Land" (Freilichttheater Rosenhügel - Landesbühne Niedersachsen Nord - 1996 - Regie: Donald Berkenhoff*)
Artus in "Merlin oder das weite Land" (Indoorfassung Landesbühne Niedersachsen Nord - 96/97- Regie: Donald Berkenhoff*),
Faust in "Dat Speel vun Doktor Faustus" (Freilichttheatergemeinschaft Westerstede - 2001 - Regie: Rudolf Plent *),
Oberon in "Ein Sommernachtstraum" (Freilichttheatergemeinschaft Westerstede - Sommer 2003 - Regie: Rudolf Plent *)
Deichinspektor Garlichs in "Der Deicher" (Freilichttheater Dangast 2005 - Regie Armin Tacke *)

am "Theater am Meer - Niederdeutschen Bühne Wilhelmshaven"
debütierte er als Paul Anderson in "Överraschung an`n Avend" (73/74 - Regie: Gerhart Erfurt *),
Hoteldiener Fredi Kappelhoff in "Wenn Du Geld hest" (74/75 - Regie:Karl-Heinz Herpel),
Studenten Winnie in "Fofftein" (74/75 - Regie Kurt Büscher *),
Harm Klausen in "Verdreihte Verwandschaft" (74/75 - Regie: Heino Aden),
Uwe Vollquardsen in "Een Baas van Kerl" (75/76 - Regie: Heino Aden),
Leichtmatrosen Otje in "Krach bi Fiete Schach" (75/76 - Kurt Büscher *),
Junker Heiko von Lehsten in "Dat Halunkenstück" (GP 75/76 - Regie: Walter Bäumer *),
Moses in "In Luv un Lee die Liebe" (76/77 - Regie: Kurt Frost *),
Jim Callsen in "Dat Veilchen von St. Pauli" (76/77- Regie: Kurt Büscher *),
Hein Quandt in "Dat Verlegenheitskind" (77/78 - Regie Willy Beutz),
Jonny Becker in "Gold in de Kehl" (78/79 - Regie: Karl-Heinz Herpel),
Mr. William Taylor in "Ferdinand verpumpt sien Fro" (78/79 - Regie: Willy Beutz),
Fritz Eekholt in "Grode Kinner" (78/79 - Regie: Karl-Heinz Herpel),
Steuerbeamten Hans Heinrich in "Land in Sicht" (79/80 - Rg: Karl-Heinz Herpel),
Schulz in "Dat warme Nest" (Gemein.produktion 79/80 - Regie. Rudolf Plent *),
Fiete Klüver in " Hotelschipp 'Ahoi' " (79/80 - Regie. Karl-Heinz Herpel),
Fred Noogens in "Moral in Müggenhusen" (80/81 - Regie: Karl-Heinz Herpel),
Peter Petersen in "Wat is mit Lisa?" (80/81 - Regie: Günter Boye),
Heinz Bremer in "Klävemann speelt Lebemann" (81/82 - Rg: Dieter Jorschick * ),
Assessor Gerd Bruns in "De lüttje Wippsteert" (82/83 - Regie: Karl-Heinz Herpel),
Jochen Friedrichs in "Mamsell Betty" (82/83 - Regie: Günter Boye),
Jan Facklamm in "Brand-Stiftung" (82/83 - Regie: Karl-Heinz Herpel),
Herrn Grafen in "De kloke Anna" (Gemein.produktion 83/84 - Reg: Rudolf Plent*),
Johannes Köppelmeier in "Koornblomen för den Smuuskater" (83/84 - Regie: Arnold Preuß),
Fiete Keesmüller in "Petrus gifft Urlaub" (84/85 - Regie: Karl-Heinz Herpel),
Hans Nordmann in "Radels üm Paul" (84/85 - Regie: Albrecht C. Dennhardt *),
Willy Eggers in "De schönste Mann van de Reeperbahn" (85/86 - Regie: Hans Peter Renz *),
Karl Pann in "Snieder Nörig" (86/87 - Regie: Albrecht C. Dennhardt *),
Liliom in "Liliom" (86/87 - Regie: Harald Dornseiff *),
Jan Lünk in "Stratenmusik" (87/88 - Regie: Georg Immelmann *),
Jülf Rickmers in "De rode Unnerrock" (88/89 - Regie: Horst Jönck),
Max Kolbe in "De möblierte Herr" (88/89 - Regie: Albrecht C. Dennhardt *),
Matti Altonen in "De Herr Puntila un sien Knecht Matti" (88/89 - Regie: Georg Immelmann *),
Jonny Teetens in "Rund um Kap Hoorn" (89/90 - Regie: Uwe Schmidt *),
Verteller in "Dat Spill üm een Schaap, een Koh un söss braad´te Eier" (90/91 - Regie: Arnold Preuß),
Dr. Jan Roeding in "Belinda" (90/91 - Regie: Michael Hermann),
Erich Stiebel in "Fledderweken" (91/92 - Regie: Michael Hermann),
Tüffelhannes in "De plietsche Tüffelhannes" (91/92 - Regie: Rudolf Plent *),
Hieronymus Butenschön in "Dat Halunkenstück" (92/93 - Regie: Rudolf Plent *),
Asmus Ansmann in "De Kunnerlüür oder goot smeert is half wunnen" (93/94 - Regie: Georg Immelmann *),
Ralf Anders in "Bottervagels sünd free" (93/94 - Regie: Arnold Preuß),
Martin Dreesen in "Halsbreken Grappen" (94/95 - Regie: Günter Boye),
Schauspieler Eugen Rümpel in "Pension Schöller" (95/96 - Regie: Arnold Preuß),
Jan Ludwig in "Van nu an bün ik glücklich!" (01/02 - Regie: Elke Münch *),
Johann Miltenberger in "Froo Geesche Gottfried" (01/02 - Regie: Rudolf Plent *),
Fiete Brinkmann in "Grode Freeheit Nr. 7" (02/03 - Regie: Rudolf Plent *),
Paul Schelder in "Misery" (03/04 - Regie: Elke Münch *),
Dorfrichter Adam in "Dat Schörengericht" (03/04 - Regie: Rudolf Plent *),
Anton Wibbel in "De plietsche Sniedermeister" (04/05 - Regie: Christa Riegen *)
Abel Hradscheck in "Ünner´n Beerboom" (04/05 - Regie: Armin Tacke *),
Bahnwärter Jörs in "Bahnmester Dood" (05/06 - Regie: Armin Tacke*),
Piloten Leonhard Berger in "Rismus Rasmus" (05/06 - Regie: Elke Münch*),
Herr Niklas in "To´n Düwel mit´n Sex" (06/07 - Regie: Marion Zomerland),
Puck & Philostrat in "Een Sömmernachtsdroom" (06/07 - Regie: Armin Tacke *)
Kurt Wichmann in "De letzte Willen" (Spielzeit 06/07) - Regie: Arnold Preuß
Hermann Vennemöller in "Dat Kuppelwief" (07/08 - Regie: Bernd Poppe), Kommissar Täuber in "Sex na Stünnenplan" (Spielzeit 2007/08) - Regie Marc Gelhart,
den David Posselt in "Agathe un ik" (07/08) - Regie: Marion Zomerland,
den Dietrich Körner in "Kerls, Kerls, Kerls!" (08/09) - Regie: Marion Zomerland,
den Olle Krull in "Tippelbröder" (09/10) - Regie: Nicolas C. Ducci,
den Fred / Werner Buchfink in "Nix as Kuddelmuddel" (09/10) - Regie: Marc Gelhart,
den Georg Gregor in "Keerls döör un döör" (09/10) - Regie: Marion Zomerland,
den Klaus Bruns in "Lögen hebbt junge Been" (10/11) - Regie Marion Zomerland,
verschiene Tiere (Krankheitsvertretung) in "Wi rockt op platt - Episode twee" (10/11) - Regie: Arnold Preuß
den Karl-Heinz "Kalle" König in "Alleen in de Sauna" (10/11) - Regie: Ulf Goerges*
den Hausputzer Gerd, den schwulen Frisör und den Seemann in "Lüttstadtrevier" (11/12) - Regie: Arnold Preuß mit Marion Zomerland
den Wolfgang Blume in "Twee Mannslüüd un een Baby" (11/12) - Regie: Ulf Goerges *,
den Theodor und den Herrn Holm in "Dat Meer-Hotel" (12/13) - Regie: Arnold Preuß mit Marion Zomerland (auch Bühnenbild)
den Klaus Kessler "KK" in "De besten Daag in mien Läven" (12/13) - Regie: Arnold Preuß mit Marion Zomerland (auch Bühnenbild)
den Henry A. Pehmöller in "Geld verdarvt den Charakter" (13/14) - Regie und Bühne: UIlrich Herold*,
den Harri Rothe in "Tööv, dat dat düster is" (13/14) - Regie und Bühne: Bernd Poppe*,
den Jakob Kehlmann in "Gode Geister" (14/15) - Regie und Bühne: Elke Münch *,
den Paul Gebhardt in "Ünner't Lüchtfüer" (14/15) - Regie und Bühne: Marion Zomerland,
den Paul Westphal in "Fro Pieper läävt gefährlich" (15/16) - Regie, Bühne, Spielfassung: Arnold Preuß,
den Jan in
"Lüttje Eheverbreken" (15/16) - Regie und Bühne: Elke Münch*,
den Maximilien Martin in "Lifting oder ut oolt mookt jung!" (16/17) - auch Übersetzung, Regie und Bühne,
den Frank 'Gran' Russel in "Toeerst kummt de Familie" (16/17) - Regie und Bühne: Philip Lüsebrink *.

* = Berufsregisseur/-in

Arnold Preuß als Tüffelhannes mit Jürgen Tapken als Junker Ferdinand von Arungen  (De plietsche Tüffelhannes - 1991/92)

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Arnold Preuß als junger Faust mit Janine Classen als Greten  (Dat Speel vun Doktor Faustus - Freilichttheater Westerstede 2001)

- Regieassistent
Er assistierte u.a. bei "Dat warme Nest" (Gemeinschaftsproduktion 79/80), "Appels in Navers Gaarn" (79/80),
"Dat Smugglernest" (79/80),
"Moral in Müggenhusen" (80/81),
"Cowboys, Quiddjes und Matrosen" (80/81),
"Klävemann speelt Lebemann" (81/82),
"Jeppe in´t Paradies" (Fernsehaufzeichnung N 3 - 82/83),
"De möblierte Herr" (88/89)

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Arnold Preuß als Erich Stiebel (Fledderweken - 1991/92)

- Regisseur *
(bei den mit * gekennzeichneten Stücken entwarf er auch das Bühnenbild)
Er inszenierte u.a. die Stücke "Nette Pasteten" (80/81),
"Dat lögenhafte Horoskop" (Einakter 80/81),
"Us Moder ward`n Diva" (81/82),
"Blickschaden" (82/83),
"Koornblomen för den Smuuskater" (83/84),
"Mit Geföhl un Wellenslag" (84/85),
"De ole Fischfroo" (85/86),
"Medewatt?" (85/86),
"De vergnögte Tankstell" (als Musical - 86/87),
"Schipp ahn Haben" (gemeinsam mit Albrecht C. Dennhardt - 87/88),
"Kiek mal wedder in" (87/88),
"Koornblomen för den Smuuskater" (für NB Neuenburg - 87/88),
"De Fährkroog" (88/89)*,
"Mudder is de Beste" (89/90),
"Swieg still, Jung!" (89/90)*,
"Dat Spill üm een Schaap, een Koh un söss braad´te Eier" (90/91)*,
"To´n Düwel mit den Sex" (91/92)*,
"Kattenspöök" (92/93)*,
"De Kaktusblööt" (92/93)* zusammen mit Marion Eiselé,
"Laat us Lögen vertellen" (für NB Neuenburg - 92/93)*,
"Bottervagels sünd free" (93/94)*,
"Laat us endlich anfangen!" (94/95)*,
"Kramer Krey" (95/96)*,
"Pension Schöller" (95/96)*,
"Wenn Du Geld hest" (97/98)* zusammen mit Antje Schierhorn,
"De Bürgermeisterstohl" (Übernahme-Endproben - 00/01)
"Allens ut de Reeg" (00/01),*
"Geld in´n Büdel - miteens Getüdel" (01/02)*,
"Du büst bloots tweemal jung" (02/03)*,

"De Trooschien" (03/04)*,
"Keen Tiet för de Leev" (03/04)
"Kiek mal wedder in" (04/05)*
"Spektakel in´t Huus" * (04/05)
"Feuerzangenbowle" * (05/06 - Theaterschule mit Marion Zomerland),
"Sluderkraam in´t Treppenhus" * (05/06),
"Herr Adrian hett Liefpien" * (05/06),
"De letzte Willen" (06/07),
"Ik bün dar för di!" (06/07),
"De vergnögte Tankstelle" - die 60er-Jahre-Revue - (07/08),
"Ladykillers" (07/08),
"De wilden Höhner geevt Vossalarm" (07/08 - Theaterschule mit Marion Zomerland)

"Dat kann jedeen passeern" * (08/09),
"In´t Witte Rössl" (08/09 - mit Marion Zomerland),
"Verleeft, verlööft, verloorn!" (08/09)*,
"Wi rockt op platt" (09/10 - mit Marion Zomerland),
"Jo, das Ungeheuer aus dem Zoo" (09/10 - mit Marion Zomerland)
"Wi rockt op platt - Episode twee" * (10/11),
"Mien Mann, de fohrt to See" (10/11) - Übernahme der Regie in den Endproben wegen Erkrankung von Marion Zomerland,
"So en Slawiner"* (11/12),
"Lüttstadtrevier" (11/12 gemeinsam mit Marion Zomerland,
"Mudder is de Beste" (11/12) gemeinsam mit Nicolas C. Ducci.
"Dat Meer-Hotel" (12/13) gemeinsam mit Marion Zomerland,
"De besten Daag in mien Läven" (12/13) gemeinsam mit Marion Zomerland,
"Swieg still, Jung!" (13/14)
"Fro Pieper läävt gefährlich" (15/16) * plus Spielfassung;
"Laat us Lögen vertellen" (15/16),
"Lifting oder ut oolt mookt jung!" (16/17) *
.

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Arnold Preuß als Dorfrichter Adam in "Dat Schörengericht", Spielzeit 2003/04

Außerdem produzierte er die Gemeinschaftsproduktion des Niederdeutschen Bühnenbundes "Güstern eers un morgen wedder" (92/93)

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Arnold Preuß als Jan Ludwig (Van nu an bün ik glücklich! - 2001/02)

- Übersetzer/Autor
Er übersetzte ins Niederdeutsche bzw. erarbeitete eigene niederdeutsche Versionen u.a. der Stücke
"De Herr Puntila un sien Knecht Matti" ein Volksstück von Bertolt Brecht - Der Herr Puntila und sein Knecht Matti - (NDE - NB Wilhelmshaven 88/89),
"Een Överraschen is to minn" eine Komödie von Peter Buchholz - Eine Überraschung ist zu wenig - (UA - NB Wilhelmshaven 90/91),
"De plietsche Tüffelhannes" eine Komödie von Arnold Preuß nach Carlo Goldoni - Der Diener zweier Herren - il servitore di due padroni - (UA - NB Wilhelmshaven 91/92),
"De Kaktusblööt" eine Komödie von Pierre Barillet und Jean Gredy - Die Kaktusblüte - Fleur de Cactus - (NDE - NB Wilhelmshaven - 92/93) ,
"De Kunnerlüür oder goot smeert is half wunnen" eine Komödie von Arnold Preuß nach Nikolai Gogol - Der Revisor - (NDE - NB Wilhelmshaven - 93/94),
"Laat us endlich anfangen!" eine Komödie von Richard Harris - Laßt uns endlich anfangen! - Steppin out - (NDE - NB Wilhelmshaven - 94/95),
"Halsbreken Grappen" ein Kriminalthriller von N. Crisp - Ein Sommerabdnd im Wintergarten - Dangerous Obsession - (NDE - NB Wilhelmshaven - 94/95),
"Hannes un Martha" eine Komödie von Colin Higgins - Harold and Maude - NDE - Ohnsorg-Theater -95/96),
"Kamer free" eine Komödie von Markus Köberli - Zimmer frei - (NDE frei),
"Maria Magdalena" ein Trauerspiel von Arnold Preuß nach Friedrich Hebbel - Maria Magdalena (UA frei),
"Allens ut de Reeg" eine Farce von Ray Cooney - Out of Order - Außer Kontrolle - (NDE - NB Wilhelmshaven 00/01),
"Geld in´n Büdel - miteens Getüdel" eine Farce von Michael Cooney - Cash or Delivery - Und ewig rauschen die Gelder- (NDE - NB Wilhelmshaven 01/02),
"Van nu an bün ik glücklich!" eine Komödie von Frank Pinkus - Von nun an bin ich glücklich! (UA NB Wilhelmshaven - 01/02),
"Du büst bloots tweemal jung" eine Komödie von Ron Aldridge - Du bist bloß zweimal jung - You´re anly young twice - (NDE Sing - und Spielgemeinschaft Rohrsen - 01/02)
"Kinnersegen wedder Willen" ein Schwank von Axel von Koss - Das Kind auf der Hintertreppe - (NDE frei)
"De Therapeutin" eine Komödie von Angelika Bartram - Die Therapeutin - (NDE Theatergruppe Borssum - 2002)
"Rismus Rasmus oder De Bandschievenvörfall" (Hexenschuss oder Der Bandscheibenvorfall - A Slip of the Disc) eine Farce von John Graham (NDE - Dorfverein Wischhafen - 11/02)
"Keen Tiet för de Leev" (Kein Platz für Liebe - No Room för Love) eine Farce von Anthony Marriott und Bob Grant (NDE - Theater Lüttje Bimm, Leer 11/02)
"Twee sture Dickköpp" (Zwei sture Dickköpfe) ein Lustspiel von Walter G. Pfaus (NDE 2004 Theatergruppe Eschbachtal)
"Sommernachtstraum" von William Shakespeare, plattdeutsche Szenen der Handwerker übersetzt für das Freilichttheater Westerstede
"Spektakel in´t Huus" (Uproar in the House) ein Schwank von Anthony Marriot & Alistair Foot (NDE 16. April 2005 - Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven)
"Verleeft, verlooft, verloren" (Job Suey - No Dinner For Sinners) Komödie von Edward Tayler
(NDE Theater am Meer Wilhelmshaven)
"Herr Adrian hett Liefpien oder De inbildsch Süüke" (Der eingebildet Kranke) von Moliere (NDE 1. 10. 2005 - August-Hinrichs-Bühne am Oldenburgischen Staatstheater)
"Kerls, Kerls!" (Kerle, Kerle!) Komödie von Frank Pinkus (NDE Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven)
"Ik bün dar för di" (Ich bin da für dich) Komödie von Frank Pinkus (NDE - Niederdeutsche Bühne Varel),
"Feuerzangenbowle" (Bearbeitung der Fassung nach Heinrich Spoerl, Theaterfassung Wilfried Schröder, niederdeutsch von Inge Brix und Erica Hermann-Schmeckthal)
"Agathe un ik" (Agathe und ich), Komödie von Frank Pinkus (NDE- Speeldeel Klostermoor, Lilienthal 20.8.2008, Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven, 30.3.2008),
"Een Sömmernachtsdroom" (Ein Sommernachtstraum), Komödie nach William Shakespeare, Niederdeutsche Erstaufführung Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven 11.2.2007),
"Ladykillers" - (Ladykillers) Kriminalkomödie von Maria Caleita und Elke Körver nch William Rose, Niederdeutsche Erstaufführung Theater Osterholz-Scharmbeck, Herbst 2007
"De wilden Höhner" - (die wilden Hühner), Jugendstück nach Cornelia Funke, Niederdeutsche Erstaufführung, Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven, 30.Mai 2008
"Dat kann jedeen passeern" - (Tom, Dick and Harry), eine Komödie von Ray und Mihael Cooney, Deutsch von Nick Walsh - NDE Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven, 4. Oktober 2008)
"Jack as Büx" (Jacke wie Hose) - Deutsches Märchen von Manfred Karge (NDE frei)
"En Baas van Wief" - frei nach Moliéres "Georg Dandin" (NDE frei,)
"Twee Mannslüüd un een Baby" (Mein Mann wird Mutter) von Frank Pinkus, Niederdeutsche Erstaufführung am 21.1.2012 Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven,
"Hoot af" (Der Florentinerhut) von Eugen Labiche, (NDE frei),
"Geschichten van de Alster" (Alsterbruddel), frei nach Ödön von Horvaths "Geschichten aus dem Wiener Wald" von Dzenet Hodza für die Theaterschule Theater am Meer (2012, NDE Theaterschule), UA Juni 2014, Wiesmoor
"Nie mehr alleen", Solo für einen Schauspieler von Frank Pinkus - (Oktober 2014, NDE frei)
"Männerparadies", Komödie von Kay Kruppa und Frank Pinkus - (November 2014, NDE frei)
"Enter", Komödie von Horst Pillau - (Dezember 2014, NDE frei)
"Lysistrata e.V.", Kleingartenkomödie von Beate Schäfer - (Januar 2015, NDE 11/2016 NDB Neubrandenburg)
"Ronja Räubertochter", Kinderstück von Astrid Lindgren - (Januar 2015, (NDE Mai 2016 Theater am Meer)
"Allens hett sien Tiet", Komödie von Frank Pinkus und Kay Kruppa - (Februar 2015, NDE frei)
"Hauptsaak gesund!", Komödie von Jens Hajek und Claudia van Veen - (März 2015, NDE 17.9.2016 Theater am Meer)
"De Höll töövt nich", Thriller von Michael Cooney - (April 2015, NDE frei)
"Lüttje Eheverbreken", ein Stück von Eric-Emmanuel Schmitt - (April 2015, NDE Mai 2016 Theater am Meer)
"Sepenblasen", Komödie von Nick Walsh - (Oktober 2015, NDE frei),
"Scheden in Freden", Komödie von Pierre Chesnot - (April 2016, NDE frei)
"Fro Pieper läävt gefährlich", Kriminalgroteske von Jack Popplewell, Spielfassung für Theater am Meer (15/16)
"LIfting oder ut oolt mookt jung", Komödie von Pierre Chesnot - (April 2016, NDE 12.11.16 Theater am Meer),
"Oh, düsse Froons", Komödie von Pierre Chesnot  (Mai 2016, NDE frei),
"Bi mi to Huus, Klock fief", Komödie von Pierre Chesnot - (Mai 2016, NDE frei),
"Veer linke Hannen", Komödie von Pierre Chesnot - (Juni 2016, NDE frei),
"En Fründin kummt meist nich alleen", Komödie von Pierre Chesnot - (Juli 2016 - NDE frei),
"Hotel Sanddorn", Komödie von Pierre Chesnot - (August 2016 - NDE frei),
"Schöne Familie", Komödie von Pierre Chesnot - (September 2016 - NDE frei),
"Seker is seker", Komödie von Pierre Chesnot - (Dezember 2016 - NDE frei).

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Arnold Preuß als Oberon im Sommernachtstraum, Westerstede, Freilichttheater 2003

- Seminartätigkeiten
Er hat diverse Seminare geleitet , z. B.
- zu den Themenbereichen "darstellendes Spiel", "Regie an niederdeutschen Bühnen", "Entspannungsübungen", "Atem- und Sprechtechnik".
- Seit 1999 Referent der "Plattdeutschen Theaterwarkstääd" der Heimvolkshochschule Cloppenburg/Stapelfeld, Kardinal-von-Galen-Haus.
- Seit 1999 Referent für die "praktische Theaterarbeit und Beurteilung von Theateraufführungen" anläßlich der Jahrestagung des Späälkring im Oldenburger Heimatbund "De Spieker",
- Seit 2003 leitet er ein wöchentliches Schauspieltraining für die Mitglieder und Nachwuchsdarsteller und -innen des Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven
- in 2006 leitet er im März ein Seminar am Niedersächsischen Studieninstitut für Verwaltung und Rechtspflege in Oldenburg "Vorträge in Ausschüssen - muss ich gleichein Schauspieler sein?". Diese Seminare sind inzwischen auch für Angehörige der Städte Delmenhorst und Wilhelmshaven gelaufen.

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Arnold Preuß als Paul Schelder in "Misery" - Spielzeit 2003/2004

- Tontechnik
Er sorgte für einen "echten" Schuss bei "Thea Witt maakt nich mit" (72/73), "Peper un Solt" (73/74)

- Technik
Er war Aufbauhelfer bei "Keen Tiet för de Leev" (03/04), "Dat Spöökhuus" (06/07)

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Arnold Preuß als Paul Schelder in "Misery" - Spielzeit 2003/2004

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Arnold Preuß als Deichinspektor Garlichs (Der Deicher)

Wilhelmshaven, 19. Mai 2011

Theater am Meer blickt auf eine erfolgreiche erste Spielzeit zurück

Spielplan 2011/12 mit Uraufführung eines Polizeimusicals

Für 10jährige aktive Mitarbeit wurden Meike Zomerland und Harald Schmidt (1 Reihe, 3. von rechts) geehrt. Das Bühnenleitungsduo Marion Zomerland und Arnold Preuß (1. Reihe, 1 von links) wurde ebenso einstimmig wiedergewählt wie Schriftführerin Claudia Schröder (2. Reihe, 2 von rechts). Einen Wechsel gab es beim Amts des Schatzmeisters. Klaus Aden (3. Reihe, 3. von links) trat zurück, zum Nachfolger wurde einstimmig Wolfgang Watty (1. Reihe, 2 von links) gewählt. Neu in den Vorstand kam Rune Opitz (3. Reihe, 2. von rechts)

WILHELMSHAVEN – Auf der gestrigen Jahreshauptversammlung der Bühne ‚Theater am Meer – Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven‘ konnte das Bühnenleitungsduo Marion Zomerland und Arnold Preuß auf eine erfolgreiche erste Spielzeit im neuen Zimmertheater an der Kieler Straße zurückblicken. Bei den anstehenden Vorstandswahlen gab es für Zomerland und Preuß eine einstimmige Wiederwahl. Mit Wolfgang Watty wurde einstimmig ein neuen Schatzmeister gewählt. Der Spielplan 2011/12 wartet mit einer Uraufführung eines Polizeimusicals auf.

Am Beginn der gut besuchten Jahreshauptversammlung wurden Meike Zomerland und Harald Schmidt für 10jährige aktive Mitarbeit mit Bullauge und Buchpräsenten geehrt. Bühnenleiter Arnold Preuß hob das individuelle ehrenamtliche Engagieren der beiden heraus. Als neue Mitglieder der Theaterschule wurden Selina Berke, Jaqueline Edwards, Marian Plohr und Julia Voss aufgenommen. Den Kreis der Bühnenmitglieder verstärkt künftig Ivy Bleckwedel.

Das zahlenmäßige Ergebnis der ersten Spielzeit im eigenen Theater war natürlich bei den Mitgliedern von großem Interesse. Die Bühnenleitung konnte berichten, dass der Abonnementszulauf im ersten Jahr mit 180 Neuzugängen enorm war, ferner waren die Vorstellungen insgeamt so gut, dass nahezu jedes Stück mit Zusatzvortellungen gespielt werden musste. Auch die Auslastungszahlen mit 91, 93, 96 und 100 % sprechen für sich. Das Topergebnis erzielte das Rockmusical „Wi rockt op platt II“ mit 18 Vorstellungen und 1726 Besuchern. Da auch der Finanzbericht für das vergangene Jahr positve Zahlen beinhaltete, konnte das Fazit nur lauten, dass der Fortbestand des ‚Theater am Meer‘ unter den derzeitigen Gegebenheit am neuen Standort gesichert ist.

Die notwendigen Vorstandswahlen brachten neben der einstimmigen Wiederwahl des Leitungsduos Marion Zomerland und Arnold Preuß, auch die der Schriftführerin Claudia Schröder. Neu in den Vorstand wurde Rune Opitz gewählt, dessen einstimmige Wahl Ausdruck für eine erfolgreiche Nachwuchsarbiet ist, denn Opitz ist als Mitglied der Theaterschule in das Ensemble des Theaters gekommen. Einen Wechsel hat es beim Amt des Schatzmeisters gegeben. Klaus Aden hat nach über 25jähriger Vorstandsarbeit sein Amt niedergelegt Für die geleistete Arbeit dankte ihm die Versammlung mit stehendem Applaus. An seiner Stelle wurde einstimmig Wolfgang Watty neuer Schatzmeister. Er hat sich das Vertrauen der Mitglieder in der vergangenen Spielzeit verdienstermaßen mit der Organisation des Theatercafé „Kulissensnack“ erworben. Als Kassenprüferin wurde Heidi Strowik, als Vertreterin Christel Brandt-Jaedeke gewählt.

Der neue Spielplan wartet mit einer echten Uraufführung auf. Das Theater am Meer wird ein Polizeimusical mit dem Titel „Lüttstadtrevier“ uraufführen. Das Musical stammt aus der Feder von Marion Zomerland, die auch mit Arnold Preuß gemeinsam Regie führen wird. Welt-Premiere ist am  5. November 2011. Die neue Spielzeit wird am 10. September 2011 eröffnet mit der Komödie „So en Slawiner“, die in Wilhelmshaven zum ersten Mal gegeben wird. Eine Niederdeutsche Erstaufführung präsentiert das Theater dann am 21. Januar 2012 mit der Komödie von Frank Pinkus „Twee Mannslüüd un een Baby“. Hier führt der Profi Ulf Goerges aus Oldenburg Regie. Zum Spielzeitabschluss am 17. März 2012 kommt es dann zu einem Wiedersehen mit dem Volksstück von Curth Flatow und Horst Pillau „Mudder is de Beste“. Diesen Klassiker des hoch- und niederdeutschen Theaters gab es zuletzt in Wilhelmshaven 1989. Dieses Mal wird er von Nicolas C. Ducci in Szene gesetzt. Selbstverständlich sind die beiden mobilen Gruppen, die Sketchgruppe und das Liederprogrammensemble, wieder unterwegs und für Vereinsfeste, Geburtstage etc. buchbar.

Die Theaterschule wird im Laufe der Spielzeit mit einem musikalischen Stück herauskommen, dass den Titel „Sieben Zwerge suchen per sofort“ hat und spielerisch – ironisch mit den bekannten Grimmschen Märchenfiguren umgeht. Auch hier führt Nicolas C. Ducci Regie.  Eine Veränderung wird es bei den Anfangszeiten geben. Auch die Premiere wird wieder wie alle anderen Abendvorstellungen um 20 Uhr beginnen. Keine Veränderung gibt es bei den Anfangszeiten der Nachmittagsvorrstellungen, die um 15.30 Uhr beginnen. Auch keine Veränderungen wird es bei den Eintritts- und Abopreisen geben, lediglich die Wahlabonnements werden angepasst. Das Theaterbüro öffnet wieder am 15. August 2011 zu den bekannten Öffnungszeiten. Sein Programm und sich selbst stellt das Theater wieder mit einem Tag der offenen Tür am Sonntag, dem 28. August 2011 von 11 bis 17 Uhr vor

Wilhelmshavener Zeitung vom 14. Mai 2011

WZ - Ganz persönlich

Auf der Tagung der16 im Niederdeutschen Bühenbund Niedersachenund Bremen zusammengeschlossenen Bühnen und Theater in Delmenorst wurde Arnold Preuß aus Wilhelmshaven für vier Jahre als Präsident einstimmig bestätigt.

Wilhelmshaven, 14. Mai 2011

Theater am Meer fährt zu Jugendtheatertagen nach Oldenburg

Arnold Preuß als Präsident weitere vier Jahre im Amt

WILHELMSHAVEN – Auf der Frühjahrstagung des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen und Bremen e.V. (NBB) trafen sich die Vertreterinnen und Vertreter der 16 Mitgliedsbühnen und Theater kürzlich in Delmenhorst. Bei den anstehenden Wahlen wurde Arnold Preuß, Wilhelmshaven, für weitere vier Jahre als Bühnenbundespräsident einstimmig bestätigt.

Der Präsident konnte zur Bühnenbundstagung den Bürgermeister der Stadt Delmenhorst, Hermann Tölstedt, begrüßen. Preuß hob insbesondere die Jugendarbeit des Bühnenbundes hervor, die seit 2008 regelmäßig auf Jugendtheatertreffen ihre sehenswerten Erfolge präsentiere. Die inzwischen jährlich stattfindenden Treffen untermauern mit steigenden Teilnehmerzahlen und beteiligten Bühnen, dass der NBB mit der Kinder- und Jugendarbeit an den Bühnen und Theatern, die richtige Antwort auf die Frage nach der Attraktivität der niederdeutschen Sprache für junge Menschen gefunden hat. Gleichzeitig positionieren sich die Niederdeutschen Bühnen damit im Prozess des demografischen Wandels. Dementsprechend steht auch das 3. Niederdeutschen Jugendtheatertreffen unter dem Motto „Wi sünd de Tokunft!“

Beim 3. Niederdeutschen Jugendtheatertreffen des NBB vom 1.-3. Juli 2011 in Oldenburg werden über 150 Jugendliche und Kinder mit ihren Betreuern erwartet. Das Wilhelmshavener Theater am Meer wird mit 14 Mitgliedern seiner Theaterschule unter der Leitung von Sandra Krüger teilnehmen und Ausschnitte aus der Probenarbeit mit dem Stück „Sieben Zwerge suchen per sofort“ präsentieren. Das Kinderstück mit Musik wird unter der Regie von Nicolas C. Ducci im Laufe der kommenden Spielzeit in Wilhelmshaven Premiere haben.

Delmenhorst, 07. Mai 2011

Bühnenleitertagung in Delmenhorst

Aus Wilhelmshaven dabei (v.r. erste Reihe, 6. von rechts) Klaus Aden, (zweite Reihe, 1. und 2. von rechts) Arnold Preuß und Wolfgang Watty

Anlässlich  der Frühjahrstagung des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen und Bremen e.V. (NBB) trafen sich die Vertreterinnen und Vertreter der 16 Mitgliedsbühnen und Theater in Delmenhorst. Für den Gastgeber, das Niederdeutsche Theater Delmenhorst, hieß Bühnenleiter Heinrich Caspers, seine Kolleginnen und Kollegen in den vereinseigenen Räumen an der Annenheider Straße, in denen die Tagung abgehalten wurde, herzlich willkommen.

Der Präsident des NBB Arnold Preuß konnte zu diesem Anlass den Bürgermeister der Stadt Delmenhorst Hermann Tölstedt begrüßen. Preuß hob hervor, dass das Niederdeutsche Theater Delmenhorst nicht nur über 80 Jahre zum Niederdeutschen Bühnenbund gehört, sondern in dieser Zeit eine tragende Säule im Kreis der Mitglieder sei, welche durch eine abwechslungsreiche und qualitativ anspruchsvolle Spielplangestaltung auffalle und mit im Schnitt 20.000 jährlichen Besuchern eine Spitzenposition einnehme.

(v.l.n.r. Arnold Preuß, Präsident NBB - Heinrich Caspers, Bühnenleiter Delmenhorst - Herwig Dust, Geschäftsstellenleiter NBB) FOTO: Konczak

Neben den satzungsgemäßen Regularien standen Wahlen auf der Tagesordnung. Arnold Preuß (Wilhelmshaven) wurde für vier weitere Jahre als Präsident des NBB bestätigt. Auch Astrid Gries (Osterholz-Scharmbeck), zuständig für Jugendarbeit im Präsidium, wird für vier weitere Jahre ihr Amt bekleiden.

Nach Auskunft des Leiters der Geschäftsstelle in Oldenburg, Herwig Dust, werden beim 3. Niederdeutschen Jugendtheatertreffen des NBB vom 1.-3. Juli 2011 in Oldenburg über 150 Jugendliche und Kinder mit ihren Betreuern erwartet. Das jährlich stattfindende Treffen untermauere mit seinen steigenden Teilnehmerzahlen und beteiligten Bühnen, dass der NBB mit der Kinder- und Jugendarbeit an den Bühnen und Theatern, die richtige Antwort auf die Frage nach der Attraktivität der niederdeutschen Sprache für junge Menschen gefunden hat. Gleichzeitig positionieren sich die Niederdeutschen Bühnen damit im Prozess des demografischen Wandels. Dementsprechend steht auch das 3. Niederdeutschen Jugendtheatertreffen unter dem Motto „Wi sünd de Tokunft!“

Delmenhorster Kreisblatt vom 7. Mai 2011

„Plattdeutsch wird kultig bei den Jugendlichen“

Niederdeutscher Bühnenbund Niedersachsen und Bremen tagt in Delmenhorst

Mehr als 15.000 Besucher sind in der vergangenen Spielzeit nach Delmenhorst gekommen und haben sich plattdeutsche Theaterstücke angeschaut. Präsident Arnold Preuß ist von den Mitgliedern für weitere vier Jahre bestätigt worden.

von Julian Diekmann

Delmenhorst. Die plattdeutsche Sprache lebt: Knapp 15.000 Besucher haben sich in der vergangenen Spielzeit von Oktober 2010 bis Mai 2011 Aufführungen des Niederdeutschen Theaters Delmenhorst in plattdeutscher Sprache angeschaut. Das wurde gestern bei der Frühjahrstagung des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen und Bremen (NBB) in den vereinseigenen Räumen an der Annenheider Straße bekanntgegeben. „Was die Besucherzahlen angeht, ist Delmenhorst immer ganz vorne dabei“, erklärte Arnold Preuß, Präsident des NBB. Damit bleibt die Anzahl der Besucher gegenüber der Vorjahre stabil. Nur Cuxhaven steht mit jährlich 20.000 Besuchern vor Delmenhorst.

Der Niederdeutsche Bühnenbund umfasst insgesamt 16 Mitgliedsbühnen und Theater. Diese reichen von Cuxhaven im Norden bis nach Braunschweig im Süden. Die fast 5000 Bühnen im niederdeutschen Verbreitungsraum haben im vergangenen Jahr knapp eine Million Besucher angezogen. Laut dem gestern wiedergewählten Präsidenten Arnold Preuß muss sich Delmenhorst auch in der Nachwuchsarbeit zukünftig keine Sorgen machen. „Platt wird kultig bei den Jugendlichen. Man ist nicht mehr Außenseiter, wenn man plattdeutsch spricht. Die Kids finden das Niederdeutsche cool“, sagte der Präsident. Dass viele Kinder und Jugendliche an Niederdeutschen Theaterstücken des NBB teilnehmen, erklärte Preuß wie folgt: „Bei uns kommen die jungen Leute einfach schneller auf die Bühne und können nach kurzer Zeit ihr Können zeigen.“ Seit 2008 fördert der NBB die Jugendarbeit.

Nach Auskunft des Leiters der Geschäftsstelle in Oldenburg, Herwig Dust, werden beim dritten Niederdeutschen Jugendtheater-Treffen vom 1. bis 3. Juli in Oldenburg über 160 Jugendliche und Kinder mit ihren Betreuern erwartet. Das Jugendtheater-Treffen steht unter dem Motto „Wi sünd de Tokunft“. Von den insgesamt 16 Niederdeutschen Bühnen hätten laut Preuß nur zwei keine Jugendabteilung. Auch das Land Niedersachsen weiß die Arbeit des NBB zu schätzen. Noch bis einschließlich 2013 fördert das Land den NBB mit jährlich 50.000 Euro. Von dem Geld werden unter anderem diverse Seminare für die Niederdeutschen Bühnen angeboten.

MITTEILUNGSHEFT der Oldenburgischen Landschaft Nr. 125/III/2005 vom 1. November 2005

Am 3.9.2005 wurde Arnold Preuß, Leiter des ,Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven" zum neuen Präsidenten des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen/Bremen gewählt. Seine Vorgängerin Karin Evers-Meyer aus Zetel kandidierte aus beruflichen Gründen nicht wieder.

Präsidium des Bühnenbundes tagte beim INS Bremen (v.l. Walter Ernst - Ehrenpräsident, Dr. Richard Goltz - Geschäftsführer INS, Rudolf Wolf - Schatzmeister, Dr. Ulf-Thomas Lesle - Geschäftsführer INS, Arnold Preuß - Präsident, Herwig Dust - Vizepräsidient und Leiter der Geschäftsstelle NBB)

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 29. Oktober 2005

Als neuer Präsident des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen und Bremen will der Leiter des Theaters am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven, Arnold Preuß, die Bühnenarbeit für die Zukunft profilieren und den Kulturauftrag des Theaters op Platt stärker gewichten. Das erklärte Preuß bei der ersten Präsidiumssitzung unter seiner Leitung im Institut für niederdeutsche Sprache in Bremen. Die Mitarbeit des Instituts sei dabei sowohl bei der dramaturgischen Beratung wie bei der Nachwuchsschulung notwendig.

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Arnold Preuß als Abel Hradscheck in "Ünnern Beerboom", Spielzeit 2004/05

 

Arnold Preuß (rechts) mit André Gelhart in "To´n Düwel mit´n Sex" (06/07)

 

Arnold Preuß als Puck in "Een Sömmernachtsdroom" (06/07)

 

Arnold Preuß als Kurt Wichmann in "De letzte Willen" (06/07) mit Helga Lauermann

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Arnold Preuß als Kurt Wichmann in "De letzte Willen" (06/07)

JEVERSCHES WOCHENBLATT vom 24. April 2007

Arnold Preuß Präsident des Bühnenbundes

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NEUENBURG/WILHELMSHAVEN - Auf der Bühnenleitertagung des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen und Bremen in Neuenburg wurde jetzt Arnold Preuß aus Wilhelmshaven einstimmig für weitere vier Jahre zum Präsidenten gewählt. Preuß (Foto), der das Amt seit 2005 inne hat, freute sich sehr über das einstimmige Votum und möchte auch zukünftig mit dem Niederdeutschen Bühnenbund die kulturpolitische Aufgabe, Förderung und Pflege der niederdeutschen Sprache stärken und sichern.

Arnold Preuß leitet das Theater am Meer, Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven, übersetzt Theaterstücke ins Niederdeutsche, ist Referent für Schauspielausbildung, Regisseur und Schauspieler. Preuß möchte in den nächsten Jahren die Kinder- und Jugendausbildung innerhalb des Bühnenbundes verstärken und somit jungen Menschen den Weg für die niederdeutsche Sprache und für das niederdeutsche Theater ebnen.

als David Posselt ist Arnold Preuß in "Agathe un ik" unsterblich verliebt in Klara Kästner (Marc Gelhart)

und seine Schockoladenschaumküsse

Wie löst man das Wasserproblem für die Scheibenwaschanlage - v.l. Arnold Preuß und Ben Kleen finden eine Lösung im Liederprogramm "Mit 17 hett man noch Drööms"

 

Arnold Preuß als Dietrich Körner in "Kerls, Kerls, Kerls!" - Spielzeit 2008/09

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 24. Juni 2009

Bühnenleitung zog positives Fazit

THEATER Bühne am Meer: Zomerland und Preuß wiedergewählt — Ausblick

Die Kosten für den Theaterbetrieb sind gestiegen. Erstmals seit zehn Jahren werden die Eintrittspreise erhöht.

WILHELMSHAVEN/LR — Ein positives Fazit der vergangenen Spielzeit zog das Bühnenleitungsduo auf der Jahreshauptversammlung des Theaters am Meer — Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven, Marion Zomerland und Arnold Preuß. Es sei nicht nur wieder einmal gelungen, ein vielfältiges und anspruchsvolles Theaterprogramm zu präsentieren, sondern einschließlich der mobilen Produktionen wurden viele neue Besucher angelockt.

Das Duo sieht sich dadurch in seiner Spielplanplanung für die abgelaufene Spielzeit bestätigt, die auf neue niederdeutsche Stücke gesetzt habe und mit dem „Weißen Rössl" eine musikalische Produktion im Zentrum hatte, die insbesondere dem Theaternachwuchs eine erste Bühnenbewährungsprobe bot.

„Die Erfolge der Nachwuchsarbeit mit unserer Theaterschule lässt uns mit großem Optimismus in die neue Spielzeit 2009/2010 blicken", betonten Zomerland und Preuß.

Bei den Wahlen wurde die Bühnenleitungsspitze einstimmig für zwei weitere Jahre in ihrem Amt bestätigt. Claudia Schröder wurde als Schriftführerin gewählt. Als neue Mitglieder der Bühne wurden Anne Hertl (Bühnentechnik), Thorben Hackstein (Tontechnik, Inspizienz) sowie die Theaterschüler Romina Ferrara, Lukas Friedrichs, Janina Icken, Katharina Kraft, Joan Kröher, Sarah Nevjestic, Lena Nöhmer, Rune Opitz, Daniela Pietkiewicz, Tünde Ritter, Laura Rosenboom, Sophia Ulrich, Kay Watty, Talke Wittig und Amy Wilke aufgenommen.

Marion Zomerland ehrte die langjährigen Mitglieder Walter Bleckwedel, Marc Gelhart, Martina Hofmann, Magita Pust (zehnjährige Mitgliedschaft), Günter Jaedeke, Jürgen Tapken (30), Brigitte Halbekath (40), Klaus Aden, Hanna und Alfred Christoffers (je 50) und Hildegard Steffens (60).

Allerdings sieht sich das Theater gezwungen, durch die allgemeine Kostenentwicklung erstmals seit zehn Jahren die Eintrittspreise in der neuen Spielzeit nach oben anzupassen. Als neue Rechnungsprüfer wurden Christel Dörnath und Meike Zomerland gewählt.

Jubilare und wiedergewählte Bühnenleitung: (v.l.) Walter Bleckwedel, Marc Gelhart, Martina Hofmann, Klaus Aden, Magita Pust, Hanna Christoffers, Hildegard Steffens, Arnold Preuß, Marion Zomerland, Günter Jaedeke.

KOMPASS-PORTRÄT

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"Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust!"

Ein Doppelleben. Wenn man so will, führt Arnold Preuß ein solches. Allerdings nicht still und heimlich, sondern ausgesprochen öffentlich. Auf der einen Seite ist der 57-Jährige Pressesprecher der Stadt Wilhelmshaven und — wie er sagt — ein „echtes Stadtgewächs". Doch gleichzeitig ist er auf der Bühne ebenso zu Hause wie im Büro. Denn während er tagsüber — korrekt mit Schlips und Kragen -das offizielle Sprachrohr seiner Heimatstadt ist, feiert er abends mit der „Theater am Meer - Niederdeutschen Bühne Wilhelmshaven " Erfolge auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Dass er dabei manchmal im wahrsten Sinne des Wortes die Hüllen fallen lässt, stört allerdings niemanden.

Nach der Premiere von „Kerls, Kerls, Kerls" hatte ich eigentlich damit gerechnet, dass mich jemand darauf anspricht", räumt Preuß lachend ein. Doch nichts dergleichen geschieht. Keine schiefen Blicke. Keine spitzen Bemerkungen. Vielmehr gab es Komplimente für die komödiantische Glanzleistung des Ensembles. „Die Leute können halt unterscheiden zwischen dem Beamten und dem Bühnenmann", freut er sich. Ihm selbst geht es dabei ein wenig wie Goethes legendärem Faust. „Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust", zitiert Preuß gut gelaunt den Dichterfürsten. In beide Rollen ist er buchstäblich rein gewachsen: „Mit der Schauspielerei habe ich angefangen, als ich wegen des Stimmbruchs aus dem Chor geflogen bin."

"Mit der Schauspielerei habe ich angefangen, als ich wegen des Stimmbruchs aus dem Chor geflogen bin."

Damals habe man in der Volksschule Salzastraße die erste Theater-AG ins Leben gerufen: „Weil ich als letzter meinen Namen an die Tafel geschrieben habe, bekam ich die Rolle die übrig geblieben war — die Hauptrolle." Das war 1964. An den Namen des Stückes kann er sich noch gut erinnern — „Das kommt vor", sprach Theodor". Er sei damals dann der Theodor gewesen, erzählt der gebürtige Voslapper. Der Beginn einer lebenslangen Leidenschaft.

Während der Beamtenausbildung knüpft er die ersten Bande zur Welt des plattdeutschen Schauspiels. In der Mittagspause erwähnt er eher beiläufig, dass er auch gern Theater spielt. „Abends erhielt ich den Anruf von der ,Niederdeutschen Bühne Wilhelmshaven', ob ich nicht Lust hätte mitzumachen." Was für eine Frage. Natürlich will er: „Dank meiner Großeltern in Voslapp konnte ich bereits Plattdeutsch sprechen, als ich anfing, auf der Bühne zu stehen, habe ich bei ihnen allerdings meine Grammatik aufgebessert."

"...ein Kreuzritter der plattdeutschen Theaterkunst."

Begeistert stürzt er sich in sein neues Hobby, liest jedes niederdeutsche Stück, das er auftreiben kann. „400 werden es", so Preuß, „bestimmt gewesen sein". Die Faszination lässt ihn nicht mehr los. Inzwischen blickt er auf 25 Jahre Vorstandstätigkeit für die Niederdeutsche Bühne zurück und ist gleichzeitig Präsident des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen-Bremen. Anders ausgedrückt - ein Kreuzritter der plattdeutschen Theaterkunst.

Abends die Bühne, tagsüber der Bürostuhl. Beides liegt ihm. Kürzlich beging er sein 40-jähriges Dienstjubiläum. Er würde den Beruf jederzeit wieder wählen: „Langweilig war es nie. Ich habe in vielen unterschiedlichen Bereichen arbeiten können und dadurch einen großen Überblick erhalten. Für mich ist das eine große Bereicherung." In der Jugendpflege wird er ebenso eingesetzt wie in der Kämmerei oder als Vertreter der Stadt bei der EXPO am Meer.

Von 1987 bis 1997 war er Verwaltungsdirektor der „Landesbühne Nord". Zwei Jahre davon auch deren Interimsintendant. Während dieser Phase zieht er sich vom aktiven Leben der Niederdeutsche Bühne zurück, um nicht in Interessenskonflikte verwickelt zu werden. Eine schöne Zeit, an deren Ende er jedoch weiß, wofür sein Herz schlägt: „Ich spiele gerne Theater, aber am liebsten auf Platt."

Seit mittlerweile sechs Jahren teilt er sich deshalb die Bühnenleitung des „Theaters am Meer", wie die „Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven" offiziell genannt wird, mit Marion Zomerland. „Ein Duo an der Spitze. Noch dazu Männlein und Weiblein, das gibt es sonst nirgendwo", schwärmt Arnold Preuß. Für ihn ist die Zusammenarbeit das absolute Optimum: „Ich kann mir gar nichts Besseres vorstellen, als unser Theater so zu leiten."

Rund 80 Mitglieder hat das Ensemble, und zwar vom Schulkind bis zum über 90-Jährigen: „Manchmal stehen drei Generationen gemeinsam auf der Bühne." Geprobt wird dreimal pro Woche. Kurz vor der Premiere täglich. „Pro Stück rechnet man mit gut 30 Proben", erläutert er. 2009 hat man sich viel vorgenommen — insgesamt neun Produktionen stehen auf dem Spielplan, fünf davon im Stadttheater Wilhelmshaven.

"Wenn der Vorhang aufgeht, muss man in ein neues Leben springen."

Lampenfieber gehört für ihn auch nach 45 Jahren immer noch dazu: „Ich glaube, man kann normale menschliche Situationen nicht mit dem Theater vergleichen. Wenn der Vorhang aufgeht, muss man in ein neues Leben springen." Jede Vorstellung sei anders, jedes Publikum auch. Selbst damals, als er vor die Presse treten musste, um zur Fäkalienproblematik am Südstrand Rede und Antwort zu stehen, sei er nicht annähernd so aufgeregt wie vor einer Premiere gewesen.

Eine Traumrolle hat Preuß jedoch nicht. „Das Wichtigste sind aber nicht die großen Rollen, sondern die Ensembleleistung", betont er. Dazu gehört auch, dass sich das „Theater am Meer" rechtzeitig um Nachwuchs gekümmert hat. Während vielerorts die „Niederdeutschen Bühnen" von Überalterung bedroht sind, werden hier die Kinder in der hauseigenen Theaterschule professionell ausgebildet: „Die Jugendarbeit steht bei uns im Mittelpunkt." Spielerisch werden die Jungen und Mädchen dabei an die Bühne herangeführt. Dazu zählen neben Grundlagen der Theaterarbeit aber auch Rücksichtnahme und Verständnis für den anderen.

Jung und Alt profitieren dabei von einander", weiß der 57-Jährige aus Erfahrung und unterstreicht: „Wenn man gemeinsam etwas will, dann funktioniert's auch." Der Erfolg gibt ihm Recht. Der berühmte Funke zwischen Ensemble und Publikum springt stets über, wenn das „Theater am Meer" auftritt. Die Liebe zur Bühne und zur plattdeutschen Sprache verbindet eben. Und damit hat Arnold Preuß all diejenigen eines Besseren belehrt, die ihn vor über 40 Jahren warnten: „Junge, lern' diese Sprache bloß schnell, die wird es nicht mehr so lange geben."

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Arnold Preuß als Olle Krull in "Tippelbröder" (09/10)

Interview des Präsidenten des NBB Arnold Preuß (Wilhelmshaven) mit der Wilhelmshavener Zeitung (WZ) vom 16. Oktober 2009

Bühnen mit Jugendarbeit sind ohne Nachwuchssorgen

PLATTDEUTSCH Aktivitäten tragen landesweit Früchte — Bedeutung des Niederdeutschen Theaters ist weiter gestiegen

Arnold Preuß ist Präsident des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen-Bremen. Zukunftssorgen hat er keine, aber nicht jede Kommune erkenne den Wert des Theaters.

VON MARTIN WEIN

WZ: Manche sprechen von einer Renaissance des Niederdeutschen. Erleben Sie die auch?
PREUß: Nach Jahren der Stagnation wird das Niederdeutsche inzwischen wieder von vielen nachgefragt. Das Interesse bewegt sich immer in Wellen, das ist eigentlich ganz normal. Die 16 Bühnen im Niederdeutschen Bühnenbund Niedersachsen-Bremen haben über die Jahre eigentlich konstant zwischen 130 000 und 150 000 Besucher.

WZ: Wie viele Menschen sprechen denn überhaupt noch Platt?
PREUß: Nach einer relativ neuen Untersuchung vom Institut für niederdeutsche Sprache gibt es zwischen einer und drei Millionen Muttersprachler. Verstanden wird es von rund zehn Millionen Menschen.

WZ: Und welchen Anteil hat das Theater daran?
PREUß: Wir hatten in diesem Jahr viele Veranstaltungen zum 10. Jubiläum der Europäischen Sprachencharta, die das Niederdeutsche und das Saterfriesische schützen soll. Die Bedeutung des Theaters wurde dabei leider oft übergangen. Mit etwa 2400 Bühnen im niederdeutschen Sprachraum sind wir zum einen der größte Multiplikator dieser Sprache und erreichen rund 1,2 Millionen Menschen im Jahr.

WZ: Und zum anderen?
PREUß: Zum anderen haben gerade die niederdeutschen Theater die Zukunft im Blick. Mit offensiver Jugendarbeit haben sie ihre Ensembles stark verjüngt. Der Bühnenbund hat auch in den letzten Jahren Theaterfestivals für junge Leute angeboten. Das war in diesem Jahr so erfolgreich, dass im Juni 2010 in Osterholz-Scharmbeck ein Norddeutsches Jugendtheaterfestival mit sicher 150 Jugendlichen auch aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern stattfinden wird. Die haben einen völlig unverkrampften Zugang zur niederdeutschen Sprache.

WZ: Also, Nachwuchssorgen haben Sie keine?
PREUß: Die Bühnen, die Jugendarbeit machen, haben keine. Die anderen sitzen allerdings auf einem Ast, an dem gerade kräftig gesägt wird. Die wird es irgendwann nicht mehr geben.

WZ: Die Programme sind geprägt von Schwänken und Volksstücken. Warum?
PREUß: Das niederdeutsche Theater hatte seine Hoch-Zeit in den 1950er- und 1960er-Jahren und ist geprägt durch das, was man damals im Fernsehen sah — also Ohnsorg-Theater und Co. Viele Kassenschlager von damals werden heute noch nachgefragt und auch nachgespielt. Aber die Bewerbungen für den Willy-Beutz-Schauspielpreis des Bühnenbundes zeigen, dass es auch eine andere Seite des niederdeutschen Theaters gibt.

WZ: Wie unterscheiden sich Bühnen im Bühnenbund von den vielen freien Theatergruppen?
PREUß: Das Stichwort heißt Qualität. Um aufgenommen zu werden, müssen die Bühnen sich mehrere Jahre lang ‚bewähren' und zudem einen festen Theaterbetrieb mit mindestens zwei Stücken im Jahr anbieten. Das Land fördert unsere Arbeit mit 70 000 Euro im Jahr für die Ausbildung. Davon finanzieren wir viele Kurse von Bühnenprofis für die Schauspieler und technischen Mitarbeiter. Wir erwarten, dass unsere Mitglieder diese Angebote auch annehmen.

WZ: An Unterstützung mangelt es also nicht?
PREUß: Von Seiten des Landes sind wir sehr zufrieden. Auch viele Kommunen setzen sich sehr ein. In Brake hat die Stadt sich etwa sehr für eine Aüsweichspielstätte eingesetzt, weil die bisherige jetzt ein Jahr lang saniert wird. In anderen Städten wünschte ich mir manchmal etwas mehr Anerkennung und Stolz auf unsere Arbeit. Das muss man nicht immer in Geld ausdrücken.

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Arnold Preuß als Fred / Werner Buchfink in "Nix as Kuddelmuddel" - Spielzeit 2009/10

Arnold Preuß als Georg Gregor, der in der Travestie-Schau in "Keelrs döör un döör" (09/10) die Nana Mouskouri mit "Weiße Rosen aus Athen" darstellt.

Arnold Preuß in "Keerls döör un döör" (09/10), der in der Travestie-Schau des Stückes als Tina Turner mit "Simply the best" auftritt.

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Dieses Foto bekam die Tina (Arnold Preuß) von einer Tina geschickt, die restlos begeistert war.

Wilhelmshavener Zeitung vom 14. September 2010

So las man in der WZ vor 25 Jahren

1985

Arnold Preuß wurde zum neuen Leiter der Niederdeutschen Bühne gewählt. Sein Vorgänger Karl-Heinz Herpel, auch langjähriger Spieler und Regisseur, war aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt als Bühnenleiter zurückgetreten. Stellvertretender Bühnenleiter wurde Klaus Aden.

Arnold Preuß (rechts) als Klaus Bruns in "Lögen hebbt junge Been" (Spielzeit 2010/11) mit Romina Ferrara

Arnold Preuß als Kalle König in dem Solo-Stück "Alleen in de Sauna"

Mit den Philophien über das Leben, die Frauen und überhaupt schaffte Arnold Preuß als Darsteller des Kalle König in "Alleen in de Sauna" eine tolle Leistung, die ihm regelmäßig "Standing Ovations" brachte.

Arnold Preuß als Friseur (mit Joan Kröher) in "Lüttstadtrevier" (Spielzeit 2011/12)

Arnold Preuß mit Meike Zomerland als Wolfgang Blume mit seiner Tochter Nina  in "Twee Mannslüüd un een Baby" (Spielzeit 2011/2012)

Arnold Preuß als Wolfgang Blume mit André Gelhart als Uli Kramer in "Twee Mannslüüd un een Baby" (Spielzeit 2011/2012)

 

Wilhelmshavener Zeitung vom 22. September 2012

 

GANZ PERSÖNLICH

 

Ein seltenes Jubiläum feierte Roswitha Wunderlich (Mitte) dort, wo sie sich am wohlsten fühlt: auf der Bühne. Mit ihrem Auftritt als Marie Stratmann in Michael Wempners niederdeutscher Komödie „Champagner to'n Fröhstück" beging sie ihr 50-jähriges Jubiläum als Ensemble-Mitglied des Theaters am Meer — Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven. Als Dame mit Charme, Esprit und Eigensinn wirkte sie einmal in einer großen Rolle und erinnerte an die typischen Rollen einer Brigitte Horney oder Gisela Uhlen. Nach der Premiere gratulierte allen voran Bühnenleiterin Marion Zomerland (links) und betonte, dass die Amateurschauspielerin ihre Rollen stets auch gelebt habe und das seien mittlerweile an die 80. Doch auch als Inspizientin, Choreografin und Souffleuse habe sie sich ehrenamtlich engagiert und dreimal selbst Regie geführt. Zu den ersten Gratulanten gehörte auch Bühnenleiter Arnold Preuß (rechts).    FOTO: PRIVAT


Arnold Preuß (mit Marion Zomerland) als Theodor in "Dat Meer-Hotel" (Spielzeit 2012/13)

KOMPASS für Wilhelmshaven und Friesland 10|2012

Mut zur Lücke

Persönlichkeiten der Region haben sich die Zeit genommen und dabei buchstäblich „Mut zur Lücke" bewiesen.In dieser Ausgabe griff für den KOMPASS Arnold Preuß zur Feder.

Arnold Preuß ist ein Mann des Wortes. Des geschriebenen ebenso wie des gesprochenen. Und das sowohl beruflich als auch privat. Als Pressesprecher der Stadt Wilhelmshaven ist er das Sprachrohr der Verwaltung, als Bühnenleiter des „Theaters am Meer" sorgt er dafür, dass auch die niederdeutsche Mundart Gehör findet. Wenn man so will, dann schlagen zwei Seelen in seiner Brust. Welche heftiger klopfe, hänge von der jeweiligen Situation ab, räumt er freimütig ein. Was er in diesem Zusammenhang bescheiden verschweigt ist allerdings, dass er sogar eine eigene Homepage hat. Unter www.arnold-preuss.de rührt er die Werbetrommel für die Bretter, die die Welt bedeuten. Was dort nicht steht, ist sein Ratschlag für den Kampf gegen den ganz alltäglichen Wahnsinn: „Kumm rin un snack di ut, gah rut un hol dien' Snut!"

Arnold Preuß (mit Marion Zomerland) als Klaus Kessler "KK" in "De besten Daag in mien Läven" (12/13)

WILHELMSHAVEN | 30. März 2013 | KOMPASS | April 2013   

KOMPASS-Interview | Marion Zomerland und Arnold Preuß

Zeit ist knapp. Vor allem, wenn man wie Marion Zomerland und Arnold Preuß zwei Leben hat. Im ersten, dem alltäglichen, sind die beiden Wilhelmshavener Beamte. Doch nach Feierabend tauschen sie die Bürokratie gegen die (Niederdeutsche) Bühne ein. Seit mittlerweile zehn Jahren leiten die beiden in ihrer Freizeit das „Theater am Meer" in der Kieler Straße gemeinsam. Und zwar nicht immer nur hinter den Kulissen. Häufig auch davor. Momentan begeistern sie gerade das Publikum mit Frank Pinkus' romantischer Komödie „De besten Daag in mien Läven".

Herr Preuß, Sie haben mir erzählt, dass ein Schauspieler und ein Beamter über die gleichen Tugenden verfügen müssen.

Preuß: Das stimmt. Beide sollten fleißig, pünktlich, ehrlich und vor allem auch vertrauenswürdig sein.

Zomerland: Ohne diese Eigenschaften läuft kein Theaterbetrieb. Jeder muss pünktlich an seinem Platz sein und seine Rolle können. Dabei müssen wir uns aufeinander verlassen können. Ohne dieses Vertrauen kann man nicht glaubwürdig spielen und das merken die Zuschauer sofort.

Bei „De besten Daag in mien Läven" waren Sie so authentisch, dass das Publikum schon, bevor der Vorhang zuging, begeistert von den Stühlen aufsprang und klatschte.

Zomerland: Plötzlich stand der ganze Saal. Das war ein wahnsinnig schönes Gefühl und wir schweben immer noch zehn Zentimeter über dem Erdboden.

Wie erklären Sie sich diesen Erfolg?

Preuß: Zum einen ist es das Stück von Frank Pinkus. Kaum einer schreibt so lebensnah und hält dabei stets die Balance zwischen Lachen und Weinen wie er. Zum anderen ist es aber die Nähe in unserem Theater. Bei uns geht es intim und familiär zu. Das Publikum sitzt ja unmittelbar an der Bühne. Dadurch bekommen die Zuschauer alles intensiver mit. Wir aber umgekehrt auch. So kann der berühmte Funke auch schneller überspringen.

Dann war es für das „Theater am Meer" die richtige Entscheidung, sich vor drei Jahren mit einem eigenen Haus selbstständig zu machen?

Preuß: Definitiv. Wir haben aber auch großes Glück gehabt, dass wir diese Räumlichkeiten im ehemaligen Gewerkschaftshaus mieten konnten und Vermieter haben, die die aufwendigen Umbauten durchführten. Aber ohne Sponsoren und vor allem die tatkräftige Unterstützung unserer Mitglieder wäre das Ganze letztlich nicht möglich gewesen.

Zomerland: Dieses Engagement zieht sich bei uns durch alle Bereiche. Deshalb freuen wir uns über jeden, der sich bei uns einbringen möchte. Man darf nie vergessen, wenn Arnold und ich vor dem Vorhang stehen, arbeiten dahinter 15 Ehrenamtliche. Sie sind das Rückgrat unseres Theaters. Ohne sie gäbe es keine einzige Aufführung.

Ohne das Publikum aber auch nicht. Und da scheinen Sie genau den Geschmack Ihrer Besucher zu treffen.

Preuß: Wir geben uns jedenfalls große Mühe bei der Auswahl der Stücke und spielen vom Musical bis zum Klassiker die ganze Palette der Unterhaltungskunst. Inzwischen haben wir stetig steigende Zuschauer- und Abonnentenzahlen. Das macht uns stolz und dankbar zugleich.

Begründet sich dieser Zuwachs auch darin, dass die Niederdeutsche Sprache den Menschen gerade in unserer schnelllebigen Zeit ein Gefühl von Dazugehörigkeit vermittelt?

Zomerland: Vom Plattdeutschen geht sicherlich eine große Wärme und Herzlichkeit aus. Doch ich glaube, bei uns ist es die besondere Kombination aus Sprache und der unheimlich positiven Atmosphäre dieses Theaters. Es ist ein bisschen so wie es der berühmte Regisseur Max Reinhardt einst gesagt hat: „Die Bühne ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen." Das Publikum merkt einfach, wie viel Spaß jedem einzelnen von uns die Aufführungen machen und Lachen ist bekanntlich ansteckend.

WILHELMSHAVEN | 1. Juli 2013

Theater am Meer erneut kräftig zugelegt

Bühnenleitung einstimmig wiedergewählt – Inszenierungen der Spielzeit 2013/2014 ausschließlich in professioneller Hand

Auf der Jahreshauptversammlung am vergangenen Sonnabend konnte die Bühnenleitung des Theaters am Meer im dritten Jahr in der neuen Spielstätte an der Kieler Straße erneut eine überaus erfolgreiche Bilanz der Spielzeit 2012/13 ziehen. Marion Zomerland und Arnold Preuß, die einstimmig als Direktorium wiedergewählt wurden, präsentierten den Mitgliedern eine deutliche Steigerung der Besucherzahl von über 10 % und einer Zunahme der verkauften Abonnements von über 7 %, die durchschnittliche Platzauslastung lag dabei bei rund 95 % im 99 Plätze Schauspielhaus.

Das Bild (v.r.n.l. Marion Zomerland, Friedrich Müller, Thorsten Könnecke, Christel BrandtJaedeke, Marco Norden, Marianne Karstens, Claudia Ducci und Arnold Preuß) zeigt die auf der Jahreshauptversammlung geehrten und die wieder bzw. neugewählten Vorstandsmitgliede

In der Zuschauergunst lag das von Marion Zomerland geschriebene Musical „Dat Meer-Hotel“ an der Spitze, erklärte Arnold Preuß, und hob besonders hervor, dass alle angesetzten Vorstellungen vom Stück „Dat Hörrohr“ schon vor der Premiere ausverkauft waren. Dies sei ein Beweis, dass die „Klassiker“ nach wie vor auch von jüngeren Zuschauern gesehen werden wollen. Beide Bühnenleiter stellten fest, dass wir uns nach drei Jahren mit großem persönlichem Engagement, einem gelungenen Spielplanmix und einer stets größer werdenden Fangemeinde in der neuen Spielstätte etabliert hätten. Das erreichte Niveau gelte es jetzt zu festigen und sukzessive auszubauen.“

In der kommenden 81. Spielzeit, strebt das Bühnenleitungsduo eine weitere Professionalisierung des ohne öffentliche Subventionen agierenden Privattheaters an, denn sämtliche Inszenierungen werden erstmals wieder von professionellen Kräften inszeniert. Der von Marion Zomerland erstellte Spielplan 2013/14 sieht folgende Inszenierungen vor: Am 21. September 2013 hat als Niederdeutsche Erstaufführung die Komödie SMUCKE DEERN von Florian Battermann in der Regie von Gastregisseur Bernd Poppe Premiere. Dieses Stück spielt auf sehr unterhaltsame Weise mit der bekannten Geschichte aus dem Erfolgsfilm „Pretty Woman“ mit Julia Roberts. Ein flippiges Girl angelt sich mehr oder weniger zufällig einen Millionär. Beider Leben gerät völlig aus den Fugen, die Standesunterschiede purzeln kräftig durcheinander. Wie bereits ihr weltberühmtes Vorbild, so begeistert auch diese Komödie durch Witz, Charme und ein „märchenhaftes" Happy End.

Als zweite Inszenierung folgt ab 16. November 2013 die Wilhelmshavener Erstaufführung der überaus rasanten Komödie von Ray Cooney GELD VERDARVT DEN CHARAKTER. Buchhalter Henry Pehmöller bekommt ausgerechnet an seinem Geburtstag die Chance seines Lebens, als er seinen Aktenkoffer mit dem eines Fremden vertauscht. Statt Handschuhe, Schal und Käsestulle ist er plötzlich Besitzer einer Million Euro. Das Chaos beginnt! Eine klassische Tür auf - Tür zu – Komödie, ein turbulenter Parforceritt mit unzähligen Gags und ungeahntem Ausgang. Mord und Mafia inklusive. Als Gastregisseur kommt erstmals Ulrich Herold an die Jade.

Das Jahr 2014 beginnt ab dem 25. Januar mit einem Wiedersehen des Bühnenklassiker ...UN BAVEN WAHNEN ENGEL von Jens Exler bei dem erstmals Anke Hempel als Gast Regie führt. Die beiden in die Jahre gekommenen Schwestern Helene und Elvira heißen zwar Engel, benehmen sich allerdings keinesfalls wie himmlische Wesen. Da ihnen ihre Dachwohnung zu eng erscheint, versuchen sie an die grade neu vermietete, eine Treppe tiefer gelegene Wohnung zu kommen. Mit einer Bibel schlagen sie im Rhythmus auf den Tisch, um ihre Nachbarn zu vergraulen. Vom Kohlenklau bis zum Raubmord reicht die Palette der Geschehnisse in der kleinen Dachgeschoßwohnung. Jens Exler schrieb diesen ewig jungen spukhaften Lustspiel-„Klassiker“ im Jahre 1963. Er wird zum dritten Male in Wilhelmshaven gezeigt.

Am Ende der Spielzeit wird es ab 22. März 2014 spannend auf der intimen Bühne des Theaters am Meer. Gespielt wird das Kriminalstück TÖÖV DAT DAT DÜSTER IS von Frederick Knott in der Gast-Regie von Bernd Poppe. Ein Gangstertrio gibt in dem Kriminalspiel eine lebensbedrohlich-abgezockte Schmierenkomödie. Sie haben es auf eine heroinbefüllte Spielzeugpuppe abgesehen. Susi, bei einem Autounfall erblindet, ist allein mit diesen Gangstern und riecht Lunte. Mit einem cleveren Trick scheint sie die Oberhand im Kampf mit den Ganoven zu gewinnen. Doch dann wird es nochmal spannend... Die Verfilmung des mitreißenden Thrillers mit Audrey Hepburn 1967 war ein Knüller, als Theaterstück ist der Stoff ebenso erfolgreich und erlebte 1991 die Niederdeutsche Erstaufführung in Wilhelmshaven. Im Zimmertheater an der Kieler Straße gibt es nun ein Wiedersehen und die Zuschauer werden hautnah Teil des überaus spannenden Geschehens.

Als wichtigste Zukunftsaufgabe des Theaters am Meer hat sich seit Jahren die bühneneigene Theaterschule bewährt, erläuterte Marion Zomerland. Hier komme es ab 15. August 2013 zu einem Leitungswechsel. Nach der Theaterpädagogin Gudrun Oeltjen-Hinrichs, die ein Jahr die Schule erfolgreich geleitet habe, werde Dzenet Hodza, Theaterpädagogin aus Oldenburg, neue Impulse aus ihrer Theaterarbeit in die Schule bringen, so Zomerland. Interessierte Jugendliche im Alter von 15 bis 20 Jahren könnten jeweils donnerstags von 16.30 bis 18.30 Uhr das Theaterhandwerk von der Pike lernen. Auch wenn jemand ein Musikinstrument spiele und oder gerne Singen mag, sei in der Theaterschule gut aufgehoben, betone Marion Zomerland. Anmeldungen von Neueinsteigern seien jetzt jederzeit über das Theaterbüro möglich.

Schatzmeister Wolfgang Watty gab für das Jahr 2012 den Finanzbericht, der aufgrund des guten Zuschauerzuspruchs positiv ausfiel. Bei den anstehenden Vorstands-Wahlen wurden sowohl das Bühnenleitungsduo Marion Zomerland und Arnold Preuß, als auch die Schriftführerin Claudia Ducci einstimmig für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Mit Marco Norden wurde ein Beisitzer gewählt, der die Aufgaben eines technischen Leiters übernimmt.

Christel Brandt-Jaedeke wurde für ihre 10-jährige Mitgliedschaft geehrt. Auf eine 25-jährige Mitgliedschaft konnte Thorsten Könnecke zurückblicken, der ebenfalls geehrt wurde. Mit Heidi Rausch und Horst Karstens wurden zwei langjährige Mitglieder für eine 30-jährige Mitgliedschaft geehrt und Friedrich Müller gehört dem Theater bereits seit 50 Jahren an. Das Bühnenleitungsduo würdigte die Leistungen der Jubilare jeweils mit einer individuellen Laudatio.

Abschließend stellten Marion Zomerland & Arnold Preuß einige organisatorische Veränderungen für die kommende Spielzeit vor, die im Wesentlichen auch eine weitere Verbesserung des Services bringen. Das Theaterbüro wird vom Nebeneingang in den Haupteingang in die erste Etage verlegt und dort wird künftig auch die Garderobe wesentlich größer und komfortabler angesiedelt sein, also mit großem Spiegel und Toiletten. Auch an der Lüftung seien Arbeiten bereits durchgeführt worden, die besonders die Besucher der ersten beiden Reihen positiv zu spüren bekommen, da die manchmal vorherrschende steife Brise damit eingedämmt worden ist. Am Sonntag, dem 18. August 2013 wird es von 11 bis 18 Uhr wieder einen Tag der offenen Tür im Theater am Meer geben, bei dem es neben vielen Informationen einen Spielplan-Cocktail und eine Aufführung der jüngsten Produktion der Theaterschule „Alles Bahnhoff oder wat“ gibt. Selbstverständlich wird das kulinarische Angebot um das beliebte Kuchenbüfett bereichert sein.

AURICH | 26. Oktober 2013

Ehrenurkunden für Marion Zomerland und Arnold Preuß

Auf der Bühnenleitertagung am Sonnabend. den 26. Oktober in Aurich wurden durch das Präsidium des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen und Bremen unsere beiden Theaterleiter Marion Zomerland und Arnold Preuß für ihren 10 bzw. 20-jährigen Einsatz Leiter des Theaters am Meer mit einer Ehrenurkunde geehrt.

Der Bühnenbund ehrt mit Ehrenurkunden die langjährigen Verdienste um den Erhalt und die Förderung der Niederdeutschen Sprache. Das besondere Engagement unserer beiden Theaterleiter insbesondere beim Aufbau der neuen Spielstätte und dem Erhalt und Aktivierung der bühneneigenen Theaterschule wurde dabei besonders hervorgehoben. Die versammelten Bühnenleitungen gratulierten den beiden mit langanhaltendem Applaus.

JEVERSCHES WOCHENBLATT vom 29.10.2013

Einsatz für Erhalt des Niederdeutschen

THEATER AM MEER Auszeichnung für Zomerland und Preuß

Marion Zomerland und Arnold Preuß wurden in Aurich für ihr Engagement geehrt.    BILD: PRIVAT

WILHELMSHAVEN/AURICH/JW Ehrung für die Leiter des Theaters am Meer in Wilhelmshaven, Marion Zomerland und Arnold Preuß: Auf der Bühnenleitertagung am Sonnabend, die aus Anlass des 90. Geburtstages des dortigen Niederdeutschen Theaters in Aurich stattfand, dankte das Präsidium des Niederdeutschen    Bühnenbundes Niedersachsen und Bremen ihnen für zehn- beziehungsweise 20-jährigen Einsatz als Vorsitzende der Niederdeutschen Bühne Wilhelmshaven und zeichnete die beiden mit Urkunden aus.

Der Bühnenbund würdigte mit den Urkunden die langjährigen Verdienste von Zomerland und Preuß um den Erhalt und die Förderung der niederdeutschen Sprache und des niederdeutschen Theaterspiels. Das besondere Engagement der zwei Theatermacher insbesondere beim Aufbau der neuen Spielstätte an der Kieler Straße und die Aktivitäten beim Aufbau der bühneneigenen Theaterschule wurden dabei besonders hervorgehoben. Die versammelten Bühnenleiter der 15 Niederdeutschen Theater und Bühnen gratulierten mit langanhaltendem Applaus.

Kompass für Wilhelmshaven und Friesland 11|2013

PREMIERE Geld verdarvt den Charakter

 

NEUE RUNDSCHAU | 30. Oktober 2013

Ehrenurkunden des Bühnenbundes für Theaterleitung

Marion Zomerland und Arnold Preuß wurden für ihren 10 bzw. 20-jährigen Einsatz als Vorsitzende der Niederdeutschen Bühne Wilhelmshaven geehrt. Anlass war der 90. Geburtstag des Niederdeutschen Theaters in Aurich. Der Bühnenbund ehrte u.a. das besondere Engagement der beiden Macher vom Theater am Meer, insbesondere beim Aufbau der neuen Spielstätte in der Kieler Straße und die Aktivitäten beim Aufbau der bühneneigenen Theaterschule. (Foto: Heinz Zomerland)

WILHELMSHAVENER ZEITUNG | 2. November 2013

Ganz persönlich

Auf der Bühnenleitertaung zum 90. Geburtstages des Niederdeutschen Theaters in Aurich ehrte das Präsidium des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen und Bremen Marion Zomerland und Arnold Preuß für 10-, beziehungsweise 20-jährigen Einsatz als Vorsitzende der Niederdeutschen Bühne Wilhelmshaven. Der Bühnenbund honorierte damit die langjährigen Verdienste der beiden um den Erhalt und die Förderung der Niederdeutschen Sprache. (Foto: Heinz Zomerland)

Als Henry A. Pehmöller mit Dagmar Wehrmann (als Ehefrau Anne Pehmöller) in "Geld verdarvt den Charakter" (13/14).

Arnold Preuß (mit Dagmar Wehrmann) als Harri Rothe sen. in "Tööv, dat dat düster is" (Spielzeit 2013/14), Foto: Jörg Sieberns

Arnold Preuß als Harri Rothe in "Tööv, dat dat düster is" (Spielzeit 2013/14), Foto: Jörg Sieberns

JEVERSCHES WOCHENBLATT | 6. Mai 2014

Arnold Preuß: Seit 40 Jahren im Dienste des Theaters am Meer

EHRUNG Bühnenleiterin Marion Zomerland würdigt Co-Bühnenleiter für langjähriges künstlerisches Engagement

Ehrung für Arnold Preuß vor versammeltem Ensemble: Seit 40 Jahren macht sich der Wilhelmshavener für die plattdeutsche Sprache stark.    BILD: PRIVAT

WILHELMSHAVEN/JW - Das Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven konnte in seiner über 80-jährigen Geschichte stets über ein großes Ensemble verfügen und somit alle relevanten Positionen auf und hinter der Bühne mit ehrenamtlich tätigen Mitgliedern besetzen. Durch den gesellschaftlichen Wandel, der auch zunehmend berufliche Flexibilität erfordert, sind langjährige und kontinuierliche Mitgliedschaften jedoch nicht mehr selbstverständlich.

Entsprechend erfreut zeigte sich am vergangenen Sonntag Bühnenleiterin Marion Zomerland, als sie nach der letzten Vorstellung des erfolgreichen Krimis „Tööv, dat dat düster is" ihren Co-Bühnenleiter Arnold Preuß für sein außerordentliches Engagement ehren durfte. Er konnte auf den Tag genau auf eine 40-jährige Mitgliedschaft zurückblicken. Zomerland betonte, dass sein herausragender Einsatz für das Niederdeutsche Theater seinesgleichen suche. Dabei würdigte sie nicht nur seine Leistung in den Inszenierungen, die er sowohl als Darsteller in über 70 Rollen - zuletzt als Harry Rothe in „Tööv, dat dat düster is" - als auch mit über 50 Regiearbeiten maßgeblich mitgestaltete. Sie verwies auch auf seine Tätigkeit als Übersetzer von nahezu 40 Stücken, die in ganz Norddeutschland, nicht zuletzt auch im Ohnsorg Theater, auf dem Spielplan stehen.

Hinzu kommen intensive Vorstandstätigkeiten seit 1976, 21 Jahre davon als Bühnenleiter. Preuß war seinerzeit auch die treibende Kraft auf der Suche nach eigenen Räumlichkeiten für das semiprofessionelle Ensemble, die man 2009 im ehemaligen DGB-Gebäude in der Kieler Straße 63 fand. Preuß zeichnet derzeit für die Öffentlichkeitsarbeit der Bühne, die Pflege ihrer Homepage sowie für die Fort- und Weiterbildung von Jugendlichen und Erwachsenen im darstellenden Spiel verantwortlich.

Nicht unerwähnt ließ Bühnenleiterin Marion Zomerland auch, dass sich Arnold Preuß bereits seit September 2005 auch als Präsident des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen-Bremen für die Pflege und den dauerhaften Erhalt der niederdeutschen Sprache einsetzt.

WILHELSMHAVENER ZEITUNG | 10. Mai 2014

40 Jahre lang stets im Dienste des „Theaters am Meer"

UNTERHALTUNG Bühnenleiterin Marion Zomerland würdigt Arnold Preuß für langjährige Mitgliedschaft

Bühnenleiterin Marion Zomerland (vorne, Mitte) dankte Arnold Preuß (4.v.r.) für dessen Verdienste rund um das „Theater am Meer".    FOTO: PRIVAT

WILHELMSHAVEN/LR - Das „Theater am Meer" - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven konnte in seiner über 80jährigen Geschichte stets über ein großes Ensemble verfügen und somit alle relevanten Positionen auf und hinter der Bühne mit ehrenamtlich tätigen Mitgliedern besetzen. Durch den gesellschaftlichen Wandel, der auch zunehmend berufliche Flexibilität erfordert, sind langjährige und kontinuierliche Mitgliedschaften jedoch nicht mehr selbstverständlich. Entsprechend erfreut zeigte sich jetzt Bühnenleiterin Marion Zomerland, als sie nach der letzten Vorstellung des erfolgreichen Krimis „Tööv, dat dat düster is" ihren Co-Bühnenleiter Arnold Preuß für sein außerordentliches Engagement ehren durfte. Er konnte auf den Tag genau auf eine 40-jährige Mitgliedschaft zurückblicken.

Zomerland betonte, dass sein herausragender Einsatz für das niederdeutsche Theater seinesgleichen suche. Dabei würdigte sie nicht nur seine Leistung in den Inszenierungen, die er sowohl als Darsteller in über 70 Rollen - zuletzt als Harry Rothe in „Tööv, dat dat düster is" - als auch mit über 50 Regiearbeiten maßgeblich mitgestaltete. Sie verwies auch auf seine Tätigkeit als Übersetzer von nahezu 40 Stücken, die in ganz Norddeutschland, nicht zuletzt auch im Ohnsorg-Theater, auf dem Spielplan stehen. Hinzu kommt Vorstandstätigkeiten seit 1976, 21 Jahre davon als Bühnenleiter. Preuß war seinerzeit die treibende Kraft auf der Suche nach eigenen Räumen für das semiprofessionelle Ensemble, die man 2009 im ehemaligen DGB-Gebäude an der Kieler Straße 63 fand.

Er zeichnet derzeit für die Öffentlichkeitsarbeit der Bühne, die Pflege der Homepage sowie für die Fort- und Weiterbildung von Jugendlichen und Erwachsenen im darstellenden Spiel verantwortlich. Nicht unerwähnt ließ Zomerland auch, dass sich Preuß zudem seit September 2005 als Präsident des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen-Bremen für die Pflege und den Erhalt der niederdeutschen Sprache einsetzt. Als Dankeschön für die 40jährige Treue erhielt er vom versammelten Vorstand eine Pflanze für seinen Garten.

NORD-WEST Zeitung + WILHELMSHAVENER ZEITUNG | 12. MAI 2014| Feuilleton

Theater am Meer erhält Willy-Beutz-Preis

NIEDERDEUTSCH Wilhelmshavener Bühne für Kriminalschauspiel ausgezeichnet

Die Preisübergabe des Willy-Beutz-Schauspielpreises im Staatstheater Oldenburg (v.l.) Heinrich Caspers (Theater Delmenhorst, 3. Platz), Dagmar Wehrmann (Theater Wilhelmshaven, 1. Platz), Helmut Saathoff (Bühne Wiesmoor, 2. Platz), Arnold Preuß (Präsident NBB), Herwig Dust (Vizepräsident NBB)

OLDENBURG/KU - Das Theater am Meer — Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven — ist mit dem Willy-Beutz-Schauspielpreis für das Stück „Tööv dat dat düster is" von Frederick Knott in der Inszenierung von Bernd Poppe ausgezeichnet worden. Der Hauptpreis ist mit 3000 Euro dotiert. Die Preisverleihung fand während einer Tagung des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen und Bremen am Sonntag im Kleinen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters statt. Die Jury würdigte besonders das ergreifende Spiel der Hauptdarstellerin Dagmar Wehrmann als erblindete Frau.

Der zweite, mit 2000 Euro dotierte Preis ging an die Niederdeutsche Bühne Wiesmoor für die Freilichtinszenierung „Kanaal" von Gert Brand unter der Regie von Elke Münch. Den dritten, mit 1000 Euro dotierten Preis erhielt das Niederdeutsche Theater Delmenhorst für das Kriminalstück „Wat is mit Lisa" von Robert Thomas unter der Regie von Ulrich Herold.

Der Willy-Beutz-Preis wird seit 1975 alle zwei Jahre vergeben mit dem Ziel, die Gattung Schauspiel in den Spielplänen der Niederdeutschen Bühnen zu etablieren.

NEUE RUNDSCHAU am 14. Mai 2014

40 Jahre im Dienste des Theaters am Meer

Bühnenleiterin Marion Zomerland würdigt Arnold Preuß

Bühnenleiter Arnold Preuß wurde jetzt für 40 Jahre Mitgliedschaft am Theater am Meer vor Publikum geehrt.    Foto: TM

Das Theater am Meer Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven konnte in seiner über 80-jährigen Geschichte stets über ein großes Ensemble verfügen und somit alle relevanten Positionen auf und hinter der Bühne mit ehrenamtlich tätigen Mitgliedern besetzen. Durch den gesellschaftlichen Wandel, der auch zunehmend berufliche Flexibilität erfordert, sind langjährige und kontinuierliche Mitgliedschaften jedoch nicht mehr selbstverständlich. Entsprechend erfreut zeigte sich jetzt Bühnenleiterin Marion Zomerland, als sie nach der letzten Vorstellung des erfolgreichen Krimis „Tööv, dat dat düster is" ihren Co-Bühnenleiter Arnold Preuß für sein außerordentliches Engagement ehren durfte. Er konnte auf den Tag genau auf eine 40-jährige Mitgliedschaft zurückblicken.

Zomerland betonte, dass sein herausragender Einsatz für das Niederdeutsche Theater seinesgleichen suche. Dabei würdigte sie nicht nur seine Leistung in den Inszenierungen, die er sowohl als Darsteller in über 70 Rollen - zuletzt als Harry Rothe in „Tööv, dat dat düster is" als auch mit über 50 Regiearbeiten maßgeblich mitgestaltete. Sie verwies auch auf seine Tätigkeit als Übersetzer von nahezu 40 Stücken, die in ganz Norddeutschland, nicht zuletzt auch im Ohnsorg Theater, auf dem Spielplan stehen.

Hinzu kommen intensive Vorstandstätigkeiten seit 1976, 21 Jahre davon als Bühnenleiter. Preuß war seinerzeit auch die treibende Kraft auf der Suche nach eigenen Räumlichkeiten für das semiprofessionelle Ensemble, die man 2009 im ehemaligen DGB-Gebäude in der Kieler Straße 63 fand. Er zeichnet derzeit für die Öffentlichkeitsarbeit der Bühne, die Pflege ihrer Homepage sowie für die Fort- und Weiterbildung von Jugendlichen und Erwachsenen im darstellenden Spiel verantwortlich.

Nicht unerwähnt ließ Marion Zomerland auch, dass sich Arnold Preuß zudem bereits seit September 2005 als Präsident des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen - Bremen für die Pflege und den Erhalt der niederdeutschen Sprache einsetzt. Als Dankeschön für die 40-jährige Treue erhielt er vom versammelten Vorstand eine Pflanze für seinen Garten.    MG

WILHELMSHAVEN, 27. Juni 2014

THEATER AM MEER weiterhin auf Erfolgskurs

Freude über Willy-Beutz-Schauspielpreis - Horst Jönck Ehrenmitglied

Am vergangenen Mittwoch konnte das Leitungsduo des ‚Theater am Meer‘ – Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven, Marion Zomerland und Arnold Preuß, den Mitgliedern auf der gutbesuchten Jahreshauptversammlung eine ausgezeichnete Bilanz der Spielzeit 2013/14 vorstellen. Die vierte Spielzeit ist mit rd. 6.900 Besuchern die zweitbeste seit Umzug in das eigene Domizil in der Kieler Straße.

Ehrungen für 10-jährige Mitgliedschaft für (v.l. erste Reihe) Sontka Zomerland, Sandra Krüger, Fenja Strowik, Yannik Marschner, (2. Reihe) Wolfgang Buttjer, Heinz Fuchs durch die Bühnenleitung Marion Zomerland, Arnold Preuß (FOTO: TaM, H. Zomerland)

„Die um 12,2 % gestiegene Abonnentenzahl von rd. 900 belegt die weiter anhaltende Erfolgsgeschichte unseres kleinen Zimmertheaters“, erklärte Bühnenleiter Arnold Preuß. „Eine Platzauslastung von rd. 96 % sichert unserem semiprofessionellen Privattheater nicht nur die finanzielle Basis, sondern unterstreicht auch, dass wir mit dem Programm-Mix aus unterhaltenden und anspruchsvollen Stücken auf dem richtigen Weg sind“, ergänzt Bühnenleiterin Marion Zomerland.

Erstmals Willy-Beutz-Schauspielpreis gewonnen
Beide Theaterschaffenden heben hervor, dass der erstmalige Gewinn des Willy-Beutz-Schauspielpreises mit der Inszenierung „Tööv, dat dat düster is“ eines der größten Erfolge in der 82 jähigen Vereinsgeschichte des Theaters sei. Neben dem großen Engagement des am preisgekrönten Stück beteiligten Ensembles, müsse hier auch der Einsatz der gesamten Mitgliederschar berücksichtigt werden, den alle Mitglieder des Theaters hätten in der vergangenen Spielzeit mit höchstem persönlichen Einsatz den Spielbetrieb in allen Gewerken erfolgreich geprägt. „Darum“, so Zomerland und Preuß, „gratulieren wir nicht nur den Preisträgern von Herzen, sondern allen Mitgliedern des Theaters, denn ohne die Gemeinschaft aller, wäre es nicht zu diesem Gesamtergebnis der Spielzeit 2013/14 gekommen“.

Horst Jönck wird Ehrenmitglied des Theaters
Für ihren jeweils herausragenden Einsatz in der abgelaufenen Spielzeit wurden die Bühnenmitglieder Helga Lauermann, Heidi Strowik, Wolfgang Buttjer, Heinz Fuchs und Harald Schmidt mit einem besonderen Präsent bedacht. Sie waren an allen Produktionen der Spielzeit beteiligt und haben sich damit weit über das normale Maß an ehrenamtlicher Tätigkeit für das Haus eingesetzt. Die Glückwünsche für eine 10-jährige aktive Mitgliedschaft erhielten Wolfgang Buttjer, Heinz Fuchs, Sandra Krüger, Yannik Marschner, Fenja Strowik und Sontka Zomerland in Form eines Bullauges und einer kleinen Laudatio über ihr bisheriges Bühnenschaffen.

Für seinen langjährigen unermüdlichen Einsatz als Ensemblemitglied vor allem aber auch als langjähriges Vorstandsmitglied in verschieden Positionen wurde Horst Jönck zum Ehrenmitglied des ‚Theater am Meer‘ ernannt. Die anwesenden Bühnenmitglieder erhoben sich von den Plätzen und dankten ihm stehend mit langanhaltendem Applaus für sein fast 50-jähriges beispielloses Wirken für das Niederdeutsche Theater.

Horst Jönck (Mitte) mit Marion Zomerland und Arnold Preuß wurde einstimmig zum Ehrenmitglied der Bühne ernannt. (FOTO: TaM, H. Zomerland)

Einstimmige Wahlergebnisse
Bei den anstehenden Vorstandswahlen wurde Schatzmeister Wolfgang Watty, dem eine ausgezeichnete Buchführung von den Rechnungsprüfern attestiert wurde, einstimmig für weitere zwei Jahre gewählt. Ebenso einstimmig in ihren Ämtern wurden Sandra Krüger (Beisitzerin Theaterschule) und Marco Norden (Technischer Leiter) wiedergewählt. Als neuer Rechnungsprüfer wurde neben Heinz Zomerland Thorsten Koennecke für zwei Jahre bestimmt.

Arnold Preuß als Jakob Kehlmann (mit Marion Zomerland als Susi Kehlmann) in "Gode Geister" (14/15).

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 2. Januar 2015 | WZ-Serie: Freitags-Gespräch

Hauptrolle fürs Ehrenamt und Niederdeutsche

INTERVIEW Arnold Preuß, Bühnenleiter des Theaters am Meer, ist stolz auf das gemeinsam Erreichte

Das Theater am Meer hat 2014 noch mehr Besucher angelockt. Inzwischen zählt das Niederdeutsche Theater zum immateriellen Kulturerbe der deutschen UNESCO-Kommission

Von Michael Halama

Das Ensemble des Erfolgsstücks „Swieg still, Jung!“: (vonre von linnks) Wolfgang Watty, Hauke Backhus und Helga Lauermann sowie (hinten von links) Harald Schmidt, Heidi Strowik, Joan Kröher, Sandra Krüger und Dagmar Wehrmann

WZ: Herr Preuß, vor gut einem Jahr freuten Sie sich über steigende Zuschauerzahlen im Theater am Meer. Gleichzeitig sagten Sie, das Theater stoße inzwischen an seine Grenzen. Wie viele Zuschauer konnte das Team denn in diesem Jahr an der Kieler Straße begrüßen?

Arnold Preuß: Obwohl wir unsere Vorstellungen auf höchstens 18 pro Inszenierung beschränkt haben, ist eine kleine Steigerung der Besucherzahl zu verzeichnen. Unsere 73 Vorstellungen in 2013 haben 7.074 Besucher gesehen. Wenn ich die restlichen 3 Aufführungen von „Swieg still, Jung!“ nach dem Jahreswechsel hinzurechne, erreichen wir sogar ein stolzes Plus von fast 5 %. Viel mehr geht allerdings nicht, das unterstreicht die Platzauslastung von 97 %. Dass wir uns auf diesem Niveau stabilisieren konnten, erfüllt uns mit großem Stolz, aber auch mit Dankbarkeit gegenüber unseren Besuchern und unserem Ensemble.

WZ: Wie hat sich denn die Zahl der Abonnenten von seinerzeit über 900 entwickelt?

Preuß: Auch da erreichten wir eine Steigerung. Wir liegen bei knapp 1.000 Abonnenten und haben dadurch eine kalkulierbare Einnahmebasis. Wir sehen in der ungebremsten Nachfrage eine Bestätigung unserer Arbeit und unseres Programms. Etwas, was mir nicht gefällt, abonniere ich ja nicht.

WZ: Haben Sie eine Erklärung für diesen Erfolg? Was macht den Charme des Theaters und seines Programms aus?

Preuß: Wir hören sehr genau hin, was unsere Zuschauer sagen und daher glauben wir, dass die mit sehr viel Liebe fürs Detail gestalteten Räumlichkeiten, die Serviceleistungen durch unsere Ensemblemitglieder im Theatercafé „Kulissensnack“ und die Atmosphäre des kleinen 99-PlätzeTheatersaales den Erfolg ausmachen. Unser „Wohnzimmer“ lässt den Zuschauer das Theatergeschehen hautnah erleben und verbindet Zuschauer und Darsteller gleichermaßen emotional. Wir spielen Stücke, die volksnah sind und die darüber hinaus etwas zu erzählen haben. Dabei soll der Spielplan möglichst die ganze Bandbreite der Theatergenres abbilden.

WZ: Ein Grund für den Erfolg des Theaters am Meer dürfte auch die Leidenschaft aller Beteiligten sein. Welche Rolle spielt dabei das ehrenamtliche Engagement?

Preuß: Die Hauptrolle! Ohne ehrenamtliches Engagement geht es nicht. Wir investieren in unsere
Leidenschaft eine Menge Zeit. Mindestens 3 x in der Woche wird geprobt, die letzten Wochen vor der Premiere täglich, die Vorstellungen selbst sind hauptsächlich an den Wochenenden. Jedes Mitglied ist multifunktional in den verschiedenen Gewerken des Theaters tätig, also als Schauspieler, Inspizient, Beleuchter, Thekenkraft usw. Idealismus wird bei uns groß geschrieben, der Applaus ist da sprichwörtlich das Brot des Künstlers. Wir zahlen unserem Ensemble keinerlei Entschädigung. Nur so können wir erfolgreich ein eigenes Theater betreiben.

WZ: Sie selbst können auf eine 40-jährige Mitgliedschaft zurückblicken. Seit September 2005 sind Sie zudem Präsident des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen-Bremen. Was bedeutet Ihnen das Niederdeutsche Theater?

Preuß: Es geht um den Erhalt der niederdeutschen Sprache. Dabei spielt die bühneneigene Theaterschule für Jugendliche von 12 bis 18 Jahren eine große Rolle, denn da ist die Bereitschaft die Sprache und das Theaterspiel zu lernen riesengroß. Als echten „Ritterschlag“ empfinde ich die jüngste Aufnahme des Niederdeutschen Theaters in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes durch das Expertenkomitee der Deutschen UNESCO Kommission. Das Niederdeutsche Theater festige den Status und die Lebendigkeit der Regionalsprache und stärke gleichzeitig das Gemeinwesen, so die Begründung der Kommission.

WZ: Im September 2013 hatte das Theater einen Workshop angeboten. Einige Teilnehmer sind nun auf der Bühne oder hinter den Kulissen mit dabei. Gibt es Workshop-Pläne für das kommende Jahr?

Preuß: Diese Aktion hat uns neue begeisterte Verstärkungen gebracht, aber ein einziger Workshop reicht nicht aus. Das Drum und Dran eines Theaterbetriebes ist sehr vielfältig. Der Niederdeutsche Bühnenbund bietet ein besonders ausgewogenes Aus- und Fortbildungsprogramm mit Schauspielschulung, Dramaturgie, Bühnenbau, Maske, Requisiten etc. an. Diese Seminare besuchen unsere Mitglieder, so sichern wir – übrigens mit Mitteln des Landes - die Qualität unserer Arbeit.

WZ: Das Stück „Swieg still, Jung!“ ist ein Publikumsrenner – auch die Zusatzvorstellungen waren ruck, zuck ausverkauft. Was gefällt den Besuchern gerade an diesem Theaterstück?

Preuß: Der Wiedererkennungswert ist sehr hoch. Die Figuren, die Fitzgerald Kusz vor fast 45 Jahren schuf, sind auch heute noch so lebensecht, dass jeder im Saal diese Menschen kennt. Jeder hat sie in seiner Verwandtschaft, in seiner Nachbarschaft erlebt. Und natürlich amüsiert man sich sehr gerne über die Macken und Makel der anderen, die ja niemals die eigenen sind. (Preuß lacht)

WZ: Weitere Termine für „Swieg still, Jung!“ konnte das Theater am Meer aus Dispositionsgründen nicht anbieten. Wie wollen Sie diejenigen trösten, die keine Karten mehr bekommen haben?

Preuß: Trösten kann ich sie nicht, aber um Verständnis bitten. Unsere neunmonatige Spielzeit ist terminlich so ausgeklügelt mit Bühnenproben und den überwiegend an Wochenenden stattfindenden Vorstellungen, dass Verlängerungen einzelner Stücke nicht möglich sind. Wir können nur alle Zuschauer bitten, sich für die nächste Inszenierung „Ünner’t Lüchtfüer“ (Premiere am 24. Januar, Anm. d. Red.) rechtzeitig Karten zu besorgen oder besser noch, ein Abonnement abzuschließen. Dann ist man sich seines Platzes ja sicher.

WZ: Nun gibt es Menschen wie mich, die kein Plattdeutsch sprechen oder verstehen. Hätten die bei einem Besuch des Theaters am Meer nicht Probleme, dem Hergang auf der Bühne zu folgen?

Preuß: Ganz sicher nicht, denn die Handlung erschließt sich aus dem Gehörten und dem Gesehenen. Unsere neueren Zuschauer sagen uns, dass sie anfänglich das eine oder andere plattdeutsche Wort nicht verstanden haben, aber man höre sich sehr schnell in die Sprache ein und dann sei man auch ganz schnell in der Geschichte drin.

 

Arnold Preuß ist seit 2003 (gemeinsam mit Marion Zomerland) Bühnenleiter des Theaters am Meer – Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven. Dort spielt er, inszeniert und übersetzt gerne neue Stücke ins Niederdeutsche.

THEATER AM MEER
Das Theater am Meer – Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven e.V. hat aktuell 87 Mitglieder, davon 15 Mitglieder in der Theaterschule, 30 aktive Mitglieder auf der Bühne, 30 aktive Mitglieder hinter und neben der Bühne sowie im Theatercafé sowie 12 inaktive Mitglieder (meist aus Altersgründen).

Öffnungszeiten – Theaterbüro
Mo, Mi, Fr – 10.30 bis 13.00 Uhr
Di, Do – 16.00 bis 18.00 Uhr
Telefon: 04421/777749
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mehr Informationen unter www.theater-am-meer.de

Arnold Preuß (Mitte) als Paul Gebhardt mit Sontka Zomerland und Yannik Marschner in "Ünner't Lüchtfüer" (14/15)

Jeversches Wochenblatt vom 9. Juni 2015

Niederdeutsches Theater muss gesichert und gefördert werden

KULTUR Arnold Preuß wieder zum Präsidenten gewählt

WILHELMSHAVEN/ROSTOCK/JW - Zu einem gemeinsamen großen Bühnentag trafen sich die Bühnen und Theater der niederdeutschen Bühnenbünde Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen/Bremen am Wochenende in Rostock. Das Motto der vielseitigen Veranstaltungen „Kinder-und Jugendarbeit an niederdeutschen Bühnen" wurde durch entsprechend Referate, Diskussionsforen und Vorstellungen untermauert.

Herwig Dust (Oldenburg) referierte über die Aufnahme des Niederdeutschen Theaters in die nationale Liste des immateriellen Kulturerbes der Unesco. Gesche Gloystein, Dramaturgin für niederdeutsches Schauspiel am Oldenburgischen Staatstheater zeigte auf, wie Kinder und Jugendliche an das Niederdeutsche Theater und somit auch an die Niederdeutsche Sprache herangeführt werden können. Zur Untermauerung ihrer Vorstellungen hatte das Niederdeutsche Theater Delmenhorst (NTD) gleich zwei Produktionen nach Rostock geschickt und eindrucksvoll gezeigt, wie Nachwuchsarbeit an niederdeutschen Theatern und Bühnen aussehen kann.

Auf der in Rostock ebenfalls stattgefundenen Bühnenleitertagung des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen und Bremen  standen neben den Vorbereitungen zum Jugendtheaterfestival vom 17. bis 19. Juli in Brake und anderen satzungsgemäßen Regularien auch Neuwahlen auf der Tagesordnung. Arnold Preuß aus Wilhelmshaven wurde für vier weitere Jahre einstimmig als Präsident des Bühnenbundes wiedergewählt. Er steht damit seit 2005 an der Spitze des Bühnenbundes Niedersachsen und Bremen.

Auf der Matinee unter dem Thema „Stellenwert der niederdeutschen Sprache in der Gegenwart — Woans läft de niederdeutsch Sprok hüt" (Wie lebt die niederdeutsche Sprache heute), gab es am Sonntag einen regen Meinungsaustausch    zwischen den eingeladenen Fachleuten und Diskutanten. Beendet wurde der gemeinsame Bühnentag mit der Verabschiedung der „Rostocker Resolution", einem Aufruf an Bund, Länder und Kommunen, das als immaterielles Kulturerbe anerkannte Niederdeutsche Theater mit aller Kraft zu sichern und zu fördern.

NORDWEST-ZEITUNG vom 17. Juni 2015

Weiter Präsident

Auf der Bühnenleitertagung des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen und Bremen (NBB) ist ARNOLD PREUß (63) aus Wilhelmshaven für vier weitere Jahre als Präsident bestätigt worden. Preuß steht seit 2005 an der Spitze des Bühnenbundes. Auch Astrid Gries (OsterholzScharmbeck), zuständig für Jugend- und Nachwuchsarbeit, wurde einstimmig als Präsidiumsmitglied wiedergewählt. Die Tagung fand am Rande des großen Bühnentages der Niederdeutschen Bühnenbünde Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen/Bremen in Rostock statt. BILD: NBB

 

 

THEATER AM MEER mittelständisches erfolgreiches Unternehmen

Attraktiv für Jugendliche | Doppelspitze Preuß & Zomerland einstimmig bestätigt

Auf der Jahreshauptversammlung des ‚Theater am Meer‘ – Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven wurde die erfolgreiche Bilanz 2014 präsentiert. Die Mitglieder bestätigten das Leitungsduo Marion Zomerland und Arnold Preuß ebenso einstimmig wie die Schriftführerin Claudia Ducci. Neuer Rechnungsprüfer wurde Christian Strowik.

Einstimmig wiedergewählt wurden (v.l.) Claudia Ducci als Schriftführerin und Arnold Preuß und Marion Zomerland als Theaterleiter. Beide Kulturschaffende haben die Doppelspitze im Theater am Meer seit 2003 inne. - FOTO: TaM, Heinz Zomerland

Theater am Meer mittelständisches Unternehmen
Schatzmeister Wolfgang Watty präsentierte den Mitgliedern des Theaters ein solides Ergebnis für das Geschäftsjahr 2014. Er bezeichnete dabei das ehrenamtlich geführte Amateurtheater von den Umsatzzahlen her als gesundes kleines mittelständisches Unternehmen. Allerdings sei es erforderlich, aufgrund der allgemeinen Kostensteigerungen nach zwei Jahren die Eintrittspreise moderat anzupassen. Theaterleiter Arnold Preuß berichtete über die abgelaufene Spielzeit 2014/15, dass die 7.264 Besucher der vier Inszenierungen auch im fünften Jahr in der Spielstätte an der Kieler Straße eine Besuchersteigerung bedeuten würden. Dieses Mal sei es eine Steigerung um 2 Prozent, so Preuß. Um enorme 7,9 % sei die Zahl der Abonnenten gestiegen, was für die Programmplanung des Theaters einen Vertrauensvorsprung bedeute, erklärte Theaterleiterin Marion Zomerland, und ergänzte, dass man sich aktuell auf den 1.000 Abonnenten freue. Die stetig wachsende Zuschauerzahl unterstreiche, dass der Programm-Mix aus unterhaltenden und anspruchsvollen Stücken den Geschmack der Zuschauer treffe, freut sich die Doppelspitze Preuß & Zomerland.

Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft (v.l.): Ralf-Rüdiger Bayer und Marion Zomerland (beide 30 Jahre), Karin Heyel (40 Jahre), Rolf-Peter Lauxtermann (25 Jahre), Horst Jönck (50 Jahre) sowie Claudia Ducci und Arnold Preuß, es fehlt Ingo Folkerts (20 Jahre) - FOTO: TaM, Heinz Zomerland

Verdiente Vereinsmitglieder geehrt
Sechs langjährige Mitglieder der Bühne wurden für ihr Engagement um den Erhalt der niederdeutschen Sprache mittels des niederdeutschen Theaterspiels geehrt. Arnold Preuß würdigte dabei jeweils individuell in einer kurzen Laudatio den Einsatz und die jeweiligen Aktivitäten oder gespielten Rollen der Jubilare. Für 20-jährige Mitgliedschaft wurde Ingo Folkerts geehrt, während Rolf-Peter Lauxtermann für seine 25-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurde. Jeweils für ihre 30-jährigen Mitgliedschaften wurden Ralf-Rüdiger Bayer und Marion Zomerland geehrt, wobei Zomerland‘s Verdienste um die Gestaltung der Räumlichkeiten im Theater am Meer besonders hervorgehoben und mit Beifall bedacht wurden. Für 40-jährige Mitgliedschaft wurde Karin Heyel geehrt, während das Ehrenmitglieder der Bühne, Horst Jönck, nicht nur für seine 50-jähre Mitgliedschaft geehrt wurde, sondern auch von der versammelten Mitgliedschaft den Ehrentitel „Graue Eminenz“ verliehen bekam und diese den Dank für Jönck‘s Werk mit langem Beifall stehenderweise ausdrückte.

Theaterschule attraktiv für Jugendliche
Nachdem ein Großteil der Mitglieder der Theaterschule in das Erwachsenenensemble gewechselt ist, konnten die freien Plätze mit neuen Theaterschülern besetzt werden. Gleich 11 neue Theaterschülerinnen und –schüler sicherten sich rasch die neuen Plätze und sie wurden jetzt feste Mitglieder des Theaters am Meer. Mit großer Freude der Stammmannschaft wurden Merle Ennen, Annika Gärtner, Angelique Heyen, Fynn Krey, Chantal Müller, Ines Peters, Timon Schneider, Lara Schönemann, Jenny Schweers, Janice Siepke und Lisa Voigt in den Kreis der Mitglieder des Theaters aufgenommen. Die Theaterschule ist inzwischen wieder mit 22 Mitgliedern hervorragend besetzt und trifft sich einmal pro Woche im Theater am Meer mit der Theaterpädagogin Dzenet Hodza und dem Vorstandsmitglied Sandra Krüger.

In den Kreis der Mitglieder des ‚Theater am Meer‘ wurden auch Erna Freihöfer und Jutta Müller aufgenommen, die vorwiegend im Bereich des Services des Theatercafés „Kulissensnack“ tätig sind. Mit diesen Neuaufnahmen hat das Theater am Meer einen Mitgliederstamm von 98 Ehrenamtlichen, die unermüdlich dafür einstehen, dass das Niederdeutsche Theater weiterhin für positive Schlagzeilen in Wilhelmshaven und umzu sorgen wird.

WILHELMSHAVENER ZEITUNG | 4. Juli 2015

Ganz persönlich - verdiente Vereinsmitglieder geehrt

Sechs langjährige Mitglieder des Theaters am Meer wurden in der Jahreshauptversammlung für ihr Engagement um den Erhalt der niederdeutschen Sprache geehrt. Arnold Preuß (rechts) würdigte in einer kurzen Laudatio individuell den Einsatz und die jeweiligen Aktivitäten der Jubilare. Für 20-jährige Mitgliedschaft wurde Ingo Folkerts geehrt, während Rolf-Peter Lauxtermann (4. v. links) für seine 25-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurde. 30 Jahre dabei sind Ralf-Rüdiger Bayer (links) und Marion Zomerland ( 2. v. links) geehrt, wobei Zomerlands Verdienste um die Gestaltung der Räume im Theater am Meer besonders mit Beifall bedacht wurde. Für 40-jährige Mitgliedschaft wurde Karin Heyel (3 v. links) geehrt, während das Ehrenmitglieder der Bühne, Horst Jönck (5.v. links), nicht nur für seine 50-jähre Mitgliedschaft geehrt wurde, sondern auch von der versammelten Mitgliedschaft auch den Ehrentitel „Graue Eminenz“ verliehen bekam. Den Jubilaren gratulierte auch Schriftführerin Claudia Ducci (6. v. links). FOTO: TAM/H.Zomerland.

Arnold Preuß als Paul Westphal in "Fro Pieper läävt gefährlich" (15/16)

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 8. Januar 2016

FREITAGS-GESPRÄCH „Plattdeutsch ist spielend erlernbar

INTERVIEW Gespräch mit dem Bühnenleiter des „Theaters am Meer" über den Schauspielnachwuchs

Arnold Preuß (Bild) leitet zusammen mit Marion Zomerland das „Theater am Meer", das niederdeutsche Stücke aufführt. Hauptberuflich leitet Preuß seit Beginn dieses Jahres das Kulturbüro der Stadt.    WZ-FOTO: GA-J

Das Niederdeutsche gilt als traditionell und aktuell. Was treibt junge Leute dazu, eine neue Sprache zu erlernen? Das Rezept ist einfach, so Bühnenleiter Arnold Preuß.

VON MAIK MICHALSKI

WZ: Herr Preuß, viele ehrenamtliche Gruppen und Vereine haben Nachwuchssorgen. Gilt das auch für die niederdeutsche Bühne, das Theater am Meer?

ARNOLD PREUSS: Nein. Wir betreiben seit über 10 Jahren eine Theaterschule für den Schauspielnachwuchs. Die von uns verpflichtete Theaterpädagogin Dzenet Hodza bringt den jungen Menschen innerhalb von zwei bis drei Jahren die Grundzüge des Theaterspiels bei.

WZ: Wie läuft das konkret ab?

PREUSS: Im ersten Jahr lernt jeder, wie er auf der Bühne überhaupt stehen muss, im zweiten Jahr wird die niederdeutsche Version eines Stückes einstudiert; aktuell ist dies das Stück „Ronja Räubertochter", das ab Mai dieses Jahres bei uns als niederdeutsche Erstaufführung zu sehen sein wird.

WZ: Bei allen Bewegungen beim Auftritt auf der Bühne gilt es zudem noch, eine neue Sprache, nämlich Plattdeutsch, zu erlernen. Wie bewältigen sie diese Herausforderung?

PREUSS: Die jungen Leute lernen bei den Übungen und Proben gleich die Sprache mit. Sandra Krüger, ein Mitglied unserer Bühne, achtet auf die richtige Aussprache. Marion Zomerland und ich als Bühnenleitung legen Wert darauf, dass Plattdeutsch spielend erlernt wird.

WZ: Wie viele Mitspieler hat die Theaterschule?

PREUSS: Es sind um die 20 Mitglieder im Alter zwischen 14 und 18 Jahren, überwiegend aus Wilhelmshaven.

WZ: Wie viele Kenntnisse der plattdeutschen Sprache bringen die jungen Leute mit?

PREUSS: Die meisten haben höchstens etwas davon gehört. Mancher sagt, meine Großeltern sprechen das noch. Die lernen also Plattdeutsch wie eine Fremdsprache. Aber da alle Englisch sprechen, fällt ihnen der Zugang zum Plattdeutschen eher leichter. Schließlich gibt es ja bekanntlich eine sprachgeschichtliche Verbindung.

WZ: Wie gut gelingt es dem Schauspielnachwuchs Ihrer Erfahrung nach, auf der Bühne akzentfrei plattdeutsch sprechen zu können?

PREUSS: Sehr gut. So gut, dass sie von langjährigen Schauspielern unserer Bühne sprachlich nicht mehr zu unterscheiden sind.

WZ: Warum ist das Theaterspiel in dem gegenwärtigen Digitalzeitalter für Junge Leute überhaupt so reizvoll?

PREUSS: Zum einbn ist es das Urbedürfnis, zu spielen, zum anderen, um einmal jemand anderes zu sein. Einmal nicht - wie in der Schule oder im Elternhaus - gesagt zu bekommen, das ist richtig oder falsch. Auf der Bühne ist alles erlaubt. Hinzu kommt, dass die jungen Leute es freiwillig machen.

WZ: Gibt es Aktivitäten abseits der Spielerei?

PREUSS: Jedes Jahr gibt es eine mehrtägige Theaterfahrt. Das stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gruppe insgesamt.

WILHELMSHAVEN, 9. März 2016

Bundespräsident Joachim Gauck ehrt Marion Zomerland und Arnold Preuß

Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement im Bereich der Pflege und Förderung der niederdeutschen Sprache, des Theaterspiels und der Jugendkulturarbeit hat Bundespräsident Joachim Gauck Marion Zomerland die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und Arnold Preuß das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Die Aushändigung der Auszeichnungen wurde heute von Oberbürgermeister Andreas Wagner im Rahmen einer Feierstunde im Ratssaal des Rathauses Wilhelmshaven vorgenommen.

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 11. März 2016

Stets eingesetzt für das Niederdeutsche

VERDIENST Bühnenleiter ausgezeichnet

Oberbürgermeister Andreas Wagner übergab stellvertretend für den Bundespräsidenten die Verdienstmedaille an Marion Zomerland und das Verdienstkreuz am Bande an Arnold Preuß (rechts), die sich beide für niederdeutsche Sprache engagieren. - Foto, WZ, Lübbe

WILHELMSHAVEN/BM — Flüssig gehen Marion Zomerland und Arnold Preuß die plattdeutchen Worte über die Lippen, Oberbürgermeister Andreas Wagner und Laudator Werner Bohlen-Janßen von der 0ldenburgischen Landschaft müssen da hingegen noch etwas üben. Aber wie können sie auch, denn die beiden Erstgenannten setzen sich seit über 40 Jahren für den Erhalt der niederdeutschen Sprache ein, maßgeblich am „Theater am Meer". Dafür wurde Marion Zomerland jetzt mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik ausgezeichnet, für Arnold Preuß gab es das Verienstkreuz am Bande.

Wagner lobte das jahrelange Engagement der beiden, die seit einigen Jahren das "Theater am Meer" an der Kieler Straße gemeinsam leiten. Zomerland und Preuß seien mit Leidenschaft und Feuereifer dabei und hätten immer viel Herzblut in die Theaterarbeit gesteckt, so der Oberbürgermeister. Dabei seien sie in zahlreiche Rollen geschlüpft - als Schauspieler, Regisseure oder Übersetzer. Marion Zomerland verlieh in 45 Rollen verschiedenen Figuren ein Gesicht, Preuß war sogar in über 70 Produktionen zu sehen. Er ist seit 1974 Mitglied bei der Niederdeutschen Bühne, Zomerland seit 1985.

„Sie haben Ihre Aufgaben mit Bravour gemeistert und so manche Hand gehalten, wenn das Lampenfieber zu groß war", lobte Wagner. Er hob zudem ihren Einsatz für die Nachwuchsförderung hervor. „Sie haben ihre Theaterschule mit Leben gefüllt und wurden für die jungen Leute zu Mentoren", so der OB. Marion Zomerland habe bei über 60 Jugendlichen das Feuer der Leidenschaft entfacht und so die Theaterschule des „Theaters am Meer" zu dem gemacht, was sie ist.

Werner Bohlen-Janßen, Vorstandsmitglied der Oldenburgischen Landschaft, erfüllte die angesehene Ehrung der beiden Bühnenleiter mit Genugtuung. „Dass von uns geförderte Projekte so gewürdigt werden, zeigt, dass wir alles richtig gemacht haben", so Bohlen-Janßen. „Sie leisten einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der niederdeutschen Sprache und für die Jugendarbeit. Erhalten Sie sich die Begeisterung und ihre Visionen und bewahren Sie die Liebe zum Plattdeutschen", wünschte Bohlen-Janßen.

Marion Zomerland sprach zunächst den Mitgliedern der Theaterschule ihren Dank aus. Die hatten zuvor eine Szene aus dem aktuellen Stück „Ronja Röverdochter" dargeboten. „Ihr beweist, dass das Theater lebt und Plattdeutsch jung und cool ist." Wie auch Preuß sich bei den Mitgliedern des „Theaters am Meer" für das Vertrauen in ihre Führung und dass sie stets mit angepackt hätten, sei es beim Umzug vom Stadttheater in die Kieler Straße oder auch bei der täglichen Theaterarbeit.

 

Chantal Müller als Ronja Röverdochter und Michel Waskönig als ihr Vater Mattis. - Foto: WZ, Lübbe

Arnold Preuß als Jan in "Lüttje Eheverbreken" (15/16).

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 21. März 2016

TOPNACHRICHT auf der Titelseite

Mit der schwarzen Komödie "Lüttje Eheverbreken" feierte das Theater am Meer eine eindrucksvolle Premiere. In dem Zweipersonenstück brillieren die beiden Bühnenleiter Marion Zomerland und Arnold Preuß.

Packendes Duell auf der Achterbahnfahrt

PREMIERE Theater am Meer zeigt mit „Lüttje Eheverbreken" anspruchsvolles Zweipersonenstück

In der schwarzen Ehekomödie gehen Marion Zomerland und Arnold Preuß mit ihrem Spiel an Grenzen. Das Publikum war begeistert.

VON WOLFGANG A. NIEMANN

Trotz der vermeintlichen Nähe belauern sich Jan (Arnold Preuß) und Lisa (Marion Zomerland).
- FOTO: NIEMANN

WILHELMSHAVEN - Mit dem Zweiakter „Lüttje Eheverbreken" haben Arnold Preuß und Marion Zomerland zum zweiten Mal ein höchst anspruchsvolles Zweipersonenstück auf die Bühne des Theaters am Meer gebracht. Mit Elke Münch hatten sie dazu die kongeniale Regisseurin und so konnte am Sonnabend nur eines folgen, als der Schlussvorhang fiel: Ovationen des begeisterten Premierenpublikums.

Als schwarze Ehekomödie hat der französische Erfolgsautor Eric-Emmanuel Schmitt das Stück bezeichnet und Bühnenleiter Preuß ist eine hervorragende Übertragung dieses intensiven Schlagabtausches ins Niederdeutsche gelungen.

Alles beginnt mit einem zaghaften Abtasten, wenn Lisa Ehemann Jan ins mäßig gemütliche Wohnzimmer führt, nachdem er nach einem Unfall zwei Wochen im Krankenhaus gelegen hat. Das Problem ist, dass er seit jenem Tag unter totaler Amnesie leidet und weder weiß, ob er wirklich Lisas Gatte ist, noch ob er hier wirklich gewohnt hat. Lisa klärt ihn stückchenweise über 15 Jahre Ehe auf, dass er Krimischriftsteller sei und offenbar ein ziemlich selbstverliebter Erfolgsmensch, der auch noch gut malen konnte.

Nur zögernd akzeptiert er ihre Beschreibung seiner angeblichen Person, testet dann aber, ob „seine" Frau denn auch zum Schmusen bereit ist. Worauf sie erstaunlich abweisend reagiert, was ihn in seinen Zweifeln bestätigt. Und er unterstellt ihr sogar, ihn nach ihren Vorstellungen gewissermaßen recyceln zu wollen. Während Lisa sich über seine Zweifel an ihren Darstellungen geradezu empört, nährt er unversehens ihren schwelenden Verdacht, den Gedächtnisverlust nur vorzugaukeln: Sie hatte von der Hochzeitsnacht in Italien gesprochen, ihm aber rutscht Minuten später heraus, dass das damals in Portofino gewesen sei - den Ort aber hatte sie gar nicht erwähnt.

Mal geht es leise, fast liebevoll zu, dann wieder heftig.

Doch es bleibt nicht bei diesem Belauern in der immer rasanter werdenden emotionalen Achterbahnfahrt voller Wendungen und Überraschungen. Mal geht es leise und sogar fast liebevoll zu, dann wieder heftig. Der giftigste Schlagabtausch entzündet sich schließlich an Jans Büchern, die er sich in seiner Eitelkeit quasi selbst gewidmet hat. Bis auf eines: „Lüttje Eheverbreken". Diesen Krimi voller Sätze über die Untiefen und Gefahren des Ehelebens hatte er ihr gewidmet.

Genau das Buch aber hasst sie, weil sie offenbar all die Weisheiten für bare Münze und auf sich bezogen nimmt. Ihren massiven Vorwürfen entgegnet Jan mit einer nicht minder bösen Retourkutsche, als er ihre versteckte Flaschenparade enttarnt. Worauf sie kontert, sie habe kein Problem mit Alkohol, sie habe nur ein Problem mit ihm.

Und immer wieder verschieben sich die Gewichte in diesem atemberaubenden Schlagabtausch, der ebenso tiefschürfend wie authentisch ist. Wer hier wen belügt, ob es einen „Guten" und einen „Bösen" gibt und was es überhaupt mit Jans Unfall auf sich hatte, das sei hier nicht verraten.

Dieses packende Duell mit den ständig schwankenden Machtverhältnissen wird zu einem großartigen Theaterereignis über Ehe und Liebe und die Verletzungen, die darin unausweichlich erscheinen. Marion Zomerland und Arnold Preuß gehen mit ihrem mal subtilen, mal brachialen Spiel an Grenzen und das Publikum lauscht gebannt auch auf so manche leisen Töne.

Darauf können sich nun die Besucher der nächsten Aufführungen freuen, die am 24. März, am 2. und am 3. April jeweils um 20 Uhr sowie am 3. April auch um 15.30 Uhr anstehen.

NEUE RUNDSCHAU vom 23. März 2016

Verdienstmedaille und Verdienstkreuz für Marion Zomerland und Arnold Preuß

 Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement im Bereich der Pflege und Förderung der niederdeutschen Sprache, des Theaterspiels und der Jugendkulturarbeit hat Bundespräsident Joachim Gauck Marion Zomerland die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und Arnold Preuß das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die Aushändigung der Auszeichnungen wurde am 9. März 2016 von Oberbürgermeister Andreas Wagner im Rahmen einer Feierstunde im Ratssaal des Rathauses Wilhelmshaven vorgenommen.

JEVERSCHES WOCHENBLATT vom 10. Mai 2016

Preuß übersetzt Lindgren ins Plattdeutsche

PREMIERE Theaterschule des Theaters am Meer feiert am 20. Mai Erstaufführung von „Ronja Röverdochter“

Ronja (Chantal Müller) und Birk (Timon Schneider) erleben einen wunderschönen Sommer.
- BILD: THEATER AM MEER

Vorhang an der Kieler Straße hebt sich um 20 Uhr. Weitere Termine.

WILHELMSHAVEN/JW – Die Theaterschule des Theaters am Meer beschließt mit der Premiere der von Bühnenleiter Arnold Preuß ins Niederdeutsche übersetzten Theaterfassung von Astrid Lindgrens Kinder- und Jugendstück „Ronja Räubertochter“ am Freitag, 20. Mai, um 20 Uhr die Spielzeit 2015/16. Für diese niederdeutsche Erstaufführung von „Ronja Röverdochter“ haben die Nachwuchskräfte der Bühne unter der Leitung der Theaterpädagogin Dzenet Hodza und der Betreuerin Sandra Krüger über ein Jahr einmal wöchentlich an der Umsetzung der Inszenierung gearbeitet. In den Wochen vor der Premiere wird nun für den letzten Schliff täglich auf der Bühne im kleinen Schauspielhaus an der Kieler Straße geprobt.

„Mit der letzten Premiere der Spielzeit 2015/16 geht für viele Beteiligte eine fast dreijährige gemeinsame Theaterschulerfahrung im Theater am Meer zu Ende“, erklärt Bühnenleiterin Marion Zomerland. „Wir wollen, dass möglichst viele Menschen das Ergebnis der Abschlussarbeit der Theaterschule sehen und haben daher ab sofort die Sonderaktion ,Twee för Een‘ gestartet.“ Das heißt: Es gibt zwei Eintrittskarten zum Preis von einer. „Dieses Angebot ist vor allem für Familien mit Kindern eine günstige Gelegenheit, die fantasievolle und sehr bekannte Geschichte von Ronja zu erleben“, so Bühnenleiter Preuß.

Die märchenhafte Geschichte von Ronja beginnt in einer Gewitternacht auf der Mattisburg, als die kleine Räubertochter geboren wird. Ihre Mutter Lovis hat beschlossen, dass sie Ronja heißen soll. Ihr Vater, der Räuberhauptmann Mattis, möchte seine Tochter vor allen Gefahren bewahren, bis Ronja beschließt, die Welt zu erkunden. Sie erkennt, wie tief der Höllenschlund ist, dass Wilddruden gefährliche Wesen sind und dass es außer ihr auch noch andere Kinder auf der Welt gibt, als sie auf Birk trifft. Dass der ausgerechnet zu den verfeindeten Borka-Räubern mit Birks Vater Borka als Anführer gehört, macht eine Freundschaft der beiden nicht gerade leicht. Doch Ronja und Birk erleben tolle Abenteuer und beweisen, dass die Freundschaft am Ende sogar eine lange Feindschaft überwinden kann.

Die bühneneigene Theaterschule ist eine Einrichtung des Theaters am Meer, bei der Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren in zwei bis drei Jahren neben den Grundbegriffen des Theaterhandwerks spielerisch die plattdeutsche Sprache erlernen. Nachdem zunächst großen Wert auf das Vermitteln und Erlernen des Theaterhandwerks gelegt wird, kommt es im zweiten Jahr zur Erarbeitung einer konkreten Inszenierung. „In den meisten Fällen“, so Bühnenleiterin Marion Zomerland, „setzen wir dann unsere talentierten jungen Menschen auch schon im Abendspielplan ein, da sie so noch intensiver geschult werden können. Ein neuer Kursus unserer Theaterschule beginnt im Herbst 2016.“

Aufführungstermine nach der Premiere am 20. Mai: 21. Mai um 20 Uhr, 22. Mai um 15.30 Uhr, 27. Mai um 20 Uhr, 28. Mai um 20 Uhr, 29. Mai um 15.30 Uhr. Karten im Theater am Meer an der Kieler Straße unter Telefon 04421 / 777749 oder via E-Mai unter - @ Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

MITWIRKENDE AUF DER BÜHNE
Für die Inszenierung und das Bühnenbild sind Dzenet Hodza und Sandra Krüger verantwortlich. Mitwirkende auf der Bühne sind: Selina Berke, Svenja Eilers, Merle Ennen, Annika Gärtner, Angelique Heyen, Chantal Müller, Lena Nöhmer, Jessica Peters, Lara Schönemann, Janice Siepke, Lisa-Maria Voigt, Talke Wittig, Fynn Dießner, Fynn Krey, Jonas Kruckenberg, Timon Schneider und Michel Waskönig.

WILHELMSHAVEN, 19. Juni 2016

Theater am Meer steigert in abgelaufener Spielzeit erneut das Besucherergebnis

Vorstandswahlen mit einstimmigen Ergebnissen – Ehrung langjähriger Mitglieder

Geehrte und wiedergewählte Mitglieder des Theaters am Meer: (von links) Marco Norden (Technischer Leiter), Wolfgang Watty (Schatzmeister), Marion Zomerland (Bühnenleiterin), Melanie Schmidt (10 Jahre Mitglied), Arnold Preuß (Bühnenleiter), Sandra Krüger (Beisitzerin). Es fehlt Herta Tapken (40 Jahre).
(FOTO: TaM, H. Zomerland)

WILHELMSHAVEN - Die Theaterleitung des Theaters am Meer – Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven e.V. hat auf der jüngst abgehaltenen Jahreshauptversammlung eine sehr erfolgreiche Bilanz der abgelaufenen Spielzeit den Mitgliedern vorgestellt. Die vier Produktionen des Abendspielplanes einschließlich der Produktion der Theaterschule sahen insgesamt 7.432 Besucher und steigerten damit das Vorjahresergebnis um 2,1 %.

„Seit dem Wechsel in die eigene Spielstätte Kieler Straße 63 ist dies im sechsten Jahr in Folge eine Steigerung der Besucherzahlen“, so Bühnenleiter Arnold Preuß. „Dass das Theater am Meer eine besonders treue Fangemeinde hat, unterstreicht die Steigerung von 7,1 % bei den Abonnements, mit der wir im laufenden Jahr die Zahl von 1.000 überschreiten konnten“, erklärt Bühnenleiterin Marion Zomerland. Schatzmeister Wolfgang Watty konnte bestätigen, dass das Programm der abgelaufenen Spielzeit mit der moderaten Preisanpassung auf einer soliden Finanzierungsgrundlage basiere.

Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement ehrte die Versammlung Melanie Schmidt (10 Jahre Mitglied) und Herta Tapken (40 Jahre). Neue Mitglieder der Bühne wurden Svenja Eilers (in der Theaterschule)sowie Romina Flöhmer-Plohr, Siegfriede Hölker, Britta Pauli und Barbara Spengler. Die anstehenden Vorstandswahlen brachten einstimmige Wiederwahlen für Sandra Krüger (Beisitzerin), Marco Norden (Technischer Leiter) und Wolfgang Watty (Schatzmeister). Als neue Kassenprüferin wurde ebenfalls einstimmig Sontka Zomerland gewählt.

Bei der bühneneigenen Theaterschule gibt es neue Akzente: Nach dreijähriger professioneller Leitung durch die Theaterpädagogin und Schauspielerin Dzenet Hodza (Oldenburg) übernimmt Bühnenleiterin Marion Zomerland wieder die Leitung der jungen Talentschmiede. „Dies nicht nur, weil wir wieder mehr Wert auf die Vermittlung der plattdeutsche Sprache legen wollen, sondern weil wir die talentierten Nachwuchstalente möglichst frühzeitig auch für den Abendspielplan einsetzen wollen und da ist die Anbindung an die künstlerische Leitungsebene unserer Bühne durchaus sinnvoller“, erklärt Arnold Preuß den Wechsel.

Arnold Preuß als "Maximilien Martin" in "Lifting oder ut oolt mookt jung!" (16/17)

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 30. Dezember 2016

Bühnenbund will künftig ganz neue Wege gehen

THEATERWELT Aus- und Fortbildung der Spielleiter in Kursform — Jugend-Festival in Vorbereitung

Bei der Tagung des Niederdeutschen Bühnenbundes (v. I.): Präsident Arnold Preuß, Astrid Gries (OHZ), Herwig Dust (Oldenburg), Annemarie Penningroth (Oldenburg) und Horst Hinrichs (Neuenburg).
-   FOTO: NBB/P

WILHELMSHAVEN/HL - Der Bühnenbund wird künftig in kompakten Qualifizierungsmaßnahmen die eigenen Regisseure an den Bühnen, die sogenannten Spielleiter, im Aufgabenfeld der Regie ausbilden. Und zwar zusätzlich zur Zuschuss-Gewährung für die Beschäftigung von Profiregisseuren.

Das wurde bei der traditionellen Nikolaus-Tagung des Präsidiums des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen und Bremen (Bühnenbund) in Oldenburg deutlich. Unter der Leitung von Präsident Arnold Preuß (Theater am Meer) wurde dort eine umfangreiche Tagesordnung abgearbeitet, bei der es neben der Verteilung von Landes-Zuschüssen an die 15 Mitgliedsbühnen und Theater des Bühnenbundes hauptsächlich um neue Wege in der Aus- und Fortbildung der bühneneigenen Regisseure (Spielleiter) ging.
Den Spielleitern sollen in einem Wochenkurs in vollzeitlicher Fortbildung die Themenfelder Theatergeschichte, Ästhetik, Werk- bzw. Textanalyse, Dramaturgie, Bühnenraum, Bühnenbild, Sprecherziehung, Körpertraining, Bewegungsunterricht und Rollenarbeit vermittelt werden. Der Bühnenbund hat nach eigenen Angaben für diese neue und intensive Art der Qualifizierung der Regisseure der Niederdeutschen Bühnen und Theater federführend die Regisseurin und Schauspielerin Freia Marten aus Kiel verpflichtet.

„Mit dieser neuen Ausbildungsmaßnahme setzen wir weiter konstant auf eine Verbesserung der Qualität unserer Arbeit", sagt Arnold Preuß. „Besonders erfreulich ist, dass wir mit der Qualifizierung unserer eigenen Regisseure, eine Maßnahme aus unserer Zukunftswerkstatt vom September 2016 zeitnah umsetzen." Neben der Qualifizierung der Spielleiter wurde auch das Seminarprogramm 2017 beschlossen, welches inhaltlich vom Leiter der Geschäftsstelle Herwig Dust (August-Hinrichs-Bühne, Oldenburg) vorbereitet war.
Neben den üblichen Fortbildungsmaßnahmen wie „Masken und Schminken", „Darstellerschulung", „Beleuchtung" und „Öffentlichkeitsarbeit" werden im Seminarprogramm 2017 als neue Angebote Kurse wie „Slapstick und Komik im Schauspiel", „Theaterfotografie", „Der Körper als Instrument" und „Das Vereinsrecht einschließlich Neue Medien" enthalten sein. Geschäftsstellenleiter Dust berichtete, -dass der Wunsch nach Aus- und Fortbildung an den Theatern und Bühnen nach wie vor ungebremst sei und diese Tatsache ein Garant sei für die Qualität der Arbeit an den einzelnen Bühnen.

Das neunte Jugendtheaterfestival des Bühnenbundes wird im kommenden Jahr vom 16. bis 18. Juni in Osterholz-Scharmbeck stattfinden. Zum Festival werden über 200 Teilnehmer erwartet.

PRESSEMITTEILUNG des Bühnenbundes vom 15. Januar 2017

BÜHNENBUND Niederdeutsches Theater weiterhin beliebt

Jahresstatistik 2016 weist Zuschauerplus von 10 % aus

OLDENBURG - Der Niederdeutschen Bühnenbund Niedersachsen und Bremen (Bühnenbund) hat jetzt seine Jahresstatistik 2016 veröffentlicht. Präsident Arnold Preuß (Wilhelmshaven) und Herwig Dust, Leiter der Geschäftsstelle in Oldenburg, zeigten sich sehr erfreut über den 10-prozentigen Anstieg der Gesamtbesucherzahl, der aus der Zuschauerentwicklung seiner fünfzehn Mitgliedsbühnen und Theater resultiert. Mit diesem Plus sei die rückläufige Tendenz der letzten Jahre eindrucksvoll gestoppt, freut sich das Leitungsduo des Bühnenbundes.

Arnold Preuß stellte fest, dass diese Entwicklung zeige, dass das Plattdeutsch-Theater mit hohem künstlerischen Standard für die Sicherung des Niederdeutschen als existenzgefährdeter Regionalsprache weiterhin unverzichtbar sei. Als „Immaterielles Kulturerbe“ sei das Niederdeutsche Theater ein wichtiger Teil regionaler Kultur und damit für die hier lebenden Menschen von großer Bedeutung. Theater in Niederdeutscher Sprache sei weiterhin beliebt und habe an seiner Attraktivität nichts verloren.

Herwig Dust erläuterte, dass das Niederdeutsche Theater Delmenhorst und die Niederdeutsche Bühne Cuxhaven mit jeweils über 13.000 Besuchern wie in den Vorjahren an der Spitze der 15 Mitgliedsbühnen und Theater des Bühnenbundes lägen. Auch die Theater Neuenburg, Wilhelmshaven und Wiesmoor verzeichneten ein Mehr an Besuchern. Insgesamt seien im Jahr 2016 über 115.000 Besucher in die Vorstellungen der Bühnen und Theater des Bühnenbundes gekommen.

Ursächlich seien auf der einen Seite sicherlich die attraktiven und heiteren Spielpläne der Bühnen und Theater, so Dust. Auf der anderen Seite sei aber auch der Qualitätsanspruch an den jeweiligen Inszenierungen und die fundierte Aus-und Weiterbildung der Ensemblemitglieder ein Garant für das steigende Interesse an dem Angebot der niederdeutsch spielenden Theater und Bühnen. Dies belege auch der Einsatz der Ensemblemitglieder bei regionalen Freilichtinszenierungen. Hier seien sie auf Grund ihrer guten und fundierten Ausbildung unverzichtbarer Bestandteil geworden.

Arnold Preuß wies darauf hin, dass einen erfreulichen Anteil an der positiven Tendenz selbstverständlich auch die begeisterungsfähigen und „theaterhungrigen“ Jugendlichen hätten. Sie bereicherten die Ensembles und trügen damit erheblich zum Fortbestand der plattdeutschen Sprache bei. Von den 15 Mitgliedsbühnen und Theater des Bühnenbundes leisten mittlerweile 14 Bühnen eine intensive und erfolgreiche Nachwuchsförderung. Die jährlich stattfindenden Jugendtheatertage des Bühnenbundes unterstrichen dieses deutlich.

Ein vielfältiges und Interessantes Ausbildungsprogramm, der Einsatz von Berufsregisseuren und aktuelle Bezüge zur heutigen Zeit, verbunden mit der Tradition des plattdeutschen Theaters, garantieren den Bühnen und Theatern weiterhin gute und erfreuliche Besucherzahlen, darin waren sich die beiden Theatermacher einig.

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 18. Januar 2017

Jugendliche sorgen für Besucherplus

KULTUR Der Niederdeutsche Bühnenbund verzeichnet ein Wachstum von zehn Prozent

Präsident Arnold Preuß macht auch die gute Jugendarbeit für den Erfolg verantwortlich. Generell erführe das Plattdeutsche eine Renaissance.

WILHELMSHAVEN/BM — Der Niederdeutschen Bühnenbund Niedersachsen und Bremen hat jetzt seine Jahresstatistik 2016 veröffentlicht. Präsident Arnold Preuß, gleichzeitig Leiter des Theaters am Meer in Wilhelmshaven, und Herwig Dust, Leiter der Geschäftsstelle in Oldenburg, vermelden einen zehnprozentigen Anstieg der Gesamtbesucherzahl, der aus der Zuschauerentwicklung seiner 15 Mitgliedsbühnen und Theater resultiert. Mit diesem Plus sei die rückläufige Tendenz der vergangenen Jahre eindrucksvoll gestoppt.

„Das Plattdeutsche hat in den vergangenen Jahren eine Renaissance erlebt", sagt Arnold Preuß. Das Niederdeutsche finde wieder mehr Beachtung. Das plattdeutsche Theater sei mit hohem künstlerischen Standard für die Sicherung des Niederdeutschen als existenzgefährdeter Regionalsprache unverzichtbar. Als „im materielles Kulturerbe" sei das Niederdeutsche Theater ein wichtiger Teil regionaler Kultur und damit für Menschen von großer Bedeutung.

Das Niederdeutsche Theater Delmenhorst sowie die Niederdeutsche Bühne Cuxhaven liegen mit jeweils über 13 000 Besuchern wie in den Vorjahren an der Spitze. Auch die Theater Neuenburg, Wilhelmshaven und Wiesmoor verzeichneten ein Besucherplus. Insgesamt seien im Jahr 2016 über 115 000 Besucher in
die Vorstellungen der Bühnen und Theater des Bühnenbundes gekommen. Auf den Spielplänen stehe üblicherweise ein klassisches Volkstheaterstück aus den 50er-Jahren zum Beispiel, dazu kämen moderne Themen, berichtet der Bühnenbund-Präsident. „Es hat sich gewandelt, mittlerweile wollen die Zuschauer modernen Stoff sehen", so Preuß.

Für den Zuspruch macht Preuß auch den jugendlichen Nachwuchs verantwortlich. 14 von 15 Mitgliedsbühnen leisten eine intensive und erfolgreiche Nachwuchsförderung. Ein Beispiel sind die jährlichen Jugendtheatertage des Bühnenbundes. „Die jungen Leute lernen das Platt wie eine Fremdsprache und finden es cool. Ich würde mir noch wünschen, dass sich das Niederdeutsche mehr im Alltag der Jugendlichen und nicht nur auf der Bühne wiederfindet", so Arnold Preuß. Mit den Jugendlichen auf der Bühne säßen zudem mehr junge Leute im Publikum.

Arnold Preuß (als Frank Russel) mit Marion Zomerland (als Nan) in "Toeerst kummt de Familie" (16/17)

Rune Opitz

 
Rune Opitz (2014)
 
- Mitglied
seit 2008

- Vorstandstätigkeiten
Beisitzer vom 18. Mai 2011 bis 17. Dezember 2013

- Theaterschule
Er ist Mitglied der Theaterschule seit 2008 und spielte
den Rune in "Jo, das Ungeheuer aus dem Zoo".

- Schauspieler
Er spielte erstmals den Kellner Kuddel in dem Stück "In´t Witte Rössl" (08/09),
den kleinen Hahn in "Wi rockt op platt" (09/10),
den kleinen Han in "Wi rockt op platt - Episode twee" (10/11),
den Herbert Wiese in "Mudder is de Beste" (11/12),
den Polizist Petersen in "Champagner to´n Fröhstück" (12/13),
den Bernd Eikhorst in "Dat Hörrohr" (12/13),
den Taxifahrer Björn in "Geld verdarvt den Charakter" (13/14),
den Schutzengel in "Gode Geister" (14/15),
den Wotan Eros Godehardt in "Fro Pieper läävt gefährlich" (15/16),
den Klaus Jäger in
"Keen Utkamen mit't Inkamen" (16/17)..

- Tontechnik
Er bediente die Tontechnik bei "Lüttstadtrevier" (11/12),
"Dat Meer-Hotel" (12/13)

- Inspizient
Er war dies vertretungsweise bei 
"Ünner't Lüchtfüer" (14/15)
"Döör an Döör'nanner" (15/16);"Lifting oder ut oolt mookt jung!" (16/17):

- Beleuchtung
Er saß am Beleuchterpult bei "...un baven wahnen Engel" (13/14),
"Swieg still, Jung!" (14/15),
"Veer sünd dree toveel in't Bett" (14/15).

- Regieassistenz
Er war Assistent der Regie bei
"Champagner to´n Fröhstück" (12/13),
"Swieg still, Jung!" (14/15).

r-opitz_roessl

Rune Opitz als Kellner Kuddl  (.l.) in "In´t Witte Rössl" (Spielzeit 2008/09)

Rune Opitz - 2. von rechts - als Kellner Kuddel in der Inszenierung "In´t Witte Rössl" - Spielzeit 2008/09

Wilhelmshaven, 19. Mai 2011

Theater am Meer blickt auf eine erfolgreiche
erste Spielzeit zurück

Spielplan 2011/12 mit Uraufführung eines Polizeimusicals

Für 10jährige aktive Mitarbeit wurden Meike Zomerland und Harald Schmidt (1 Reihe, 3. von rechts) geehrt. Das Bühnenleitungsduo Marion Zomerland und Arnold Preuß (1. Reihe, 1 von links) wurde ebenso einstimmig wiedergewählt wie Schriftführerin Claudia Schröder (2. Reihe, 2 von rechts). Einen Wechsel gab es beim Amts des Schatzmeisters. Klaus Aden (3. Reihe, 3. von links) trat zurück, zum Nachfolger wurde einstimmig Wolfgang Watty (1. Reihe, 2 von links) gewählt. Neu in den Vorstand kam Rune Opitz (3. Reihe, 2. von rechts)

WILHELMSHAVEN – Auf der gestrigen Jahreshauptversammlung der Bühne ‚Theater am Meer – Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven‘ konnte das Bühnenleitungsduo Marion Zomerland und Arnold Preuß auf eine erfolgreiche erste Spielzeit im neuen Zimmertheater an der Kieler Straße zurückblicken. Bei den anstehenden Vorstandswahlen gab es für Zomerland und Preuß eine einstimmige Wiederwahl. Mit Wolfgang Watty wurde einstimmig ein neuen Schatzmeister gewählt. Der Spielplan 2011/12 wartet mit einer Uraufführung eines Polizeimusicals auf.

Am Beginn der gut besuchten Jahreshauptversammlung wurden Meike Zomerland und Harald Schmidt für 10jährige aktive Mitarbeit mit Bullauge und Buchpräsenten geehrt. Bühnenleiter Arnold Preuß hob das individuelle ehrenamtliche Engagieren der beiden heraus. Als neue Mitglieder der Theaterschule wurden Selina Berke, Jaqueline Edwards, Marian Plohr und Julia Voss aufgenommen. Den Kreis der Bühnenmitglieder verstärkt künftig Ivy Bleckwedel.

Das zahlenmäßige Ergebnis der ersten Spielzeit im eigenen Theater war natürlich bei den Mitgliedern von großem Interesse. Die Bühnenleitung konnte berichten, dass der Abonnementszulauf im ersten Jahr mit 180 Neuzugängen enorm war, ferner waren die Vorstellungen insgeamt so gut, dass nahezu jedes Stück mit Zusatzvortellungen gespielt werden musste. Auch die Auslastungszahlen mit 91, 93, 96 und 100 % sprechen für sich. Das Topergebnis erzielte das Rockmusical „Wi rockt op platt II“ mit 18 Vorstellungen und 1726 Besuchern. Da auch der Finanzbericht für das vergangene Jahr positve Zahlen beinhaltete, konnte das Fazit nur lauten, dass der Fortbestand des ‚Theater am Meer‘ unter den derzeitigen Gegebenheit am neuen Standort gesichert ist.

Die notwendigen Vorstandswahlen brachten neben der einstimmigen Wiederwahl des Leitungsduos Marion Zomerland und Arnold Preuß, auch die der Schriftführerin Claudia Schröder. Neu in den Vorstand wurde Rune Opitz gewählt, dessen einstimmige Wahl Ausdruck für eine erfolgreiche Nachwuchsarbiet ist, denn Opitz ist als Mitglied der Theaterschule in das Ensemble des Theaters gekommen. Einen Wechsel hat es beim Amt des Schatzmeisters gegeben. Klaus Aden hat nach über 25jähriger Vorstandsarbeit sein Amt niedergelegt Für die geleistete Arbeit dankte ihm die Versammlung mit stehendem Applaus. An seiner Stelle wurde einstimmig Wolfgang Watty neuer Schatzmeister. Er hat sich das Vertrauen der Mitglieder in der vergangenen Spielzeit verdienstermaßen mit der Organisation des Theatercafé „Kulissensnack“ erworben. Als Kassenprüferin wurde Heidi Strowik, als Vertreterin Christel Brandt-Jaedeke gewählt.

Der neue Spielplan wartet mit einer echten Uraufführung auf. Das Theater am Meer wird ein Polizeimusical mit dem Titel „Lüttstadtrevier“ uraufführen. Das Musical stammt aus der Feder von Marion Zomerland, die auch mit Arnold Preuß gemeinsam Regie führen wird. Welt-Premiere ist am  5. November 2011. Die neue Spielzeit wird am 10. September 2011 eröffnet mit der Komödie „So en Slawiner“, die in Wilhelmshaven zum ersten Mal gegeben wird. Eine Niederdeutsche Erstaufführung präsentiert das Theater dann am 21. Januar 2012 mit der Komödie von Frank Pinkus „Twee Mannslüüd un een Baby“. Hier führt der Profi Ulf Goerges aus Oldenburg Regie. Zum Spielzeitabschluss am 17. März 2012 kommt es dann zu einem Wiedersehen mit dem Volksstück von Curth Flatow und Horst Pillau „Mudder is de Beste“. Diesen Klassiker des hoch- und niederdeutschen Theaters gab es zuletzt in Wilhelmshaven 1989. Dieses Mal wird er von Nicolas C. Ducci in Szene gesetzt. Selbstverständlich sind die beiden mobilen Gruppen, die Sketchgruppe und das Liederprogrammensemble, wieder unterwegs und für Vereinsfeste, Geburtstage etc. buchbar.

Die Theaterschule wird im Laufe der Spielzeit mit einem musikalischen Stück herauskommen, dass den Titel „Sieben Zwerge suchen per sofort“ hat und spielerisch – ironisch mit den bekannten Grimmschen Märchenfiguren umgeht. Auch hier führt Nicolas C. Ducci Regie.  Eine Veränderung wird es bei den Anfangszeiten geben. Auch die Premiere wird wieder wie alle anderen Abendvorstellungen um 20 Uhr beginnen. Keine Veränderung gibt es bei den Anfangszeiten der Nachmittagsvorrstellungen, die um 15.30 Uhr beginnen. Auch keine Veränderungen wird es bei den Eintritts- und Abopreisen geben, lediglich die Wahlabonnements werden angepasst. Das Theaterbüro öffnet wieder am 15. August 2011 zu den bekannten Öffnungszeiten. Sein Programm und sich selbst stellt das Theater wieder mit einem Tag der offenen Tür am Sonntag, dem 28. August 2011 von 11 bis 17 Uhr vor

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Rune Opitz als kleiner Hahn mit Romina Ferrara als Maus in "Wi rockt op platt" - Spielzeit 2009/2010

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Rune Opitz als kleiner Hahn mit der Ente Sokrates (Sandra Krüger) in "Wi rockt op platt" - Spielzeit 2009/2010

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Rune erneut als kleiner Hahn in "Wi rockt op platt - Episode twee" (10/11)

Rune Opitz als Herbert Wiese in "Mudder is de Beste" (11/12) mit Marion Zomerland

Rune Opitz (re) als Polizist Petersen in "Champagner to´n Fröhstück" (12/13) mit Roswitha Wunderlich, Klaus Aden und Walter Bleckwedel.


Rune Opitz (mit Talke Wittig) als Bernd Eikhorst in "Dat Hörrohr" - Spielzeit 2012/13-

 

Rune Opitz (li) als Taxifahrer Björn in "Geld verdarvt den Charakter" - Spielzeit 13/14 mit Arnold Preuß, Yannik Marschner und Marion Zomerland

WILHELMSHAVENER ZEITUNG | 6. September 2014

Notizen vom Nachbarn: Plattdeutsch — mit der Zeit bühnenreif

SCHAUSPIELEREI Rune Opitz stieg vor sechs Jahren beim Theater am Meer in der Jugendgruppe ein

Mit seinem Motorrad ist Rune Opitz unterwegs, auch wenn es zu den Proben im „Theateram Meer" geht. WZ-FOTO: KNOTHE

„Vielleicht gehe ich nach meiner Ausbildung zum Erzieher ja noch einmal auf die Schauspielschule und wechsle in diesen Bereich", überlegt Rune Opitz.

VON ULRICH MÜLLER-HEINCK

WILHELMSHAVEN - Schon als Kind gab es für Rune Opitz nur eine Antwort auf die Frage, was er einmal werden wolle: „Schauspieler!" Das nahmen die Eltern, die ihrem Sohn im Juni 1993 den Vornamen des damaligen norwegischen Werder Bremen-Liberos Rune Bratseth gaben, noch nicht ernst. Aber die enge Freundin der Mutter, Heidi Strowik, fand das witzig und nahm später den Jungen mit zur Niederdeutschen Bühne. "Dort stieg Rune nach einer Zeit des Hineinschnupperns 2008 offiziell bei der Jugendgruppe ein. Dass er bei der Konfirmation in einem Krippenspiel den Josef spielte, daran erinnert er sich noch gut.

„Das Plattdeutsch musste ich erst noch lernen, wie eine Fremdsprache", sagt der gebürtige Wilhelmshavener. Es ging mit einfachen Sprachaufgaben los, zunächst mit Hochdeutsch gemischt. „Bei den Proben wächst man dann ins Plattdeutsch hinein. Nachdem man seinen Text auswendig kann, entwickelt sich der Inhalt zum eigenen Wortschatz. Und es macht großen Spaß, fällt deshalb auch viel leichter als das Büffeln in der Schule."

Seit 2008 stand Rune Opitz in acht Abendinszenierungen des „Theaters am Meer" auf der Bühne. Im ersten Stück, das „Witte Rössl" als Musical, war er in einer Nebenrolle Kellner „Kuddel", spielte dann im „Ungeheuer aus dem Zoo" einen jugendlicher Liebhaber, der von einer anfänglichen Ablehnung des Plattdeutschen zum überzeugten Anhänger wird. Derzeit geht es in die Endphase der Proben für den Spielzeitstart im Haus an der Kieler Straße, wo es am 27. September erstmals „Gode Geister" zu sehen gibt: Montags, mittwochs und freitags sind für die Proben abends zwei Stunden angesetzt, wie in der gesamten Saison. Pause ist nur im Sommer zwischen Mai/Juni und Anfang August. „In der letzten Woche vor einer Premiere geht es mit täglichen Bühnenproben richtig zur Sache", so Rune Opitz. Der 21-Jährige spielt einen Schutzengel, der sich um die „goden Geister" zu kümmern hat.

„Das ist schon ein Vollzeit-Hobby", bemerkt der junge Mann, „aber ich möchte so lange es geht dabeibleiben." Im „wahren Leben" befindet er sich seit zwei Jahren in der Ausbildung zum Erzieher, hat seine Prüfung als Sozialassistent bestanden und noch zwei weitere Jahre vor sich. Das Theater-Hobby passe ganz gut zum Beruf und lasse sich bisweilen dort sogar anwenden. „Ich habe mich schon immer gut in andere hineinversetzen können und besonders Kinder lieben Rollenspiele." Er selbst - „ich habe früher mehr draußen gespielt, als drinnen zu hocken und Fernsehen zu gucken" kann das gut nachvollziehen.

Apropos Jugend und Rollen: Am morgigen Sonntag will das „Theater am Meer" an einem Tag der offenen Tür unter anderem versuchen, neuen Nachwuchs zu interessieren; am 11. September startet wieder ein neuer Kurs in der Theaterschule. Ab und an zieht es Rune Opitz zur Landesbühne. In Vorstellungen der professionellen „Konkurrenz" könne er sich das eine oder andere abschauen - „und vielleicht gehe ich ja nach meiner Ausbildung noch auf die Schauspielschule". Es mache Spaß, witzige Rollen zu spielen, wie es im Niederdeutschen Theater überwiegend der Fall ist, „aber auch eher traurige Rollen vermitteln mir Befriedigung - und einen Menschen zu spielen, der so ganz anders ist als man selbst, etwa einen Bösewicht, bringt durchaus einen besonderen Nervenkitzel".

Rune Opitz als Schutzengel (mit Marion Zomerland als Susi Kehlmann) in "Gode Geister" (14/15).

Rune Opitz als Wotan Eros Godehardt in "Fro Pieper läävt gefährlich" (15/16)

Rune Opitz als Klaus Jäger in"Keen Utkamen mit't Inkamen" (Spielzeit 2016/17).

Friedrich Müller

- Mitglied
seit 1963

- Ehrungen
1973 Bronzeteller für 10jährige Mitgliedschaft
1983 Silberteller für 20jährige Mitgliedschaft
14.05.1988 Varel - Ehrennadel in silber des Niederdeutschen Bühnenbundes für 25 Jahre aktives Theaterspiel
1993 Goldteller für 30jährige Mitgliedschaft
26.04.2003 Delmehorst - Ehrennadel in gold des Niederdeutschen Bühnenbundes für 40 Jahre aktives Theaterspiel
29.6.2013 50-jährige Mitgliedschaft

 

JEVERSCHES WOCHENBLATT vom 4. Juli 2013

ZUR PERSON

Das „Theater am Meer" hat die Saison wieder erfolgreich hinter sich gebracht und auf der kürzlich abgehaltenen Jahres-hauptver-sammlung seine Mitglieder geehrt. Ein besonderes Jubiläum feierte dabei Friedrich Müller (Bild mit Bühnenleiterin Marion Zomerland), der seit 50 Jahren Mitglied in dem Theaterverein ist. Während der Veranstaltung wurden auch Christel Brandt-Jaedeke (10 Jahre), Thorsten Könnecke (25 Jahre) sowie Heidi Rausch und Horst Karstens (beide 30 Jahre) als langjährige Mitglieder geehrt.


f-mller

- Schauspieler
Er spielte u.a. eine Rolle in "De Kortenleggersch" (63/64),
den Peter Tapken in "För de Kath" (63/64),
den Fritz Eekholt in "Grode Kinner" (63/64),
den Gerd Winkel in "Besöök ut de Stadt" (64/65),
den Jupp Brüdt in "De ole Fischfroo" (64/65),
den Hein Quandt in "Dat Verlegenheitskind! (64/65),
den Detlef Düwelo in "Een Mann mit Charakter" (65/66),
den Tetje in "Johnny, de Drütte" (65/66),
den Peter Lehmann in "Revolution in Riesdörp" (66/67),
den Gerd Imhoff in "Dat Doktorbook" (66/67),
den Assessor Gerd Bruns in "De lüttje Wippsteert" (67/68),
den "Mann" in "Wenn de Klock wahrschaut" (68/69),
den Hans Holt in "Strandräubers" (70/71),
den Tierarzt Renken in "Wenn de Hahn kreiht" (71/72),
den Ingenieur Theo Brack in "Spektakel in Kleihörn" (72/73),
den Robert M. Dörmann in "Wenn Du Geld hest" (74/75),
den Bootsmann Janker in "Fofftein" (74/75),
den Horst von Waldenau in "Een Baas van Kerl" (75/76),
den Herrn Seefeldt in "Sluderkraam in´t Treppenhus" (75/76),
den Anton Drögemüller in "Dat Veilchen von St. Pauli" (76/77),
den Seekamp in "Familienanschluß" (77/78),
den Adrian Pott in "Mien Mann, de fohrt to See" (77/78),
den Fritz in "Ferien in Lüttjensiel" (77/78),
den Peter Tapken in "För de Katt" (78/79),

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Friedrich Müller als Fritz Eekholt (hier mit Partnerin Gerda Jörss - in einer Szene aus "Grode Kinner" - Spielzeit 1963/64 -

den Bobby Wendland in " Hotelschipp 'Ahoi' " (79/80),
den Wulf Dirks in "Dat Smugglernest" (79/80),
den Hein Mück in "Cowboys, Quiddjes und Matrosen" (80/81),
den Schutzmann Thode in "De Engel Claudia" (80/81),
den Walter Kraft in "Klävemann speelt Lebemann" (81/82),
den Anton Stüring in "De lüttje Wippsteert" (82/83),
den Kaufmann Dreyer in "Brand-Stiftung" (82/83),
den Professor Wassermann in "Dat Horoskop" (83/84),
den Lüder Bohls in "Twee Kisten Rum" (83/84),
den Gerd Winkel in "Besöök ut de Stadt" (84/85),
den Krischan Menke in "De vergnögte Tankstell" (86/87),
den Peter Fiesebarg in "Oma ward verköfft" (86/87),
den Below in "Kiek mal wedder in" (87/88),
den Walter Haller in "Gode Nacht, Fro Engel" (88/89),
den Bauern Stoffel in "Dat Schörengericht" (89/90),
den Fiete Harksen in "Belinda" (90/91),
den Dr. Schmalkopf in "Een Joghurt för twee" (93/94),
den Hafenarbeiter Tetje in "Fofftein" (94/95),
den Johannes Meck in "Mien Mann, de fohrt to See" (95/96),
den Robert M. Dörmann in "Wenn Du Geld hest" (97/98),
den Wachtmeister Schult in "Nette Pasteten" (98/99) und in
in "Wenn de Hahn kreiht" (1999/00).

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40 Jahre aktive Mitarbeit an der Niederdeutschen Bühne in Wilhelmshaven, dafür gab es jetzt die goldene Ehrennadel des Bühnenbundes

Günter Michaels

- Mitglied
seit 26. Mai 2000

- Ehrungen
am 21. Juni 2010 für 10-jährige Mitgliedschaft.

- Bühnentechnik
Er war beteiligt u.a. für den technischen Aufbau des Stückes "Pension Sünnenschien" 99/00),
"´n schöne Bescherung" (99/00),
"Allens ut de Reeg" (00/01),
"Van Müüs un Minschen" (00/01),
"De lüttje Wippsteert" (00/01),
"Geld in´n Büdel - miteens Getüdel" (01/02),
"Van nu an bün ik glücklich!" (01/02),
"För de Katt" (01/02),
"Grode Freeheit Nr. 7" (02/03),
"Dat Spöökhuus" (06/07),
"To´n Düwel mit´n Sex! (06/07),
"Een Sömmernachtsdroom" (06/07),
"De letzte Willen" (06/07),
"Ik bün dar för di!" (06/07),
"Dat Kuppelwief" (07/08),
"Tippelbröder" (09/10,
"Wi rockt op platt" (09/10),
"Nix as Kuddelmuddel" (09/10),
"En goote Partie (09/10,
"Keerls döör un döör" (09/10)

Theater am Meer zu Hause angekommen

JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG Optimismus für die Spielzeit 2010/11 – Ehrung langjähriger Vereinsmitglieder

Die erste Jahreshauptversammlung im neuen Domizil des Theaters am Meer – Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven am gestrigen Montag (21.6.) war zum einen von der Freude darüber geprägt, endlich in der eigenen Spielstätte angekommen zu sein und zum anderen vom Optimismus für die neue Spielzeit, der sich in den Wochen nach der offiziellen Eröffnung Anfang Mai 2010 breitgemacht hat.

So waren dann auch die Begrüßungsworte der Bühnenleitung, Marion Zomerland und Arnold Preuß, Dankesworte an die versammelten zahlreichen Mitglieder dafür, dass sie in den letzten Wochen und Monaten jeder an unterschiedlicher Stelle die Her- und Einrichtung des neuen Hauses bewerkstelligt haben und vor allem, dass in den letzten Wochen die Auszüge des Fundus aus dem Stadttheater und aus der Werkstatt in der Viktoriastraße komplett bewerkstelligt wurde, so dass jetzt das Theater am Meer im neuen Zuhause endlich angekommen ist.

Arnold Preuß, der die Versammlung leitete, wies darauf hin, dass das Theater nun ein kleines Privattheater sei, das von dem Einsatz der ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder getragen werden müsse, denn nicht nur der Spielbetrieb, sondern auch die Hausdienste seien jetzt Bestandteil des Vereinslebens. Angesichts der in den Wochen nach der offiziellen Eröffnung gezeichneten neuen Abonnements von fast 130 Menschen, die noch nie vorher zum Niederdeutschen Theater in Wilhelmshaven eine Verbindung hatten, sehe er in der kommenden Spielzeit 2010/11 alle Chancen, dass das von allen Seiten gelobte neue Theater in Wilhelmshaven zu einem kulturellen Kleinod der Jadestadt werde. Marion Zomerland unterstrich bei der Vorstellung des neuen Spielplanes, dass auch die bisherigen Abonnenten sich schriftlich und mündlich überaus positiv zu den Umzugsplänen geäußert hätten und es eine deutliche Steigerung der Gesamtabonnentenzahl gegeben habe, so dass damit die finanzielle Basis des Theaters am Meer gesichert sei.

Der Spielplan 2010/11 zeichne sich durch eine Mischung junger frischer Komödien aus, die mit einem bewährten Klassiker und einer musikalischen Produktion angereichert wurde. So startet das Theater am Meer am 11. September 2010 mit der Farce „Lögen hebbt junge Been“ in der Regie von Marion Zomerland in die neue Spielzeit. Es folgt am 6. November 2010 die Fortsetzung des Bauernhofrockmusicals „Wi rockt op platt“ mit der Episode twee in der Regie von Arnold Preuß. Die musikalischen Arrangements der vielen Welthits auf platt stammen von Nicolas C. Ducci. Ein Wiedersehen mit einem bewährten Wroost-Klassiker gibt es am 22. Januar 2011 mit Marion Zomerlands Inszenierung von „Mien Mann, de fohrt to See“. Den Abschluss der Spielzeit bildet eine romantische Komödie mit dem Titel „De besten Daag in mien Läven“. Dieses Stück wird am 19. März 2011 in der Regie von Ulf Goerges aufgeführt, der sich als Berufsregisseur erstmals in Wilhelmshaven vorstellen wird. Der Spielplan 2010/11 wird vervollständigt von einem Stück der Theaterschule, dessen Titel im Laufe der Spielzeit bekanntgegeben wird und den mobilen Produktion des Theaters wie die Programmvariationen der Sketchgruppe und die verschiedenen Liederprogramme, die für die unterschiedlichsten Anlässe gebucht werden können.

Neben den üblichen Regularien einer Jahreshauptversammlung wurden auch die Vorstandmitglieder Sandra Krüger und Horst Jönck (beide als Beisitzer) sowie Klaus Aden (Schatzmeister) einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Ebenso einstimmig wurde Meike Zomerland als Rechnungsprüferin bestellt. Marc Gelhart, der sich beruflich nach Weyhe orientiert hat, wurde mit großem Dank der Mitglieder als stellvertretender Vorsitzender verabschiedet. Er wird der Bühne jedoch in bestimmten Marketingbereichen erhalten bleiben.

Marion Zomerland mit der Ehrennadel des Bühnenbundes geehrt

Breiten Raum nahm abschließend die Ehrung langjähriger Vereinsmitglieder ein, bei der Arnold Preuß mit einer individuellen Laudatio das Wirken der einzelnen Mitglieder herausstellte. Für eine 10jährige Mitgliedschaft wurden Nicolas C. Ducci, André Gelhart, Marianne Karstens, Günter Michaels, Horst Qualmann, Claudia Schröder, Heidi Strowik und Christine Wessolleck geehrt. Auf eine 20jährige Vereinszugehörigkeit konnten Rolf-Peter Lauxtermann und Günter Newerla blicken, während Ralf-Rüdiger Bayer und Berta Brinkhoff dem Verein 25 Jahre angehören.

Eine besondere Ehrung wurde Bühnenleiterin Marion Zomerland zu teil, die Arnold Preuß in seiner Eigenschaft als Präsident des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen und Bremen vornahm. Er würdigte ihr Schaffen als Spielerin, Regisseurin, Leiterin der Theaterschule sowie der Bühne und stellte insbesondere ihre Verdienste bei der Schaffung der neuen Spielstätte und der Steigerung des künstlerischen Niveaus und der Förderung des Jugendtheaters heraus. Sie erhielt die Ehrennadel mit Silberkranz sowie die Ehrenurkunde für ihr 25jähriges aktives Schaffen für den Erhalt der niederdeutschen Sprache.

Als neue Mitglieder wurden aufgenommen: Inge Gelhart, Heinz Hillers, Hanna Jörg, Marion Knodt, Gabriele Poloczek, Iris Watty, Wolfgang Watty, Frauke Weißer sowie für die Theaterschule Fabio Ferrara, Emilia Hoppe, Niels Jantschalek und Jonas Krukenberg.

Willy Meinert

- Mitglied
von Mai 1986 bis Mai 1995 und seit 16. Mai 2003
- verstorben am 6. November 2009

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 Willy Meiner als Dietmar Weißmüller in "Keen Tiet för de Leev"

- Vorstandsaktivitäten
er war Mitglied des Vorstandes von 1987
bis 1995,
Vorstandsmitglied für Vereinswerbung seit Mai 2003
Schriftführer vom Mai 2005 bis 16. Juni 2009

WILHELMSHAVEN, 9. November 2009

Die Niederdeutsche Bühne trauert um Willy Meinert

Wir trauen um unseren ehemaligen Schriftführer und Schauspieler Wilfried „Willy“ Meinert. Am Wochenende erreichte uns die Nachricht, dass Willy eingeschlafen ist. Er war vor gut einem Monat als Notfallpatient in das Krankenhaus gekommen und hat sich von der Schwere seiner Erkrankung, die er als Patient im künstlichen Koma nicht mehr mitbekommen hat, nicht wieder erholen können. Sein Tod muss für Ihn eine Erlösung gewesen sein.

Willy Meinert gehörte der Niederdeutschen Bühne von Mai 1986 bis Mai 1995 und erneut seit dem 16. Mai 2003 an. Er war nicht nur als Spieler und Inspizient aktiv, sondern hat sich in den Jahren seiner Vereinszugehörigkeit auch als Vorstandsmitglied für Vereinswerbung und Schriftführer bis zum Juni 2009 um den Verein verdient gemacht. Besonders die Organisation des ersten Großen Gemeinsamen Bühnentages in Wilhelmshaven in den 80er Jahren wurde maßgeblich durch Willy Meinert geprägt, auch war er ein verdienter Mitstreiter, wenn es um die Ausrichtung von Vereinsaktivitäten wie Radtouren etc. ging. In 16 Rollen hat er sein schauspielerisches Talent zeigen können, zuletzt in dem Musical „De vergnögte Tankstelle“, wo er einen kauzigen Bauern auf die Bretter bringen konnte, die auch ihm ein sehr wichtiger Teil seines Lebens waren.

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Die Beisetzung findet am kommenden Donnerstag, dem 12. November 2009, um 14.30 Uhr, in der Friedhofskapelle Aldenburg statt. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen,  insbesondere seiner Tochter Anna-Lena.

Willy Meinert (links mit Wilma Welte) als Herr Notar Redlich in "Herr Adrian hett Liefpien" im September 2006 im Rosarium

- Inspizient
Er hat inspiziert bei den Stücken
"D
e schönste Mann van de Reeperbahn",
"Minsch ween mutt de Minsch",
"Liliom" (86/87),
"De Pageluuns",
"De Fährkroog" (88/89),
"Kiek mal wedder in" (04/05)
"Feuerzangenbowle" (05/06

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Willy Meinert (links, mit André Gelhart ) als Kommissar Rust in "To´n Düwel mit´n Sex" (06/07)

 
- Schauspieler
Er spielte u.a.den Peter in "Wi kriegt Besöök",
einen Kranzflechter in "Besöök ut de Stadt" (84/85),
einen Mann in "De schönste mann van de Reeperbahn",
den Discher in "Liliom" (86/87),
den Dr. Ramm in "De vergnögte Tankstell",
den Winfried Rotermund "De Pageluuns",
den Reporter Kalmund in "Schipp ahn Haben" (87/88),
den Lüder Behrmann in "Laat us Lögen vertellen",
den Mücke in "De möblierte Herr",
den Büttel in "Dat Schörengericht" (89/90),
den Mollich I in "Rund um Kap Hoorn"
dem Dietmar Weissmüller in "Keen Tiet för de Leev" (2003/04),
den Herrn Seefeldt in "Sluderkraam in´t Treppenhuus" (05/0),
den Notar Redlich in "Herr Adrian hett Liefpien" (05/06)
den Kommissar Rust in "To´n Düwel mit´n Sex" (06/07),
den Landwirt Kassen Kreimann in "De vergnögte Tankstell" (07/08).

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Willy Meinert als Vater Seefeldt in Sluderkraam in´t Treppenhuus (05/06)

- Regieassistenz
Er assistierte bei den Stücken
"De Fährkroog" (88/89),
"De möblierte Herr",
"De Herr Puntila un sien Knecht Matti",
" Dat Schörengericht" (89/90)

- Bühnentechnik
er war Auf- und Abbauhelfer bei
"Dat Schörengericht" (03/04)

Willy Meinert als Notar Redlich (mit Wilma Welte, Jürgen Tapken) in Herr Adrian hett Liefpien" - Spielzeit 2005/06

Willy Meinert (Mitte mit Claudia Schröder und Horst Karstens) als Landwirt Kreimann in "De vergnögte Tankstell (07/08)

Yannik Marschner

Yannik Marschner als Polizeimeister Dasenbrook in "Geld verdarvt den Charakter" - Spielzeit 2013/14

- Mitglied
seit 18. Mai 2004

- Theaterschule
Er spielte erstmals in der Theaterschule
bei "Max und Moritz" (04/05),
den Wolfgang Luck in der "Feuerzangenbowle" (05/06),
den Elf Löwenzahn in "Een Sömmernachtsdroom" (06/07),
den Torte in "De wilden Höhner geevt Vossalarm" (07/08);
den Yannik in "Jo, das Ungeheuer aus dem Zoo" (09/10).

- Schauspieler
Er spielte das Mitglied im Motorradfanclub, Sänger und Tänzer in "De vergnögte Tankstell" (07/08)
,
den Kellner Johann in "In´t Witte Rössl" (08/09),
den Bohle Meyer in "Wi rockt op platt" (09/10),
den Gregor Bruns in "Lögen hebbt junge Been" (10/11),
den Herrn Eilich in "Wi rockt op platt - Episode twee" (10/11),
den Punker in "Lüttstadtrevier" (11/12),
den Adam Kowalski in "Mudder is de Beste" (11/12),
den Koch Benito, den Scheich Abdulla, einen Fußballfan, einen Bodyguard in "Dat Meer-Hotel" (12/13),
den Polizeimeister Dasenbrook in "Geld verdarvt den Charakter" (13/14),
den Bengt Reepschläger in "Ünner't Lüchtfüer" (14/15),
den Ernst Klapprtoh in "Döör an Döör'nanner" (15/16),
den Nicholas 'Nick' Gruber in "Toeerst kummt de Familie" (16/17)
.

- Inspizient
Er inspizierte bei
"Champagner to´n Fröhstück" (12/13),
"Tööv, dat dat düster is" (13/14).
.

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Yannik Marschner als "Torte" in "De wilden Höhner" 2007/08

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Yannik Marschner als Elfe im "Sommernachtsdroom" (06/07)

Yannik (links) als Elf Löwenzahn in "Een Sömmernachtsdroom" (06/07) mit Sempsamen (Fehmke Seibert), Motte (Julia Hinrichs), Spinnweb (Sontka Zomerland), Arftenblööt (Fenja Strowik), Brennneddel (Sandra Krüger) und Puck (Arnold Preuß)

Die Elfen in "Een Sömmernachtsdroom"(v.l.) Löwenzahn (Yannik Marscher), Sempsamen (Fehmke Seibert), Arftenblööt (Fenja Strowik), Motte (Julia Hinrichs), Brennneddel (Sandra Krüger), Spinnweb (Sontka Zomerland) und Titania (Claudia Schröder, dahinter)

Yannik rechts stehend als Mitglied des Motorradfanclubs aber auch als Tänzer und Sänger in "De vergnögte Tankstell" - Spielzeit 2007/08

Yannik Marschner (2.v.l.) als Kellner Johann in "In´t Witte Rössl" (08/09)

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Yannik Marschner (li.) als Kellner Johann in der Inszenierung "In´t Witte Rössl" - Spielzeit 2008/09

Yannik als Bohle in "Wi rockt op platt" (Spielzeit 2009/10)

Yannik Marschner (rechts) als Gregor Bruns in "Lögen hebbt junge Been" (Spielzeit 2010/11) mit Harald Schmidt


Luettstadtrevier_BP20102011_09Yannik Marschner (mit Kay Watty) als Punker in "Lüttstadtrevier" (Spielzeit 2011/12)

Yannik Marschner (Mitte, als Adam Kowalski) hält um die Hand von Inge (links, Lena-Maria Eden) bei Mutter Wiese (re., Marion Zomerland) an.

Yannik Marschner als Koch Benito mit Fenja Strowik in "Dat Meer-Hotel" (12/13)

THEATER AM MEER weiterhin auf Erfolgskurs

Freude über Willy-Beutz-Schauspielpreis - Horst Jönck Ehrenmitglied

Am vergangenen Mittwoch konnte das Leitungsduo des ‚Theater am Meer‘ – Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven, Marion Zomerland und Arnold Preuß, den Mitgliedern auf der gutbesuchten Jahreshauptversammlung eine ausgezeichnete Bilanz der Spielzeit 2013/14 vorstellen. Die vierte Spielzeit ist mit rd. 6.900 Besuchern die zweitbeste seit Umzug in das eigene Domizil in der Kieler Straße.

Ehrungen für 10-jährige Mitgliedschaft für (v.l. erste Reihe) Sontka Zomerland, Sandra Krüger, Fenja Strowik, Yannik Marschner, (2. Reihe) Wolfgang Buttjer, Heinz Fuchs durch die Bühnenleitung Marion Zomerland, Arnold Preuß (FOTO: TaM, H. Zomerland)

„Die um 12,2 % gestiegene Abonnentenzahl von rd. 900 belegt die weiter anhaltende Erfolgsgeschichte unseres kleinen Zimmertheaters“, erklärte Bühnenleiter Arnold Preuß. „Eine Platzauslastung von rd. 96 % sichert unserem semiprofessionellen Privattheater nicht nur die finanzielle Basis, sondern unterstreicht auch, dass wir mit dem Programm-Mix aus unterhaltenden und anspruchsvollen Stücken auf dem richtigen Weg sind“, ergänzt Bühnenleiterin Marion Zomerland.

Erstmals Willy-Beutz-Schauspielpreis gewonnen
Beide Theaterschaffenden heben hervor, dass der erstmalige Gewinn des Willy-Beutz-Schauspielpreises mit der Inszenierung „Tööv, dat dat düster is“ eines der größten Erfolge in der 82 jähigen Vereinsgeschichte des Theaters sei. Neben dem großen Engagement des am preisgekrönten Stück beteiligten Ensembles, müsse hier auch der Einsatz der gesamten Mitgliederschar berücksichtigt werden, den alle Mitglieder des Theaters hätten in der vergangenen Spielzeit mit höchstem persönlichen Einsatz den Spielbetrieb in allen Gewerken erfolgreich geprägt. „Darum“, so Zomerland und Preuß, „gratulieren wir nicht nur den Preisträgern von Herzen, sondern allen Mitgliedern des Theaters, denn ohne die Gemeinschaft aller, wäre es nicht zu diesem Gesamtergebnis der Spielzeit 2013/14 gekommen“.

Horst Jönck wird Ehrenmitglied des Theaters
Für ihren jeweils herausragenden Einsatz in der abgelaufenen Spielzeit wurden die Bühnenmitglieder Helga Lauermann, Heidi Strowik, Wolfgang Buttjer, Heinz Fuchs und Harald Schmidt mit einem besonderen Präsent bedacht. Sie waren an allen Produktionen der Spielzeit beteiligt und haben sich damit weit über das normale Maß an ehrenamtlicher Tätigkeit für das Haus eingesetzt. Die Glückwünsche für eine 10-jährige aktive Mitgliedschaft erhielten Wolfgang Buttjer, Heinz Fuchs, Sandra Krüger, Yannik Marschner, Fenja Strowik und Sontka Zomerland in Form eines Bullauges und einer kleinen Laudatio über ihr bisheriges Bühnenschaffen.

Für seinen langjährigen unermüdlichen Einsatz als Ensemblemitglied vor allem aber auch als langjähriges Vorstandsmitglied in verschieden Positionen wurde Horst Jönck zum Ehrenmitglied des ‚Theater am Meer‘ ernannt. Die anwesenden Bühnenmitglieder erhoben sich von den Plätzen und dankten ihm stehend mit langanhaltendem Applaus für sein fast 50-jähriges beispielloses Wirken für das Niederdeutsche Theater.

Horst Jönck (Mitte) mit Marion Zomerland und Arnold Preuß wurde einstimmig zum Ehrenmitglied der Bühne ernannt. (FOTO: TaM, H. Zomerland)

Einstimmige Wahlergebnisse
Bei den anstehenden Vorstandswahlen wurde Schatzmeister Wolfgang Watty, dem eine ausgezeichnete Buchführung von den Rechnungsprüfern attestiert wurde, einstimmig für weitere zwei Jahre gewählt. Ebenso einstimmig in ihren Ämtern wurden Sandra Krüger (Beisitzerin Theaterschule) und Marco Norden (Technischer Leiter) wiedergewählt. Als neuer Rechnungsprüfer wurde neben Heinz Zomerland Thorsten Koennecke für zwei Jahre bestimmt.

Yannik als Bengt Reepschläger in "Ünner't Lüchtfüer" (14/15).

Yannik Marschner als Ernst Klapptroth mit Sontka Zomerland in "Döör an Döör'nanner" (15/16).

Yannik Marschner als "Nick" (mit Heidi Strowik als 'Granma') in "Toeerst kummt de Familie" (16/17)

Joan Kröher

Joan Kröher als Neffe Klaus in "un baven wahnen Engel" (13/14) mit Talke Wittig.

- Mitglied
seit 2008


- Theaterschule

Er ist Mitglied der Theaterschule seit 2008 und spielte
den Jo in "Jo, das Ungeheuer aus dem Zoo".

- Schauspieler
Er spielte den Kellner Franz in dem Stück "In´tWitte Rössl" (08/09),
die Kuh Ilse in "Wi rockt op platt" (09/10),
die Kuh Kurt und den Hofhund Bello in "Wi rockt op platt - Episode twee" (10/11),
einen Polizisten in "Lüttstadtrevier" (11/12),
den Kellner Heiner, einen Fußballfan, einen Bodyguard in "Dat Meer-Hotel" (12/13),
den Klaus in "...un baven wahnen Engel" (13/14),
den Manfred in
"Swieg still, Jung!" (14/15),
den Uwe Barsig in "Döör an Döör'nanner" (15/16),
den Lüder Behrmann und eine Katholische Schwester in "Laat us Lögen vertellen" (15/16).

- Souffleur
Er soufflierte in "Twee Mannslüüd un een Baby" (11/12),
"Champagner to´n Fröhstück" (12/13).

- Inspizient
Er inspiezierte erstmals bei "Smucke Deern" (13/14),
"Ünner't Lüchtfüer" (14/15) (vertretungsweise),
"Veer sünd dree toveel in't Bett" (14/15),
"Fro Pieper läävt gefährlich" (15/16);
"Ronja Röverdochter" (15/16).

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Joan Kröher (Mitte) als ständig schlafender Kellner Franz in der Inszenierung "In´t Witte Rössl" - Spielzeit2008/09

Joan Kröher (Mitte) als Kellner Franz in "In´t Witte Rössl" (08/09)

Joan Kröher (links) als Kuh Ilse in "Wi rockt op platt" - Spielzeit 2009/2010

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Joan Kröher als Hofhund Bello in "Wi rockt op platt - Episode twee" (10/11)


Luettstadtrevier_BP28102011_08Christian Strowik (2. v.r.) als Polizist in "Lüttstadtrevier" - Spielzeit 2011/12 - mit v.l. Joan Kröher, Marion Zomerland und Claudia Ducci.

Joan Kröher, Yannik Marschner und Nicolas C. Ducci in einer Szene aus „Dat Meer-Hotel".  (Spielzeit 2012/13)

Joan Kröher als Manfred in "Swieg still, Jung!" (14/15) mit Sandra Krüger als Gerda.

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 29. August 2015 | WZ-Serie NOTIZEN VOM NACHBARN

Auf der Bühne ist er ein anderer Mensch

PORTRÄT Joan Kröher tritt als Schauspieler beim „Theater am Meer" auf — Seit sieben Jahren dabei

Der Wilhelmshavener stand mit 14 Jahren das erste Mal auf der Theaterbühne. Seitdem ist er selbstbewusster und mutiger geworden.

VON PIA JÜNKE

Joan Kröher ist begeisterter Schauspieler. WZ-FOTO: GABRIEL-JÜRGENS

WILHELMSHAVEN - Einen richtigen Bösewicht - den würde Joan Kröher gerne einmal spielen. „Zornig und gemein. Das wäre eine große Herausforderung", so der 21-Jährige. Seit 2008 spielt er Theater. Die Grundlagen hat er in der Theaterschule gelernt, mittlerweile spielt er im Abendspielprogramm vom „Theater am Meer". Die Proben für die Premiere des Stückes „Döör an Döör'nanner" laufen auf Hochtouren. Drei Mal die Woche wird geprobt - das nimmt viel Zeit in Anspruch. Sein zweites Hobby, das Fußballspielen beim STV Voslapp, lässt der Wilhelmshavener trotzdem nicht außen vor. Seine Mannschaftskollegen fanden sein zweites Hobby anfangs noch befremdlich Theater spielen, und dann auch noch auf Plattdeutsch. „Wer dann einmal zugeschaut hat, der war schnell begeistert", sagt Kröher.

Er selbst findet es einfach toll, in andere Rollen schlüpfen zu können, dem Alltag zu entfliehen und einen anderen Menschen zu spielen. Wobei das gar nicht immer so einfach sei: „Im aktuellen Stück bin ich ein ganz Schüchterner. Anfangs dachte ich noch, das wäre leicht. Aber sich zurückzuhalten ist gar nicht immer so einfach." Dafür klappt das Spielen vor Publikum schon viel besser. „Mit 14 Jahren traut man sich nicht so, aus sich herauszukommen. Das hat man mir, denke ich, auch angemerkt. Die Erfahrung bringt nach und nach die Sicherheit. Das ist wichtig, weil man sich auf der Bühne auch mal bloßstellen muss - damit das Publikum was zu lachen hat", sagt Kröher. Mit den Texten hatte er noch nie Probleme: „Ich konnte mir schon immer gut Texte merken. Ob beim Gedicht auswendig lernen oder für Klausuren in der Schule - einmal lesen reicht."

Sein gutes Gedächtnis kann aber auch Nachteile haben. Bei Filmen zum Beispiel. „Einen Film zwei Mal schauen ist schon das Maximum - ich weiß immer genau, was als nächstes passiert.", sagt der 21-Jährige. Trotzdem sammele er fleißig Blue-Ray-Filme. Uni die 45 sind es schon. Richtung: „Alles". Seit einem Jahr wohnt der Wilhelmshavener in einer Wohngemeinschaft in einem Haus. „Das hat sich so ergeben", sagt er. Mit drei Freunden teilt er sich das Reich mit Garten in einer ruhigen Siedlung. „Mit einer guten Absprache klappt das Miteinander sehr gut. Wir Vier verstehen uns alle super", erzählt Kröher. Auch seine berufliche Laufbahn habe sich so ergeben. Nach einem Schulpraktikum im Marinearsenal und dem späteren Schulabschluss stand er vor der Entscheidung: Abitur oder Ausbildung. Da der Platz am Gymnasium auf sich warten ließ, entschied sich Kröher für die zweite Möglichkeit: eine Ausbildung als Funkgeräte-Elektriker. Die hat er bereits abgeschlossen und findet die Arbeit im Arsenal toll.

Für die Zukunft hat der 21-jährige noch einige Pläne. Arbeit, Theater und Fußball das könne alles so weiter laufen. Doch eine Reise nach Amerika, die wolle er auf jeden Fall noch machen. „Eine Rundreise durch die Staaten. Auch, um die Sprache zu lernen und einfach Erfahrungen zu sammeln", sagt Joan Kröher. Jetzt ist aber erst einmal der Garten dran - den bringen die WG-Bewohner gemeinsam in Schuss.

Joan Kröher als Uwe Barsig in "Döör an Döör'nanner" (15/16).

Joan Kröher als ein Dieb verkleideter Pastor (mit Michel Waskönig) in "Laat us Lögen vertellen" (15/!6).

Marco Norden

Marco Norden (links) mit Joan Kröher in "Laat us Lögen vertellen" (15/16)

- Mitglied seit 23. Juni 2012

- Vorstandstätigkeiten
seit Juni 2013 Technischer Beisitzer

- SchauspielerEr hatte seinen ersten Auftrag als katholische Schwester, welche in Wirklichkeit ein Ganover war in  "Laat us Lögen vertellen" (15/16)

- Beleuchtung
Er fuhr die Beleuchtung bei
"Twee Mannslüüd un een Baby" (11/12),
"Champagner to´n Fröhstück" (12/13)m
"Dat Hörrohr" (12/13);
"Smucke Deern" (13/14),
"Geld verdarvt den Charakter" (13/14),
"Tööv, dat dat düster is" (13/14),

"Gode Geister" (14/15),
"Swieg still, Jung!" (14/15),
"Ünner't Lüchtfüer" (14/15),
"Fro Pieper läävt gefährlich" (15/16)

"Laat us Lögen vertellen" (15/16),
"Lüttje Eheverbreken" (15/16),
"Lifting oder ut oolt mookt jung!" (16/17),
"Keen Utkamen mit't Inkamen" (16/17),
"Toeerst kummt de Familie" (16/17).

WILHELMSHAVEN, 19. Juni 2016

Theater am Meer steigert in abgelaufener Spielzeit erneut das Besucherergebnis

Vorstandswahlen mit einstimmigen Ergebnissen – Ehrung langjähriger Mitglieder

Geehrte und wiedergewählte Mitglieder des Theaters am Meer: (von links) Marco Norden (Technischer Leiter), Wolfgang Watty (Schatzmeister), Marion Zomerland (Bühnenleiterin), Melanie Schmidt (10 Jahre Mitglied), Arnold Preuß (Bühnenleiter), Sandra Krüger (Beisitzerin). Es fehlt Herta Tapken (40 Jahre).
(FOTO: TaM, H. Zomerland)

WILHELMSHAVEN - Die Theaterleitung des Theaters am Meer – Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven e.V. hat auf der jüngst abgehaltenen Jahreshauptversammlung eine sehr erfolgreiche Bilanz der abgelaufenen Spielzeit den Mitgliedern vorgestellt. Die vier Produktionen des Abendspielplanes einschließlich der Produktion der Theaterschule sahen insgesamt 7.432 Besucher und steigerten damit das Vorjahresergebnis um 2,1 %.

„Seit dem Wechsel in die eigene Spielstätte Kieler Straße 63 ist dies im sechsten Jahr in Folge eine Steigerung der Besucherzahlen“, so Bühnenleiter Arnold Preuß. „Dass das Theater am Meer eine besonders treue Fangemeinde hat, unterstreicht die Steigerung von 7,1 % bei den Abonnements, mit der wir im laufenden Jahr die Zahl von 1.000 überschreiten konnten“, erklärt Bühnenleiterin Marion Zomerland. Schatzmeister Wolfgang Watty konnte bestätigen, dass das Programm der abgelaufenen Spielzeit mit der moderaten Preisanpassung auf einer soliden Finanzierungsgrundlage basiere.

Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement ehrte die Versammlung Melanie Schmidt (10 Jahre Mitglied) und Herta Tapken (40 Jahre). Neue Mitglieder der Bühne wurden Svenja Eilers (in der Theaterschule)sowie Romina Flöhmer-Plohr, Siegfriede Hölker, Britta Pauli und Barbara Spengler. Die anstehenden Vorstandswahlen brachten einstimmige Wiederwahlen für Sandra Krüger (Beisitzerin), Marco Norden (Technischer Leiter) und Wolfgang Watty (Schatzmeister). Als neue Kassenprüferin wurde ebenfalls einstimmig Sontka Zomerland gewählt.

Bei der bühneneigenen Theaterschule gibt es neue Akzente: Nach dreijähriger professioneller Leitung durch die Theaterpädagogin und Schauspielerin Dzenet Hodza (Oldenburg) übernimmt Bühnenleiterin Marion Zomerland wieder die Leitung der jungen Talentschmiede. „Dies nicht nur, weil wir wieder mehr Wert auf die Vermittlung der plattdeutsche Sprache legen wollen, sondern weil wir die talentierten Nachwuchstalente möglichst frühzeitig auch für den Abendspielplan einsetzen wollen und da ist die Anbindung an die künstlerische Leitungsebene unserer Bühne durchaus sinnvoller“, erklärt Arnold Preuß den Wechsel.