Opa ward verköfft (2. WA)

2. Wiederaufführung (3), davor bereits gespielt 1971/72 und 1986/87

OPA WARD VERKÖFFT

Lustspiel von Franz Streicher
Plattdeutsch von Dieter Jorschick

Inszenierung und Bühne: Jürgen Reiners

Regieassistenz: Nicolas C. Ducci
Souffleuse: Ebba Mannott-Kallus
Requisite: Marianne Karstens
Maske: Christel Brandt-Jaedeke, Jasmine Dirks
Inspizienz: Anke Schluppkotten
Bühnenbildbau: Günther Scherf, Horst Vollbrecht
Bühnenmalerei: Herbert Ulbrich
Bühnentechnik: Werner Dörnath, Manfred Eilers, Gerd Gelhart, Günter Newerla
Beleuchtung: Uwe Freiberg, Peter Pfaus
Technische Leitung: Manfred Eilers

Rollen und Darsteller
Opa - Horst Jönck
Hannes Kulenkamp, Bauer - Klaus Aden
Schorsch Kulenkamp,sein Sohn - Marc Gelhart
Katrin, Dienstmädchen - Berta Brinkhoff
Peter Fiesebarg, Bauer - Horst Karstens
Guste Fiesebarg, seine Frau - Magita Pust
Eva Fiesebar, deren Tochter - Claudia Schröder
August, Fiesebargs Knecht - Harald Schmidt

Bei Kulenkamp hängt der Haussegen schief - die Magd verlässt den Hof  (von links: Horst Jönck, Berta Brinkhoff, Marc Gelhart, Klaus Aden)

Inhalt

Bei Kuhlenkamps hängt der Haussegen schief. Das Dienstmädchen Katrin verlässt mit Sack und Pack das Haus, weil es vom Opa, dem Schwiegervater des Bauern Hannes tyrannisiert wrd. Ununterbrochen spielt er ihr Streiche und wirft ihr Beleidigungen an den Kopf

Nun fehlt natürlich eine Frau im Haus, da Hannes Witwer ist und mit seinem Sohn Schorsch und dem Opa allein wohnt. Er hat sich jedoch mit Peter Fiesebarg bereits geeinigt, das Schorsch dessen Tochter Eva heiraten soll. Doch dieser möchte sich seine Partnerin gerne selbst aussuchen und nimmt Eva erst einmal nkognito in Betracht. Er vertrtit für ein paar Tage Fiesebargs Knecht August.

Unterdessen haben die beiden Väter bereits den nächsten Deal ausgeheckt : Da Fiesebarg von zwei Häusern gehört hat, die der Opa besitzen soll, von denen aber sonst keiner was weiß, und Hannes den Opa gerne loswerden würde, weil dieser nur zu seiner weiteren Verschuldung beiträgt, werden sich die beiden schnell einig: Fiesebarg kauft Hannes den Opa ab, und selbst Letzterer zeigt sich damit zufrieden...

Wieso alle zunächst mit diesem Handel glücklich werden und wie lange dieses Glück tatsächlich hält, sollte man sich ansehen.

Schorsch (Marc Gelhart) und Hannes Kulenkamp (Klaus Aden) haben große Wut - wegen Opa!

Wilhelmshavener Zeitung vom 24. Dezember 2002

Premiere am Zweiten: "Opa ward verköfft"

Niederdeutsche Bühne spielt am 26. Dezember

Traditionell hebt sich am 2. Weihnachtsfeiertag der Vorhang für die dritte Inszenierung der Niederdeutschen Bühne am Stadttheater Wilhelmshaven. Es handelt sich in dieser Saison um das Lustspiel "Opa ward verköfff, den der Berufsregisseur Jürgen Reiners für die Bühne in Szene setzen wird. Reiners hat sich bereits mit Komödien wie "Witte Wyandotten" und "In Harnborg up St. Pauli" als Gastregisseur in Wilhelmshaven verdient gemacht. Er wird den Klassiker von Franz Streicher in der Übersetzung von Dieter Jorschik ins heutige Zeitalter transportieren. Die Handlung bleibt jedoch die gleiche: Bei Kulenkamps hängt der Haussegen schief. Das Dienstmädchen Katrin (Berta Brinkhof) verlässt mit Sack und Pack das Haus, weil sie vom Opa (Horst Jönck), dem Schwiegervater des Bauern Hannes (Klaus Aden), tyrannisiert wird. Ununterbrochen spielt er ihr Streiche und wirft ihr Beleidigungen an den Kopf.

Nun fehlt natürlich eine Frau im Haus, da Hannes Witwer ist und mit seinem Sohn Schorsch (Marc Gelhart) und dem Opa allein wohnt. Er hat sich jedoch mit Peter Fiesebarg (Horst Karstens) bereits geeinigt, dass Schorsch dessen Tochter Eva (Claudia Schnöder) heiraten soll. Doch Schorsch möchte sich seine Partnerin gerne selbst aussuchen und nimmt Eva erst mal inkognito in Betracht: Er vertritt für ein paar Tage Fiesebargs Knecht August (Harald Schmidt). Unterdessen haben die beiden Väter bereits den nächsten Deal ausgeheckt...

Wer am Ende wirklich das bekommt, was er will, ist nach der Premiere am 26. 12. noch am 29.12.,5.,12.,18.und19. 1. um 20 Uhr und am 5. und 12. 1. zusätzlich um 15.30 Uhr zu sehen. Karten sind im Vorverkauf beim Service Center des Stadttheaters sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn erhältlich. Weitere Informationen unter Tel. 94 01 15.

Ja, ik koop em di af, seggt Peter Fiesebarg (Horst Karstens) und Hannes Kulenkamp (Klaus Aden) lässt sich auf den Handel ein - für 2.000 Euro

JEVERSCHES WOCHENBLATT vom 28. Dezember 2002

Premiere: Dieser Olle ist kein Ladenhüter

Niederdeutsche Bühne am Stadttheater Wilhelmshaven gewinnt mit dem Klassiker "Opa ward verköfft" / Viel Szenenapplaus für die Darsteller

von Ernst Richter

Zwischen Evi (Claudia Schröder) und Schorsch (Marc Gelhart) hat´s gleich gefunkt!

Wilhelmshaven. Wenn sich die Kulenkamps mit den Fiesebargs um den Opa in die Haare kriegen, Krach mit der Dienstmagd haben, einem Knecht auf den Leim gehen und obendrein noch als Ehevermittler fungieren sollen, dann kommt das Publikum aus dem Lachen nicht heraus. Recht witzig und treffend pointiert sind die harschen Rededuelle. Die Turbulenzen steigern sich gnadenlos bis zum Happy End. Das Lustspiel "Opa ward verköfft" von Franz Streicher, ins Niederdeutsche übersetzt von Dieter Jorschick, ist ein klassischer Dauerbrenner, bei dem eigentlich nichts schief gehen kann, wenn die Laienspielschar gut aufgelegt ist und sich die komödiantischen Bonbons mit Esprit zuspielt.

Die Premierenvorstellung der Niederdeutschen Bühne am Stadttheater Wilhelmshaven erfüllte diese Erwartungen. Das Publikum amüsierte sich zwei kurzweilige Stunden lang und markierte manche Pointe mit Szenenbeifall. Jürgen Reiners hat als Gast diesen Schwank für das Wilhelmshavener Laientheater inszeniert.

Hat er kalte Ohren, oder hekt er nur wieder einen seiner Streiche aus? Opa (Horst Jönck)

Die Handlung wird getragen von den drei Mannslü Horst Jönck als Opa, Klaus Aden als Bauer Hannes Kulenkamp und Horst Karstens als Bauer Peter Fiesebarg. Das ist die Senioren-Vorzeigeriege der Niederdeutschen Bühne Wilhelmshaven. Mit beseelter Unruhe, aber bedächtigen Schritts führen sie sich gegenseitig in stoischer Gelassenheit hinters Licht. Das sind echte Attacken auf die Lachmuskeln des Publikums. Und wenn sie sich gegenseitig angiften, dann bleibt kein Auge trocken.

Dieses Männer-Trio wird unterstützt, ergänzt und sicher auch verstärkt von den Nachwuchskräften der Bühne. Da stürmt Marc Gelhart als Schorsch, Sohn des Bauern Kulenkamp, in die Szene, um mit Opas Ärgernissen ins Gericht zu gehen, die der Alte tagsüber hier und da hinterlässt. Deshalb hat auch die Dienstmagd Katrin, dargestellt von Berta Brinkhoff, Hals über Kopf gekündigt. Magita Pust gefällt als resolute Ehefrau Guste Fiesebarg und sehr im Kontrast dazu Claudia Schröderals deren Tochter Eva. Natürlich musste sich da zwischen Eva und Schorsch etwas anbahnen, hier passiert's sozusagen auf Knall und Fall. Harald Schmidt gestaltet echt den Part als Knecht August.

Das Notizbuch von August bringt die Geschichte ins Rollen (Horst Jönck als Opa)

Wenn sich der Vorhang öffnet, dann gehört der erste Beifall des Premierenpublikums dem Bühnenbild, das hier von Günther Scherf und Horst Vollbrecht zusammengestellt wurde. Kostüme und Ausstattung: Marianne Karstens.

"Opa ward verköfft" wird als Bühnenklassiker auch in dieser gelungenen Neuauflage das Publikum begeistern, unterhalten und humorige Stunden vermitteln. Natürlich geht es in der Handlung um das liebe Geld, um Besitz und einen Opa, der eine gute Erbschaft verheißt, dann aber doch nichts auf der Naht hat, um schließlich den Spieß umzudrehen, um doch als kleiner Krösus dazustehen. Die nächste Inszenierung ist "De Goldene Anker", Premiere am Sonnabend, 8. Februar.

Was tut man nicht alles, wenn man 2 Häuser in Aussicht hat? Guste Fiesebarg (Magita Pust) und Opa (Horst Jönck)

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 31. Dezember 2002

Knallbonbon mit Moral: Wer zuletzt lacht, lacht am besten

Niederdeutsche Bühne begeistert mit Klassiker "Opa ward verköfft"

Von Norbert Stein

Opa genießt es, wie Fiesebarg um seine Gunst buhlt  (Horst Karstens - Horst Jönck)

Wer widrige Wetterverhältnisse nicht scheut, um sich "Opa ward verköfft", das neue Stück der Niederdeutschen Bühne, anzusehen, trifft mit seiner Wahl ins Schwarze. Der von Regisseur Jürgen Reiners ins Euro-Zeitalter transportierte Komödien-Klassiker stellt nach wie vor ein zeitloses Stück Unterhaltung dar, das die Lachmuskeln der Zuschauer anhaltend strapaziert. Ein prächtig ausgestattetes Bühnenbild ab dem zweiten Akt und blendend aufgelegte Darsteller, die mit überzeugend gespielter Situationskomik brillierten, sorgten bei den Anwesenden für rundum vergnügliche Abendunterhaltung.

Allzu garstig benimmt sich der Opa (Horst Jönck) im Haushalt des Schwiegersohns Hannes Kulenkamp (Klaus Aden) und dessen Sohn Schorsch (Marc Gelhart). Einen Streich nach dem anderen denkt er sich vor allem auf Kosten von Dienstmädchen Katrin (Berta Brinkhoff) aus, die er mit seinen Späßen und fortwährenden Beleidigungen aus dem Haus ekelt. Da nun eine Frau im Haus fehlt, einigt sich Bauer Hannes mit seinem Bekannten Peter Fiesebarg, großartig mit cholerischen Ansätzen gespielt von Horst Karstens, auf einen Deal: Schorsch soll dessen Tochter Eva (Claudia Schröder) ehelichen, die er zwar noch nie gesehen hat, was aber für die beiden von untergeordneter Bedeutung ist.

Guste (Magita Pust) hört es gar nicht gern, das Tochter Evi (Claudia Schröder) so von dem neuen Knecht schwärmt - Opa ( Horst Jönck) freut das dagegen sehr

Doch sowohl der Bräutigam als auch die Braut wollen sich ihre Partner selbst aussuchen, und lehnen eine Heirat nach "Blind Date" Manier ab. So denkt sich Schorsch eine List aus, um Eva zunächst unerkannt in Augenschein zu nehmen und lässt sich bei Bauer Fiesebarg als Vertretung des Knechts (Harald Schmidt) einstellen. Fiesebarg ist von Opas kratzbürstigem Wesen derart angetan, dass er ihn von Hannes abkauft und zusammen mit seiner Gattin Guste (Magita Pust) fortan nach Strich und Faden verwöhnt, um sich später auf diese Weise Opas Hinterlassenschaft unter den Nagel zu reißen.

Dafür müssen die Fiesebargs die ganze Boshaftigkeit von Opa über sich ergehen lassen, der das Spiel natürlich durchschaut und im Stillen ganz andere Pläne schmiedet. Denn wie so oft im Leben, gilt auch hier die Binsenweisheit: Wer zuletzt lacht, lacht am besten. Weitere Aufführungstermine: 5., 12., 18. und 19. Januar um 20 Uhr und am 5. und 12. Januar zusätzlich um 15.30 Uhr.

Evi (Claudia Schröder) und Opa (Horst Jönck) verstehen sich sofort ganz prima.

Opa (Horst Jönck - rechts) fühlt sich bei Fiesebargs (von links - Horst Karstens, Magita Pust, Claudia Schröder) sichtlich wohl.

Am Schluß gibt es natürlich ein Happy End - aber wie das aussieht, wird nicht verraten! Schauen Sie sich das selbst an!