Marion Zomerland

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Marion Zomerland als "Dat Kuppelwief" zum 75. Jubiläum der Bühne

- Mitglied
seit 14. Mai 1985

- Ehrungen
1995 - 10-jährige Mitgliedschaft
2005 - 20-jährige Mitgliedschaft
21.06.2010 - für 25-jährige aktive Mitarbeit die Ehrennadel mit Silberkranz und die Ehrenurkunde des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen und Bremen
26.10.2013 - für 10 Jahre Bühnenleiterin Theater am Meer die Ehrenurkunde des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen und Bremen
26. Juni 2015- 30-jährige Mitgliedschaft
09. März 2016 - Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

kulturland oldenburg 1.2016|Nr. 167 | Zeitschrift der Oldenburgischen Landschaft

Wilhelmshavener Kulturschaffende ausgezeichnet

Oberbürgermeister Andreas Wagner überreiche die Auszeichnungen an Marion Zonerland und Arnold Preuß im Wilhelmshavener Rathaus. - Foto: Dietmar Boekhaus

Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement im Bereich der Pflege und Förderung der niederdeutschen Sprache, des Theaterspiels und der Jugendkulturarbeit hat Bundespräsident Joachim Gauck den Wilhelmshavener Kulturschaffenden Marion Zomerland die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und Arnold Preuß das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

GUTEN MORGEN SONNTAG vom 13. März 2016

Bundespräsident Joachim Gauck ehrt Marion Zomerland und Arnold Preuß

Verdienstmedaille und Verdienstkreuz

Oberbürgermeister Andreas Wagner (li.) überreichte die Auszeichnungen an Marion Zomerland und Arnold Preuß im Wilhelmshavener Rathaus. - Foto: Boekhaus

Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement im Bereich der Pflege und Förderung der niederdeutschen Sprache, des Theaterspiels und der Jugendkulturarbeit hat Bundespräsident Joachim Gauck Marion Zomerland die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und Arnold Preuß das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Die Aushändigung der Auszeichnungen wurde am 9. März 2016 von Oberbürgermeister Andreas Wagner im Rahmen einer Feierstunde im Ratssaal des Rathauses Wilhelmshaven vorgenommen.

JEVERSCHES WOCHENBLATT 11. März 2016

Um Theaterlandschaft verdient gemacht

AUSZEICHNUNG Verdienstmedaille und -kreuz an Marion Zomerland und Arnold Preuß verliehen

Bühneneigene Theaterschule aufgebaut. Großer Rückhalt durch die Familie.

Marion Zomerland und Arnold Preuß mit ihren Auszeichnungen - Foto: Dietmar Boekhaus

WILHELMSHAVEN/BOE - Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement im Bereich der Pflege und Förderung der niederdeutschen Sprache, des Theaterspiels und der Jugendkulturarbeit haben Marion Zomerland und Arnold Preuß die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland beziehungsweise das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen bekommen. Im Ratssaal der Stadt wurden die Auszeichnungen am Mittwoch von Oberbürgermeister Andreas Wagner überreicht.

Kurzweilige Abende
Beide, so Wagner, hätten nicht nur sehr viel für die Theaterlandschaft allgemein, sondern für das Theaterwesen in der Jadestadt im Besonderen getan: "Beide haben dafür gesorgt, dass das ,Theater am Meer' in den Herzen der Menschen überregional verwachsen ist." Zomerland und Preuß hätten nicht nur vielen Figuren Leben eingehaucht und damit "den Besuchern kurzweilige Abende beschert", sondern darüber hinaus Regie geführt sowie als Motivateure gearbeitet. Beide haben die bühneneigene Theaterschule aufgebaut, in der junge Nachwuchsschauspieler spielerisch die plattdeutsche Sprache lernen. Der Umzug vor einigen Jahren vom Stadttheater in die eigenen Räume in der Kieler Straße gab dem "Theater am Meer" eine neue Spielfläche.

Marion Zomerland blickte in ihrer Dankesrede auf mehr als 30 Jahre am Theater zurück. Zuerst sei sie dort hin gegangen, ohne den Mut zu sagen, dass sie keine Lust habe, erinnerte sie sich: "Dann aber entdeckte ich, wie viel Spaß das Theaterspielen macht." Dank gebühre insbesondere ihrer Familie und den Akteuren des Theaters. "Diese Auszeichnung geht zum Teil auch an euch", betonte Zomerland.

Familiärer Rückhalt
Arnold Preuß steht seit 1974 auf den Brettern, die die Welt bedeuten. "Das Wichtigste ist, dass wir das ,Theater am Meer' noch viele Jahre begleiten dürfen", erklärte Preuß, der auf eine lange Karriere zurückblicken kann. So war er als Vorsitzender und Leiter der Niederdeutschen Bühne vom 14. September 1985 bis 1995 tätig, ab dem 16. Mai 2003 dann erneut zusammen mit Marion Zomerland Vorsitzender und Bühnenleiter des "Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven". Am 3. September 2005 wurde er beim Bühnentag in Bremerhaven zum Präsident des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen/ Bremen ernannt - und bis 2015 dreimal wiedergewählt.

Preuß betonte in seiner Rede die Wichtigkeit des Rückhalts der Familie für die Theatertätigkeit: "Ohne meine Familie würde ich jetzt hier nicht stehen. Das Gleiche gilt für unser Ensemble."

- Vorstandstätigkeiten
Bühnenleitung (gemeinsam mit Arnold Preuß) und Künstlerische Leiterin der Bühne seit 16. Mai 2003

- Schauspielerin
Sie
spielte u.a.
die Meike Hölkens in "Kornblomen för den olen Smuuskater" (83/84),
die Ursula Thorgard in "Petrus gifft Urlaub" (84/85),
die Friedel in "Minsch ween mutt de Minsch" (85/86),
die Julie in "Liliom" (86/87),
die Evi in "Oma ward verköfft" (86/87),
die Reni in "Kiek mal wedder in" (87/88),
die Greten Witt in "Stratenmusik" (87/88),
die Mariechen Wulf in "De möblierte Herr" (88/89),
die Elsbe in "Mudder Mews" (89/90),
die Belinda in "Belinda" (90/91),
die Alma Butendörp in "Hein Butndörp sien Bestmann" (90/91),
das Frollein Blume in "Rut ut de Puschen" (93/94),
die Andi in "Laat us endlich anfangen!" (94/95),
die Silvia Dreesen in "Halsbreken Grappen" (94/95)
die Nane März in "Hannes un Martha" (95/96),
die Monika in "Een Slötel för twee" (96/97),
die Jessica in "Pasters, Pasters, nix as Pasters" (97/98),
die Ulla Witte in "Fledderweken",
die Gerhild Fleischhauer in "Medewatt?" (00/01),
die Pamela Willms in "Allens ut de Reeg" (00/01),
die Geesche Gottfried in "Froo Geesche Gottfried" (01/02)
den Baas van de Rövers in "De Bremer Stadtmusikanten" (02/03),
die Susanne und die Gritje in "Du büst bloots tweemal jung" (02/03),
die Titania im "Sommernachtstraum" (Sommer 2003, Westerstede)
die Annie Wilkes in "Misery" (03/04)
die Michaela Ungermann in "Keen Tiet för de Leev" (2003/04),
die Martje Rull in "Dat Schörengericht" (03/04),
die Fine Wibbel in "De plietsche Sniedermeister" (04/05)
die Ursel Hradscheck in "Ünner´n Beerboom" (04/05),
die Stine in "Bahnmeester Dood" (05/06),
die Anna in "Herr Adrian hett Liefpien" (05/06),
die Kommissarin Rust in "To´n Düwel mit´n Sex" (06/07)
die Wilka Cressner in "Ik bün dar för di!" (06/07),
die Dolly Levin in "Dat Kuppelwief" (07/08),
die Erna Dobermann in "Verleeft, verlööft, verloorn!" (08/09)
,
die Lise Slutup in "Tippelbröder" (09/10),
die Gitti / Frau Säuberlich in "Nix as Kuddelmuddel" (09/10)
den Bello (als Vertretung) in "Wi rockt op platt" (09/10)
diverse Rollen (als Krankheitsvertretung) in "Wi rockt op platt - Episode twee" (10/11)
die Nachbarin, die Omi, die Ärztin in "Lüttstadtrevier" (11/12),
die Annie Wiese in "Mudder is de Beste" (11/12),
die Postbotin, die Sieglinde, die Regina in "Dat Meer-Hotel" (12/13),
die Anna Schäfer in "De besten Daag in mien Läven" (12/13),
die Elli Janßen in "Geld verdarvt den Charakter" (13/14),
die Susi Kehlmann in "Gode Geister" (14/15),
die Lily Pieper in "Fro Pieper läävt gefährlich" (15/16),
die Lisa in "Lüttje Eheverbreken" (15/16),
die Anna 'Nan' Russel in "Toeerst kummt de Familie" (16/17).

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Marion Zomerland als Ulla Witte in "Fledderweken"

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- Regie

Sie führte erstmals Regie bei dem Stück "Max un Moritz" * (03/04) und dann bei
"Feuerzangenbowle" *(05/06 - Theaterschule gemeinsam mit Arnold Preuß)
"Hartklabastern" (05/06)*
"To´n Düwel mit´n Sex" (06/07)*
"Agathe un ik" (2007/08) *
"De wilden Höhner geevt Vossalarm" * (07/08 - Theaterschule gemeinsam mit Arnold Preuß)
"In´t Witte Rössl" * (08/09 - gemeinsam mit Arnold Preuß)
"Kerls, Kerls, Kerls!" (08/09) *
"Wi rockt op platt (09/10 - gemeinsam mit Arnold Preuß) *
"Keerls döör un döör (09/10) *
"Jo, das Ungeheuer aus dem Zoo" - gemeinsam mit Arnold Preuß)*

"Lögen hebbt junge Been" (01/11)*
"Mien Mann, de fohrt to See" (10/11)*
"Lüttstadtrevier" (11/12) * - gemeinsam mit Arnold Preuß
"Dat Meer-Hotel" (12/13) * - gemeinsam mit Arnold Preuß
"De besten Daag in mien Läven" * - gemeinsam mit Arnold Preuß,
"
Ünner't Lüchtfüer" (14/15) *

* auch Bühnenbild

- Regieassistenz
Sie assistierte bei dem Stück "Amaretto" (96/97)

- Choreografin
"Max un Moritz" (03/04),
"Kiek mal wedder in" (04/05,
"De vergnögte Tankstell" (07/08)
"Wi rockt op platt - Episode twee" (10/11)

- Souffleurin
u. a. in dem Stück "Medewatt?" (85/86),
"To´n Düwel mit den Sex" (91/92),
"De lüttje Wippsteert" (00/01),
"Feuerzangenbowle" (05/06),
"De wilden Höhner geevt Vossalarm" (07/08)

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Marion Zomerland als Fro Martje Rull in "Dat Schörengericht", Spielzeit 2003/04

- Autorin
Sie schrieb das Theater am Meer
das Theaterstück für Kinder und Jugendliche "Jo, das Ungeheuer aus dem Zoo" (Spielzeit 2009/10),
das Polizeimusical "Lüttstadtrevier" (Spielzeit 2011/12, UA 6.11.2011)
das Musical "Dat Meer-Hotel" (Spielzeit 2012/13, UA 10.11.2012)

Wilhelmshavener Zeitung vom 31. Mai 2010

Platt snacken kann ganz schön cool sein

THEATER-AM-MEER Theaterschüler zeigten „Jo, das Ungeheuer aus dem Zoo"

VON INGA HELLWIG

Jo (Joan König, rechts) hat es nicht leicht. Wenn er auf dem Schulhof platt spricht, lästern die anderen über diese „Urwaldsprache".    WZ-FOTO: KNOTHE

WILHELMSHAVEN - „Platt snaken ist cool!" Mit dieser Botschaft eröffnete die Schauspielgruppe der zehn- bis 16-jährigen Absolventen der Theaterschule des „Theaters am Meer" am Freitagabend die neue Spielstätte der Niederdeutschen Bühne in der Kieler Straße 63 mit ihrem Stück „Jo, das Ungeheuer aus dem Zoo".„ Diese neue Spielstätte ist unsere Zukunft und muss daher auch von unseren Nachwuchsschauspielern eingeweiht werden", begrüßten Regisseure und Bühnenleiter Marion Zomerland und Arnold Preuß das Publikum, das anschließend eine erfolgreiche Premiere erleben durfte. Denn die Uraufführung des von Marion Zomerland geschriebenen Stückes „Jo, das Ungeheuer aus dem Zoo" war zugleich der erste Auftritt der gesamten Theaterschulklasse, die Premiere des Stücks selber und die Aufführung, mit der die Theaterbretter des gemütlichen Zimmertheaters zum ersten Mal öffentlich bespielt wurden.

Das Ergebnis lässt in Sachen Perspektiven der Niederdeutschen Bühne viel Gutes erwarten. Lebendig und authentisch ließen die 17 Darsteller die Geschichte vom plattdeutsch sprechenden Jo (Joan Kröger), der neu an eine Schule kommt, zum Leben erwachen. Mit seiner „Fremdsprache" hat er es recht schwer und muss sich von der von Vorurteilen verblendeten Clique als Ungeheuer beschimpfen lassen. Vor allem Rune (Rune Opitz) und Kay (Kay Watty) machen sich über ihn lustig — bis Janina (Janina Icken) und Tünde ( Tünde Ritter), die zu den beliebtesten Mädchen an der Schule gehören, durchblicken lassen, dass sie selbst nicht nur Platt verstehen, sondern auch sprechen. So schaffen sie es, die Clique auf ihre Seite zu ziehen. Sie verabreden sich zum Sprachunterricht, in dem man Platt am bestem beim Singen erlernt. Hier griffen die Theaterschüler auf zwei Erfolgsstücke aus „Rock up platt" zurück, die sie wunderbar präsentierten. Dumm ist nur,dass Janina auch Runes Freundin ist und der „Verrat" der jungen Liebe in die Quere kommt.

Es folgt ein Kuddelmuddel mit Tränen, Blut und vielen Zweifeln an der eigenen Intoleranz. Natürlich ist das Plattdeutsche tragende Sprache des Stücks und die jungen Protagonisten beherrschten nicht nur ihre Rollen perfekt, sondern auch ihre selbst frisch erlernte Theatersprache. So konnte sich das Publikum gleich doppelt freuen: Über das nette Stück — bei dem am Ende alles gut ausgeht — und über die beruhigende Sicherheit, dass der Bühne die nächste Generation gesichert ist. Die Theaterschüler bekamen für ihre gute Leistung, die angesichts der kleinen Bühne , in dem das Publikum hautnah fast in das Geschehen mit einbezogen wird, noch lobenswerter ist, viel verdienten Applaus.

Als nächste Station fährt die Theaterschulklasse vom 4. bis 6. Juni zum 2. Jugendtheaterfestival nach Osterholz-Scharmbeck, wo man ihnen mit ihrem ungeheuer guten Stück nur die Daumen drücken kann.Weitere Mitwirkende: Rauke Backhus, Lena-Maria Eden, Fabio Ferrera, Romina Ferrera, Lukas Friedrichs, Niels Jantschalek, Emilia Hoppe, Jonas Krukenberg, Yannik Marschner, Lena Nöhmer , Laura Rosenboom, Talke Wittig

JEVERSCHES WOCHENBLATT vom 7. November 2011

Musical löst wahre Begeisterungsstürme aus

PREMIERE Mit „Lüttstadtrevier" hat „Theater am Meer" wieder voll ins Schwarze getroffen / Viel Szenenapplaus


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Landstreicher Rudi, Stammgast in der Zelle des Lüttstadtreviers, hat Blumen für die nette Polizistin Rieke dabei. BILDER: DIETMAR BÖKHAUS

Akteure waren mit Herzblut dabei. Weitere Aufführungen im November und Dezember.

VON DIETMAR BÖKHAUS

WILHELMSHAVEN - Mit dem Musical Lüttstadtrevier hat das Theater am Meer wieder ins Schwarze getroffen. In der Regie von Marion Zomerland und Arnold Preuß hat das kleine Theater in der Kielerstraße 63a mit der Uraufführung am vergangenen Sonnabend die Zuschauer mitgerissen. Szenenapplaus gab es für die Akteure, die bis auf vier alte Theaterhasen alle Talente aus der eigenen Theaterschmiede sind, serienweise. Die Gesangseinlagen der jungen Schauspielerinnen    undSchauspieler veranlassten die Gäste im kleinen Theater, das bis auf zwei Plätze ausverkauft war, mitzusingen - unter anderem zu Songs von Jürgen Drews, den Beatles, Wolfgang Petry und Achim Reichel, natürlich auf Plattdütsch und umgeschrieben von Marion Zomerland.

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Putzmann Rudi träumt von einem besseren Leben, vielleicht in New York.

Zum Inhalt: Im Lüttstadtrevier in Wilhelmshaven sind große und kleine Ganoven unterwegs, die von der Polizistin Rieke wieder auf den richtigen Weg gebracht werden. Ab und zu wird sie von den Kollegen Hannes und Johnny unterstützt, wenn die nicht gerade mit Pause machen beschäftigt sind. Da ist unter anderem der Landstreicher Rudi, der des öfteren in der Zelle des kleinen Polizeireviers zu Gast ist, und auch der kleine Berni, der beim Ladendiebstahl erwischt wurde, muss eine Nacht brummen. Neben Nachbarinnen, die sich nicht einigen können, wem die Äpfel am Gartenzaun gehören, sind auch Seebären mit von der Partie. Die musikalischen Arrangements besorgt Nicolas C. Ducci.

Die Musicalproduktion, in dem die Akteure mit viel Herzblut agieren, wird noch am 11., 13.,19., 20., 26., 27. und 30. November, sowie am 4., 26. und 28. Dezember ab 20 Uhr gespielt. Nachmittagsvorstellungen um jeweils 15.30 Uhr sind geplant für den 13., 20. und 27. November sowie für den 4. Dezember.Karten gibt es im Theaterbüro, Kieler Straße 63 a, zu den bekannten Öffnungszeiten (Montag bis Mittwoch, Freitag von 10 bis 13 Uhr, Do. von 16 bis 18 Uhr). Außerhalb dieser Zeit sind Kartenbestellungen per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder per Telefon 04421/777749 (Anrufbeantworter) möglich.

 

NORDWEST-Zeitung vom 7. November 2011

„Grünröcke“ zu Tränen gerührt

Uraufführung Publikum feiert mit stehenden Ovationen


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„Lüttstadtrevier“ Das Stück samt Liedtexte auf bekannte Hits hat Marion Zomerland geschrieben. BILD: Knothe

Das Polizeimusical auf Plattdeutsch wartet mit vielen kauzigen Einlagen und Wortwitz auf. Das „Theater am Meer“ hat damit wieder einen Volltreffer gelandet.

von Wolfgang A. Niemann

Wilhelmshaven - Mit stehenden Ovationen forderte das Publikum am Sonnabend im Wilhelmshavener „Theater am Meer“ eine weitere Zugabe – und das spielfreudige Ensemble sang noch einmal die Hymne des Abends: „Wi sünd de Sheriffs van’n Norden“, in der Normalfassung als „We are the Champions“ von Queen bekannt.Damit endete die rundum gelungene Uraufführung von „Lüttstadtrevier“, einem Polizeimusical auf Platt unter Regie von Arnold Preuß und Marion Zomerland, die das Stück samt der neuen Liedtexte auf bekannte Hits auch geschrieben hat. Zur Eröffnung stolzierte erst einmal Nicolas C. Ducci als Kommissar im Humphrey-Bogart-Look herein und fragte mit Falkos Welthit „Allens klar, Herr Kommissar?“

Richtig kriminell aber wurde es doch nicht, denn fast wie im Vorbild aus der Fernsehserie geht es im Polizeirevier der Lüttstadt Wilhelmshaven eher gemütlich zu. Das beginnt mit einem Bullen-Ballett und dann streiten sich zwei Nachbarinnen um den gegenseitigen Apfelklau oder Autorin Zomerland singt als Oma mit ostpreußischem Rrrr von „Friedrichs Spuren im Sand“ (frei nach Howard Carpendale) und meint den entlaufenen Goldhamster.Revierleiterin Rieke (Claudia Ducci) läuft als Gefühlspolizisten zu Hochform auf, während ihre spillerigen Kollegen (Christian Strowik, Joan Kröher) ihre Frühstückspausen nur ungern von Arbeit unterbrechen lassen.

Da bringt so ein rüpeliger Autofahrer wie Jüngling Leo (Yannik Marschner) richtig Unruhe ins Revier, nachdem er einen alten Herrn (Horst Karstens) bedrängt hat. Leo beklagt sich zwar mit Henry Valentinos „Im Auto vor mir“, muss aber wegen seiner frechen Klappe in die Arrestzelle. Nach einer charmanten Bauchtanzeinlage zweier festgenommener leichter Damen wird schließlich Berni (Kay Watty) vorgeführt, der eine Art roten Faden dieser flotten Episodenrevue vorgibt. Das 16-jährige Muttersöhnchen hat als Mutprobe die Finger in eine Ladenkasse gesteckt und nun erlebt er den „Wahnsinn“ (Wolfgang Petry) einer Nacht in der Zelle. Dabei hatte der Bullenchor doch zuvor schon klar gemacht „Into breken lohnt sich nicht“ (“Liebeskummer lohnt sich nicht“). Hansi aber jammert „Moder, du schasst doch nich um dienen Jungen weinen“, Heintje lässt grüßen.

Während der Nachtschicht hat Hansi allerdings ganz andere Gelüste, hat er sich doch in Rieke als „Fräulein in Grön“ (Chris de Burghs „Lady in Red“) verliebt. Und nach kauzigen Einlagen mit viel Wortwitz und feiner Choreografie zeigt dann auch Regisseur Arnold Preuß sein komödiantisches Können. Vor allem sein schwuler Friseur, der den schmalen Herrn Wachtmeister keck anhimmelt, ist eine Lachnummer für sich. Zudem wird es mal wieder frech, fröhlich und ein klein bisschen frivol, wenn Patientin Molly (Sandra Krüger) von Dr. Dusseldeern (M. Zomerland) an der falschen Stelle Fett abgesaugt wurde und sie sich mit „Schlank, schlank, schlank“ (“She loves you“/Beatles) auch noch verulken lassen muss.

All die witzigen Episoden haben jedoch bei einem großen Eindruck hinterlassen: Berni besingt mit knabenhaftem Schmalz seinen Wunsch, auch so ein toller Polizist werden zu wollen, und rührt die Grünröcke zu Tränenströmen. Worauf das gesamte Ensemble zu einem geisterhaften Finale die stolzen Sheriffs vom Norden besingt. Und auch das noch einmal so gekonnt und mit Inbrunst, dass der Riesenbeifall gar kein Ende nehmen wollte. Der galt im Übrigen auch den weiteren Akteuren Lena-Maria Eden, Janina Icken und Christel Dörnath sowie dem gesamten Team hinter den Kulissen.

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 7. November 2011

Sheriffs van'n Norden die Champions

PREMIERE Theater am Meer bot mit „Lüttstadtrevier" eine gelungene Uraufführung


Zu einem geisterhaften Finale wurden die stolzen Sheriffs vom Norden besungen. Der Riesenbeifall wollte gar kein Ende nehmen.

VON WOLFGANG A. NIEMANN

Das Stück samt der neuen Liedertexte auf bekannte Hits hatte Marion Zomerland geschrieben.  WZ-FOTO: KNOTHE

WILHELMSHAVEN — /WAN Mit stehenden Ovationen forderte das Publikum am Sonnabend im Wilhelmshavener „Theater am Meer" eine weitere Zugabe und das spielfreudige Ensemble sang noch einmal die Hymne des Abends: „Wi sünd de Sheriffs van'n Norden", in der Normalfassung als „We are the Champions" von Queen bekannt. Damit endete die rundum gelungene Uraufführung von „Lüttstadtrevier", einem Polizeimusical auf Platt unter der Regie von Arnold Preuß und Marion Zomerland, die das Stück samt der neuen Liedertexte auf bekannte Hits auch geschrieben hatte. Zur Eröffnung stolzierte erst einmal Nicolas C. Ducci als Kommissar im Humphrey-Bogart-Look herein und fragte mit Falkos Welthit „Allens klar, Herr Kommissar?"

So richtig kriminell aber wurde es doch nicht, denn fast wie im großen Vorbild aus der Fernsehserie geht es in diesem Polizeirevier in der Lüttstadt Wilhelmshaven (so bezeichnet sie das Programm, nicht die Redaktion!) eher gemütlich zu. Das beginnt mit einem Bullen-Ballett und dann stritten sich da zwei Nachbarinnen um den gegenseitigen Apfelklau oder Autorin Zomerland sang als Oma mit ostpreußischem Rrrr imPlatt von „Friedrichs Spuren im Sand" (frei nach Howard Carpendale!) und meint den entlaufenen Goldhamster.

Revierleiterin Rieke (Claudia Ducci) läuft bei so etwas als Gefühlspolizisten zu Hochform auf, während ihre beiden spillerigen Kollegen (Christian Strowik, Joan Kröher) ihre Frühstückspausen nur ungern von Arbeit unterbrechen lassen. Da bringt so ein rüpeliger Autofahrer wie der aufgemotzte Jüngling Leo (Yannik Marschner) richtig Unruhe ins Revier, nachdem er einen alten Herrn (Horst Karstens) bedrängt hat. Leo beklagt sich zwar mit Henry Valentinos „Im Auto vor mir", muss aber wegen seiner frechen Klappe in die Arrestzelle.

Nach einer charmanten Bauchtanzeinlage zweier festgenommener leichter Damen zum „Waka Waka" wird schließlich Berni (Kay Watty) vorgeführt, der eine Art roten Faden dieser flotten Episodenrevue vorgibt. Das 16-jährige Muttersöhnchen hat als Mutprobe die Finger in eine Ladenkasse gesteckt und nun erlebt er den „Wahnsinn" (Wolfgang Petry) einer Nacht in der Zelle. Dabei hatte der Bullenchor doch zuvor schon klar gemacht „Into breken lohnt sich nicht" ("Liebeskummer lohnt sich nicht"). Hansi aber jammert „Moder, du schasst doch nich um dienen Jungen weinen", Heintje lässt grüßen. Während der Nachtschicht hat Hansi allerdings ganz an dere Gelüste, hat er sich doch in Rieke als „Fräulein in Grön" (Chris de Burghs „Lady in Red") verliebt.

Und nach all den kauzigen Einlagen mit viel Wortwitz und feiner Choreografie zeigt dann auch Regisseur Arnold Preuß sein komödiantisches Können. Vor allem sein schwuler Friseur, der den schmalen Herrn Wachtmeister keck anhimmelt, ist eine Lachnummer für sich.Zudem wird es mal wieder frech, fröhlich und ein klein bisschen frivol, wenn Patientin Molly (Sandra Krüger) von Dr. Dusseldeern (M. Zomerland) an der falschen Stelle Fett abgesaugt wurde und sie sich mit „Schlank, schlank, schlank" ("She loves you" / Beatles) auch noch verulken lassen muss. All die witzig-heimeligen Episoden haben jedoch bei einem großen Eindruck hinterlassen: Berni besingt mit knabenhaftem Schmalz seinen Wunsch, auch so ein toller Polizist werden zu wollen, und rührt die Grünröcke, zu Tränenströmen.

Worauf das gesamte Ensemble zu einem geisterhaften Finale die stolzen Sheriffs vom Norden besingt Und auch das noch einmal so gekonnt und mit Inbrunst, dass der Riesenbeifall gar kein Ende nehmen wollte. Der galt im Übrigen auch den weiteren Akteuren Lena-Maria Eden, Janina Icken und Christel Dörnath sowie dem gesamten Team hinter den Kulissen.

JEVERSCHES WOCHENBLATT vom 14. November 2012

Ohrwürmer auf Platt sorgen für Partylaune

KULTUR Theater am Meer: Uraufführung des Musicals „Dat Meer-Hotel" begeistert Publikum — Ausverkauftes Haus

Am Ende gab es stehende Ovationen für das Ensemble voller Spielfreude.

(v.r.) Fenja Strowik (verdeckt) als Susann, Yannik Marschner als Hotel-Koch Benito, Kay Watty als Liftboy Robert, Janina Icken als Zimmermädchen Jule und Nicolas C.Ducci  als Portier Nobbi

WILHELMSHAVEN/BOE — Musical-Zeit im Theater am Meer in Wilhelmshaven: Die Akteure haben nach der erfolgreichen Uraufführung des Musicals „Lüttstadtrevier" ein weiteres musikalisches Stück aus der Feder von Marion Zomerland auf die Bühne gebracht: „Dat Meer-Hotel". Die ausverkaufte Uraufführung des Plattdeutsch-Musicals unter der Regie von Marion Zomerland und Arnold Preuß, dargeboten von einem Ensemble voller Spielfreude, begeisterte am Sonnabend das Publikum.

Zur Handlung: Das Personal fragt sich, warum keine Gäste ins Hotel kommen und bangt um seine Arbeitsplätze. Doch urplötzlich ändert sich die Situation. Die Hotelhalle, Dreh- und Angelpunkt des Geschehens, wird nach und nach von immer mehr Gästen angesteuert, die Übernachtungswünsche  anmelden. Hotelchefin Christina rätselt: „Wat is dar bloots passeert"?

Die unterschiedlichsten Typen kommen ins Hotel. In ihren (Mehrfach-)Rollen glänzen: Christel Dörnath (Hotelchefin), Lena-Maria Eden (Victoria von Gutenbarg, Haremsdame, Steffi), Janina Icken (Zimmermädchen Jule, Haremsdame, Rosenmädchen Rosi und Fußballfan), Fenja Strowick (Empfangsdame Susan), Heidi Strowick (Fro van Gutenbarg). Letztere schwärmt von ihrem imaginären Sohn, der ja Doktor werden will, aber Schwierigkeiten mit der Kopiertaste an seinem Computer hat. Marion Zomerland, die dem Ensemblemitgliedern die Rollen auf den Leib geschrieben und die Musik — von Schlager bis Pop — mit plattdeutschen Texten versehen hat, gibt selbst die Briefträgerin mit ganz eigenen Vorstellungen vom Postgeheimnis sowie Sieglinde und Regina. Walter Bleckwedel legt seine ganze Bühnenerfahrung in die Rolle als Prof. Dr. Snieder, einem Archäologen, Nicolas C. Ducci hat als Portier Nobbi viel zu tun, erlebt aber auch die große Liebe. Horst Jönck überzeugt als der alte Herr Walter, ebenso Joan Kröher als Kellner Heiner, Fußballfan und Bodyguard. Yannik Marschner schlüpft prima in die Rollen als Koch Benito, Scheich, Fußballfan und als Bodyguard. Arnold Preuß, der als Theodor und als Hotelier Herr Holm daherkommt, macht eine gute Figur; das gilt auch für Kay Watty als Liftboy Robert und Fußballfan.

Sie alle haben das Premierenpublikum im Zimmertheater an der Kieler Straße überzeugt. Stehende Ovationen und der Ruf nach Zugaben wollten nicht enden. Allein diese Zugaben waren das Eintrittsgeld wert. Jede Menge Musik „op Platt" verwöhnt die Ohren der Theaterfans und sorgt für Partylaune. Songs von Andrea Berg, Peter Maffay, Udo Jürgens, Klaus Lage, Tim Bendsko, Freddy Mercury, Xavier Naidoo, DJ ötzi und vielen anderen sind zu hören, die von Bühnenleiterin Marion Zomerland mit plattdeutschen Texten inhaltlich der Handlung angepasst wurden. So wurde aus „Männer sind Schweine" von den Ärzten der Song „Mannslüüd sünd Derten" und aus dem „Ehrenwerten Haus" von Udo Jürgens wurde „Een leevenswertes Huus". Das Bühnenbild, von Marion Zomerland entworfen, den Bühnenbauern Wolfgang Buttjer und Heinz Fuchs gekonnt umgesetzt und von Thomas Marschner farblich gestaltet, tat ein Übriges, um den Applaus der Besucher für ein rund um gelungenes Musical zu bekommen. Für die Bühnenmalerei zeichnet Thomas Marschner verantwortlich und die Beleuchtung setzt Heinz Hillers richtig ein, so wie Rune Opitz und Wolfgang Watty die Tontechnik. Als Souffleuse hatte Anne Hillers den richtigen Satz zur richtigen Zeit parat, wenn er den überhaupt gebraucht wurde. Requisiten: Ingo Heuer und Monika Eilers und Kostüme: Helga Lauermann und Heidi Strowik.

Weitere Vorstellungstermine sind geplant am: 16. 11. um 20 Uhr; 18.11. um 15.30 und 20 Uhr; 24.11. um 20 Uhr, 25.11. um 15.30 und 20 Uhr; 1.12. um 20 Uhr; 2.12. um 15.30 und 20 Uhr; 5.12. um 200 Uhr; 8.12. um 20 Uhr; 9.12. um 15.30 und 20 Uhr, 26.12. um 20 Uhr; 28.12. um 20 Uhr und 29.12. um 20 Uhr. Nach der Premiere sind auch die folgenden fünf Vorstellungen bereits ausverkauft.
Karten sind erhältlich im Theaterbüro an der Kieler Straße montags, mittwochs und freitags von 10.30 Uhr bis 13 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 16 Uhr bis 18 Uhr, außerdem bei den Nordwest-Ticket-Verkaufsstellen sowie im Internet unter
@ unter www.theater-am-meer.de

Prof. Dr. Snieder (Walter Bleckwedel) hat mehr als ein Auge auf Fro van Gutenbarg (Heidi Strowick) geworfen.

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 13. November 2012

TaM mit überschäumender Spielfreude

KULTUR „Meer-Hotel" als flippig-fröhliche Musical-Inszenierung —
Uraufführung war ein Erfolg

Mit dem neuen Musical „Meer-Hotel" versetzt das Theater am Meer das Publikum in Party-Laune. Einige der 17 geplanten Vorstellungen sind schon ausverkauft.

 

Die Produzenten des Musicals, Marion Zomerland und Arnold Preuß, machen sich als schüchternes Pärchen beim ersten Rendezvous im „Meer-Hotel" musikalische Komplimente.    FOTO: TaM/Preuschoff

WILHELMSHAVEN/WAN — Nach dem letztjährigen Musical „Lüttstadtrevier" hat das Wilhelmshavener „Theater am Meer" (TaM) jetzt erneut einen Riesenspaß mit einem plattdeutschen Musical aus der Feder von Marion Zomerland gelandet. Das Publikum der Premierenvorstellung am Sonnabend war beim Finale schier aus dem Häuschen und tanzte und klatschte bei den Zugaben fröhlich mit.

„Dat Meer-Hotel", wie der Titel des Musicals lautet, wurde gleich zu Beginn zwar als „leevenswertes Huus" (nach Udo Jürgens' „Ehrenwertes Haus" mit plattdeutschem Text wie bei allen Liedern des Abends von Autorin Zomerland umgeschrieben) besungen. Dummerweise steht sich das treue Personal unter Chefin Christina (Christel Dörnath) trotz bester Lage und gediegenem Flair des Hauses die Beine in den Bauch, weil die Gäste ausbleiben. Um so freudiger kümmert man sich um die hochnäsige Frau van Gutenbarg (Heidi Strowik) und ihre Tochter Viktoria (Lena-Maria Eden). So sehr, dass es bei Portier Nobbi (Nicolas C. Ducci, der auch für die musikalischen Einspielungen sorgte) gleich funkt und er dem Fräulein den Hof macht. Schon bald sülzen sie im Duett „Muss doch erst ,n netten Mensch retten".

Als nächster kommt Professor Dr. Snieder (Walter Bleckwedel) hereinstolziert und der kauzige Archäologe erklärt seine Arbeit mit Mike Krügers Nippel-Lied, da müsse man „mit dem' lüttje Lepel im Modder drein". Und wie durch ein Wunder strömen plötzlich immer mehr Gäste herein, wo dann sogar Haremsdamen den „Lambada" besingen und eine Schar Fußball-Fans Werder-Grün schwenkt. Auch Frau van Gutenbarg und der Professor kommen einander näher, in ihrem Duett  singen sie allerdings erstmal zu „Im Wagen vor mir" vom Gutenbarg-Sohn, der an seiner Doktorarbeit schreibt und Computer-Probleme mit der Kopiertaste hat. Um so heftiger dann ihre Liebeserklärung zu DJ Ötzis „Ein Stern, der deinen Namen trägt".

Bevor dann eine Animateurin im Hotel und im gesamten Publikum bei „Du hast mich 1000 mal betrogen" für viel Mitmachbewegung sorgt, treten die Intendanten des Musicals auf. Marion Zomerland als schüchternes Mauerblümchen und Arnold Preuß als schusseliger Verehrer haben  ihr erstes Rendezvous und schwelgen im putzigen Liebesduett „Und es is Fredag" frei nach Peter Maffay.

Doch es gibt auch einen bewegenden Moment, als der aus dem Altenheim ausgerissene Herr Walter (Horst Jönck) zur Melodie von „Oh mein Papa" mit Wehmut von der Vergangenheit singt. Um so schräger ist die Einlage zweier Geheimdienstler und schließlich kommt sogar heraus, wie der kauzige Liftboy Robert (Kay Watty) für das Hotel-Wunder gesorgt' hat. Zugleich hat er mit „Winds of Change" (Scorpions) einen der besten Gesangsvorträge  des Stückes.

Und wenn das Publikum immer mehr in Partylaune geriet, so lag das weniger an der eher schlichten Geschichte von „Dat Meer-Hotel" als an dieser flippig-fröhlichen Inszenierung und den Liedtexten, die jedem der Darsteller auf den Leib geschrieben worden waren und am „Final Countdown" aller Mitspieler. Das eigentliche Geheimnis des Erfolges, auf den sich die Zuschauer jetzt noch in mindestens 17 zum Teil bereits ausverkauften Aufführungen freuen dürfen, ist jedoch diese überschäumende Spielfreude aller 13 Akteure.

 


 

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Marion Zomerland als Ursel Hradscheck in "Ünnern Beerboom" - Spielzeit 2004/05

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Marion Zomerland als Anna in "Herr Adrian hett Liefpien" - Spielzeit 2005/06

Marion Zomerland (links mit Klaus Aden) als Anna in "Herr Adrian hett Liefpien" im Rosarium im September 2006

Marion Zomerland als Annie in "Misery" (Spielzeit 2003/04)

Marion Zomerland als Wilka Cressner in "Ik bün dar för di!" (Spielzeit 2006/07)

Marion Zomerland erklärt musikalisch, dass sich Liebeskummer nicht lohnt im Liederprogramm "Mit 17 hett man noch Drööms"

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Marion Zomerland als Erna Dobermann in "Verleeft, verlööft, verloorn!" - 2008/2009

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Marion Zomerland als Erna Dobermann in "Verleeft, verlööft, verloorn!" - 2008/2009

Wilhelmshaven, 19. Mai 2011

Theater am Meer blickt auf eine erfolgreiche erste Spielzeit zurück

Spielplan 2011/12 mit Uraufführung eines Polizeimusicals

Für 10jährige aktive Mitarbeit wurden Meike Zomerland und Harald Schmidt (1 Reihe, 3. von rechts) geehrt. Das Bühnenleitungsduo Marion Zomerland und Arnold Preuß (1. Reihe, 1 von links) wurde ebenso einstimmig wiedergewählt wie Schriftführerin Claudia Schröder (2. Reihe, 2 von rechts). Einen Wechsel gab es beim Amts des Schatzmeisters. Klaus Aden (3. Reihe, 3. von links) trat zurück, zum Nachfolger wurde einstimmig Wolfgang Watty (1. Reihe, 2 von links) gewählt. Neu in den Vorstand kam Rune Opitz (3. Reihe, 2. von rechts)

WILHELMSHAVEN – Auf der gestrigen Jahreshauptversammlung der Bühne ‚Theater am Meer – Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven‘ konnte das Bühnenleitungsduo Marion Zomerland und Arnold Preuß auf eine erfolgreiche erste Spielzeit im neuen Zimmertheater an der Kieler Straße zurückblicken. Bei den anstehenden Vorstandswahlen gab es für Zomerland und Preuß eine einstimmige Wiederwahl. Mit Wolfgang Watty wurde einstimmig ein neuen Schatzmeister gewählt. Der Spielplan 2011/12 wartet mit einer Uraufführung eines Polizeimusicals auf.

Am Beginn der gut besuchten Jahreshauptversammlung wurden Meike Zomerland und Harald Schmidt für 10jährige aktive Mitarbeit mit Bullauge und Buchpräsenten geehrt. Bühnenleiter Arnold Preuß hob das individuelle ehrenamtliche Engagieren der beiden heraus. Als neue Mitglieder der Theaterschule wurden Selina Berke, Jaqueline Edwards, Marian Plohr und Julia Voss aufgenommen. Den Kreis der Bühnenmitglieder verstärkt künftig Ivy Bleckwedel.

Das zahlenmäßige Ergebnis der ersten Spielzeit im eigenen Theater war natürlich bei den Mitgliedern von großem Interesse. Die Bühnenleitung konnte berichten, dass der Abonnementszulauf im ersten Jahr mit 180 Neuzugängen enorm war, ferner waren die Vorstellungen insgeamt so gut, dass nahezu jedes Stück mit Zusatzvortellungen gespielt werden musste. Auch die Auslastungszahlen mit 91, 93, 96 und 100 % sprechen für sich. Das Topergebnis erzielte das Rockmusical „Wi rockt op platt II“ mit 18 Vorstellungen und 1726 Besuchern. Da auch der Finanzbericht für das vergangene Jahr positve Zahlen beinhaltete, konnte das Fazit nur lauten, dass der Fortbestand des ‚Theater am Meer‘ unter den derzeitigen Gegebenheit am neuen Standort gesichert ist.

Die notwendigen Vorstandswahlen brachten neben der einstimmigen Wiederwahl des Leitungsduos Marion Zomerland und Arnold Preuß, auch die der Schriftführerin Claudia Schröder. Neu in den Vorstand wurde Rune Opitz gewählt, dessen einstimmige Wahl Ausdruck für eine erfolgreiche Nachwuchsarbiet ist, denn Opitz ist als Mitglied der Theaterschule in das Ensemble des Theaters gekommen. Einen Wechsel hat es beim Amt des Schatzmeisters gegeben. Klaus Aden hat nach über 25jähriger Vorstandsarbeit sein Amt niedergelegt Für die geleistete Arbeit dankte ihm die Versammlung mit stehendem Applaus. An seiner Stelle wurde einstimmig Wolfgang Watty neuer Schatzmeister. Er hat sich das Vertrauen der Mitglieder in der vergangenen Spielzeit verdienstermaßen mit der Organisation des Theatercafé „Kulissensnack“ erworben. Als Kassenprüferin wurde Heidi Strowik, als Vertreterin Christel Brandt-Jaedeke gewählt.

Der neue Spielplan wartet mit einer echten Uraufführung auf. Das Theater am Meer wird ein Polizeimusical mit dem Titel „Lüttstadtrevier“ uraufführen. Das Musical stammt aus der Feder von Marion Zomerland, die auch mit Arnold Preuß gemeinsam Regie führen wird. Welt-Premiere ist am  5. November 2011. Die neue Spielzeit wird am 10. September 2011 eröffnet mit der Komödie „So en Slawiner“, die in Wilhelmshaven zum ersten Mal gegeben wird. Eine Niederdeutsche Erstaufführung präsentiert das Theater dann am 21. Januar 2012 mit der Komödie von Frank Pinkus „Twee Mannslüüd un een Baby“. Hier führt der Profi Ulf Goerges aus Oldenburg Regie. Zum Spielzeitabschluss am 17. März 2012 kommt es dann zu einem Wiedersehen mit dem Volksstück von Curth Flatow und Horst Pillau „Mudder is de Beste“. Diesen Klassiker des hoch- und niederdeutschen Theaters gab es zuletzt in Wilhelmshaven 1989. Dieses Mal wird er von Nicolas C. Ducci in Szene gesetzt. Selbstverständlich sind die beiden mobilen Gruppen, die Sketchgruppe und das Liederprogrammensemble, wieder unterwegs und für Vereinsfeste, Geburtstage etc. buchbar.

Die Theaterschule wird im Laufe der Spielzeit mit einem musikalischen Stück herauskommen, dass den Titel „Sieben Zwerge suchen per sofort“ hat und spielerisch – ironisch mit den bekannten Grimmschen Märchenfiguren umgeht. Auch hier führt Nicolas C. Ducci Regie.  Eine Veränderung wird es bei den Anfangszeiten geben. Auch die Premiere wird wieder wie alle anderen Abendvorstellungen um 20 Uhr beginnen. Keine Veränderung gibt es bei den Anfangszeiten der Nachmittagsvorrstellungen, die um 15.30 Uhr beginnen. Auch keine Veränderungen wird es bei den Eintritts- und Abopreisen geben, lediglich die Wahlabonnements werden angepasst. Das Theaterbüro öffnet wieder am 15. August 2011 zu den bekannten Öffnungszeiten. Sein Programm und sich selbst stellt das Theater wieder mit einem Tag der offenen Tür am Sonntag, dem 28. August 2011 von 11 bis 17 Uhr vor

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 24. Juni 2009

Bühnenleitung zog positives Fazit

THEATER Bühne am Meer: Zomerland und Preuß wiedergewählt — Ausblick

Die Kosten für den Theaterbetrieb sind gestiegen. Erstmals seit zehn Jahren werden die Eintrittspreise erhöht.

WILHELMSHAVEN/LR — Ein positives Fazit der vergangenen Spielzeit zog das Bühnenleitungsduo auf der Jahreshauptversammlung des Theaters am Meer — Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven, Marion Zomerland und Arnold Preuß. Es sei nicht nur wieder einmal gelungen, ein vielfältiges und anspruchsvolles Theaterprogramm zu präsentieren, sondern einschließlich der mobilen Produktionen wurden viele neue Besucher angelockt.

Das Duo sieht sich dadurch in seiner Spielplanplanung für die abgelaufene Spielzeit bestätigt, die auf neue niederdeutsche Stücke gesetzt habe und mit dem „Weißen Rössl" eine musikalische Produktion im Zentrum hatte, die insbesondere dem Theaternachwuchs eine erste Bühnenbewährungsprobe bot.

„Die Erfolge der Nachwuchsarbeit mit unserer Theaterschule lässt uns mit großem Optimismus in die neue Spielzeit 2009/2010 blicken", betonten Zomerland und Preuß.

Bei den Wahlen wurde die Bühnenleitungsspitze einstimmig für zwei weitere Jahre in ihrem Amt bestätigt. Claudia Schröder wurde als Schriftführerin gewählt. Als neue Mitglieder der Bühne wurden Anne Hertl (Bühnentechnik), Thorben Hackstein (Tontechnik, Inspizienz) sowie die Theaterschüler Romina Ferrara, Lukas Friedrichs, Janina Icken, Katharina Kraft, Joan Kröher, Sarah Nevjestic, Lena Nöhmer, Rune Opitz, Daniela Pietkiewicz, Tünde Ritter, Laura Rosenboom, Sophia Ulrich, Kay Watty, Talke Wittig und Amy Wilke aufgenommen.

Marion Zomerland ehrte die langjährigen Mitglieder Walter Bleckwedel, Marc Gelhart, Martina Hofmann, Magita Pust (zehnjährige Mitgliedschaft), Günter Jaedeke, Jürgen Tapken (30), Brigitte Halbekath (40), Klaus Aden, Hanna und Alfred Christoffers (je 50) und Hildegard Steffens (60).

Allerdings sieht sich das Theater gezwungen, durch die allgemeine Kostenentwicklung erstmals seit zehn Jahren die Eintrittspreise in der neuen Spielzeit nach oben anzupassen. Als neue Rechnungsprüfer wurden Christel Dörnath und Meike Zomerland gewählt.

Jubilare und wiedergewählte Bühnenleitung: (v.l.) Walter Bleckwedel, Marc Gelhart, Martina Hofmann, Klaus Aden, Magita Pust, Hanna Christoffers, Hildegard Steffens, Arnold Preuß, Marion Zomerland, Günter Jaedeke.

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Marion Zomerland als Lise Slutup in "Tippelbröder" (09/10)

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Marion Zomerland als Gitti / Frau Säuberlich in "Nix as Kuddelmuddel" - Spielzeit 2009/2010

Wilhelmshavener Zeitung vom 29. Juni 2010

Theater am Meer zu Hause angekommen

VERSAMMLUNG Dank und Optimismus — 130 neue Abonnenten — Neuer Spielplan

Es war die erste Jahreshauptversammlung im eigenen Haus. Das Theater am Meer — Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven schaut voller Zuversicht in die Zukunft.

WILHELMSHAVEN/LR - Die erste Jahreshauptversammlung im neuen Domizil des Theaters am Meer — Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven war zum einen von der Freude darüber geprägt, endlich in der eigenen Spielstätte angekommen zu sein und zum anderen vom Optimismus für die neue Spielzeit, der sich in den Wochen nach der offiziellen Eröffnung Anfang Mai breitgemacht hat.

So waren dann auch die Begrüßungsworte der Bühnenleitung, Marion Zomerland und Arnold Preuß, Dankesworte an die versammelten zahlreichen Mitglieder dafür, dass sie in den letzten Wochen und Monaten jeder an unterschiedlicher Stelle die Her- und Einrichtung des neuen Hauses bewerkstelligt haben und vor allem, dass in den letzten Wochen die Auszüge des Fundus' aus dem Stadttheater und aus der Werkstatt in der Viktoriastraße komplett bewerkstelligt wurde, so dass jetzt das Theater am Meer im neuen Zuhause endlich angekommen ist.

Arnold Preuß, der die Versammlung leitete, wies darauf hin, dass das Theater nun einkleines Privattheater sei, das von dem Einsatz der ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder getragen werden müsse. Denn nicht nur der Spielbetrieb, sondern auch die Hausdienste seien jetzt Bestandteil des Vereinslebens. Angesichts der in den Wochen nach der offiziellen Eröffnung gezeichneten neuen Abonnements von fast 130 Menschen,die noch nie vorher zum Niederdeutschen Theater in Wilhelmshaven eine Verbindung hatten, sehe er in der kommenden Spielzeit 2010/11 alle Chancen, dass das von allen Seiten gelobte neue Theater in Wilhelmshaven zu einem kulturellen Kleinod der Jadestadt werde.

Marion Zomerland unterstrich bei der Vorstellung des neuen Spielplanes, dass auch die bisherigen Abonnenten sich schriftlich und mündlich überaus positiv zu den Umzugsplänen geäußert hätten und es eine deutliche Steigerung der Gesamtabonnenten- zahl gegeben habe, so dass damit die finanzielle Basis des Theaters am Meer gesichert sei. Der Spielplan 2010/11 zeichne sich durch eine Mischung junger frischer Komödien aus, die mit einem bewährten Klassiker und einer musikalischen Produktion angereichert wurde. So startet das Theater am Meer am 11. September mit der Farce „Lögen hebbt junge Been" in die neue Spielzeit. Es folgt am 6. November die Fortsetzung des Bauernhofrockmusicals „Wi rockt op platt" mit der Episode twee. Ein Wiederse hen mit einem bewährten Wroost-Klassiker gibt es am 22. Januar in „Mien Mann, de fohrt to See". Den Abschluss der Spielzeit bildet eine romantische Komödie mit dem Titel „De besten Daag in mien Läven". Dieses Stück wird am 19. März in der Regie von Ulf Goerges aufgeführt, der sich als Berufsregisseur erstmals in Wilhelmshaven vorstellen wird. Der Spielplan wird vervollständigt von einem Stück der Theaterschule und den mobilen Produktionen des Theaters wie Sketchgruppe und Liederprogramme.

Neben den Regularien einer Jahreshauptversammlung wurden auch die Vorstandsmitglieder Sandra Krüger und Horst Jönck (beide als Beisitzer) sowie Klaus Aden (Schatzmeister) einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Ebenso einstimmig wurde Meike Zomerland als Rechnungsprüferin bestellt. Marc Gel- hart, der sich beruflich nach Weyhe orientiert hat, wurde mit großem Dank der Mitglieder als stellvertretender Vorsitzender verabschiedet. Er wird der Bühne jedoch in bestimmten Marketingbereichen erhalten bleiben.

EHRENNADEL FÜR MARION ZOMERLAND

Ehrungen standen auf dem Programm der Jahreshauptversammlung des Theater am Meer — Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven. Geehrt wurden langjährige und verdiente Mitglieder:

10 Jahre: Nicolas C. Ducci, André Gelhart, Marianne Karstens, Günter Michaels, Horst Qualmann, Claudia Schröder, Heidi Strowik und Christine Wessoleck.

20 Jahre: Rolf-Peter Lauxtermann und Günter Newerla.

25 Jahre: Ralf-Rüdiger Bayer und Berta Brinkhoff.

Bühnenleiterin Marion Zomerland erhielt die Ehrennadel mit Silberkranz sowie die Ehrenurkunde des Niederdeutschen Bühnenbundes für ihre 25-jähriges aktives Schaffen als Spielerin, Regisseurin, Leiterin der Theaterschule sowie der Bühne für den Erhalt der niederdeutschen Sprache.

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Marion Zomerland (nicht nur erfolgreiche Autorin des Musicals "Lüttstadtrevier" - Spielzeit 2011/12 -) sondern auch in der Rolle der Ärztin und....

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...der "alten Frau" beeindruckend. "Lüttstadtrevier" (Spielzeit 11/12)

Marion Zomerland als Annie Wiese mit Heinz Zomerland als Vadder Wiese in "Mudder is de Beste" (11/12)

Wilhelmshavener Zeitung vom 22. September 2012

GANZ PERSÖNLICH

Ein seltenes Jubiläum feierte Roswitha Wunderlich (Mitte) dort, wo sie sich am wohlsten fühlt: auf der Bühne. Mit ihrem Auftritt als Marie Stratmann in Michael Wempners niederdeutscher Komödie „Champagner to'n Fröhstück" beging sie ihr 50-jähriges Jubiläum als Ensemble-Mitglied des Theaters am Meer — Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven. Als Dame mit Charme, Esprit und Eigensinn wirkte sie einmal in einer großen Rolle und erinnerte an die typischen Rollen einer Brigitte Horney oder Gisela Uhlen. Nach der Premiere gratulierte allen voran Bühnenleiterin Marion Zomerland (links) und betonte, dass die Amateurschauspielerin ihre Rollen stets auch gelebt habe und das seien mittlerweile an die 80. Doch auch als Inspizientin, Choreografin und Souffleuse habe sie sich ehrenamtlich engagiert und dreimal selbst Regie geführt. Zu den ersten Gratulanten gehörte auch Bühnenleiter Arnold Preuß (rechts).    FOTO: PRIVAT


Marion Zomerland (mit Christel Dörnath, li.) als Schwestern, die sich nach Jahren wieder versöhnen und musikalisch die Botschaft haben "un Schuld daran sünd bloots de Mannslüüd". (aus "Dat Meer-Hotel" - Spielzeit 2012/13)

Marion Zomerland als Anna Schäfer in "De besten Daag in mien Läven" (12/13)

Marion Zomerland (als Anna Schäfer) mit Arnold Preuß - Spielzeit 2012/13 -

Klaus (Arnold Preuß) und Anna (Marion Zomerland) begegnen sich zum ersten Mal in der Schule — vor 50 Jahren.

WILHELMSHAVEN | 30. März 2013 | KOMPASS | April 2013   

KOMPASS-Interview | Marion Zomerland und Arnold Preuß

Zeit ist knapp. Vor allem, wenn man wie Marion Zomerland und Arnold Preuß zwei Leben hat. Im ersten, dem alltäglichen, sind die beiden Wilhelmshavener Beamte. Doch nach Feierabend tauschen sie die Bürokratie gegen die (Niederdeutsche) Bühne ein. Seit mittlerweile zehn Jahren leiten die beiden in ihrer Freizeit das „Theater am Meer" in der Kieler Straße gemeinsam. Und zwar nicht immer nur hinter den Kulissen. Häufig auch davor. Momentan begeistern sie gerade das Publikum mit Frank Pinkus' romantischer Komödie „De besten Daag in mien Läven".

Herr Preuß, Sie haben mir erzählt, dass ein Schauspieler und ein Beamter über die gleichen Tugenden verfügen müssen.

Preuß: Das stimmt. Beide sollten fleißig, pünktlich, ehrlich und vor allem auch vertrauenswürdig sein.

Zomerland: Ohne diese Eigenschaften läuft kein Theaterbetrieb. Jeder muss pünktlich an seinem Platz sein und seine Rolle können. Dabei müssen wir uns aufeinander verlassen können. Ohne dieses Vertrauen kann man nicht glaubwürdig spielen und das merken die Zuschauer sofort.

Bei „De besten Daag in mien Läven" waren Sie so authentisch, dass das Publikum schon, bevor der Vorhang zuging, begeistert von den Stühlen aufsprang und klatschte.

Zomerland: Plötzlich stand der ganze Saal. Das war ein wahnsinnig schönes Gefühl und wir schweben immer noch zehn Zentimeter über dem Erdboden.

Wie erklären Sie sich diesen Erfolg?

Preuß: Zum einen ist es das Stück von Frank Pinkus. Kaum einer schreibt so lebensnah und hält dabei stets die Balance zwischen Lachen und Weinen wie er. Zum anderen ist es aber die Nähe in unserem Theater. Bei uns geht es intim und familiär zu. Das Publikum sitzt ja unmittelbar an der Bühne. Dadurch bekommen die Zuschauer alles intensiver mit. Wir aber umgekehrt auch. So kann der berühmte Funke auch schneller überspringen.

Dann war es für das „Theater am Meer" die richtige Entscheidung, sich vor drei Jahren mit einem eigenen Haus selbstständig zu machen?

Preuß: Definitiv. Wir haben aber auch großes Glück gehabt, dass wir diese Räumlichkeiten im ehemaligen Gewerkschaftshaus mieten konnten und Vermieter haben, die die aufwendigen Umbauten durchführten. Aber ohne Sponsoren und vor allem die tatkräftige Unterstützung unserer Mitglieder wäre das Ganze letztlich nicht möglich gewesen.

Zomerland: Dieses Engagement zieht sich bei uns durch alle Bereiche. Deshalb freuen wir uns über jeden, der sich bei uns einbringen möchte. Man darf nie vergessen, wenn Arnold und ich vor dem Vorhang stehen, arbeiten dahinter 15 Ehrenamtliche. Sie sind das Rückgrat unseres Theaters. Ohne sie gäbe es keine einzige Aufführung.

Ohne das Publikum aber auch nicht. Und da scheinen Sie genau den Geschmack Ihrer Besucher zu treffen.

Preuß: Wir geben uns jedenfalls große Mühe bei der Auswahl der Stücke und spielen vom Musical bis zum Klassiker die ganze Palette der Unterhaltungskunst. Inzwischen haben wir stetig steigende Zuschauer- und Abonnentenzahlen. Das macht uns stolz und dankbar zugleich.

Begründet sich dieser Zuwachs auch darin, dass die Niederdeutsche Sprache den Menschen gerade in unserer schnelllebigen Zeit ein Gefühl von Dazugehörigkeit vermittelt?

Zomerland: Vom Plattdeutschen geht sicherlich eine große Wärme und Herzlichkeit aus. Doch ich glaube, bei uns ist es die besondere Kombination aus Sprache und der unheimlich positiven Atmosphäre dieses Theaters. Es ist ein bisschen so wie es der berühmte Regisseur Max Reinhardt einst gesagt hat: „Die Bühne ist der seligste Schlupfwinkel für diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen." Das Publikum merkt einfach, wie viel Spaß jedem einzelnen von uns die Aufführungen machen und Lachen ist bekanntlich ansteckend.

Wilhelmshavener Zeitung vom 15. Juli 2013

FRAUENSEITE: Marion Zomerland lebt für das "Theater am Meer"

 

Marion Zomerland hat das Theater zu einem zweiten Beruf gemacht. Sie ist leidenschaftliche Schauspielerin und engagiert sich für das „Theater am Meer".    FOTO: NIEMANN

"Theaterverrückte" mit einer ansteckenden Leidenschaft

HOBBY Marion Zomerland ist Bühnenleiterin beim "Theater am Meer"

Die 50-Jährige geht auf der Bühne vollkommen auf. Diese Freude am Schauspiel und am Theater hat sich bereits auf ihren Mann und die beiden Töchter übertragen.

VON WOLFGANG A. NIEMANN

MIDDELSFÄHR - Wer Marion Zomerland kennt, weiß, dass sie eine „Theaterverrückte" ist und das darf als Kompliment verstanden werden. Seit 29 Jahren steht sie als Laienschauspielerin auf der Bühne und hat bei der Niederdeutschen Bühne Wilhelmshaven inzwischen gut 45 verschiedene Rollen gespielt, immer wieder auch Regie geführt und zwei erfolgreiche Musicals geschrieben. Doch ein wenig verrückt ist vieles bei der 50-Jährigen, die in Aurich geboren wurde und mit der die Eltern bewusst aus Bildungsgründen nicht Platt sprachen. Das Mädchen sollte ja mal was werden und das schaffte sie auch, indem sie sich zur Verwaltungsbeamtin ließ und ausbilden ließ und als solche 1981 nach Wilhelmshaven zur Bundeswehr kam. Noch heute ist sie dort beim Berufsförderungswerk des Karrierezentrums vollzeitlich im Dienst.

1983 stellte sie zwei Weichen fürs Leben: zunächst heiratete sie ihren Freund Heinz, den sie in der Ausbildung kennengelernt hatte, und sie geriet eher zufällig an die Niederdeutsche Bühne am Stadttheater. Sie sah sich nicht als Schauspielerin, aber bereits 1984 fiel bei dem Stück „Kornblumen för den Schmuuska-ter".von Christian Holsten jemand aus und plötzlich fand der noch so schüchterne Neuling ein Textbuch im Briefkasten: „Marion Zomerland - Meike Hölkens". Damit warf man sie regelrecht ins kalte Wasser, denn das war gleich eine größere Rolle und: „Die ersten drei Sätze hat wohl kaum einer verstanden." Dann jedoch sei sie voll drin gewesen. Gerade die Größe der Rolle sei das Beste für sie gewesen, so musste sie schlicht und einfach die Angst wegspielen. Seither ist keine Spielzeit mehr vergangen, in der sie nicht auf der Bühne stand.

Da ging es immer wieder quer durchs Theaterrepertoire, die Niederdeutsche Bühne, aus der mittlerweile das bestens etablierte „Theater am Meer" geworden ist, hat zwei hohe Grundsätze: Professionelle Qualität und Abwechslung. Das offenbart schon die Frage nach herausragenden Rollen, an die Marion Zomerland besonders gern zurückdenkt. Die absolute Nummer Eins war für sie 1990/91 ein Stück, in dem sie von Anfang bis Ende den Mund halten musste. Sie spielte die Belinda in Elmar Harris' gleichnamigem Drama (im Original „Johnny Belinda") um eine Taubstumme, die vergewaltigt wurde und später als Mörderin ihres Peinigers vor Gericht steht. Als der Vorhang fiel, herrschte erstmal beklommene Ratlosigkeit - niemand klatschte Beifall. Der kam dann mit Verzögerung um so stärker, doch auch das Publikum hatte sich nach diesem bewegenden Stück erst einmal innerlich fangen müssen.

Eine auch körperliche Herausforderung war später „Gesche Gottfried", bei der sie eine 17-fache Giftmörderin so darstellen musste, dass sie dennoch die Sympathie des Publikums errang. Und natürlich denkt sie mit großer Freude an den jüngsten Triumph zurück, als sie im vergangenen März zum zehnjährigen Jubiläum der gemeinsamen Bühnenleitung durch sie und Arnold Preuß mit diesem das vielumjubelte Zweipersonenstück „De besten Daag in min Leeven" auf die Bühne brachte. Beide Hauptrollen und die Regie haben sie zusammen bewältigt und das sei auch nur deshalb so gut gelungen, weil sie nach vielen gemeinsamen Stücken wissen, wie der jeweils andere „tickt". Ehemann Heinz ist da übrigens kein bisschen eifersüchtig, sie hat ihn schon bald selbst zum Mitmachen gebracht. Dennoch hat es allerdings bis 2012 gedauert, bis sie bei „Moder is de Beste" erstmals gemeinsam auf der Bühne standen. Heinz Zomerland spielte passenderweise ihren Ehemann. Auch die Töchter Meike und Sontka hat sie längst mit dem Theatervirus    angesteckt, wenngleich beide aus beruflichen Gründen nur selten spielen können.

Aber Marion Zomerland macht ja noch viel mehr, denn als Bühnenleiterin - gemeinsam mit Preuß und beide soeben wiedergewählt - gilt der hohe Anspruch, das Theater wie ein professionelles Haus zu führen. Das gilt seit dem eigenen Domizil in der Kieler Straße noch verstärkt. Zu ihren wichtigsten Aufgaben gehört das Stückeprüfen zum Glück kann sie Platt wie Hochdeutsch lesen und notfalls auch nebenher beim Kochen - und das so genannte Casting. Da sei sie gnadenlos, bekennt die Perfektionistin und lieber verzichte man auf ein interessantes Stück, als eine Rolle nicht bestmöglich zu besetzen. Deshalb gibt es auch immer noch Wunschstücke, die noch auf die passende Besetzung warten. Das Alles bringe viel Anerkennung und schaffe viel Befriedigung, sei aber wie ein zweiter Vollzeitberuf nebenher. Das gehe nur, weil die ganze Familie mitziehe. Und wenn dann doch noch Zeit bleibt, genießen sie die im gemütlichen Haus in Middelsfähr, auf Reisen sowie in jeder freien Minute auf dem Fahrrad. Bleibt noch ein geheimer Wunsch zu nennen: Sie möchte irgendwann ein Buch schreiben. Zum Theater aber stellt Marion Zomerland mit strahlendem Lächeln fest: „Es kann kein schöneres Hobby geben!"

AURICH | 26. Oktober 2013

Ehrenurkunden für Marion Zomerland und Arnold Preuß

Auf der Bühnenleitertagung am Sonnabend. den 26. Oktober in Aurich wurden durch das Präsidium des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen und Bremen unsere beiden Theaterleiter Marion Zomerland und Arnold Preuß für ihren 10 bzw. 20-jährigen Einsatz Leiter des Theaters am Meer mit einer Ehrenurkunde geehrt.

Der Bühnenbund ehrt mit Ehrenurkunden die langjährigen Verdienste um den Erhalt und die Förderung der Niederdeutschen Sprache. Das besondere Engagement unserer beiden Theaterleiter insbesondere beim Aufbau der neuen Spielstätte und dem Erhalt und Aktivierung der bühneneigenen Theaterschule wurde dabei besonders hervorgehoben. Die versammelten Bühnenleitungen gratulierten den beiden mit langanhaltendem Applaus.

JEVERSCHES WOCHENBLATT vom 29.10.2013

Einsatz für Erhalt des Niederdeutschen

THEATER AM MEER Auszeichnung für Zomerland und Preuß

Marion Zomerland und Arnold Preuß wurden in Aurich für ihr Engagement geehrt.    BILD: PRIVAT

WILHELMSHAVEN/AURICH/JW Ehrung für die Leiter des Theaters am Meer in Wilhelmshaven, Marion Zomerland und Arnold Preuß: Auf der Bühnenleitertagung am Sonnabend, die aus Anlass des 90. Geburtstages des dortigen Niederdeutschen Theaters in Aurich stattfand, dankte das Präsidium des Niederdeutschen    Bühnenbundes Niedersachsen und Bremen ihnen für zehn- beziehungsweise 20-jährigen Einsatz als Vorsitzende der Niederdeutschen Bühne Wilhelmshaven und zeichnete die beiden mit Urkunden aus.

Der Bühnenbund würdigte mit den Urkunden die langjährigen Verdienste von Zomerland und Preuß um den Erhalt und die Förderung der niederdeutschen Sprache und des niederdeutschen Theaterspiels. Das besondere Engagement der zwei Theatermacher insbesondere beim Aufbau der neuen Spielstätte an der Kieler Straße und die Aktivitäten beim Aufbau der bühneneigenen Theaterschule wurden dabei besonders hervorgehoben. Die versammelten Bühnenleiter der 15 Niederdeutschen Theater und Bühnen gratulierten mit langanhaltendem Applaus.

 

NEUE RUNDSCHAU | 30. Oktober 2013

Ehrenurkunden des Bühnenbundes für Theaterleitung

Marion Zomerland und Arnold Preuß wurden für ihren 10 bzw. 20-jährigen Einsatz als Vorsitzende der Niederdeutschen Bühne Wilhelmshaven geehrt. Anlass war der 90. Geburtstag des Niederdeutschen Theaters in Aurich. Der Bühnenbund ehrte u.a. das besondere Engagement der beiden Macher vom Theater am Meer, insbesondere beim Aufbau der neuen Spielstätte in der Kieler Straße und die Aktivitäten beim Aufbau der bühneneigenen Theaterschule. (Foto: Heinz Zomerland)

WILHELMSHAVENER ZEITUNG | 2. November 2013

Ganz persönlich

Auf der Bühnenleitertaung zum 90. Geburtstages des Niederdeutschen Theaters in Aurich ehrte das Präsidium des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen und Bremen Marion Zomerland und Arnold Preuß für 10-, beziehungsweise 20-jährigen Einsatz als Vorsitzende der Niederdeutschen Bühne Wilhelmshaven. Der Bühnenbund honorierte damit die langjährigen Verdienste der beiden um den Erhalt und die Förderung der Niederdeutschen Sprache. (Foto: Heinz Zomerland)

als Elli Janßen mit Dagmar Wehrmann (als Anne Pehmöller) in "Geld verdarvt den Charakter" (13/14.

 

WILHELMSHAVEN, 27. Juni 2014

THEATER AM MEER weiterhin auf Erfolgskurs

Freude über Willy-Beutz-Schauspielpreis - Horst Jönck Ehrenmitglied

Am vergangenen Mittwoch konnte das Leitungsduo des ‚Theater am Meer‘ – Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven, Marion Zomerland und Arnold Preuß, den Mitgliedern auf der gutbesuchten Jahreshauptversammlung eine ausgezeichnete Bilanz der Spielzeit 2013/14 vorstellen. Die vierte Spielzeit ist mit rd. 6.900 Besuchern die zweitbeste seit Umzug in das eigene Domizil in der Kieler Straße.

Ehrungen für 10-jährige Mitgliedschaft für (v.l. erste Reihe) Sontka Zomerland, Sandra Krüger, Fenja Strowik, Yannik Marschner, (2. Reihe) Wolfgang Buttjer, Heinz Fuchs durch die Bühnenleitung Marion Zomerland, Arnold Preuß (FOTO: TaM, H. Zomerland)

„Die um 12,2 % gestiegene Abonnentenzahl von rd. 900 belegt die weiter anhaltende Erfolgsgeschichte unseres kleinen Zimmertheaters“, erklärte Bühnenleiter Arnold Preuß. „Eine Platzauslastung von rd. 96 % sichert unserem semiprofessionellen Privattheater nicht nur die finanzielle Basis, sondern unterstreicht auch, dass wir mit dem Programm-Mix aus unterhaltenden und anspruchsvollen Stücken auf dem richtigen Weg sind“, ergänzt Bühnenleiterin Marion Zomerland.

Erstmals Willy-Beutz-Schauspielpreis gewonnen
Beide Theaterschaffenden heben hervor, dass der erstmalige Gewinn des Willy-Beutz-Schauspielpreises mit der Inszenierung „Tööv, dat dat düster is“ eines der größten Erfolge in der 82 jähigen Vereinsgeschichte des Theaters sei. Neben dem großen Engagement des am preisgekrönten Stück beteiligten Ensembles, müsse hier auch der Einsatz der gesamten Mitgliederschar berücksichtigt werden, den alle Mitglieder des Theaters hätten in der vergangenen Spielzeit mit höchstem persönlichen Einsatz den Spielbetrieb in allen Gewerken erfolgreich geprägt. „Darum“, so Zomerland und Preuß, „gratulieren wir nicht nur den Preisträgern von Herzen, sondern allen Mitgliedern des Theaters, denn ohne die Gemeinschaft aller, wäre es nicht zu diesem Gesamtergebnis der Spielzeit 2013/14 gekommen“.

Horst Jönck wird Ehrenmitglied des Theaters
Für ihren jeweils herausragenden Einsatz in der abgelaufenen Spielzeit wurden die Bühnenmitglieder Helga Lauermann, Heidi Strowik, Wolfgang Buttjer, Heinz Fuchs und Harald Schmidt mit einem besonderen Präsent bedacht. Sie waren an allen Produktionen der Spielzeit beteiligt und haben sich damit weit über das normale Maß an ehrenamtlicher Tätigkeit für das Haus eingesetzt. Die Glückwünsche für eine 10-jährige aktive Mitgliedschaft erhielten Wolfgang Buttjer, Heinz Fuchs, Sandra Krüger, Yannik Marschner, Fenja Strowik und Sontka Zomerland in Form eines Bullauges und einer kleinen Laudatio über ihr bisheriges Bühnenschaffen.

Für seinen langjährigen unermüdlichen Einsatz als Ensemblemitglied vor allem aber auch als langjähriges Vorstandsmitglied in verschieden Positionen wurde Horst Jönck zum Ehrenmitglied des ‚Theater am Meer‘ ernannt. Die anwesenden Bühnenmitglieder erhoben sich von den Plätzen und dankten ihm stehend mit langanhaltendem Applaus für sein fast 50-jähriges beispielloses Wirken für das Niederdeutsche Theater.

Horst Jönck (Mitte) mit Marion Zomerland und Arnold Preuß wurde einstimmig zum Ehrenmitglied der Bühne ernannt. (FOTO: TaM, H. Zomerland)

Einstimmige Wahlergebnisse
Bei den anstehenden Vorstandswahlen wurde Schatzmeister Wolfgang Watty, dem eine ausgezeichnete Buchführung von den Rechnungsprüfern attestiert wurde, einstimmig für weitere zwei Jahre gewählt. Ebenso einstimmig in ihren Ämtern wurden Sandra Krüger (Beisitzerin Theaterschule) und Marco Norden (Technischer Leiter) wiedergewählt. Als neuer Rechnungsprüfer wurde neben Heinz Zomerland Thorsten Koennecke für zwei Jahre bestimmt.

Marion Zomerland als Susi Kehlmann (mit Michel Waskönig als Simon Willis) in "Gode Geister" (14/15).

Sontka Zomerland als Nina und Arnold Preuß als Paul in Marion Zomerlands Inszenierung "Ünner't Lüchtfüer" (14/15).

 

THEATER AM MEER mittelständisches erfolgreiches Unternehmen

Attraktiv für Jugendliche | Doppelspitze Preuß & Zomerland einstimmig bestätigt

Auf der Jahreshauptversammlung des ‚Theater am Meer‘ – Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven wurde die erfolgreiche Bilanz 2014 präsentiert. Die Mitglieder bestätigten das Leitungsduo Marion Zomerland und Arnold Preuß ebenso einstimmig wie die Schriftführerin Claudia Ducci. Neuer Rechnungsprüfer wurde Christian Strowik.

Einstimmig wiedergewählt wurden (v.l.) Claudia Ducci als Schriftführerin und Arnold Preuß und Marion Zomerland als Theaterleiter. Beide Kulturschaffende haben die Doppelspitze im Theater am Meer seit 2003 inne. - FOTO: TaM, Heinz Zomerland

Theater am Meer mittelständisches Unternehmen
Schatzmeister Wolfgang Watty präsentierte den Mitgliedern des Theaters ein solides Ergebnis für das Geschäftsjahr 2014. Er bezeichnete dabei das ehrenamtlich geführte Amateurtheater von den Umsatzzahlen her als gesundes kleines mittelständisches Unternehmen. Allerdings sei es erforderlich, aufgrund der allgemeinen Kostensteigerungen nach zwei Jahren die Eintrittspreise moderat anzupassen. Theaterleiter Arnold Preuß berichtete über die abgelaufene Spielzeit 2014/15, dass die 7.264 Besucher der vier Inszenierungen auch im fünften Jahr in der Spielstätte an der Kieler Straße eine Besuchersteigerung bedeuten würden. Dieses Mal sei es eine Steigerung um 2 Prozent, so Preuß. Um enorme 7,9 % sei die Zahl der Abonnenten gestiegen, was für die Programmplanung des Theaters einen Vertrauensvorsprung bedeute, erklärte Theaterleiterin Marion Zomerland, und ergänzte, dass man sich aktuell auf den 1.000 Abonnenten freue. Die stetig wachsende Zuschauerzahl unterstreiche, dass der Programm-Mix aus unterhaltenden und anspruchsvollen Stücken den Geschmack der Zuschauer treffe, freut sich die Doppelspitze Preuß & Zomerland.

Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft (v.l.): Ralf-Rüdiger Bayer und Marion Zomerland (beide 30 Jahre), Karin Heyel (40 Jahre), Rolf-Peter Lauxtermann (25 Jahre), Horst Jönck (50 Jahre) sowie Claudia Ducci und Arnold Preuß, es fehlt Ingo Folkerts (20 Jahre) - FOTO: TaM, Heinz Zomerland

Verdiente Vereinsmitglieder geehrt
Sechs langjährige Mitglieder der Bühne wurden für ihr Engagement um den Erhalt der niederdeutschen Sprache mittels des niederdeutschen Theaterspiels geehrt. Arnold Preuß würdigte dabei jeweils individuell in einer kurzen Laudatio den Einsatz und die jeweiligen Aktivitäten oder gespielten Rollen der Jubilare. Für 20-jährige Mitgliedschaft wurde Ingo Folkerts geehrt, während Rolf-Peter Lauxtermann für seine 25-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurde. Jeweils für ihre 30-jährigen Mitgliedschaften wurden Ralf-Rüdiger Bayer und Marion Zomerland geehrt, wobei Zomerland‘s Verdienste um die Gestaltung der Räumlichkeiten im Theater am Meer besonders hervorgehoben und mit Beifall bedacht wurden. Für 40-jährige Mitgliedschaft wurde Karin Heyel geehrt, während das Ehrenmitglieder der Bühne, Horst Jönck, nicht nur für seine 50-jähre Mitgliedschaft geehrt wurde, sondern auch von der versammelten Mitgliedschaft den Ehrentitel „Graue Eminenz“ verliehen bekam und diese den Dank für Jönck‘s Werk mit langem Beifall stehenderweise ausdrückte.

Theaterschule attraktiv für Jugendliche
Nachdem ein Großteil der Mitglieder der Theaterschule in das Erwachsenenensemble gewechselt ist, konnten die freien Plätze mit neuen Theaterschülern besetzt werden. Gleich 11 neue Theaterschülerinnen und –schüler sicherten sich rasch die neuen Plätze und sie wurden jetzt feste Mitglieder des Theaters am Meer. Mit großer Freude der Stammmannschaft wurden Merle Ennen, Annika Gärtner, Angelique Heyen, Fynn Krey, Chantal Müller, Ines Peters, Timon Schneider, Lara Schönemann, Jenny Schweers, Janice Siepke und Lisa Voigt in den Kreis der Mitglieder des Theaters aufgenommen. Die Theaterschule ist inzwischen wieder mit 22 Mitgliedern hervorragend besetzt und trifft sich einmal pro Woche im Theater am Meer mit der Theaterpädagogin Dzenet Hodza und dem Vorstandsmitglied Sandra Krüger.

In den Kreis der Mitglieder des ‚Theater am Meer‘ wurden auch Erna Freihöfer und Jutta Müller aufgenommen, die vorwiegend im Bereich des Services des Theatercafés „Kulissensnack“ tätig sind. Mit diesen Neuaufnahmen hat das Theater am Meer einen Mitgliederstamm von 98 Ehrenamtlichen, die unermüdlich dafür einstehen, dass das Niederdeutsche Theater weiterhin für positive Schlagzeilen in Wilhelmshaven und umzu sorgen wird.

WILHELMSHAVENER ZEITUNG | 4. Juli 2015

Ganz persönlich - verdiente Vereinsmitglieder geehrt

Sechs langjährige Mitglieder des Theaters am Meer wurden in der Jahreshauptversammlung für ihr Engagement um den Erhalt der niederdeutschen Sprache geehrt. Arnold Preuß (rechts) würdigte in einer kurzen Laudatio individuell den Einsatz und die jeweiligen Aktivitäten der Jubilare. Für 20-jährige Mitgliedschaft wurde Ingo Folkerts geehrt, während Rolf-Peter Lauxtermann (4. v. links) für seine 25-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurde. 30 Jahre dabei sind Ralf-Rüdiger Bayer (links) und Marion Zomerland ( 2. v. links) geehrt, wobei Zomerlands Verdienste um die Gestaltung der Räume im Theater am Meer besonders mit Beifall bedacht wurde. Für 40-jährige Mitgliedschaft wurde Karin Heyel (3 v. links) geehrt, während das Ehrenmitglieder der Bühne, Horst Jönck (5.v. links), nicht nur für seine 50-jähre Mitgliedschaft geehrt wurde, sondern auch von der versammelten Mitgliedschaft auch den Ehrentitel „Graue Eminenz“ verliehen bekam. Den Jubilaren gratulierte auch Schriftführerin Claudia Ducci (6. v. links). FOTO: TAM/H.Zomerland.

Marion Zomerland als Lily Pieper in "Fro Pieper läävt gefährlich" (15/16)

WILHELMSHAVEN, 9. März 2016

Bundespräsident Joachim Gauck ehrt Marion Zomerland und Arnold Preuß

Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement im Bereich der Pflege und Förderung der niederdeutschen Sprache, des Theaterspiels und der Jugendkulturarbeit hat Bundespräsident Joachim Gauck Marion Zomerland die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und Arnold Preuß das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Die Aushändigung der Auszeichnungen wurde heute von Oberbürgermeister Andreas Wagner im Rahmen einer Feierstunde im Ratssaal des Rathauses Wilhelmshaven vorgenommen.

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 11. März 2016

Stets eingesetzt für das Niederdeutsche

VERDIENST Bühnenleiter ausgezeichnet

Oberbürgermeister Andreas Wagner übergab stellvertretend für den Bundespräsidenten die Verdienstmedaille an Marion Zomerland und das Verdienstkreuz am Bande an Arnold Preuß (rechts), die sich beide für niederdeutsche Sprache engagieren. - Foto, WZ, Lübbe

WILHELMSHAVEN/BM — Flüssig gehen Marion Zomerland und Arnold Preuß die plattdeutchen Worte über die Lippen, Oberbürgermeister Andreas Wagner und Laudator Werner Bohlen-Janßen von der 0ldenburgischen Landschaft müssen da hingegen noch etwas üben. Aber wie können sie auch, denn die beiden Erstgenannten setzen sich seit über 40 Jahren für den Erhalt der niederdeutschen Sprache ein, maßgeblich am „Theater am Meer". Dafür wurde Marion Zomerland jetzt mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik ausgezeichnet, für Arnold Preuß gab es das Verienstkreuz am Bande.

Wagner lobte das jahrelange Engagement der beiden, die seit einigen Jahren das "Theater am Meer" an der Kieler Straße gemeinsam leiten. Zomerland und Preuß seien mit Leidenschaft und Feuereifer dabei und hätten immer viel Herzblut in die Theaterarbeit gesteckt, so der Oberbürgermeister. Dabei seien sie in zahlreiche Rollen geschlüpft - als Schauspieler, Regisseure oder Übersetzer. Marion Zomerland verlieh in 45 Rollen verschiedenen Figuren ein Gesicht, Preuß war sogar in über 70 Produktionen zu sehen. Er ist seit 1974 Mitglied bei der Niederdeutschen Bühne, Zomerland seit 1985.

„Sie haben Ihre Aufgaben mit Bravour gemeistert und so manche Hand gehalten, wenn das Lampenfieber zu groß war", lobte Wagner. Er hob zudem ihren Einsatz für die Nachwuchsförderung hervor. „Sie haben ihre Theaterschule mit Leben gefüllt und wurden für die jungen Leute zu Mentoren", so der OB. Marion Zomerland habe bei über 60 Jugendlichen das Feuer der Leidenschaft entfacht und so die Theaterschule des „Theaters am Meer" zu dem gemacht, was sie ist.

Werner Bohlen-Janßen, Vorstandsmitglied der Oldenburgischen Landschaft, erfüllte die angesehene Ehrung der beiden Bühnenleiter mit Genugtuung. „Dass von uns geförderte Projekte so gewürdigt werden, zeigt, dass wir alles richtig gemacht haben", so Bohlen-Janßen. „Sie leisten einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der niederdeutschen Sprache und für die Jugendarbeit. Erhalten Sie sich die Begeisterung und ihre Visionen und bewahren Sie die Liebe zum Plattdeutschen", wünschte Bohlen-Janßen.

Marion Zomerland sprach zunächst den Mitgliedern der Theaterschule ihren Dank aus. Die hatten zuvor eine Szene aus dem aktuellen Stück „Ronja Röverdochter" dargeboten. „Ihr beweist, dass das Theater lebt und Plattdeutsch jung und cool ist." Wie auch Preuß sich bei den Mitgliedern des „Theaters am Meer" für das Vertrauen in ihre Führung und dass sie stets mit angepackt hätten, sei es beim Umzug vom Stadttheater in die Kieler Straße oder auch bei der täglichen Theaterarbeit.

 

Chantal Müller als Ronja Röverdochter und Michel Waskönig als ihr Vater Mattis. - Foto: WZ, Lübbe

Marion Zomerland als Lisa in "Lüttje Eheverbreken" (15/16)

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 21. März 2016

TOPNACHRICHT auf der Titelseite

Mit der schwarzen Komödie "Lüttje Eheverbreken" feierte das Theater am Meer eine eindrucksvolle Premiere. In dem Zweipersonenstück brillieren die beiden Bühnenleiter Marion Zomerland und Arnold Preuß.

Packendes Duell auf der Achterbahnfahrt

PREMIERE Theater am Meer zeigt mit „Lüttje Eheverbreken" anspruchsvolles Zweipersonenstück

In der schwarzen Ehekomödie gehen Marion Zomerland und Arnold Preuß mit ihrem Spiel an Grenzen. Das Publikum war begeistert.

VON WOLFGANG A. NIEMANN

Trotz der vermeintlichen Nähe belauern sich Jan (Arnold Preuß) und Lisa (Marion Zomerland).
- FOTO: NIEMANN

WILHELMSHAVEN - Mit dem Zweiakter „Lüttje Eheverbreken" haben Arnold Preuß und Marion Zomerland zum zweiten Mal ein höchst anspruchsvolles Zweipersonenstück auf die Bühne des Theaters am Meer gebracht. Mit Elke Münch hatten sie dazu die kongeniale Regisseurin und so konnte am Sonnabend nur eines folgen, als der Schlussvorhang fiel: Ovationen des begeisterten Premierenpublikums.

Als schwarze Ehekomödie hat der französische Erfolgsautor Eric-Emmanuel Schmitt das Stück bezeichnet und Bühnenleiter Preuß ist eine hervorragende Übertragung dieses intensiven Schlagabtausches ins Niederdeutsche gelungen.

Alles beginnt mit einem zaghaften Abtasten, wenn Lisa Ehemann Jan ins mäßig gemütliche Wohnzimmer führt, nachdem er nach einem Unfall zwei Wochen im Krankenhaus gelegen hat. Das Problem ist, dass er seit jenem Tag unter totaler Amnesie leidet und weder weiß, ob er wirklich Lisas Gatte ist, noch ob er hier wirklich gewohnt hat. Lisa klärt ihn stückchenweise über 15 Jahre Ehe auf, dass er Krimischriftsteller sei und offenbar ein ziemlich selbstverliebter Erfolgsmensch, der auch noch gut malen konnte.

Nur zögernd akzeptiert er ihre Beschreibung seiner angeblichen Person, testet dann aber, ob „seine" Frau denn auch zum Schmusen bereit ist. Worauf sie erstaunlich abweisend reagiert, was ihn in seinen Zweifeln bestätigt. Und er unterstellt ihr sogar, ihn nach ihren Vorstellungen gewissermaßen recyceln zu wollen. Während Lisa sich über seine Zweifel an ihren Darstellungen geradezu empört, nährt er unversehens ihren schwelenden Verdacht, den Gedächtnisverlust nur vorzugaukeln: Sie hatte von der Hochzeitsnacht in Italien gesprochen, ihm aber rutscht Minuten später heraus, dass das damals in Portofino gewesen sei - den Ort aber hatte sie gar nicht erwähnt.

Mal geht es leise, fast liebevoll zu, dann wieder heftig.

Doch es bleibt nicht bei diesem Belauern in der immer rasanter werdenden emotionalen Achterbahnfahrt voller Wendungen und Überraschungen. Mal geht es leise und sogar fast liebevoll zu, dann wieder heftig. Der giftigste Schlagabtausch entzündet sich schließlich an Jans Büchern, die er sich in seiner Eitelkeit quasi selbst gewidmet hat. Bis auf eines: „Lüttje Eheverbreken". Diesen Krimi voller Sätze über die Untiefen und Gefahren des Ehelebens hatte er ihr gewidmet.

Genau das Buch aber hasst sie, weil sie offenbar all die Weisheiten für bare Münze und auf sich bezogen nimmt. Ihren massiven Vorwürfen entgegnet Jan mit einer nicht minder bösen Retourkutsche, als er ihre versteckte Flaschenparade enttarnt. Worauf sie kontert, sie habe kein Problem mit Alkohol, sie habe nur ein Problem mit ihm.

Und immer wieder verschieben sich die Gewichte in diesem atemberaubenden Schlagabtausch, der ebenso tiefschürfend wie authentisch ist. Wer hier wen belügt, ob es einen „Guten" und einen „Bösen" gibt und was es überhaupt mit Jans Unfall auf sich hatte, das sei hier nicht verraten.

Dieses packende Duell mit den ständig schwankenden Machtverhältnissen wird zu einem großartigen Theaterereignis über Ehe und Liebe und die Verletzungen, die darin unausweichlich erscheinen. Marion Zomerland und Arnold Preuß gehen mit ihrem mal subtilen, mal brachialen Spiel an Grenzen und das Publikum lauscht gebannt auch auf so manche leisen Töne.

Darauf können sich nun die Besucher der nächsten Aufführungen freuen, die am 24. März, am 2. und am 3. April jeweils um 20 Uhr sowie am 3. April auch um 15.30 Uhr anstehen.

NEUE RUNDSCHAU vom 23. März 2016

Verdienstmedaille und Verdienstkreuz für Marion Zomerland und Arnold Preuß

 Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement im Bereich der Pflege und Förderung der niederdeutschen Sprache, des Theaterspiels und der Jugendkulturarbeit hat Bundespräsident Joachim Gauck Marion Zomerland die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und Arnold Preuß das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die Aushändigung der Auszeichnungen wurde am 9. März 2016 von Oberbürgermeister Andreas Wagner im Rahmen einer Feierstunde im Ratssaal des Rathauses Wilhelmshaven vorgenommen.

WILHELMSHAVEN, 19. Juni 2016

Theater am Meer steigert in abgelaufener Spielzeit erneut das Besucherergebnis

Vorstandswahlen mit einstimmigen Ergebnissen – Ehrung langjähriger Mitglieder

Geehrte und wiedergewählte Mitglieder des Theaters am Meer: (von links) Marco Norden (Technischer Leiter), Wolfgang Watty (Schatzmeister), Marion Zomerland (Bühnenleiterin), Melanie Schmidt (10 Jahre Mitglied), Arnold Preuß (Bühnenleiter), Sandra Krüger (Beisitzerin). Es fehlt Herta Tapken (40 Jahre).
(FOTO: TaM, H. Zomerland)

WILHELMSHAVEN - Die Theaterleitung des Theaters am Meer – Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven e.V. hat auf der jüngst abgehaltenen Jahreshauptversammlung eine sehr erfolgreiche Bilanz der abgelaufenen Spielzeit den Mitgliedern vorgestellt. Die vier Produktionen des Abendspielplanes einschließlich der Produktion der Theaterschule sahen insgesamt 7.432 Besucher und steigerten damit das Vorjahresergebnis um 2,1 %.

„Seit dem Wechsel in die eigene Spielstätte Kieler Straße 63 ist dies im sechsten Jahr in Folge eine Steigerung der Besucherzahlen“, so Bühnenleiter Arnold Preuß. „Dass das Theater am Meer eine besonders treue Fangemeinde hat, unterstreicht die Steigerung von 7,1 % bei den Abonnements, mit der wir im laufenden Jahr die Zahl von 1.000 überschreiten konnten“, erklärt Bühnenleiterin Marion Zomerland. Schatzmeister Wolfgang Watty konnte bestätigen, dass das Programm der abgelaufenen Spielzeit mit der moderaten Preisanpassung auf einer soliden Finanzierungsgrundlage basiere.

Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement ehrte die Versammlung Melanie Schmidt (10 Jahre Mitglied) und Herta Tapken (40 Jahre). Neue Mitglieder der Bühne wurden Svenja Eilers (in der Theaterschule)sowie Romina Flöhmer-Plohr, Siegfriede Hölker, Britta Pauli und Barbara Spengler. Die anstehenden Vorstandswahlen brachten einstimmige Wiederwahlen für Sandra Krüger (Beisitzerin), Marco Norden (Technischer Leiter) und Wolfgang Watty (Schatzmeister). Als neue Kassenprüferin wurde ebenfalls einstimmig Sontka Zomerland gewählt.

Bei der bühneneigenen Theaterschule gibt es neue Akzente: Nach dreijähriger professioneller Leitung durch die Theaterpädagogin und Schauspielerin Dzenet Hodza (Oldenburg) übernimmt Bühnenleiterin Marion Zomerland wieder die Leitung der jungen Talentschmiede. „Dies nicht nur, weil wir wieder mehr Wert auf die Vermittlung der plattdeutsche Sprache legen wollen, sondern weil wir die talentierten Nachwuchstalente möglichst frühzeitig auch für den Abendspielplan einsetzen wollen und da ist die Anbindung an die künstlerische Leitungsebene unserer Bühne durchaus sinnvoller“, erklärt Arnold Preuß den Wechsel.

Marion Zomerland als 'Nan' Anna Russel mit Yannik Marschner als 'Nick' in "Toeerst kummt de Familie" (16/17)