Uraufführung von „FASTBUNNEN“

GUTEN MORGEN SONNTAG | 13. Mai 2018

Eine ganz besondere Uraufführung bitet das "Theater am Meer" am 25. Mai mit dem Stück "Fastbunnen".

Uraufführung von „FASTBUNNEN“

Gewinner des ‚Karl-Mahnke-Theaterpries‘ wird aufgeführt

 

Chantal Müller als Tine. - Foto: TaM, Arnold Preuß

Wilhelmshaven. (gms) Mit der Premiere am Freitag, 25. Mai, präsentiert das Theater am Meer um 20 Uhr im kleinen Schauspielhaus an der Kieler Straße eine ganz besondere Uraufführung. „Wir sind sehr froh“, sagt Theaterleiter Arnold Preuß, „das mit dem Karl-Mahnke-Theaterpries ausgezeichnete Drama "Fastbunnen" von Felix Borchert hier in Wilhelmshaven zur Uraufführung bringen können. Darüber hinaus sind wir Elke Münch sehr dankbar, dass sie mit den sechs Jugendlichen so intensiv und experimentell an dem Stück gearbeitet hat. Dieses starke Durchdringen und Durchleben der einzelnen Charaktere forderte das junge Ensemble zu einem großen Einsatz heraus und so schafft es Elke Münch, das wirklich faszinierende Leistungen und Emotionen pur zu sehen sein werden.“ Er könne den Freunden des Niederdeutschen Theaters ein solch beeindruckendes Theatererlebnis mit den jungen Theaterschülern nur empfehlen, so der Bühnenleiter.

Marion Zomerland, die Leiterin der Theaterschule, habe sich frühzeitig dafür eingesetzt, die Uraufführung von „FASTBUNNEN“ nach Wilhelmshaven zu holen. Dieser Wunsch sei vom Niederdeutschen Bühnenbund sehr nachhaltig unterstützt worden. Seit Beginn der Spielzeit 2017/18 probt Berufsregisseurin Elke Münch mit den älteren Absolventen der Theaterschule, die teilwiese auch schon in Stücken des Abendspielplanes überzeugen konnten. Während der gesamten Probenzeit, spürten alle Beteiligten, dass sie ein ganz besonderes Stück erarbeiten und sind jetzt alle ganz gespannt, wie ihre Interpretation beim Publikum ankommt, so Arnold Preuß.

Worum geht es in Fastbunnen?
Auf der Bühne begegnet uns eine junge Frau namens Tine. In Ketten gelegt. Sie hat Schuld auf sich geladen und muss sterben. Doch dies ist nur das Ende der Geschichte, langsam rollt sich das, was zuvor geschehen ist, in Rückblenden auf. Der Zuschauer bekommt Antworten auf die Frage, was hat Tine getan? Ist schuld in diesem Fall überhaupt eine geeignete Kategorie? Wie konnte es vielmehr zu den Geschehnissen kommen? Ist Tine am Ende sogar ein modernes Gretchen? Oder wäre diese Lösung dann doch zu einfach...

Autor Felix Borchert spielt gekonnt mit den Erwartungshaltungen des Publikums, um sie gleich darauf wieder aufzubrechen und es wieder ins Ungewisse zu stoßen. Das Stück nähert sich der Geschichte und den handelnden Personen mit Mitteln des absurden Theaters, sein Erzählen ist assoziativ und am Schluss bleibt viel Raum für Interpretation und Fragen, die den Zuschauer auch nach dem Theaterabend auf eine Gedankenreise mitnehmen.

Es spielen Svenja Eilers (Tines Mutter), Annika Gärtner (Richterin), Chantal Müller (Tine), Fynn Dießner (Tines Freund), Fynn Krey (Wärter, zuständig für die Kette) und Michel Waskönig (ein Zeitreisender).

Weiter sind beteiligt: Wolfgang Buttjer, Heinz Fuchs (Bühnenbild), Thomas Marschner (Bühnenmaler), Harald Schmidt, Franziska Metjer (Beleuchtung), Sandra Krüger (Inspizienz), Svenja Eilers (Regie-Assistenz), Melina Seegardel (Souffleuse), Inge Gelhart, Traute Fischer (Requisiten), Ingrid Bicke, Helga Lauermann (Kostümberatung), Werner Dörnath (Hausmeister), Jutta Stucky (Choreografie), Marion Zomerland (Künstlerische Beratung)

Die Aufführung ist empfohlen für Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene.