Vom Klassiker bis zum Musical

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom  26. Juni 2018

Humorvoll, nostalgisch, emotional und msukalisch - so lässt sich der neue Spielplan für die Theatersaison 2018/19 des Theaters am Meer umschreiben.

Vom Klassiker bis zum Musical

PROGRAMM Niederdeutsche Bühne stellte das neue Spielzeitprogramm vor

Das Theater am Meer präsentiert in der Spielzeit 2018/19 drei neue Stücke und einen Klassiker. Die Spielzeit startet am 15. September mit der Komödie "Dat Wunner van San Miguel".

„Bella Donna“ war das erfolgreichste Sprechtheaterstück des Theaters am Meer seit Einzug in das Schauspielhaus Kieler Straße 63: Im Bild Yannik Marschner und Sontka Zomerland - FOTO: PREUSS/TAM

WILHELMSHAVEN / SG – Humorvoll, nostalgisch, emotional und musikalisch - so lässt sich der neue Spielplan für die Theatersaison 2018/19 der Niederdeutschen Bühne umschreiben. Theaterleiter Arnold Preuß und die künstlerische Beraterin Marion Zomerland stellten ihn jetzt auf der Jahreshauptversammlung des Theaters am Meer vor. Geplant sind drei neue Stücke im Niederdeutschen und die Wiederaufführnbg eines Klassikers.

Die Bühne hat für zwei Regiearbeiten Profiregisseure ans Haus verpflichtet, während zwei Produktionen in den Händen der bühneneigenen Regisseure Marion Zomerland und Arnold Preuß liegen. Der Hamburger Philip Lüsebrink und der Oldenburger Ulf Goerges arbeiten beide zum dritten Mal am Theater am Meer. Sie genießen in der niederdeutschen und hochdeutschen Theaterwelt einen guten Ruf, so Preuß. „Die letzten Jahre haben gezeigt, dass unser Publikum sich gerne mit neuen Stücken und interessanten Themen auseinandersetzt"m sagt der Theaterleiter. Diese Ausrichtung sei im neuen Spielplan beibehalten weorden. Zudem freut sich Preuß darüber, wieder eine eigene musikalische Produktion von der hauseigenen Autorin Marion Zomerland ins Programm nehmen zu können.

Die Spielzeit startet am Sonnabend, 15. September, mit der Komödie „Dat Wunner van San Miguel“ (Das andalusische Mirakel). Die Niederdeutsche Fassung stammt von Felix Borchert, Marion Zomerland zeichnet für Regie und Bühnenbildentwurf verantwortlich.

Das zweite Stück der Spielzeit bringt ein nostalgisches Wiedersehen mit einem Klassiker aus der guten alten Ohnsorg-Theaterzeit: Die Komödie „Op Düvels Schuuvkaar“ von Karl Bunje hat Premiere am Sonnabend, 10. November, in der Regie und im Bühnenbildentwurf von Arnold Preuß. Das Nachkriegsdeutschland ist nicht nur durch Lebensmittelmarken und alliierte Zonenaufteilung gekennzeichnet, sondern auch durch riesige Flüchtlingsströme, illegalen Schwarzmarkthandel und ebensolche Schwarzbrennereien. "Viele Menschen haben diese 'verteufelten Zeiten' längst vergessen. Wir wollen mit diesem Klassiker die Zeiten unterhaltsam wieder lebendig werden lassen," sagen die Theatermacher.

Das neue Jahr bringt am Sonnabend, 19. Januar 2019, die Premiere eines Meisterwerkes. Denn genau diesen Ruf genießt Edward Albees Stück „Wer hett Angst vör Virginia Woolf…?“, das Arnold Preuß für die erste Aufführung im Theater am Meer ins Niederdeutsche übersetzt und bei der Ulf Goerges Regie führt und das Bühnenbild konzipiert.

Marion Zomerland hat dem Ensemble des Theaters am Meer mit „Lüttstadtrevier“ und „Dat Meer-Hotel“ zwei erfolgreiche musikalische Produktionen direkt auf den Leib geschrieben. Für diese Spielzeit hat sie ein neues Musical konzipiert; wieder passgenau auf das Ensemble. Die Uraufführung von „Ik mutt gar nix!“ findet in der Regie und musikalischen Leitung von Philip Lüsebrink am Sonnabend, 16. März 2019, statt.

Das Musical spielt in einer freudlosen Seniorenresidenz, in der die Bewohner als „Insassen“ abgetan werden - bis der neue Pfleger Jan Fröhlich kommt.Zu hören gibt es dabei viele bekannte HInts von verschiedenen Interpreten sowie das titelgebende „Ik mutt gar nix“ von De fofftig Penns.