Theater am Meer plant im Konjunktiv

Jeversches Wochenblatt vom 21. November 2020

Theater am Meer plant im Konjunktiv

SPIELZEIT - Lockdown wirkt sich weiter aus

Eine Szene aus dem letzten Stück im Theater am Meer: die Lesung „Love Letters“.ArchivbILD: Dietmar Bökhaus

WILHELMSHAVEN. (Boe) Zum zweiten Mal in diesem Jahr ist das Theater am Meer komplett geschlossen. „Der Lockdown – obwohl er zu erwarten war – hat uns ganz schön aus dem Tritt gebracht“, sagt Theaterleiter Arnold Preuß. „Wir hatten trotz der ganzen Corona-bedingten Einschränkungen mit unseren ersten Produktionen, wie der Komödie ,Mit dien Oogen’, oder auch mit der szenischen Lesung ,Love Letters’ einen guten Start in die Spielzeit 2020/21 geschafft“, blickt Preuß zurück.

Wenn auch anfänglich deutlich weniger Zuschauer in die Vorstellungen kamen, so habe der Vorverkauf für die weitere Spielzeit gerade an Fahrt aufgenommen. Dies – und die in Wilhelmshaven bis dahin so niedrigen Infektionsfälle – stimmten die Verantwortlichen optimistisch, den Spielplan fortsetzen zu können. Doch dann kam der Lockdown. Und mit Blick auf die derzeitigen Infektionszahlen wird dieser wohl auch noch etwas anhalten: „Im Moment deute alles darauf hin, dass die Maßnahmen zur Kontaktreduzierung für eine weitere Weile fortbestehen müssten“, so Preuß. Wenn also Ende November entschieden werde, die Theater weiter geschlossen zu lassen, dann sei das für das Team im Theater am Meer auch okay, so Preuß. Man habe die Theaterpause in der Zwischenzeit auch genutzt, um aus Erfahrungen zu lernen und neue Ideen anzustoßen.

„Derzeit sind unsere Planungen für die Fortsetzung der Spielzeit aber nur im Konjunktiv anzukündigen“, sagt Preuß. Nach der Pause im November solle im Dezember die Spielzeit zunächst mit der Premiere der Komödie von Frank Walsh „Noog is nich noog“ fortgeführt werden.

„Da wir bei den Proben festgestellt haben, dass bei mehr als fünf Ensemblemitgliedern die notwendigen Abstände schwieriger einzuhalten sind, haben wir uns entschlossen, die Inszenierung ,Honnig in’n Kopp’, die mit 14 Rollen personell sehr umfangreich ist, erneut zu verschieben“.

Stattdessen solle dann im Februar 2021 das Zwei-Personen-Stück „Zwei wie Bonnie und Clyde“ aufgeführt werden. „Soweit steht also die Planung, die wir dann umsetzen können, wenn zum einen die Schließung der Theater zum 1. Dezember aufgehoben wird und zum anderen in Wilhelmshaven die Inzidenzlage so stabil ist, dass der Wert von 35 nicht überschritten wird“, sagt Arnold Preuß.

Mehr Informationen unter: www.theater-am-meer.de