Willy Beutz

 

Willy Beutz

- Mitglied
Von 1936 (Gründungsmitglied)
Verstorben 11. Mai 1986

- Vorstandstätigkeiten
Von 1947 bis 1982 Bühnenleiter der Niederdeutschen Bühne „Rüstringen“, heute Theater am Meer
Von 1982 bis 1986 Ehrenvorstizender

Vom 7. Juli 1951 bis 10. Juni 1961 2. Vorsitzender des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen & Bremen
Vom 10. Juni 1961 bis 1980 Präsident des Niederdeutschen Bühnenbundes
Von 1980 bis 1986 Ehrenpräsident des Bühnenbundes

- Ehrungen
1972 Verdienstkreuz 1. Klasse Niedersächsicher Verdienstorden
1978 die Goldene Anton-Günther-Gedenkmedaille der Oldenburgische Landschaft
1982 die Ehrennadel in Gold und Brillanten des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen-Bremen
1982 die Goldene Gedenkmünze des Niederdeutschen Bühnenbundes Schleswig-Holstein.

Willy-Beutz-Schauspielpreis
Er stiftete 1975 den Willy-Beutz-Preis zur Förderung des Niederdeutschen Schauspiels

- Schauspieler
er debütierierte 1936 in dem Stück "De Etappenhas" und war 46 Jahre lang aktiver Spieler
u.a. spielte er
Heiko Herkens in "Up Düwels Schuvkar" (1947)
Wilm Enkink in "Hart gegen Hart!" (1950/51)
Klaus Seekamp in "Familienanschluß" (1950/51)
Gerd Bunjes in "Swienskomödie" (1951/52)
Jan Drews in "Stormnacht" (1952/53)
Aalfischer Pitje Vogel in "Dat Spill van de hilligen dree Könige" (1952/53)
Bernd Plog in "Besöök ut de Stadt (1954/55)
Sötmund in "De verflixte Strump" (1954/55)
Martin Höge, Lehrer in "De Deerns ut't Dörpkroog" (1957/58)
Herr Smolk von Brake in "Lilofee" (1958/59)
Verteller in "Dat Spill um een Schaap, een Koh un söss braadt´e Eier" (1959/60)
Dirk Janssen in "De diamanten Brosch" (1959/60)

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Lafrenz (Karl-Heinz Herpel), Sneewitt (Gerda Jörss), Gundula (Ellen Beutz) und Sötmund (Willy Beutz) flirten was das Zeug hält - eine Szene aus "De verflixte Strump" - Spielzeit 1954/55 -

- Regisseur
er war 35 Jahre aktiver Regisseur u.a. bei
"Dat Sympathiemiddel (1950/51)
"In Hamborg op St. Pauli" (1951/52);
"De Deerns ut't Dörpkroog" (1957/58).

Willy Beutz, Willi Minauf, Annemarie Beermann - eine Szene aus "Hart gegen Hart" - Spielzeit 1950/51 -

Wilhelmshavner Zeitung vom 4. März 1986

50jähriges Bühnenjubiläum

Ehrung für Willy Beutz an seinem Geburtstag

Hat sich um die Niederdeutsche Bühne und die Sprache verdient gemacht: Willy Beutz

Heute feiert der ehemalige Leiter der Niederdeutschen Bühne am Stadttheater Wilhelmshaven, Willy Beutz, nicht nur seinen 74. Geburtstag, sondern gleichzeitig sein 50jähriges Bühnenjubiläum. Die Mitglieder der Niederdeutschen Bühne ehren ihren heutigen Ehrenvorsitzenden aus diesem Anlaß mit einem besonderen Ehrenteller. Willy Beutz ist der damals noch Niederdeutschen Bühne Rüstringen genannten Bühne 1936 beigetreten und war maßgeblich an der Wiederbegründung der Bühne nach 1945 beteiligt. Er diente der Bühne 46 Jahre als aktiver Spieler, davon 35 Jahre als Spielleiter (Regisseur) und Bühnenleiter. Auch als langjähriger Präsident des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen-Bremen hat Willy Beutz dem Niederdeutschen Theater wesentliche Impulse für den Erhalt der niederdeutschen Sprache gegeben.

Der von ihm gestiftete „Willy-Beutz-Schauspielpreis", der alle zwei Jahre mit einem wesentlichen Geldpreis vergeben wird, sorgt dafür, daß die Niederdeutschen Bühnen beispielhafte, anspruchsvolle Inszenierungen dem Publikum präsentieren können. Höhepunkt seines Wirkens war sicherlich die Übernahme der Jubiläumsaufführung „Jeppe in't Paradies" zum 50jährigen Jubiläum der Niederdeutschen Bühne in das dritte Fernsehprogramm. Willy Beutz spielte seine erste Rolle vor 50 Jahren in dem Stück „De Etappenhaas" von Karl Bunje.

Willy Beutz in der Rolle des Smolk van Braak in dem Stück "Lilofee"

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Ein Klönsnack an´n Disch:  Bernd Schulte (Hans Macker) ist wohl nicht so ganz damit einverstanden, daß seine Tochter Dora (Hildegard Steffens) mit dem Lehrer Martin Höge (Willy Beutz) "fründjert". - eine Szene aus "De Deerns ut´n Dörpskroog" - Spielzeit 1957/58.

Guten Morgen Sonntag, 19. Juli 2020

Willy-Beutz-Schauspielpreis der Niederdeutschen Bühnen und Theater vergeben

Theater in Osterholz-Scharmbeck errang den ersten Preis

Die Preisverleihung in Osterholz-Scharmbeck mit (v. li.) René Schack (Regie), Rolf Renken Neuenburg, Herwig Dust (NBB), Arnold Preuß (Laudator), Ulf Goerges (Regie), Dirk Wieting, Delmenhorst, Bernd Schröter (Regie) Astrid Gries (Osterholz-Scharmbeck) - FOTO: Andreas Tietjen, OHZ

Osterholz-Scharmbeck/Wilhelmshaven. (gms) Es war eine würdige und dem Anlass entsprechende, feierliche Veranstaltung auf Gut Sandbeck in Osterholz-Scharmbeck, auf der der Willy-Beutz-Schauspielpreis zur Förderung des Niederdeutschen Schauspiels vergeben wurde. Dieser Preis, der insgesamt mit 6.000 Euro dotiert ist, wird alle zwei Jahre durch den Niederdeutschen Bühnenbund Niedersachsen und Bremen (NBB) vergeben.

Der Stifter, Willy Beutz, lebte von 1912 bis 1986 als Verlagskaufmann und Mäzen in Wilhelmshaven. Von 1945 bis 1982 leitete er das heutige „Theater am Meer“. Von 1961 bis 1986 war er Präsident, später Ehrenpräsident des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen und Bremen.

Arnold Preuß, Präsident des NBB und Mitglied der Jury, hob in seiner Laudatio die hervorragenden schauspielerischen Leistungen und Inszenierungen der beteiligenden Bühnen und Theater hervor. Alle Aufführungen waren preiswürdig und außergewöhnlich. Dem siegreichen Theater in Osterholz-Scharmbeck bescheinigte der Leiter des "Theaters am Meer", dass ihnen mit der Inszenierung der Tragikomödie „Charlies Weg“ von Michael McKeever, in der Regie von Bernd Schröter ein mehr als überzeugender erster Platz im Wettbewerb um den Willy-Beutz-Preis gelungen sei.

Die Geschichte von Charlie Bock, der nur noch wenige Monate zu leben hat, und feststellt, dass er das bisher noch gar nicht richtig getan hat, wurde lebensecht und überzeugend dargestellt. "Die fünf Darsteller glänzen durch nuancenreiches Spiel in Wort, Blick und Gestik. Der Bühnenraum wird cineastisch und szenisch aufgebrochen, lässt Intimität und Weite, Skurrilität und Ehrlichkeit zu", lobte Preuß. Die Regie habe klug und dezent den inszenatorischen Rahmen geschaffen, sowie die Ensemblemitglieder zur großer Spielfreude geführt, ohne dass diese die notwendige Ernsthaftigkeit vergessen hätten. Preuß beglückwünschte das Ensemble des Niederdeutschen Theaters: „Eine sehr beeindruckende, hochprofessionelle Leistung, die mehr als verdient den Willy-Beutz-Schauspielpreis 2020 gewinnt“.

Auf den weiteren Plätzen folgten das Niederdeutsche Theater in Neuenburg mit dem Schauspiel „De Höll töövt nich“ von Michael Cooney, Niederdeutsch von Arnold Preuß, Regie: René Schack sowie das Niederdeutsche Theater Delmenhorst mit dem Schauspiel „Tiet to leven“ von Michael Wempner, Regie: Ulf Goerges.

Eine unabhängige Fachjury (Marianne Römmer aus Hamburg, Lore Timme-Hänsel aus Oldenburg, Alexandra Schlenker aus Verden, Wolfgang Neruda aus Norderstedt und Arnold Preuß aus Wilhelmshaven) hat in den zurückliegenden zwei Jahren sieben Inszenierungen begutachtet und bewertet. Preuß bedanke sich bei den anwesenden Mitgliedern der Bühnen und Theatern für ihre Teilnahme am Wettbewerb. Besonderer Dank galt dem gastgebenden Theater, das die Veranstaltung unter coronabedingten Vorgaben toll vorbereitet und ausgetragen habe.