Friedrich Müller

- Mitglied
Von 1963 bis zum 13. Juni 2020.

- Ehrungen
1973 Bronzeteller für 10jährige Mitgliedschaft
1983 Silberteller für 20jährige Mitgliedschaft
14.05.1988 Varel - Ehrennadel in silber des Niederdeutschen Bühnenbundes für 25 Jahre aktives Theaterspiel
1993 Goldteller für 30jährige Mitgliedschaft
26.04.2003 Delmehorst - Ehrennadel in gold des Niederdeutschen Bühnenbundes für 40 Jahre aktives Theaterspiel
29.6.2013 50-jährige Mitgliedschaft

Theater am Meer - 14. Juni 2020

Theater am Meer: Nachruf Friedrich Müller

Güstern hebbt wi to weten kregen, dat en langjöhrig Maat van us op de Reis na Güntsiet gahn is. Mit traurigen, betrübten Gefühlen begleitet uns die Nachricht, dass unser Mitglied

Friedrich Müller

gestern, am 13. Juni 2020, im Laufe des Nachmittags, friedlich eingeschlafen ist. In wenigen Tagen hätte „Fritz“ oder „Fiedi“, wie ihn viele nannten, seinen 91. Geburtstag feiern können. Auch wenn er „ein gesegnetes Alter“ erreicht hat, macht die Nachricht seines Abschieds betroffen. Ein langjähriges Mitglied hat unseren Kreis verlassen und unsere Gedanken sind bei ihm und seinen Angehörigen.

Friedrich Müller war Mitglied der Bühne seit 1963. Bis in die Spielzeit 1998/99 spielte er in den 57 Jahren seiner Zugehörigkeit mehr als 50 Rollen. Begonnen hat er als „Egbert“ in dem Stück „Als die Römer frech geworden…“. Über die Jahre kamen viele Rollen, meistens als jugendlicher Liebhaber, hinzu. Aber auch als Komiker konnte er die Besucher der Niederdeutschen Bühne von seiner Spielkunst überzeugen. Die niederdeutsche Sprache war ihm in die Wiege gelegt. Letztmalig trat er 1998/99 als „Wachtmeister Schult“ in dem Stück „Nette Pasteten“ auf. Neben der Schauspielerei verstand er es meisterhaft mit Couplets von Otto Reutter als Alleinunterhalter aufzutreten. „Der Überzieher“ durfte auf keiner Bühnenfeier fehlen. Daher lag es nahe, dass er im „Chor der Melkerinnen“ mitwirkte, der an unserer Bühne seinen Ursprung hatte und zeitweise deutschlandweit Berühmtheit erlangte.

Nach seiner aktiven Zeit als Spieler, hat Friedrich Müller den Kontakt zur Niederdeutschen Bühne nicht aufgegeben, so hat er die Aufführungen gerade auch in unserem eigenen Theater stets nachmittags in der ersten Reihe sitzend aufmerksam verfolgt und große Freude daran gehabt, wie erfolgreich die Nachwuchsarbeit der Bühne betrieben wurde.

Wir danken Friedrich Müller für die jahrelange Treue und seinen Einsatz zum Wohle der niederdeutschen Sprache und des Theaterspiels. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Mit stillem Gruß!
Arnold Preuß

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 29. Juni 2019

Viele Rollen gespielt

JUBILAR Friedrich Müller wird heute 90

WILHELMSHAVEN/PT - Wenn Friedrich Müller durch seine Fotoalben blättert, strahlt er übers ganze Gesicht. Er zeigt auf eines der Fotos. „Hier sind wir mit unserem ,Chor der Melkerinnen' vor einer Gaststätte aufgetreten. Meine Frau Gisela habe ich irgendwann auch dazu gezwungen mitzumachen", scherzt der Jubilar. Das Bild zeigt nur einen kleinen Ausschnitt aus seinem bewegten und kreativen Leben. Heute feiert Friedrich Müller seinen 90. Geburtstag. „Besonders gerne habe ich Stücke von dem Komiker Otto Reuter vorgetragen", beschreibt Friedrich Müller seine Vorliebe als Hobby-Unterhalter. Seit mehr als 50 Jahren ist der Laienschauspieler Mitglied im Theaterverein der Niederdeutschen Bühne und hat so manche Rolle mit Leben erfüllt. Im Laufe der Zeit kam auch noch das Singen im „Chor der Melkerinnen" hinzu, mit dem er sogar in Berlin aufgetreten ist.

Geboren ist Friedrich Müller in Haarlem/Niederlande. Seine Eltern verschlug es nach dem 1. Weltkrieg ins Nachbarland. 1936 ging es zurück nach Deutschland. „Mein Vater war selbstständiger Handwerker. Irgendwann gab es aber keine Arbeit mehr. Da mein Vater deutschstämmig ist, bekamen  wir eine Wohnung in Wilhelmshaven zugewiesen", so der 90-Jährige. Der gelernte Rundfunkmechaniker hat ein vielfältiges Berufsleben hinter sich. Ein paar Jahre nach der Lehre fing Müller bei „Olympia" an zu arbeiten„wo er auch die technische Abendschule besuchte. Mit der neugewonnenen Qualifikation wechselte er zur Bundeswehr. 1953 heiratete Friedrich Müller seine Frau Gisela. Zusammen bekamen sie sechs Kinder.  Nach dem Tod seiner Frau 1993 verliebte sich der Witwer noch zwei Mal. Allein zu bleiben, kommt für den lebensfrohen Senioren nicht in Frage. Mit seiner derzeitigen Lebensgefährtin Inge ist er seit 2004 liiert: „Ich besuche sie jeden Tag im Pflegeheim."

Das Laufen mit Rollator dauert heute zwar etwas länger und morgens hilft ihm eine Pflegerin beim Start in den Tag, aber sonst erfreut sich der Jubilar bester Gesundheit. Die Kinder, seine elf Enkel und vier Urenkel runden das Glück ab.  Die Zeiten im Scheinwerferlicht sind zwar vorbei, aber Friedrich Müller weiß sich auch so zu helfen: „Nächste Woche fahre ich für eine Woche nach Bad Wildungen, um neue Kraft zu tanken." So soll auch der 100. Geburtstag nicht nur Zukunftsmusik bleiben.

JEVERSCHES WOCHENBLATT vom 4. Juli 2013

ZUR PERSON

Das „Theater am Meer" hat die Saison wieder erfolgreich hinter sich gebracht und auf der kürzlich abgehaltenen Jahres-hauptver-sammlung seine Mitglieder geehrt. Ein besonderes Jubiläum feierte dabei Friedrich Müller (Bild mit Bühnenleiterin Marion Zomerland), der seit 50 Jahren Mitglied in dem Theaterverein ist. Während der Veranstaltung wurden auch Christel Brandt-Jaedeke (10 Jahre), Thorsten Könnecke (25 Jahre) sowie Heidi Rausch und Horst Karstens (beide 30 Jahre) als langjährige Mitglieder geehrt.


f-mller

- Schauspieler
Er spielte erstmals Egbert in "Als die Römer frech geworden..." (1963/64)
den Otto in "De Kortenleggersch" (63/64),
den Peter Tapken in "För de Kath" (63/64),
den Fritz Eekholt in "Grode Kinner" (63/64),
den Gerd Winkel in "Besöök ut de Stadt" (64/65),
den Jupp Brüdt in "De ole Fischfroo" (64/65),
den Hein Quandt in "Dat Verlegenheitskind! (64/65),
den Detlef Düwelo in "Een Mann mit Charakter" (65/66),
den Tetje in "Johnny, de Drütte" (65/66),
den Peter Lehmann in "Revolution in Riesdörp" (66/67),
den Gerd Imhoff in "Dat Doktorbook" (66/67),
den Assessor Gerd Bruns in "De lüttje Wippsteert" (67/68),
den "Mann" in "Wenn de Klock wahrschaut" (68/69),
den Hans Holt in "Strandräubers" (70/71),
den Tierarzt Renken in "Wenn de Hahn kreiht" (71/72),
den Ingenieur Theo Brack in "Spektakel in Kleihörn" (72/73),
den Robert M. Dörmann in "Wenn Du Geld hest" (74/75),
den Bootsmann Janker in "Fofftein" (74/75),
den Horst von Waldenau in "Een Baas van Kerl" (75/76),
den Herrn Seefeldt in "Sluderkraam in´t Treppenhus" (75/76),
den Anton Drögemüller in "Dat Veilchen von St. Pauli" (76/77),
den Seekamp in "Familienanschluß" (77/78),
den Adrian Pott in "Mien Mann, de fohrt to See" (77/78),
den Fritz in "Ferien in Lüttjensiel" (77/78),
den Peter Tapken in "För de Katt" (78/79),

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Friedrich Müller als Fritz Eekholt (hier mit Partnerin Gerda Jörss - in einer Szene aus "Grode Kinner" - Spielzeit 1963/64 -

den Bobby Wendland in " Hotelschipp 'Ahoi' " (79/80),
den Wulf Dirks in "Dat Smugglernest" (79/80),
den Hein Mück in "Cowboys, Quiddjes und Matrosen" (80/81),
den Schutzmann Thode in "De Engel Claudia" (80/81),
den Walter Kraft in "Klävemann speelt Lebemann" (81/82),
den Anton Stüring in "De lüttje Wippsteert" (82/83),
den Kaufmann Dreyer in "Brand-Stiftung" (82/83),
den Professor Wassermann in "Dat Horoskop" (83/84),
den Lüder Bohls in "Twee Kisten Rum" (83/84),
den Gerd Winkel in "Besöök ut de Stadt" (84/85),
den Krischan Menke in "De vergnögte Tankstell" (86/87),
den Peter Fiesebarg in "Oma ward verköfft" (86/87),
den Below in "Kiek mal wedder in" (87/88),
den Walter Haller in "Gode Nacht, Fro Engel" (88/89),
den Bauern Stoffel in "Dat Schörengericht" (89/90),
den Fiete Harksen in "Belinda" (90/91),
den Dr. Schmalkopf in "Een Joghurt för twee" (93/94),
den Hafenarbeiter Tetje in "Fofftein" (94/95),
den Johannes Meck in "Mien Mann, de fohrt to See" (95/96),
den Robert M. Dörmann in "Wenn Du Geld hest" (97/98),
den Wachtmeister Schult in "Nette Pasteten" (98/99).

f_muellerbtag

40 Jahre aktive Mitarbeit an der Niederdeutschen Bühne in Wilhelmshaven, dafür gab es jetzt die goldene Ehrennadel des Bühnenbundes