Bleibt alles anders: Theater in Corona-Zeiten

KOMPASS für die schönsten Seiten unserer Region im Winter 2020

Bleibt alles anders: Theater in Corona-Zeiten

Mit Abstand:Arnold Preuß und Marion Zomerland in einer Szene aus „Love Letters“ – FOTO: Theater am Meer, Bökhaus

Der Zeitpunkt des Teil-Lockdowns hätte für das "Theater am Meer" kaum schlechter sein können: erneut hieß es kurz vor einer Premiere, alles „auf null“ herunterzufahren. „Die Maßnahme – obwohl sie zu erwarten war – hat uns ganz schön aus dem Tritt gebracht“, sagt Theaterleiter Arnold Preuß.

Trotz der coronabedingten Einschränkungen hatte das Ensemble mit den ersten Produktionen, der Komödie „Mit dien Oogen“, der szenischen Lesung „Love Letters“ und dem „Ringelnatz/Groth-Abend“ einen sehr guten Start in die Spielzeit 2020/21 geschafft. "Wenn auch anfänglich deutlich weniger Zuschauer in die Vorstellungen kamen, nahm der Vorverkauf für die weitere Spielzeit gerade so schön Fahrt auf", so Preuß. Dies und die in Wilhelmshaven bis dahin so niedrigen Infektionsfälle stimmten für die Fortsetzung des Spielplanes mit der nächsten Premiere, der Komödie „Noog is nich noog“ am 7. November optimistisch. Mittlerweile habe man aber große Zweifel, ob die Spielzeit im Dezember mit einer dann einmonatigen Unterbrechung fortgesetzt werden könne. Würde eine Fortsetzung der Theaterschließung entschieden werden, so sei das für das Theater am Meer in Ordnung, so Preuß: "Sowohl für unser gesamtes Ensemble als auch für unsere Besucher steht die gesundheitliche Fürsorge an oberster Stelle."

Die Theaterpause hat das Team daher auch genutzt, um die aus der bisherigen Spielzeit gesammelten Erfahrungen mittels einer Spielplanänderung wettzumachen. „Derzeit sind unsere Planungen für die Fortsetzung der Spielzeit aber nur im Konjunktiv anzukündigen", sagt Preuß und bittet um Verständnis, „dies ist einfach der aktuellen Situation geschuldet, mit der man so gut es geht, umgehen muss.“

Wenn möglich, soll die Spielzeit im Dezember zunächst mit der Premiere der Komödie von Frank Walsh „Noog is nich noog“ in der Regie von Arnold Preuß fortgeführt werden. Gleichzeitig könnten die verschobenen und weitere Vorstellungen der szenischen Lesung „Love Letters“ (Regie: Elke Münch) stattfinden. Auch der im Dezember schon bestens verkaufte „Ringelnatz/Groth-Abend“ könnte stattfinden.

„Da wir in der Probenarbeit festgestellt haben, dass bei Produktionen mit mehr als fünf Ensemblemitgliedern die notwendigen Abstände schwieriger einzuhalten sind, haben wir uns entschlossen, die Inszenierung „Honnig in’n Kopp“, die mit 14 Rollen personell sehr umfangreich ausgestaltet ist und erhebliche Einschnitte erfordert hätte, erneut zu verschieben, um das Stück dann in der folgenden Spielzeit in der ursprünglich inszenierten Fassung von Elke Münch zu zeigen", erklärt Preuß.

An die Position des Stücks in dieser Spielzeit tritt mit einer monatlichen Verschiebung der Premiere in den Februar das Zwei-Personenstück „Zwei wie Bonnie und Clyde“. Für die ursprünglich geplante vierte niederdeutsche Produktion „Een Sluck toveel“, die mit acht Spielern ebenfalls zu groß sei, werde dann die wunderbare Komödie für ein Schauspielpärchen „Veer linken Hannen“ von Pierre Chesnot in den Spielplan genommen.

Abwarten müsse man dann die aktuelle Entwicklung bei der Beurteilung, ob man die Produktion der Theaterschule HAPEN im nächsten Juni schon zeigen könne. „Wir haben in den vergangenen Monaten in den verschiedenen Ensembles der Produktionen so rücksichtsvoll und dennoch konstruktiv und kreativ gearbeitet, dass wir sehr gerne möglichst schnell wieder auf die Bühne möchten. Dies haben uns auch die wunderbaren und vielfältigen Reaktionen unseres Publikums vermittelt, die uns sehr stolz gemacht haben.“

Theater bleiben bundesweit weiterhin geschlossen

Theater bleiben bundesweit weiterhin geschlossen

THEATER AM MEER  Laufende Spielzeit bleibt weiter unterbrochen - 
Ausgefallene Vorstellungen werden nachgeholt – Theaterbüro geschlossen

Liebe Besucherinnen,
liebe Besucher!

Wie Sie sicherlich aus den Medien erfahren haben, werden die Theater bundesweit weiterhin geschlossen bleiben. Seit Montag, 2. November, befinden wir uns in einem  sog. "Lockdown light", der zunächst bis Ende November terminiert war. Nach den jüngsten Beschlüssen gilt der "Lockdown light" weiter bis mindestens 20. Dezember 2020 (eine Verlängerung bis in den Januar 2021 erscheint möglich). Wir werden also unsere aktuelle Unterbrechung der Spielplan 2020/21 fortsetzen müssen. Die geplanten Vorstellungen im November und Dezember unserer Inszenierungen 

„NOOG IS NICH NOCH“
„LOVE LETTERS“
"HUMOR IST DER KNOPF, DER VERHINDERT, DASS UNS DER KRAGEN PLATZT" 

fallen aus.

Es ist geplant, unser Theater unverzüglich nach dem Ende des "Lockdown light"  wieder zu öffnen, so dass wir dann die im November und Dezember ausgefallenen Termine nachholen werden. Die entsprechenden Ersatztermine werden wir veröffentlichen, sobald sie feststehen,  auch hier auf unserer Homepage www.theater-am-meer.de.

Die von Ihnen bereits gelösten Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeiten und können dann in unserem Theaterbüro auf den entsprechenden Ersatztermin getauscht werden. Das Theaterbüro ist während des Lockdown light ebenfalls geschlossen.

Bleiben Sie uns gewogen und vor allem gesund. Wi seht us wedder!

Theater am Meer – Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven e.V.
Theaterleitung

Theater am Meer plant im Konjunktiv

Jeversches Wochenblatt vom 21. November 2020

Theater am Meer plant im Konjunktiv

SPIELZEIT - Lockdown wirkt sich weiter aus

Eine Szene aus dem letzten Stück im Theater am Meer: die Lesung „Love Letters“.ArchivbILD: Dietmar Bökhaus

WILHELMSHAVEN. (Boe) Zum zweiten Mal in diesem Jahr ist das Theater am Meer komplett geschlossen. „Der Lockdown – obwohl er zu erwarten war – hat uns ganz schön aus dem Tritt gebracht“, sagt Theaterleiter Arnold Preuß. „Wir hatten trotz der ganzen Corona-bedingten Einschränkungen mit unseren ersten Produktionen, wie der Komödie ,Mit dien Oogen’, oder auch mit der szenischen Lesung ,Love Letters’ einen guten Start in die Spielzeit 2020/21 geschafft“, blickt Preuß zurück.

Wenn auch anfänglich deutlich weniger Zuschauer in die Vorstellungen kamen, so habe der Vorverkauf für die weitere Spielzeit gerade an Fahrt aufgenommen. Dies – und die in Wilhelmshaven bis dahin so niedrigen Infektionsfälle – stimmten die Verantwortlichen optimistisch, den Spielplan fortsetzen zu können. Doch dann kam der Lockdown. Und mit Blick auf die derzeitigen Infektionszahlen wird dieser wohl auch noch etwas anhalten: „Im Moment deute alles darauf hin, dass die Maßnahmen zur Kontaktreduzierung für eine weitere Weile fortbestehen müssten“, so Preuß. Wenn also Ende November entschieden werde, die Theater weiter geschlossen zu lassen, dann sei das für das Team im Theater am Meer auch okay, so Preuß. Man habe die Theaterpause in der Zwischenzeit auch genutzt, um aus Erfahrungen zu lernen und neue Ideen anzustoßen.

„Derzeit sind unsere Planungen für die Fortsetzung der Spielzeit aber nur im Konjunktiv anzukündigen“, sagt Preuß. Nach der Pause im November solle im Dezember die Spielzeit zunächst mit der Premiere der Komödie von Frank Walsh „Noog is nich noog“ fortgeführt werden.

„Da wir bei den Proben festgestellt haben, dass bei mehr als fünf Ensemblemitgliedern die notwendigen Abstände schwieriger einzuhalten sind, haben wir uns entschlossen, die Inszenierung ,Honnig in’n Kopp’, die mit 14 Rollen personell sehr umfangreich ist, erneut zu verschieben“.

Stattdessen solle dann im Februar 2021 das Zwei-Personen-Stück „Zwei wie Bonnie und Clyde“ aufgeführt werden. „Soweit steht also die Planung, die wir dann umsetzen können, wenn zum einen die Schließung der Theater zum 1. Dezember aufgehoben wird und zum anderen in Wilhelmshaven die Inzidenzlage so stabil ist, dass der Wert von 35 nicht überschritten wird“, sagt Arnold Preuß.

Mehr Informationen unter: www.theater-am-meer.de

„Theater am Meer“ muss den Spielplan erneut ändern

Wilhelmshavener Zeitung vom 17. November 2020

„Theater am Meer“ muss den Spielplan erneut ändern

UNTERHALTUNG - Fortsetzung hängt auch von den bundesweiten
Kontaktbeschränkungen im Dezember ab

Eine Szene aus „Noog is nicht noog“ (von links: Harald Schmidt, Ute Menssen, Edith Schlette, Arnold Preuß und Dagmar Wehrmann). FOTO: TAM

WILHELMSHAVEN. (wz) Zum zweiten Male in diesem Jahr ist das Theater am Meer komplett geschlossen. Wegen der stark steigenden Infektionszahlen wurde ein bundesweiter „Lockdown light“ verordnet. Für das Theater am Meer hieß das erneut kurz vor einer Premiere alles „auf Null“ herunterzufahren.

„Die Maßnahme – obwohl sie zu erwarten war – hat uns ganz schön aus dem Tritt gebracht“, sagt Theaterleiter Arnold Preuß. „Wir hatten trotz der ganzen corona-bedingten Einschränkungen mit unseren ersten Produktionen, der Komödie ,Mit dien Oogen‘, der szenischen Lesung ,Love Letters‘ und dem ,Ringelnatz/Groth-Abend‘ einen sehr guten Start in die Spielzeit 2020/21 geschafft. Wenn auch anfänglich deutlich weniger Zuschauer in die Vorstellungen kamen, habe der Vorverkauf für die weitere Spielzeit gerade so schön Fahrt aufgenommen. Dann kam der Teil-Lockdown. Nach den ersten zwei Wochen des Stillstandes und der aktuellen Entwicklung bundesweit, aber auch in Wilhelmshaven, haben wir große Zweifel, ob die Spielzeit im Dezember mit einer dann einmonatigen Unterbrechung fortgesetzt werden kann.“ Im Moment deute alles darauf hin, dass die Maßnahmen zur deutlichen Kontaktreduzierung für eine weitere Weile fortbestehen müssten, so Preuß. Die Infektionszahlen seien in den letzten zwei Wochen bundesweit deutlich gestiegen – auch in Wilhelmshaven.

„Wenn also Ende November eine Fortsetzung der Theaterschließung entschieden wird, dann ist das für uns auch okay so. Sowohl für unser gesamtes Ensemble (auf und neben der Bühne) als auch für unsere Besucher steht die gesundheitliche Fürsorge an oberster Stelle, das ist für unser Theater die einheitliche Auffassung“, so der Bühnenleiter. Man habe die Theaterpause auch genutzt, um die bisher gesammelten Erfahrungen mittels einer Spielplanänderung wettzumachen. „Derzeit sind unsere Planungen für die Fortsetzung der Spielzeit aber nur im Konjunktiv anzukündigen“, sagt Preuß und bittet um Verständnis. Dies sei einfach der aktuellen Situation geschuldet, mit der man, so gut es geht, umgehen müsse.

Nach der Pause im November solle im Dezember die Spielzeit zunächst mit der Premiere der Komödie von Frank Walsh „Noog is nich noog“ in der Regie von Arnold Preuß fortgeführt werden. Gleichzeitig könnten die verschobenen und weitere Vorstellungen der szenischen Lesung „Love Letters“ (Regie: Elke Münch) stattfinden. Auch der im Dezember schon bestens verkaufte „Ringelnatz/Groth-Abend“ könnte stattfinden. „Da wir in der Probenarbeit festgestellt haben, dass bei Produktionen mit mehr als fünf Ensemblemitgliedern die Abstände schwieriger einzuhalten sind, haben wir uns entschlossen, die Inszenierung Honnig in’n Kopp, die mit 14 Rollen personell sehr umfangreich ausgestaltet ist, erneut zu verschieben.

An diese Position solle dann mit einer monatlichen Verschiebung der Premiere in den Februar 2021 das Zwei-Personenstück „Zwei wie Bonnie und Clyde“ rücken. Anstelle der geplanten vierten niederdeutschen Produktion „Een Sluck toveel“ werde die Komödie für ein Schauspielpärchen „Meer linken Hannen“ von Pierre Chesnot in den Spielplan genommen.

THEATER AM MEER ändert Spielplan 2020/21

Theater am Meer I Pressemeldung I 15. November 2020

THEATER AM MEER ändert Spielplan 2020/21

Fortsetzung der Spielzeit im Dezember derzeit noch fraglich

 

Eine Szene aus „Noog is nicht noog“ (v.l.n.r. Harald Schmidt, Ute Menssen, Edith Schlette, Arnold Preuß und Dagmar Wehrmann) – FOTO: TaM

WILHELMSHAVEN I Zum zweiten Male in diesem Jahr ist das Theater am Meer komplett geschlossen. Wegen der stark steigenden Infektionszahlen wurde ein bundesweiter „Lockdown light“ verordnet. Für das Theater am Meer hieß das erneut kurz vor einer Premiere alles „auf null“ runterzufahren.

„Die Maßnahme – obwohl sie zu erwarten war – hat uns ganz schön aus dem Tritt gebracht“, sagt Theaterleiter Arnold Preuß, „wir hatten trotz der ganzen coronabedingten Einschränkungen mit unseren ersten Produktionen, der Komödie „Mit dien Oogen“, der szenischen Lesung „Love Letters“ und dem „Ringelnatz/Groth-Abend“ einen sehr guten Start in die Spielzeit 2020/21 geschafft. Wenn auch anfänglich deutlich weniger Zuschauer in die Vorstellungen kamen, nahm der Vorverkauf für die weitere Spielzeit gerade so schön Fahrt auf. Dies und die in Wilhelmshaven bis dahin so niedrigen Infektionsfälle stimmten uns für die Fortsetzung des Spielplanes mit der nächsten Premiere, der Komödie „Noog is nich noog“ am 7. November sehr optimistisch. Nach den ersten zwei Wochen des Stillstandes und der aktuellen Entwicklung bundesweit, aber auch in Wilhelmshaven, haben wir große Zweifel, ob die Spielzeit im Dezember mit einer dann einmonatigen Unterbrechung fortgesetzt werden kann.“

Im Moment deute alles darauf hin, dass die Maßnahmen zur deutlichen Kontaktreduzierung für eine weitere Weile fortbestehen müssten, so Preuß. Die Infektionszahlen seien in den letzten zwei Wochen bundesweit deutlich gestiegen. Auch hier in Wilhelmshaven seien wir leider nicht mehr mit ganz wenigen Infektionen in einer entspannten Position. Wenn also Ende November eine Fortsetzung der Theaterschließung entschieden werde, dann sei das für uns auch okay so. Sowohl für unser gesamtes Ensemble (auf und neben der Bühne) als auch für unsere Besucher stehe die gesundheitliche Fürsorge an oberster Stelle, das sei für unser Theater die einheitliche Auffassung, so der Bühnenleiter. Man habe die Theaterpause auch genutzt, um die aus der bisherigen Spielzeit gesammelten Erfahrungen mittels einer Spielplanänderung wettzumachen.

„Derzeit sind unsere Planungen für die Fortsetzung der Spielzeit aber nur im Konjunktiv anzukündigen, sagt Preuß und bittet um Verständnis, „dies sei einfach der aktuellen Situation geschuldet, mit der man so gut es geht, umgehen muss.“ Nach der Pause im November solle im Dezember die Spielzeit zunächst mit der Premiere der Komödie von Frank Walsh „Noog is nich noog“ in der Regie von Arnold Preuß fortgeführt werden. Gleichzeitig könnten die verschobenen und weitere Vorstellungen der szenischen Lesung „Love Letters“ (Regie: Elke Münch) stattfinden. Auch der im Dezember schon bestens verkaufte „Ringelnatz/Groth-Abend“ könnte stattfinden.

„Da wir in der Probenarbeit festgestellt haben, dass bei Produktionen mit mehr als 5 Ensemblemitgliedern die notwendigen Abstände schwieriger einzuhalten sind, haben wir uns entschlossen, die Inszenierung „Honnig in’n Kopp“, die mit 14 Rollen personell sehr umfangreich ausgestaltet ist und erhebliche Einschnitte erfordert hätte, erneut zu verschieben, um das Stück dann in der folgenden Spielzeit in der ursprünglich inszenierten Fassung von Elke Münch zu zeigen. An diese Position solle dann mit einer monatlichen Verschiebung der Premiere in den Februar 2021 das Zwei-Personenstück „Zwei wie Bonnie und Clyde“ rücken. Für die ursprünglich geplante vierte niederdeutsche Produktion „Een Sluck toveel“, die mit 8 Spielern ebenfalls zu groß sei, werde dann die wunderbare Komödie für ein Schauspielpärchen „Veer linken Hannen“ von Pierre Chesnot in den Spielplan genommen. Abwarten müsse man dann die aktuelle Entwicklung bei der Beurteilung, ob man die Produktion der Theaterschule HAPEN im nächsten Juni schon zeigen könne. Mit der Aussicht auf einen Impfstoff sei da ein gewisser Optimismus angebracht.

„Soweit steht also die Planung, die wir dann umsetzen können, wenn a) die Schließung der Theater zum 1. Dezember aufgehoben wird und b) in Wilhelmshaven die Inzidenzlage so stabil ist, dass der Wert von 35 nicht überschritten wird“, sagt der Theaterbaas. „Wir haben in den vergangenen Monaten in den verschiedenen Ensembles der Produktionen so rücksichtsvoll und dennoch konstruktiv und kreativ gearbeitet, dass wir sehr gerne möglichst schnell wieder auf die Bühne möchten. Dies haben uns auch die wunderbaren und vielfältigen Reaktionen unseres Publikums vermittelt, die uns sehr stolz gemacht haben.“

 

Szene aus „LOVE LETTERS“ (v.l.) Arnold Preuß und Marion Zomerland. FOTO: Dietmar Bökhaus, TaM 

Theater bundesweit im November geschlossen

Theater bundesweit im November geschlossen

Theater am Meer unterbricht laufende Spielzeit - 
Ausgefallene Vorstellungen werden nachgeholt – Theaterbüro geschlossen

Liebe Besucherinnen,
liebe Besucher!

Wie Sie sicherlich aus den Medien erfahren haben, werden die Theater bundesweit vonMontag, 2. November an bis Ende November geschlossen. Dies betrifft auch das Theater am Meer. Wir werden also unseren aktuellen Spielplan 2020/21 für diese Zeit unterbrechen. Die geplanten Vorstellungen im November unserer Inszenierungen

„NOOG IS NICH NOCH“
„LOVE LETTERS“ 

fallen aus.

Es ist geplant, die Theater im Dezember wieder zu öffnen, so dass wir die November-Termine dann nachholen werden. Die entsprechenden Ersatztermine werden wir - sobald sie feststehen - auf unserer Homepage www.theater-am-meer.de und über die Medien bekanntgeben.

Die von Ihnen bereits gelösten Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeiten und können dann in unserem Theaterbüro auf den entsprechenden Ersatztermin getauscht werden. Das Theaterbüro ist ebenfalls im Monat November geschlossen.

Bleiben Sie uns gewogen und vor allem gesund. Wi seht us wedder!

Theater am Meer – Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven e.V.
Theaterleitung

Premiere fällt Corona erneut zum Opfer

NORDWEST Sonntagsblatt vom 01. November 2020

Premiere fällt Corona erneut zum Opfer

Theater am Meer: Aufführungsserie „Noog is nich noog“ wird verschoben

Wilhelmshaven. (gms) Zum zweiten Mal in diesem Jahr muss wegen der Corona-Pandemie das Theater am Meer kurz vor einer Premiere die Tore schließen. Jetzt trifft es die Premiere von "Noog is nich noog" am 7. November. Nach den gestrigen Beschlüssen wird ab Montag nächster Woche bundesweit das Theaterleben ausgebremst. „Für uns kommt das nicht überraschend“, sagt Arnold Preuß, Leiter des Theaters am Meer, „auch wenn wir im Theater mit unseren Hygienekonzepten einen sehr guten und sicheren Einstieg in die Spielzeit geschafft haben, muss man sich nur den Anstieg der Fallzahlen der letzten Tage ansehen.“ 

Das Ensemble habe in den vergangenen Wochen intensiv geprobt und sichtlich Spaß an der Erarbeitung der unterschiedlichen Charaktere der Familienmitglieder gehabt, die zu einer idyllischen Geburtstagsfeier zusammengekommen sind, die dann aber eine ungeahnte Entwicklung nehme. Nun werde die Premiere wohl in den Dezember verlegt. 

Darüber hinaus werde das Theater am Meer aufgrund der aktuellen Entwicklungen seinen Spielplan 2020/21 für den weiteren Verlauf anpassen. Es habe sich gezeigt, dass sich Stücke mit größeren Besetzungen derzeit mit den notwendigen Abstandsregelungen etc. schlecht umsetzen lassen. Das bedeute, dass man die schon einmal verschobene Inszenierung „Honnig in’n Kopp“ so lange aus dem Spielplan herausnehme, bis es gesichert sei, dass das Stück so gezeigt werden könne, wie es schon im März 2020 auf dem Spielplan stand.

Auch das vierte niederdeutsche Stück der Spielzeit “Een Sluck toveel“ sei besetzungsmäßig zu groß, um in der eingeschränkten Zeit auf die Bühne gebracht zu werden. Man werde daher anstelle von „Honnig in’n Kopp“ die als letztes Stück der Spielzeit geplante Komödie „Zwei wie Bonnie und Clyde“ in der Regie von Elke Münch vorziehen und dann anstelle von „Een Sluck toveel“ ein weiteres Zwei-Personenstück bringen.

„Wir bedanken uns ganz besonders herzlich bei allen Besuchern, die unsere ersten Produktionen in dieser Spielzeit so wunderbar begleitet haben“, so Preuß. 

Bereits vor der Premiere fällt der Theatervorhang

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 30. Oktober 2020

Wenig Verständnis für Lockdown

CORONA-KRISE - Finanzhilfen des Bundes sollen Betrieben die Existenznot nehmen

Trotz detaillierter Hygienekonzepte sind auch Kulturstätten im November vom Lockdown betroffen. Das Wilhelmshavener „Theater am Meer“ muss schon wieder vor einer Premiere schließen – wie schon im März. Foto: TAM/p

Bereits vor der Premiere fällt der Theatervorhang

UNTERHALTUNG - „Noog is nich noog“ muss verschoben werden

WILHELMSHAVEN. (WZ) Zum zweiten Male in diesem Jahr muss wegen der Corona-Pandemie das Theater am Meer kurz vor einer Premiere die Tore schließen. Nach der Absage von „Honnig in’n Kopp“ im März wird nun auch die zweite Premiere der Spielzeit 2020/21 eine Woche vor Vorstellungsstart am 7. November Opfer der Pandemie. Ab Montag nächster Woche wird bundesweit das Theaterleben ausgebremst. 

Eine nette Geburtstagsfeier im Kreis der Familie sollte es werden, aber es kommt oft anders, als man denkt: Im Bild: (hinten, von links) Harald Schmidt, Arnold Preuß, (vorne, von links) Dagmar Wehrmann, Edith Schlette und Ute Menssen. FOTO: TAM/Zomerland

Keine Überraschung 

„Für uns kommt das nicht überraschend“, sagt Arnold Preuß, Leiter des Theaters am Meer, „auch wenn wir im Theater mit unseren Hygienekonzepten einen sehr guten und sicheren Einstieg in die Spielzeit geschafft haben, muss man sich nur den Anstieg der Fallzahlen der letzten Tage ansehen. Daraus mussten Konsequenzen gezogen werden“. Das Ensemble von „Noog is nich noog“ habe intensiv geprobt und sichtlich Spaß an der Erarbeitung der unterschiedlichen Charaktere der Familienmitglieder gehabt, die zu einer idyllischen Geburtstagsfeier zusammengekommen sind, die dann aber eine ungeahnte Entwicklung nehme. Nun werde die Premiere wohl in den Dezember verlegt. 

Spielplan verändert 

Darüber hinaus werde das Theater am Meer aufgrund der aktuellen Entwicklungen seinen Spielplan anpassen. Es habe sich gezeigt, dass sich Stücke mit größeren Besetzungen derzeit mit den notwendigen Abstandsregelungen etc. schlecht umsetzen lassen. Das bedeute, dass man die schon einmal verschobene Inszenierung „Honnig in’n Kopp“ so lange aus dem Spielplan herausnehme, bis es gesichert sei, dass das Stück so gezeigt werden könne, wie es schon im März 2020 auf dem Spielplan stand und dann abgesagt werden musste.

Hoffnung auf Neustart

Auch das vierte niederdeutsche Stück der Spielzeit „Een Sluck toveel“ sei besetzungsmäßig zu groß, um in der eingeschränkten Zeit auf die Bühne gebracht zu werden. Man werde daher anstelle von „Honnig in’n Kopp“ die als letztes Stück der Spielzeit geplante Komödie „Zwei wie Bonnie und Clyde“ in der Regie von Elke Münch vorziehen und dann anstelle von „Een Sluck toveel“ ein weiteres Zwei-Personenstück bringen.Die szenische Lesung „Love Letters“ sowie die Ringelnatz/Groth-Lesung bleiben im Programm und werden mit dem Neustart mit neuen Terminen weiter zu besuchen sein.

Premiere weicht erneut der Pandemie

Jeversches Wochenblatt vom 30. Oktober 2020

Premiere weicht erneut der Pandemie

KULTUR - Theater am Meer sagt Vorführungen schweren Herzens ab

WILHELMSHAVEN. (JW) Zum zweiten Mal in diesem Jahr muss wegen der Corona-Pandemie das Theater am Meer in Wilhelmshaven kurz vor einer Premiere die Tore schließen. Nach der Absage von „Honnig in’n Kopp“ im März wird nun auch die zweite Premiere der Spielzeit 2020/21 eine Woche vor der Premiere am 7. November Opfer der Beschränkungen. Nach den Beschlüssen wird ab kommenden Montag bundesweit das Theaterleben ausgebremst.

„Für uns kommt das nicht überraschend“, sagt Arnold Preuß, Leiter des Theaters am Meer. „Auch wenn wir im Theater mit unseren Hygienekonzepten einen sehr guten und sicheren Einstieg in die Spielzeit geschafft haben, muss man sich nur den Anstieg der Fallzahlen der vergangenen Tage ansehen. Daraus mussten Konsequenzen gezogen werden.“

Nun werde die Premiere wohl in den Dezember verlegt. Der genaue Premierentermin und die der folgenden Aufführungen werden bekanntgemacht, wenn abzusehen sei, wie die jetzigen Maßnahmen sich entwickeln, teilte das Theater gestern mit, das seinen Spielplan 2020/21 weiter anpassen wird.

Wieder Theaterschließung kurz vor der Premiere

THEATER AM MEER Pressemeldung vom 29. Oktober 2020

Wieder Theaterschließung kurz vor der Premiere

Aufführungsserie „Noog is nich noog“ wird verschoben –
notwendige Anpassungen in der Spielzeit 2020/21 

Eine nette Geburtstagsfeier im Kreis der Familie sollte es werden, aber es kommt oft anders, als man denkt… auf der Bühne und im Leben, die Premiere wird verschoben (v.l.n.r. Harald Schmidt, Ute Menssen, Edith Schlette, Arnold Preuß und Dagmar Wehrmann) – FOTO: TaM, Marion Zomerland

WILHELMSHAVEN I Zum zweiten Male in diesem Jahr muss wegen der Corona-Pandemie das Theater am Meer kurz vor einer Premiere die Tore schließen. Nach der Absage von „Honnig in’n Kopp“ im März dieses Jahres, wird nun auch die zweite Premiere der Spielzeit 2020/21 eine Woche vor der Premiere am 7. November Opfer der Pandemie. Nach den gestrigen Beschlüssen wird ab Montag nächster Woche bundesweit das Theaterleben ausgebremst.

„Für uns kommt das nicht überraschend“, sagt Arnold Preuß, Leiter des Theaters am Meer, „auch wenn wir im Theater mit unseren Hygienekonzepten einen sehr guten und sicheren Einstieg in die Spielzeit geschafft haben, muss man sich nur den Anstieg der Fallzahlen der letzten Tage ansehen. Daraus mussten Konsequenzen gezogen werden.“ 

Das Ensemble von „Noog is nich noog“ habe in den vergangenen Wochen intensiv geprobt und sichtlich Spaß an der Erarbeitung der unterschiedlichen Charaktere der Familienmitglieder gehabt, die zu einer idyllischen Geburtstagsfeier zusammengekommen sind, die dann aber eine ungeahnte Entwicklung nehme. Nun werde die Premiere wohl in den Dezember verlegt. Der genaue Premierentermin und die der folgenden Aufführungen werden bekanntgemacht, wenn abzusehen sei, wie die jetzigen Maßnahmen sich entwickeln.

Darüber hinaus werde das Theater am Meer aufgrund der aktuellen Entwicklungen seinen Spielplan 2020/21 für den weiteren Verlauf anpassen. Es habe sich gezeigt, dass sich Stücke mit größeren Besetzungen derzeit mit den notwendigen Abstandsregelungen etc. schlecht umsetzen lassen. Das bedeute, dass man die schon einmal verschobene Inszenierung „Honnig in’n Kopp“ so lange aus dem Spielplan herausnehme, bis es gesichert sei, dass das Stück so gezeigt werden könne, wie es schon im März 2020 auf dem Spielplan stand und dann abgesagt werden musste.

Auch das vierte niederdeutsche Stück der Spielzeit “Een Sluck toveel“ sei besetzungsmäßig zu groß, um in der eingeschränkten Zeit auf die Bühne gebracht zu werden. Man werde daher anstelle von „Honnig in’n Kopp“ die als letztes Stück der Spielzeit geplante Komödie „Zwei wie Bonnie und Clyde“ in der Regie von Elke Münch vorziehen und dann anstelle von „Een Sluck toveel“ ein weiteres Zwei-Personenstück bringen.

„Wir bedanken uns ganz besonders herzlich bei allen Besuchern, die unsere ersten Produktionen in dieser Spielzeit so wunderbar begleitet haben“, sagt Arnold Preuß. „Das waren „Mit dien Oogen“, das jetzt nach 21 Aufführungen abgespielt ist. Die szenische Lesung „Love Letters“ sowie die Ringelnatz/Groth-Lesung bleiben beide weiter im Programm und werden mit dem Neustart mit neuen Terminen weiter zu besuchen sein. Bereits erstandene Karten für diese Stücke und die Inszenierung „Noog is nich noog“ behalten ihre Gültigkeit. Die entsprechenden Ersatztermine werden rechtzeitig vor dem Wiederstart bekanntgegeben. Wir bitten um Verständnis, dass das Theaterbüro ebenfalls von der bundesweiten Theaterschließung betroffen ist und daher vorübergehend geschlossen bleibt.“

Die hundertste Rolle für Arnold Preuß

JEVERSCHES WOCHENBLATT vom 21. Oktober 2020

Die hundertste Rolle für Arnold Preuß

KULTUR Theater ist sein Leben - Seit 1965 begleitetet ihn die Schauspielkunst

WILHELMSHAVEN/BOE - Theaterchef und Schauspieler Arnold Preuß steht zurzeit im Theater am Meer in der szenischen Lesung "Love Letters" zusammen mit Schauspielerin Marion Zomerland auf der Bühne. Für Preuß eigentlich normalter Alltag, wenn da nicht ein besonderes Jubiläum wäre. Sein eigenes: Preuß erlebt nämlich seine hundertste Rolle auf den Brettern, die die Welt bedeuten.

Angefangen hat seine Theaterleidenschaft bereits in der Schultheater AG, in der er1964 bis 1966 drei große Rollen spielen durfte.  1971 hatte er bei der Niederdeutschen Bühne  Wilhelmshaven angeheuert,  wo er im September 1973 als Paul Anderson in „Överraschung an’n Avend“ seine erste Rolle hatte. "Die meisten meiner Rollen habe ich dann auch dort gespielt, dem heutigen Theater am Meer. Einen Riesenerfolg hatte ich 1980 mit der Rolle des Peter in „Wat is mit Lisa?“. Das Stück wurde mehrfach vor ausverkauftem Haus, dem damals noch nicht umgebauten Stadttheater, gespielt. Ich erinnere mich gerne an die übersetzten Klassikerrollen, die ich spielen durfte, wie 1986 den Liliom im gleichnamigen Stück in der Regie von Harald Dornseiff oder den Matti in Bertolt Brechts „De Herr Puntila un sien Knecht Matti“ in der Regie von Georg Immelmann", schwärmt Arnold Preuß.  

In meinen 10 Landesbühnen-Jahren habe ich 1994 den Dr. Bird in „Die Caine war ihr Schicksal“, 1995 den Alt in „Krankheit der Jugend“ sowie 1996 den Marc Thyl in „Ein Winter unterm Tisch“ gespielt. Im Sommer 1996 habe ich am Rosenhügel sowie in der Indoorfassung 1997 den Artus und andere Rollen in „Merlin oder das weite Land“ verkörpert. Bei den Freilichttheaterspielen in Dornum hauchte er 1990 dem Burgdrost Theilen in „Quade Foelke“ Leben ein und in Westerstede spielte Arnold Preuß 2001 den Faust in „Dat Speel vun Doktor Faustus“ sowie 2003 den Oberon in Shakespeares  „Sommernachtstraum“. Und auch auf der Freilichtbühne von Dangast war Preuß zu sehen. 2005 verkörperte er den Deichinspektor Garlichs im Stück „Der Deicher“ von Armin Tacke. 

Viel Spaß haben ihm die verschiedenen Figuren gemacht, die er in den Musicals von Marion Zomerland darsstellen durfte, wie im „Meer-Hotel“, im „Lüttstadtrevier“ oder zuletzt in „Ik mutt gar nix“. Besonders gern denkt Preuß an die Zwei-Personen-Stücke zurück, die er jeweils mit Marion Zomerland spielen durfte, das waren „Misery“ (2003), „De besten Daag in mien Läven“ (2012), „Lüttje Eheverbreken“ (2016) und jetzt aktuell die szenische Lesung „Love Letters“. Auch als Solokünstler war Preuß auf der Bühne zusehen. Zum Beispiel 2010 in dem Stück "Alleen in de Sauna", das er auf hoch- und plattdeutsch auf der Bühne dass kleinen Schauspielhaus an der Kieler Straße performte.

Wer Arnold Preuß danach fragt, welches seine Lieblingsrolle war oder welche Rolle er noch spielen möchte, dem antwortet er: "Die Rolle, die ich aktuell probiere oder spiele, das ist meine Lieblingsrolle. Es kommt nicht darauf an, was man spielt, sondern wie der Charakter ist, den man sich erarbeiten muss. Egal ob die Rolle groß oder klein, hoch- oder niederdeutsch ist. Was zählt ist der Charakter, den man spielt. Er muss erfühlt und erlebt werden. Das fasziniert mich immer wieder aufs Neue", sagt Arnold Preuß der wie die gesamte Schauspielmannschaft vom Theater am Meer für das Theater lebt. 

Eine Frau, ein Mann und ihre Liebesbriefe

JEVERSCHES WOCHENBLATT vom 19. Oktober 2020

Eine Frau, ein Mann und ihre Liebesbriefe

BÜHNE Viel Applaus für ungewöhnliche Aufführung: Premiere der szenischen Lesung „Love Letters“ im Theater am Meer

Arnold Preuß und Marion Zomerland haben das Publikum mit der szenischen Lesung beeindruckt. BILD: DIETMAR BÖKHAUS

WILHELMSHAVEN/BOE - Ein Kopfkino der besonderen Art erlebten die Zuschauer in der Premiere von „Love Letters“ im Theater am Meer in Wilhelmshaven. Denn als sich dort am Freitag der Vorhang gehoben hat, haben Marion Zomerland und Arnold Preuß eine szenische Lesung in Hochdeutsch von Albert Ramsdell Gurney präsentiert (in der deutschen Fassung von Inge Greiffenhagen und Daniel Karasek).

" Erzählt wird die Geschichte einer großen Liebe, der Aufstieg und der Niedergang zweier Menschen

Marion Zomerland und Arnold Preuß haben damit die Figuren Melissa Gardner und Andy Makepeace Ladd III zum Leben erweckt, die ihre Erlebnisse, ihre Gedanken und ihre Visionen als Brieffreunde wiedergeben. Eine Frau, ein Mann und ihre Liebesbriefe - das reicht aus, um eine launische faszinierende Geschichte auf die Bühnenbretter zu bringen. Es sind Liebesbriefe, die das Leben zweier Menschen in guten wie in schlechten Tagen, nachdenklich und geistreich skizzieren. Die Spur der Briefe reicht von den ersten Zettelchen, die sie sich unter der Schulbank zustecken, bis in die Zeit der Telefone und Anrufbeantworter. Aber Nachrichten übers Telefon austauschen ist nicht so das Ding von Andy, der will lieber Briefe schreiben. „Das bin ich und das ist so romantisch und bleibt geheim”, schreibt Andy.

Erzählt wird die Geschichte einer großen Liebe, der Aufstieg und der Niedergang zweier Menschen. Er kommt aus nicht ganz so reichen Verhältnissen und sie aus einem wohlhabenden Elternhaus. Das Publikum erhält Einblicke in das familiäre und auch berufliche Leben der beiden. Das Gefühlswirrwarr von Melissa lässt den Zuschauer zeitweise den Atem stocken. Die junge Frau liebt Andy, will sich unbedingt mit ihm treffen. Im Verlauf des Stückes erfährt Andy, dass sie immer wieder mal geheiratet hat, dass sie einige Affären hatte und dem Alkohol zugeneigt ist - und dass sie ihre Kinder nicht sehen darf. Sie berichtet ihm von Alkoholproblemen ihrer Mutter und von einem Stiefvater, der sie begrapscht.

Sie sinkt immer weiter ab, während Andy die Karriereleiter emporklettert. Kann und will er ihre Liebe erwidern, wird er sie treffen? Die Zuseher werden auf eine humorvolle, aber auch nachdenkliche Reise mitgenommen - von zwei Schauspielern,  die ihr Handwerk verstehen. Die Berufsregisseurin Elke Münch hat diesen hervorragenden, aus den späten 1980er-Jahren stammenden Klassiker gekonnt auf die Bühne gebracht. Eigentlich passiert fast nichts, und trotzdem ist das Stück reich an Handlungen, die sich zwischen den Briefzeilen und in den Köpfen der Zuschauer abspielen.

Das Publikum wird durch das Vorlesen der Briefe zum Mitwisser eines aufstrebenden Mannes und einer Frau, deren Leben einer Achterbahnfahrt gleicht. Zum Teil leidenschaftliche, aber auch traurige und dann wieder lustige Episoden werden vorgetragen. Mit unschuldigem Augenaufschlag und losem Mundwerk überzeugt Marion Zomerland als Melissa in diesem Stück wie auch Arnold Preuß, der als Andy seine Erlebnisse und Gedanken mitteilt. Er will seinem Vater alles recht machen, strotzt später als übermütiger Teenager in Ruderbooten und macht dann Karriere in der Navy, dann als Jurist und später als Politiker.

Sie berichtet ihm von ihren ersten Erfolgen als Malerin, träumt von einer Karriere in Italien und berichtet von persönlichen Enttäuschungen und neuen Hoffnungen. Sie ist voller Übermut und hangelt sich später von einem Alkohol-Entzug zum nächsten. Melissa will Andy unbedingt treffen, fleht ihn in ihren Briefen an! Gibt es ein Happy End?

Die Dramaturgie dieses Stückes riss bei der Premiere die Zuschauer mit, die sich trotz — oder vielleicht gerade wegen dieser ungewöhnlichen Theaterform tief beeindruckt zeigten und mit Applaus nicht geizten.

Weitere Vorstellungen:  20. und 22. Oktober, 19. und 20. November, 12. Februar,  2. März, 14. April und 5. Mai jeweils 20 Uhr sowie am 10. Januar um 16.30 Uhr. Karten: @ Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Von einem Band, das niemals reißt

WILHELMSHAVENER ZEITUNG, 19. Oktober 2020

WILHELMSHAVEN (Titelseite) Großen Applaus gab es für die Premiere des Stückes "Love Letters" im Theater am Meer. Für Bühnenleiter Arnold Preuß gab es noch etwas anderes zu feiern. (siehe Seite 6)

Von einem Band, das niemals reißt

KULTUR „Love Letters“ feiert Premiere im „Theater am Meer“ - Warum das Stück ganz besonders ist

VON WOLFGANG A. NIEMANN

Arnold Preuß und Marion Zomerland begeisterten das Publikum. Für Preuß war es die 100. Rolle als Schauspieler. - FOTO: Theater am Meer, Bökhaus

WILHELMSHAVEN - Riesenapplaus gab es für die jüngste Premiere im „Theater am Meer“, obwohl diesmal mit „Love Letters“ von Albert Ramsdell Gurneys ein hochdeutsches Stück das coronabedingt reduzierte Publikum begeisterte. Dabei ist das gut 30 Jahre alte Stück ohnehin etwas Besonderes, denn mit Melissa Gardner und Andy Makepeace Ladd III. hat es nur zwei Akteure. Und es „passiert“ eigentlich nicht wirklich etwas auf der sehr schlicht gestalteten Bühne, denn die Beiden verlesen nur die unzähligen Zettel und Briefe, die sie einander über mehr als 50 Jahre geschrieben haben. 

Umso größer war die Herausforderung für Marion Zomerland und Arnold Preuß unter der Regie von Elke Münch, Spannung und ein Ganzes zu erzeugen. Zumal die ersten kleinen Briefchen noch zwischen den Grundschülern hin-und hergingen. Durch den einleitenden Pat Boone-Hit „Love Letters in the Sand“ von 1957 konnte man die Zeit verorten und bald sind es die typischen Granteleien Jugendlicher, mit denen sie einander ihren Ärger über Eltern und dergleichen berichten.

Melissa kommt aus einer reichen, aber ziemlich kaputten Familie, während Andys wohlbetuchte Eitern ihn offenbar sehr konservativ erziehen. Obwohl sie so überaus verschieden sind, verstehen sie sich unterschwellig - meist - sehr gut. Es sind schließlich typische Teenager-Querelen, die Andy dann erst einmal verschnupft eine Pause mit dem Schreiben machen. lassen, denn Melissa hat offenbar mit jemand anderem geknutscht.

Er studiert brav und bestätigt Melissas Vorwurf, dass er „wohl manchmal ein richtiger Spießer“ sei, wogegen sie nicht zuletzt dank ihrer kaputten Familie von der Klosterschülerin zur rebellischen Künstlerin mit brüchigen Beziehungen und zwei Kindern aufsteigt, die ihr der geschiedene Vater vorenthält.

Mit subtilem Spiel entwickeln sich die Beiden in dieser immer überzeugenderen Fernverbindung auseinander, ohne sich je ganz aus den Augen zu verlieren. Andy heiratet, wird Familienvater und macht als konservativer Politiker Karriere bis zum Senator. Melissas Privatleben ist dagegen chaotisch und sie stellt in ihrer sarkastischen Art fest, dass sie schon wieder Probleme "mit zu viel Feuerwasser” habe. 

Über Jahrzehnte reißt das Band nie ab, doch es sei hier nur noch verraten, dass es den einen flüchtigen Moment gemeinsamen Glücks zu einem viel zu späten Zeitpunkt tatsächlich noch gibt. Aber kein Happy End. Und auch das berührt mit der schlichten Szene, in der Andy in einem letzten Brief an Melissas Mutter bekennt, dass er sie seit damals in der 2. Klasse geliebt habe und sie das Herz seines Lebens gewesen sei.

Das Alles wurde so einfach und zugleich lebensnah erzählt und mit sparsamen Gesten unterstreichen, dass es einen ganz Film im Kopf der Zuschauer ablaufen ließ. Für ihre Leistungen erhielten die Akteure zum Schluss ganz großen Applaus, doch es gab auch noch einen Sonderbeifall für Arnold. Preuß. Die stellvertretende Theatervorsitzende Claudia Ducci gratulierte dem 69-Jährigen nämlich zu seiner Darstellung des Andy Makepeace Ladd III. als dessen mittlerweile 100. Rolle als Schauspieler.

Die nächsten Aufführungen von „Love Letters“ sind am Dienstag, 20. Oktober und am Donnerstag, 22. Oktober, und Freitag, der 20. November, jeweils um 20 Uhr im Theater am Meer, Kieler Straße 63.

Coronabedingte SPIELZEIT 2020|2021

Theater am Meer | Information

Coronabedingte SPIELZEIT 2020|2021

THEATER AM MEER bittet um Beachtung der Bedingungen für die Spielzeit aufgrund der Corona-Pandemie 

Die gesamte Spielzeit 2020/21 steht unter dem Einfluss der Corona-Pandemie. Wir wissen alle nicht, wie sich das Geschehen entwickelt und daher können wir das nur schaffen, wenn sich alle Besucher unseres Theaters (und wir selbst natürlich auch) an die Abstands- und Hygienevorschriften hallten unter denen wir das Theater wieder öffnen können. 

Bitte, beachten Sie daher die Bedingungen unseres Spielbetriebes in dieser Spielzeit:

  • AHA-Regelung einhalten, also Abstand von mindestens 1,5 m halten, die Hygiene-Etikette beachten und vor allem eine Alltagsmaske tragen,
  • Sitzplatzangebot ist wegen der Abstandsregel deutlich reduziert,
  • Vorstellungen dauern ohne Pause insgesamt nicht länger als 1 ½ Stunden,
  • Theater öffnet erst 30 Minuten vor Beginn der Vorstellung, 
  • Besucher betreten mit Alltagsmaske Haus und Saal, die Maske darf nur sitzend abgenommen werden, nach der Vorstellung ist die Maske wieder aufzusetzen,
  • keine Besuchergarderobe,
  • kein Getränke- und Imbiss-Service im „Kulissensnack“,
  • Kartenbestellungen sind möglichst telefonisch oder per Mail vorzunehmen,
  • persönliche Daten der Besucher werden für 3 Wochen schriftlich festgehalten.