Wo sünd wi tohuus (WE)

Wilhelmshavener Erstaufführung

WO SÜND WI TOHUUS

Drama in fünf Akten von Ivo Braak

Inszenierung: Rudolf Sang
Bühnenbild: Hannes Kaebe

Beleuchtung: Hugo Kaczmierzak
Souffleur: Günter Boye
Frisuren: Helmut Teichmann
Inspizientin: Marie Boye

Rollen und Darsteller
Der Bauer - Willi Minauf
Seine Frau - Annemarie Beermann
Peter - Karl-Heinz Herpel
Hanna - Ellen Beutz
Kassen Dutt, Briefträger - Enno Buß

Annemarie Beermann und Willi Minauf als leidgeprüftes Bauernpaar  - eine Szene aus "Wo sünd wi tohuus" - Spielzeit 1961/62 -

Die Bäuerin (Annemarie Beermann) und Hanna (Ellen Beutz)  - eine Szene aus "Wo sünd wi tohuus" - Spielzeit 1961/62 -

Kassen Dutt (Enno Buß), de Breefdräger, hett weer keen good Narichten för den Buur (Willi Minauf) - eine Szene aus "Wo sünd wi tohuus" - Spielzeit 1961/62 -

Minsch sien mutt de Minsch (WE)

Wilhelmshavener Erstaufführung

MINSCH SIEN MUTT DE MINSCH

Schwank in drei Akten von Günter Siegmund

Inszenierung: Rudolf Sang
Bühnenbild: Hannes Kaebe

Beleuchtung: Hugo Kaczmierzak
Souffleuse: Erika Kaebe
Frisuren: Helmut Teichmann
Inspizientin: Marie Boye

Rollen und Darsteller
Johannes Wilke, Polizeimeister - Hans Macker
Karl Benthin, Oberwachtmeister - Heinrich Müller
Martin Stingel, Gemeindediener - Willi Minauf
Friedel, seine Tochter - Gisela Huske
Emma Wiggers, Reinmachefrau - Annemarie Beermann
Paster Petersen - Heino Aden
Sebastian Knoop, ein Landstreicher - Arno Tholen
Hanne Kleinschmidt - Ellen Beutz

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Wieder eine von Hannes Kaebes wunderbaren Bühnenbildern  - "Minsch sien mutt de Minsch" - Spielzeit 1961/62 -

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Der "menschliche" Polizist Johannes Wilke (Hans Macker) gibt dem Landstreicher Sebastian Knoop (Arno Tholen) erst einmal eine gute Zigarre  - eben "Minsch sien mutt de Minsch" - Spielzeit 1961/62 -

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Etwas skeptisch schaut Frau Kommissarin (Ellen Beutz) , ebenso wie Benthien (Heinrich Müller), was haben Johannes Wilke (Hans Macker) und Knoop (Arno Tholen) für merkwürdige Gemeinsamketien - eine Szene aus "Minsch sien mutt de Minsch" - Spielzeit 1961/62 -

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Das Ensemble von "Minsch sien mutt de Minsch" v.l. Giesela Huske, Heino Aden, Hans Macker, Ellen Beutz, Heinrich Müller, Annemarie Beermann und Arno Tholen. - Spielzeit 1961/62

De latinsche Buur (1. WA)

1. Wiederaufführung, davor 1952/53 gespielt

DE LATIENSCHE BUUR

(Der Musterbauer)
Komödie in drei Akten von August Hinrichs

Inszenierung: Rudolf Sang
Bühnenbild: Hannes Kaebe


Beleuchtung: Hugo Kaczmierzak
Souffleuse: Annemarie Beermann
Frisuren: Helmut Teichmann
Inspizientin: Marie Boye

Rollen und Darsteller
Direktor Hofmeyer, Besitzer eines Bauernhofes - Hans Macker
Dorothea, seine Tochter - Helga Dannemann
Dr. Stamer, Rechtsanwalt - Günter Boye
Bernd Bruns, Bauer - Karl-Heinz Herpel
Reimers, Bauer - Arno Tholen
Böse, Bauer - Enno Buß
Steffen, Bauer - Kurt Röthel
Jochen, Knecht bei Hofmeyer - Heino Aden
Stientje, Wirtschafterin bei Hofmeyer - Erika Kaebe
Rieke, Kleinmagd - Agda Prahm
Bauern, Knechte, Mägde

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Skeptisch den neemodschen Methoden Hofmeyers (Hans Macker) gegenüber sind Böse (Enno Buß), Reimers (Arno Tholen) und Bruns (Karl-Heinz Herpel) - eine Szene aus "De latinsche Bur" - Spielzeit 1961/62 -

WILHELMSHAVENER ZEITUNG

Viel Beifall für den "latinschen Buur"

Gestern abend erfolgreiche Premiere der Niederdeutschen Bühne Rüstringen

Von Erwin Hildebrandt

Mit der Premiere der Bauernkomödie "De latinsche Bur" bereitete die Niederdeutsche Bühne Rüstringen zahlreichen Besuchern gestern abend im Stadttheater ein köstliches Vergnügen. August Hinrichs hat mit diesem Stück wieder einmal seine Kunst deutlich unter Beweis gestellt. Der dankbare Beifall auf offener Szene wie auch nach dem dritten und letzten Akt galt gleichermaßen diesem vitalen Stück und den durchweg ausgezeichneten Darstellern.

Die Geschichte von dem in der Stadt so erfolgreichen Direktor Hofmeyer, der auf dem Land bei seinem Vorhaben, ein Mustergut aufzubauen, scheitert, aber aus seinen Fehlern ohne Groll den richtigen Schluß zieht, ist unter der trefflichen Regie von Intendant Rudolf Sang so schwungvoll in Szene gesetzt, daß man an dem flotten Spiel seine helle Freude hat. Eine Komödie, wie sie sein soll: Heiter und frisch, und doch mit einem durchaus ernsten Hintergrund.

Es fällt schwer, von den Darstellern einen besonders hervorzuheben. Hans Macker als leutsellger Direktor Hofmeyer bewältigt seine schwierige, aber auch dankbare Rolle souverän. Das gleiche gilt von Helga Dannemann als Dorothea Hofmeyer und Karl-Heinz Herpel, diesem sympathischen Paar, das zum guten Ende dem Happy End zusteuert. Halb Hausdrachen, halb Frau mit Herz, so präsentiert sich Erika Kaebe als Wirtschafterin Stientje und erntet ebensoviel Beifall wie die naiv muntere Agda Prahm als Kleinmagd Rieke. Eine urwüchsige Komödiantin.

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Bekam ein großes Lob als urwüchsige Komödiantin: Agda Prahm  - eine Szene aus "De latinsche Bur" - Spielzeit 1961/62 -

Eine glänzende Steigerung erlebt man bei Heino Aden, der den Knecht Jochen treffend darstellt. Herrlich das Bauern Trio: Arno Tholen, der schelmische Enno Buß und Kurt Röthel. Sie alle spielen so verhalten, wie es ihre Rollen erfordern. Muß man sonst bei vielen Dialogstellen ein herzhaftes Lachen unterdrücken, so entlocken diese drei dem Besucher bei jedem Auftritt ein augenzwinkerndes Schmunzeln.

Bleibt noch Günther Boye als Rechtsanwalt Dr. Stamer zu erwähnen, der sich mit seinem sympathischen Spiel viel Beifall erwarb. Das Bühnenbild von Hannes Kaebe gab dem Stück die passende Atmosphäre. Alles in allem ein herzerfrischender, schöner und für die Niederdeutsche Bühne Rüstringen erfolgreicher Abend, an den man gern zurück denken wird.

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Jochen (Heino Aden) hat von seinem Chef Hofmeyer (Hans Macker) eine Zigarre verpaßt bekommen. Halt findet er bei Bruns (Karl.-Heinz Herpel)  - eine köstliche Szene aus "De latinsche Bur" - Spielzeit 1961/62 -

De Deern is richtig (1. WA)

1. Wiederaufführung, davor 1953/54 als "De Düwelsdeern" aufgeführt

DE DEERN IS RICHTIG

Lustspiel in drei Akten von Jens Peter Asmussen

Inszenierung: Rudolf Sang
Bühnenbild: Hannes Kaebe

Beleuchtung: Hugo Kaczmierzak
Souffleuse: Annemarie Beermann
Frisuren: Helmut Teichmann
Inspizientin: Maria Siebels

Rollen und Darsteller
Klaus Snack, Fischer und Bauer - Willi Minauf
Tjark Snack, Fischer und Bauer - Enno Buß
Piet Snack, Fischer und Bauer - Heino Aden
Antje Rotermund, Dienstmädchen - Ellen Beutz
Male, seine Frau - Erika Kaebe
Sanna, beider Tochter - Agda Prahm, Gisela Huske, Nachwuchsdarstellerinnen
Peter Wulk, Bürgermeister - Fritz Dannmann
Stina Siemsen - Therese Peters
Hinrich, ihr Sohn, ein Matrose - Kurt Röthel
Ruhland - Hans Macker

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Die Brüder Snack (Enno Buß, Willi Minauf, Heino Aden) - eine Szene in "De Deern is richtig!" - Spielzeit 1960/61 -

Wilhelmshavener Rundschau

Nicht nur "de Deern" war richtig

Herzlicher Beifall für alle Spieler der Niederdeutschen Bühne

Von Roland Thein

Wilhelmshaven. Wenn man als Neu-Wilhelmshavener erstmals eine Auffuhrung der Niederdeutschen Bühne Rüstringen besucht, wie es am Mitwochabeud dem Rezensent bei der Premiere des dreiaktigen Lustspieles "De Deern is richtig" erging, so wird man sich vorher sagen, daß man bei der Aufführung nicht die üblichen strengen Maßstäbe anlegen dürfe, denn schließlich handelt es sie bei den Akteuren ja um Laienspieler. Hat man aber dann die ersten Szenen auf der Bühne verfolgt, so wird man sich sagen, daß diese Einschränkung doch nur sehr bedingt gilt, denn es wird bei der Niederdeutschen Bühne mit solcher Begeisterung und Freude arn Komödienatentum gespielt, daß man recht schnell vergißt, Laienspieler vor sich zu haben.

Die etwas durchsichtige Handlung erzählt die Geschichte dreier Friesenbauern, denen das Stintfischen wichtiger war als der Hof, auf dessen Übernahme die Erben mächtig erpicht waren. Die "richtige Deern" jedoch weiß die drei Hofbesitzer zum Arbeiten zu bringen und verleiht dem Hof ein neues Gesicht. Nicht nur das Korn steht gut auf den Feldern, sogar die Stube zeigt ein freundliches Gesicht, vom bunten Vorhang bis zum "Lotterbett", natürlich geht der Hof auch nicht an die "lieben Verwandten", sondern an das junge Paar, das sich darum Verdienste und außerdem Sympathien erwarb.

Ein hervorragendes Dreigespann waren die Brüder Klaus, Tjark und Piet Schnack (Willi Minauf, Enno Buß und Heino Aden). Mancher Berufskomiker und routinierte "Profi" könnte sich an der Urwüchsigkeit der drei eine Scheibe abschneiden, gIänzend gemeisterte Situationskomik und dabei niemals abgleiten in billigen Klamauk waren die Stärken dieser Bühnenbrüder, denen immer wieder verdienter Sonderbeifall galt. Ellen Beufz spielte die resolute Dienstmagd und guten Geist Antje, ihre Spielweise fand die besondere Zustimmung des Publikums, Bauer Jann Thielen (Ernst Neumann) und seine Frau Male (Erka Kaebe) demonstrierten eindrucksvoll das erbschaftslüsterne Paar, vor allem Erika Kaebe verlieh dem zänkischer Weib so recht die "bissige Note". Stina Siemsen (Therese Peters), der in diesem Lustspiel die einzige getragene Rolle zufiel, überraschte mit ihrer Ausdruckskraft und der disziplinvollen Zurückhaltung. Kurt Röthel, als deren Sohn Hinrich gefiel durch seine urbekümmerte Art, auch für die Nachwuchsdarstellerin Agda Prahm gilt diese Feststellung. Beide waren ein herzerfrischendes Paar.

Fritz Dannmann als Bürgermeister - auch er als Nachwuchsspielter - war nur in den ersten Minuten noch etwas zu gehemmt, fand sich aber dann rasch in das Ensemble ein. Hans Macker als Kommerzienrat Ruhland war ein sehr distinguierter Herr. Rudolf Sangs straffe Regie war mit Erfolg darum bemüht, einige Längen dieses Lustspiels von Jens Peter Asmussen zu verdecken. Er scheint die Möglichkeiten seiner Spieler recht genau zu kennen und setzt sie geschickt ein. Das solide Bühnenbild schuf Hannes Kaebe. Das der Niederdeutschen Bühne offensichtlich sehr verbundene Publikum dankte mit herzlichem Beifall für diesen von urwüchsigem Fliesenhumor durchdrungenen Abend.

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Da sitzt das gesamte Ensemble "op´n Dutt" : v.l. Erika Kaebe, Ernst Neumann,  Heino Aden, Fritz Dannmann, Therese Peters, Ellen Beutz, Hans Macker, Willi Minauf und Enno Buß - eine Szene aus "De Deern is richtig!" - Spielzeit 1960/61 -

Wilhelmshavener Zeitung

"De Deern (un dat Spill) is richtig!"

Die Niederdeutsche Bühne "Rüstringen" beendet nun die Spielzeit 1960/61. Widrige Umstände hatten verhindert, daß die vorgesehene Aufführung eines Schauspiels ausfallen mußte, so daß die Freunde der Bühne in jedem der bereits aufgeführten Stücke im wesentlichen ihre Lachmuskeln strapazieren konnten. Am Mittwoch ging der Vorhang auf für die letzte Inszenierung mit dem Lustspiel in drei Akten von Jens Peter Asrnussen "De Deern is richtig".

Wie "richtig" diese Deern ist, stellte schon Hannes Kaebe mit seinem Bühnenbild heraus. Zu Anfang sah man die Dööns eines Bauernhofes in einer Trostlosigkeit und Verkommenheit, die darauf schließen ließ, daß hier nicht allzu strebsame Menschen werkelten. Das dritte und letzte Bühnenbild zeigte denselben Bauernhof mit seiner guten Stube, in der es nur so blitzte und blinkte. Und diese Verwandlung bewirkte ausschließlich die ,.Deern" Antje Rothermund, die von den Besitzern des Hofes, dem Dreigespann Klaas, Tjark und Piet Schnack, als Haushälterin engagiert worden war, und das für nur 15 Mark im Monat! Wie diese Frauensperson mit ihren Dienstherren ins Geschirr ging, läßt sich einfach nicht beschreiben. Wenn Antje nebenbei noch dem erbschleichenden Ehepaar Thielen den Marsch bläst und sie zur Vernunft dazu dessen hübsche Tochter noch an den richtigen Mann bringt und auch sonst noch einiges gradebiegt, dann muß man ihr schon bescheinigen, ein gutes Stück Arbeit geleistet zu haben.

Wer anders als Ellen Beutz konnte wohl für die Rolle der Deern geeignet sein. Sie gaben wiederum einen schönen Beweis ihres Könnnes. Das Dreigespann lag bei Willi Minauf, Enno Buß und Heino Aden in bewährten Händen. Schon wenn sie auf die Bühnen kamen. gab es stürmischen Beifall. Das Ehepaar Thielen (Schwester und Schwager der drei Junggesellen) war mit Erika Kaebe und Ernst Neumann hervorragend besetzt. Therese Peters, nach langer, durch Krankheit bedingten Pause wieder auf den Bühnenbrettern, gab eine ausgezeichnete Studie einer besorgten Mutter. Ihr Sohn Hinrich wurde frisch und lebendig dargestellt von Kurt Röthel. Allerliebst anzuschauen und anzuhören war Agda Prahm, eine Nachwuchsspielerin, die in der Rolle der Sanna ihr Debüt gab. Ein hoffnungsvolles Beginnen, dem wir einen schönen weiteren Erfolg wünschen. Das gleiche läßt sich sagen für Fritz Dannmann, der einen Dorfbürgermeister abgab, wie man ihn sich vorstellt. Hans Macker machte diesmal ausschließlich auf ,.hochdeutsch" und spielte den Kommerzienrat Ruhland* der in besagter Gutsnähe ein Inselchen als Ruhesitz auserkor.

Wie man es nicht schon anders kernt, sorgte Intendant Rudolf Sang für einen flotten Ablauf des Geschehens. Ihm gebührt einmal mehr ein Lob für diese gute Regieleistung. (tgh)

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De Deern "konfirmiert" sie alle: v. l. Hans Macker, Ellen Beutz, Agda Prahm, Heino Aden, Kurt Röthel, Enno Buß, Therese Peters und Willi Minauf  - eine Szene aus "De Deern is richtig" - Spielzeit 1960/61 -

De Hexenhoff (WE)

Wilhelmshavener Erstaufführung

DE HEXENHOFF

Lustspiel in drei Akten von Jens Exler

Inszenierung: Rudolf Sang
Bühnenbild: Hannes Kaebe

Beleuchtung: Hugo Kaczmierzak
Souffleur: Günter Boye
Frisuren: Helmut Teichmann
Inspizientin: Maria Siebels

Rollen und Darsteller
Klaus Hamkens, Bauer - Hans Macker
Magda Flickenschild, seine Haushälterin - Erika Kaebe
Dierk Hamkens, sein Sohn - Heinrich Müller
Wiebke Siemen, Tochter des Nachbarn - Helga Dannemann
Karsten Rullmaker, Tagelöhner - Heino Aden
"De swatte Tille", Händlerin - Annemarie Beermann
Hubert Zimmerschiet, Makler - Arno Tholen

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Das wird ein köstliche Mixtur! v.l. Annemarie Beermann, Heinrich Müller, Heino Aden, Erika Kaebe, Helga Dannemann, Hans Macker  - eine Szene aus "De Hexenhoff" - Spielzeit 1960/61 -

PRESSESTIMMEN

"Drama" im Lustspielgewand

Niederdeutsche Bühne inszenierte Jens Exlers "Hexenhoff"

Wilhelmshaven. "Persönliche Erlebnisse und die in jüngster Zeit in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlichten Artikel über Hexenglauben haben mich zu diesem Spiel vom "Hexenhoff" 'angeregt', sagt Jens Eyfer, bekannter Autor vieler Stücke, über dieses "Drama" im Lustspielgewand, das zum erstenmal in Wilhelmshaven aufgeführt wurde.

Man hatte durchaus seinen Spaß daran, und doch - manchmal blieb selbst bei diesem hexenverjagenden Hokuspokus das Lachen beinahe im Halse stecken. Dann vor allem, wenn man sich - von der Unterhaltung für Momente wieder zur Gegenwart zurückschaltend - bewußt wurde, daß es in unseren "aufgeklärten" Zeit nicht sehen noch zutiefst mittelalterlichen Glauben gibt. Das geht aus weiteren Worten des Autors hervor, die besagen, daß einer des besten Sachkenner auf diesern Gebiet, der Hamburger Volkskundler Johann Kruse, in seinem Buch ,Hexen unter uns' erschütternde Beispiele dafür zusammengetragen hat. Auch heute noch bringt dieser ,neuzeitliche Aberglaube' viel Leid und Elend über die Menschen. Scharlatane und Geschäftemacher beuten die ,.Hexengläubigen` in gewissenloser Weise aus. Zur Bekämpfung dieser geistigen Seuche; aber geschieht wenig.

Von dieser Sicht aus gesehen, ist es nur begrüßenswert, daß Jens Exler das alte und doch aktuelle Thema angepackt hatt, und zwar auf eine und seine ganz spezielle Weise, der man Wirksamkeit gewiß nicht absprechen kann. Wer das Stück qesehen hat, weiß, daß der dafür vorliegende Stoff gewiß für ein beeindruckendes Drama ausrereicht hätte. Aber Jens Exler mag durchaus mit seiner Annahme recht gehabt haben, daß die Lächerlichkeit sicherer als jede andere Waffe tötet. Man möchte ihm nun nur wünschen, daß er in seiner Lustspielfasssung auch wirklich das erreicht, was er will, nämlich, den einen oder anderen Zuschauer zum Nachdenken anzuregen.

Da man sich darüber hinaus aber auch köstlich über den Handlungsverlauf amüsieren kann, ist man der Niederdeutschen Bühne Rüstringen gleich zu zweifachem Dank verpflichtet, daß sie Exlers "De Hexenhoff" einstudiert hat. Die Darsteller wurden dabei auch diesmal wieder von Rudolf Sang in bewährter Weise geführt. Den Hauptanteil am mit Recht gespendenten Schlußapplaus hatten vor allem Heino Aden als Tagelöhner Karsten und 'De swatte TiIle' Annemarie Beermann spielte. Weiterhin bewährten sich erneut Hans Macker, diesmal als Bauer Hamkens, Erika Kaebe als Haushälterin Magda, Heinrich Müller als Dierk, Helga Dannemann als Wiebke und Arno Tholen als Hubert Zimmerschiet. Die saubere, von so vielen unsichtbaren Geistern erfüllte Bauernstube, gestaltete Hannes Kaebe.

Nur eines sollte man während dieser Aufführung nicht tun, nämlich nur lachen, denn vom "toi-toi-toi" bis zum schlimmeren Aberglauben sind es nur wenige Schritte.

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Heinrich Müller und Heino Aden  - in einer Szene aus dem Stück "De Hexenhoff" -. Spielzeit 1960/61 -

Beim Bauern Klaus Hamkens spukt es

Ein Spiel der Niederdeutschen Bühne um Hexenglauben in unseren Tagen

Jens Exlers "Hexenhoff" steht derzeit nicht nur auf dem Programm der Niederdeutschen Bühne - Hexenhöfe dieser Art finden wir in Wirklichkeit auch heute im 20. Jahrhundert! - leider noch weit und breit in der Wirklichkeit. Der Autor des Lustspiels sagt selbst, daß ihn persönliche Erlebnisse und die immer wieder zu lesenden Veröffentlichungen über Hexenglauben zu diesem Spiel vorn "Hexenhoff" angeregt hätten. Denn der mittelalterliche Hexenglaube ist bis heute noch nicht ausgestorben und richtet vorwiegend auf dem Lande noch immer mehr Unheil an als wir annehmen.

So meint Exler, er hätte eigentlich ein Drama daraus machen müssen. Nun sei es aber doch ein Lustspiel geworden, und er glaube, daß Lächerlichkeit sicherer als jede Waffe wirke. Er hat recht behalten. Die Niederdeutsche Bühne hat das Ansinnen Exlers verstanden und vermittelt es auf köstliche Weise hinunter zum Theaterbesucher,

Man sieht (unter der Regie von Rudolf Sang) Hans Macker als Bauern Klaus Hamkens, der sich von seiner Umwelt an der Nase herumführen läßt und fest daran glaubt, daß sein Hof verhext sei. Erika Kaebe spielt seine Haushälterin Magda, die intrigiert, um einem Haus und Grundstücksmakler (Arno Tholen) einen Vorteil zuzuspielen. Dann taucht noch "die swatte Tille" auf, Händlerin und Hexenmeisterin, die den "Hexenhoff" mit Teufelsdreck und allerlei Mixturen ausräuchert und für ihren Mumpitz dem Bauern eine schöne Stange Geld abknipst. Der Tagelöhner Karsten (Heino Aden) durchschaut den ganzen Schwindel und zeigt schließlich an welchen Irrsinn seine Umwelt glaubt und wie sehr sie durch Gauner betrogen wird. Er erhielt auch den größten Applaus für sein Spiel. Man sieht noch Heinrich Müller als Sohn des Bauern und Helga Dannemann als seine zukünftige Frau. Das Bühnenbild, eine Bauernstube, hat Hannes Kaebe entworfen.

Es liegt genügend Spannung in dem Spiel, viel Humor und Unterhaltung. Bei der PremIere wurde köstlich gelacht. Hoffentlich wird jetzt zu Hause auch einmal über den Ernst dieses Stückes nachgedacht.

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Karsten (Heino Aden) setzt Hubert Zimmerschiet (Arno Tholen) etwas unsanft ( mit der Forke) an die Luft. - eine Szene aus "De Hexenhoff" - Spielzeit 60/61 -

"Völ Larm up´n Hexenhoff"

Es ging hoch her auf dem "Hexenhoff ", dessen Küche Hannes K a e b e stilecht für die Premiere der Niederdeutschen Bühne "Rüstringen" auf der Bühne des Stadttheaters erstellt hatte. Jens Exler, der Autor des Lustspiels, sagt selbst, daß ihn persönliche Erlebnisse und die in jüngster Zeit veröffentlichten Artikel über Hexenglauben zu diesem Spiel angeregt haben. Auch heute noch bringt dieser Aberglaube viel Leid und Elend über die Menschen. Exler hat bewußt ein Lustspiel daraus gemacht, denn Lächerlichkeit tötet sicherer als jede Waffe. So war das ganze Geschehen auf der Bühne Anlaß genug, über diesen wahnwitzigen Aberglauben und seine verheerenden Folgen nachzudenken, andererseits aber zwei ungetrübte Stunden heiteren Frohsinns zu erleben.

Und da das Spiel nicht frei ist von einem gewissen kriminalistischen Einschlag, wollen wir es uns an dieser Stelle versagen, den Inhalt näher zu beschreiben. Man sehe sich den "Hexenhoff" an und erfreue sich ebenso, wie es das Prernierenpublikum tat, das den Akteuren herzlichen Beifall oft auf offener Szene spendete.

Intendant Rudolf S a n g hatte wiederum die richtigen Leute an den richtigen Platz gestellt Man verzeihe uns wenn wir bei diesem Spiel die Rolle des Tagelöhners Karsten Rullmaker an den Anfang stellen. Denn was Heino A d e n daraus machte, war echtes Komödiantenttum in bestem Sinne. Der polternde Herr des Hauses. Bauer Klaus Hamkens, wurde lebensnah von Hans Macker dargestellt. Dem hintergründigen Wesen seiner Haushälterin Magda Flickenschild wurde durch Erika Kaebe überzeugend Ausdruck gegeben. Lobenswert war wieder einmal Annemarie Beermann als ,de swatte Tille". Heinrich Müller (Bauernsohn Dierk Hamkens), Helga Dannemann (Nachbarstochter Wiebke Siemen) und Arno Tholen (Makler Hubert Zimmerschiet) sorgten auf das beste mit dafür, daß dem Hexenglauben auf dem Hof ein Ende bereitet wurde.

De vergnögte Tankstell (1. WA)

1. Wiederaufführung, davor 1952/53 gespielt

DE VERGNÖGTE TANKSTELL

Lustspiel in drei Akten von Fritz Wempner

Inszenierung: Rudolf Sang
Bühnenbild: Hannes Kaebe

Beleuchtung: Hugo Kaczmierzak
Souffleuse: Erika Kaebe
Frisuren: Helmut Teichmann
Inspizientin: Maria Siebels
Kostüme: Paul Welzel

Rollen und Darsteller
Gerd Jensen, Tankstellenbesitzer - Karl-Heinz Herpel
Willem Bock, Tankstellenwärter - Hans Macker
Mieke Haushälterin - Ellen Beutz
Dolly Hansen - Gerda Jörss
Ellen Lund, Fotoreporterin - Helga Dannemann
Hannes Puusch, Händler - Enno Buß
Dr. Ramm, Landarzt - Willi Minauf
Werner Stürmer, Kreisbauamt - Kurt Röthel
Krischan Menke, Bauer - Arno Tholen
Heike, seine Tochter - Elke Thormählen
Kassen Kreismann, Bauer - Heino Aden

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Sie spielen erst einmal einen deftigen Skat: Willem (Hans Macker), Dolly (Gerda Jörss) und Gerd (Karl-Heinz Herpel)  - in einer Szene aus "De vergnögte Tankstell" - Spielzeit 1960/61 -

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Reporterin Ellen Lund (Helga Dannemann) berichtet über Gerd Jensens (Karl-Heinz Herpel) Motorraderfolge. Seine Faharschüler (Arno Tholen, Heiko Käfer, Heino Aden und Alfred Christoffers) schauen interessiert zu  - eine Szene aus "De vergnögte Takstell" - Spielzeit 1960/61 -

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Hier ist fast das gesamte Ensemble vereint: v.l. Elke Thormälen, Kurt Röthel, Wlli Minauf, Gerda Jörss, Karl-Heinz Herpel, Ellen Beutz,  Hans Macker und Helga Dannemann  - in einer Szene aus "De vergnögte Tankstell" - Spielzeit 1960/61 -

Sluderkraam in´t Treppenhuus (WE)

Wilhelmshavener Erstaufführung

SLUDERKRAAM IN´T TREPPENHUUS

Komödie in vier Akten von Jens Exler

Inszenierung: Rudolf Sang
Bühnenbild: Hannes Kaebe

Beleuchtung: Hugo Kaczmierzak
Souffleuse: Helga Dannemann
Frisuren: Helmut Teichmann
Inspizientin: Maria Siebels
Kostüme: Paul Welzel

Rollen und Darsteller
Meta Boldt - Erika Kaebe
Hanne Knoop - Annemarie Beermann
Heike Seefeldt - Gerda Jörss
Ewald Brummer - Willi Minauf
Dieter Brummer - Karl.-Heinz Herpel
Bernhard Tramsen - Enno Buß
Herr Seefeldt - Arno Tholen
Felix, Bäckerjung - Heinrich Müller

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Dieter Brummer (Karl-Heinz Herpel) besucht seinen Onkel Ewald Brummer (Willi Minauf) und damit kommt Schwung in die Geschichte  - eine Szene aus "Sluderkraam in´t Treppenhuus" - Spielzeit 1960/61 -

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Bernhard Tramsen (Enno Buß) ist auf Freiersfüßen (mit Rose hinterm Rücken), das muß er natürlich vor Frau Boldt (Erika Kaebe) verbergen  - eine köstliche Sezene aus "Sluderkraam in´t Treppenhuus" - Spielzeit 1960/61 -

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Meta (Erika Kaebe) ist bei ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Sludern.  Hanne Knop möchte sie am liebsten mit wegfeudeln  - eine Szene aus "Sluderkraam in´t Treppenhuus" - Spielzeit 1960/61 -

Voss gegen Voss (WE)

Wilhelmshavener Erstaufführung

VOSS GEGEN VOSS

(Dat Halunkenstück)
Komödie in drei Akten von Hans Balzer

Inszenierung: Rudolf Sang
Bühnenbild: Hannes Kaebe

Beleuchtung: Hugo Kaczmierzak
Souffleuse: Annemarie Beermann
Frisuren: Helmut Teichmann
Inspizientin: Maria Siebels
Kostüme: Paul Welzel

Graf Wulf von Ochtmissen - Willi Minauf
Fred Lujo, sein Halbbruder (Doppelrolle) - Willi Minauf
Adele, dessen Frau - Erika Kaebe
Eveline, beider Tochter - Helga Dannemann
Junker Heiko von Lehsten - Kurt Röthel
Peter Manegold, Altbürgermeister - Emil Meinen
Hinning Riekenbeek, Sülfmester i.R. - Enno Buß
Hieronymus Butenschön, Stadtsyndikus - Hans Macker
Lodemann, Notar - Ernst Neumann
Frerk, Dener - Heino Aden

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Fred Lujo (Willi Minauf) und Adele (Erika Kaebe) wollen den Stadtsyndikus überlisten - eine Szene aus "Voss gegen Voss" - Spielzeit 1960/61 -

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Oldbögermeister Manegold (Emil Meinen) und Sülfmeister Riekenbeek (Enno Buss) lassen es sich schmecken, während Frierk (Heino Aden) der Magen knurrt.  - eine Szene aus "Voss gegen Voss" - Spielzeit 1960/61 -

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Butenschön (Hans Macker) berät mit Manegold (Emil Meinen) und Riekenbeek (Enno Buss) die Lage nach dem Tod vom Grafen. - eine Szene aus "Voss gegen Voss" - Spielzeit 1960/61 -

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Graf Wulf von Ochtmissen alias Fred Lujo (Willi Minauf) probiert seine "Rolle" mit Hieronymus Butenschön (Hans Macker)  - eine köstliche Szene aus "Voss gegen Voss" - Spielzeit 1960/61 -

Up Düvels Schuuvkar (1. WA)

1. Wiederaufführung, davon 1947/48 gespielt

UP DÜVELS SCHUUVKAR

Komödie in vier Akten von Karl Bunje

Inszenierung: Rudolf Sang
Bühnenbild: Hannes Kaebe

Beleuchtung: Theo Pottbacker
Souffleuse: Erika Kaebe
Frisuren: Helmut Teichmann
Inspizientin: Maria Siebels

Rollen und Darsteller
Heiko Herkens, Bauer - Karl-Heinz Herpel
Jan Spinn, Knecht - Willi Minauf
Taline, Magd - Annemarie Beermann
Fied Hilmer, Gendarm - Enno Buß
Helga, seine Tochter - Hannelore Lund
Marie - Helga Dannemann

Jan Spinn (Willi Minauf) ist entsetzt, Heiko Herkens (Karl-Heinz Herpel) brennt schwarz, echten Hullmannschen - eine Szene aus "Up Düwels Schuuvkaar" - Spiielzeit 1959/60 -

Jan Spinn (Willi Minauf) verläßt die heimliche Schnapsbrennereianstalt (den Alkoven) - eine Szene aus "Up Düwels Schuuvkar" - Spielzeit 1959/60

Dat Spill um een Schaap, een Koh un söss braadt´e Eier (WE)

Wilhelmshavener Erstaufführung

DAT SPILL UM EEN SCHAAP, EEN KOH UN SÖSS BRAADT´E EIER

Märchenspiel in dreizehn Bildern von Paul Jessen

Inszenierung: Rudolf Sang
Bühnenbild: Hannes Kaebe

Beleuchtung: Theo Pottbacker
Souffleuse: Annemarie Beermann
Frisuren: Helmut Teichmann
Inspizientin: Maria Siebels
Kostüme: Paul Welzel
Ton: Klaus Aden

Rollen und Darsteller
De Verteller - Willy Beutz
De Amtmann u.a. - Hans Macker
De Kröger - Hans Macker
De Schriever - Kurt Röthel
De Paster - Ernst Neumann
Hans Hinnerk - Heino Aden
Lisa, sien Fro - Helga Dannemann


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Hans Hinnerk (Heino Aden) hat dem Pastor genau zugehört und Liesa (Helga Dannemann) ist beeindruckt - eine Szene aus "Dat Spill um een Schaap, een Koh un söss braad´te Eier" -´Spielzeit 1959/60

PRESSESTIMMEN

Premiere bei der "Niederdeutschen Bühne"

Dat Spill um en Schaap, en Koh un söss braad´te Eier"

Paul Jessen läßt in seinem "Spill" den Amtmann die Aussage machen: "Herz und Gemüt gibt es heute doch nur noch im Märchen und nicht in der Wirklichkeit'`. Damit ist der Kern dieses Stückes volltiefgründigen Humors und blutvollen Lebens getroffen. Ein zweites ist die tiefwurzelnde Gläubigkeit aus christlicher Sicht an eine Hilfe aus schwerer Not, was uns der Autor deutlich machen will. Gewiß, der Handlung liegt ein Märchen zugrunde, und es müssen schon einige der vielen Szenenbilder an uns vorübergegangen sein, ehe wir zum Kern des Gedankengutes vorstoßen, aber dann ergibt sich doch am Ende ein schlichtes und tiefgründiges Lebensbild.

Hanns Hinnerk und seine Frau Liesa sind arme Katner, die nur ein Schaf besitzen und so gerne aus ihrem Elend herauskommen möchten, zumal sie bei ihrem Nachbarn, dem reichen Kröger, tagtäglich vor Augen haben, was Wohlstand ist. Der Pastor predigt ihnen von der Kanzel vcm dem Lohn der guten Werke, kann aber nicht ahnen, welche Reihe turbulenter Begebenheiten er mit seiner Predigt auslöst.

Ein Novum in der Geschichte dieser Bühne war die völlig neuartige, äußerst moderne Inszenierung durch Intendant Rudolf Sang. "Kubismus" hörten wir neben uns einen Besucher sagen. Ja, Hannes Kaebe als Bühnenbildner hatte lediglich farbige Würfel in beliebiger Menge auf die Bühne gestellt: die je nach der Szene Farbe und Platz wechselten. Dabei wurde ausschließlich die Vorbühne in Anspruch genommen, so daß es einen engen Kontakt mit dem Publikum gab. Dieser wurde noch bestärkt durch den Erzähler, der als Verbindungsmann zwischen Märchen und Wirklichkeit, Schauspieler und Publikum fungierte.

Wir möchten diese Aufführung als eine der besten bezeichnen, die wir seit langem von den Rüstringern sahen. Alle Bühnenmitglieder waren mit ihrer jeweiligen Rolle eng verwachsen. Den Hanns Hinnerk des Heino Aden werden wir so schnell nicht wieder vergessen, ebenso wie Helga Dannemann in der einzigen Frauenrolle des Stückes über sich selbst hinausgewachsen war. Wie konnte es anders sein, als daß Hans Macker als reicher Bauer und Krüger seinem Part Großspurigkeit zukommen ließ, wie er es in vielen anderen Rollen schon hervorragend bewiesen hat. Will! Minauf gab als Amtmann, ebenso wie in Verwandlungen als "Monarch" (Landstreicher) und Viehhändler erneuten Beweis seiner großen Wandlungsfähigkeit und reifen Darstellungskunst. Als Gerichtsschreiber stand ihm Kurt Röthel in nichts nach. Ernst Neumann war als Pastor durchaus glaubwürdig. Die Rolle des Erzählers lag bei Willy Beutz genau in den rechten Händen, so daß die gewollte Beziehung zwischen Märchen und Wirklichkeit voll und ganz erreicht wurde.

Diese Inszenierung verlangte von der Technik sehr viel, deshalb seien hier Theo Pottbacker (Beleuchtung), Klaus Aden (Tontechnik) und Paul Welzel (Kostüme) rühmend genannt .

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Ach hätt ich doch nur so viel Geld wie der Kröger (Hans Macker), denkt sich Hans Hinnerk (Heino Aden)  - eine Szene aus "Dat Spill....." - Spielzeit 1959/60 -

Wo ist das Märchen zu Ende, wo beginnt das Leben?"

Niederdeutsche Bühne Rüstringen bringt diesmal ein heiter-besinnliches Spiel

"Dat Spill um en Schap, en Koh und söß bradte Eier" von Paul Jessen dürfte nicht nur eines der schönsten und reizvollsten Werke sein, die die Niederdeutsche Bühne Rüstringen während dieser Spielzeit herausbringt, sondern sogar eines der tiefsinnigsten und besten, die diese 'plattdeutsche Laienbühne' im Rahmen ihres durchaus nicht nur auf Unterhaltung bedachten Strebens überhaupt herausbrachte.

"Wo ist das, Märchen zu Ende, und wo fängt das 'Leben an?" Das ist die Frage, oder besser gesagt, der Gedanke, um den es in diesem Stück geht, in dem trotz aller, teils sogar recht handfester bühnenwirksamer Effekte keinen Augenblick der feine Humor und unüberhörbar ein großartiger Mutterwitz fehlen.

Wirklich bewundernswert jedenfalls, auf welch eine eigenartige, ja märchenhafte und doch auch wieder so irdische Weise der Autor diesen Gedanken nicht nur anzuschneiden, sondern auch bis zum Ende durch zuspinnen versteht. Und wenn Willy Beutz hofft, daß der in diesem Satz so völlig eingeschlossene Inhalt und Wert dieses "Spills" auch über die ,Aufführung hinaus seine Zuhöres, anzurühren vermag', dann kann man ihm an dieser Stelle wohl antworten, daß es sicher viele geben wird, die von diesem wo Ende, wo Anfang länger als für zweieinhalb Stunden angesprochen werden.

Einige Motive aus alten Märchen mehr sei der Spannung halber nicht verraten waren für Paul J e s s e n das Gerüst, um das er in zahlreichen Bildern sein Stück aufbaute. Und wie er das macht, ist gekonnt, denn es gelingt ihm fast unmerklich, den Zuschauer da hinzuführen, wo er ihn gern haben möchte. Für einen Regisseur muß es jedenfalls eine geradezu reizvolle Aufgabe sein "lebendige Menschen aus dem Irdischen um eine Spur ins Reich des Märchenhaften zu dirigieren". Diese Verquickung gelang Rudolf Sang ganz ausgezeichnet, und Hannes K a e b e , seines Zeichens Bühnenbildner der "Rüstringer", und Paul W e l z e l (Kostüme) unterstützen ihn optisch dabei nicht weniger glücklich.

Doch auch den Spielern machte die Mitarbeit an dieser Inszenierung sichtlich Spaß, obwohl sie sich hier einer großen und durchaus nicht ungefährlichen Aufgabe zuzuwenden haben. Bereits am Premierenabend stellten sie aber erneut unter Beweis, daß sie es schon wagen dürfen, auch mehr als nur unterhaltsame Abende in Szene setzen, zumal Rudolf Sang sie richtig einzuschätzen und einzusetzen weiß: Ein Ehepaar, dumm und gerissen, bildeten Helga D a n n e m a n n als Liesa und Heino A d e n als Hanns Hinnerk. Beide spielten die ihnen gegebenen Möglichkeiten gewissenhaft und bei aller Zurückhaltung auch mit Genuß aus, und der stets auf seinen eigenen Vorteil bedachte Kröger, der im letzten Augenblick doch noch um einen schönen Gewinn gebracht wird, war eine dankbare Rolle für Hans Macker.

In dreierlei Gestalt erschien schiließlich Willi Minauf als "de Amtmann". Er wußte vor allem zum Schluß hin verschmitzt glaubwürdig zu machen, daß ihm der Vorsitz über solch eine "Verhandlung" wirklich Freude machte. Eine gute Studie mehr am Rande, und auf Grund seines angenehmen Spiels doch auch wieder im Blickpunkt Kurt Röthels Schriever. In der Rolle des Pfarrers hatte es Ernst N e u m a n n nicht ganz leicht, "mitzuhalten" denn ihm ist rein textlich schon nicht allzuviel Spielraum gegeben, aber er überstand die im Verhältnis zu den anderen etwas farblose Aufgabe doch mit guter Haltung. Ein souveräner "Verteiler°, der mit einer Handbewegung den Figuren des Spiels gebot, war Willy B e u t z. Es gab herzliches Lachen und Applaus während der Aufführung und herzlichen Schlußbeifall, und das wird nicht nur am ersten Abend so gewesen sein.

Rund um Kap Hoorn (1. WA)

1. Wiederaufführung, davor 1952/53 gespielt

RUND UM KAP HOORN

Lustspiel in drei Akten von Fritz Wempner

Inszenierung: Rudolf Sang
Bühnenbild: Hannes Kaebe

Beleuchtung: Hugo Kazmierczak
Souffleuse: Erika Kaebe
Frisuren: Helmut Teichmann
Inspizientin: Maria Siebels

Rollen und Darsteller
Karl Nass, Kapitän - Willi Minauf
Jonny Tetens, Steuermann - Karl-Heinz Herpel
Walter Christiansen, Reeder - Hans Macker
Irmgard, seine Tochter - Gerda Jörss
Falkenoog, Detektiv - Enno Buß
Mollich, Detektiv - Heino Aden
Mia Brinkmann, Privatsekretärin - Ellen Beutz
Jette Preßkopp, Zeitungsfrau - Therese Peters
Tetje Cohrs - Heinrich Müller
Eduard Funk - Günter Boye
Kameramann - Klaus Aden
Aufnahmeleiter - Kurt Röthel

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Das Ensemble von "Rund um Kap Hoorn" macht Stimmung (v.l. Heinrich Müller, Enno Buß, Ellen Beutz, Willi Minauf, Gerda Jörss, Heino Aden, Therese Peters, Karl-Heinz Herpel) - eine Szene aus"Rund um Kap Hoorn" - Spielzeit 1959/60 -

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Karl Nass (Willi Minauf) begrüßt den alten Freund Reeder Christiansen (Hans Macker) mit seiner Privatsekretärin Mia Brinkmann (Ellen Beutz) - eine Szene aus "Rund um Kap Hoorn" - Spielzeit 1959/60 -

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Karl Nass (Willi Minauf) freut sich, dass Jonny Tetens (Karl-Heinz Herpel)  nun doch die Irmgard leiden mag - eine Szene aus "Rund um Kap Hoorn" - Spielzeit 1959/60 -

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Das Ensemble: v.l. Klaus Aden, Kurt Röthel, Günter Boye, Willi Minauf, Ellen Beutz, Therese Peters, Heino Aden, Karl-Heinz Herpel, Enno Buß und Heinrich Müller  - eine Szene aus "Rund um Kap Horn" - Spielzeit 1959/60

Dat Spill van de Hilligen Dree Könige (1. WA)

1. Wiederaufführung, davor 1952/53 gespielt

DAT SPILL VAN DE HILLIGEN DREE KÖNIGE

Ein Mysterienspiel in sechs Bildern von Felix Timmermanns
Niederdeutsch von Ivo Braak

Inszenierung: Rudolf Sang
Bühnenbild: Hannes Kaebe

Beleuchtung: Hugo Kazmierczak
Souffleuse: Erika Kaebe
Frisuren: Helmut Teichmann
Inspizientin: Maria Siebels

Rollen und Darsteller
Suskewit, der Schäfer - Willi Minauf
Schrobber-Beek, der Bettler - Enno Buß
Pitje Vogel, der Aalfischer - Emil Riemer a.G.
Polien Papp, Wirtin vom "Schwarzen Walfisch" - Therese Peters
Maria - Hannelore Lund
Joseph - Heinrich Frese
Jesuskind - Renate Buß
Teufel - Helga Dannemann/Günter Boye
Bürgermeister - Hans Macker
1. Frau - Marianne Tholen
2. Frau - Hanna Christoffers
Hohls, Bauer - Alfred Christoffers
Johns, Bauer - Kurt Röthel
Slicks, Bauer - Heinrich Müller

Marie (Hannelore Lund), Josef (Heinrich Frese), Pitje Vogel (Emil Riemer a.G. AHB Oldenburg), Suskewit (Willi Minauf) und Schrobber-Beek (Enno Buß) - eine Szene aus"Dat Spill van de hilligen dree Koenige" - Spielzeit 1959/60 -

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 11. Dezember 1959

Die heiligen drei Könige aus Flandern

Ausgezeichnete Premiere der Niederdeutschen Bühne "Rüstringen"

Ein Bravo den Darstellern der Niederdeutsehen Bühne "Rüstringen"! Der freundliche Schlußbeifall zur Premiere von "Dat Spill van de hilligen dree Könige" war hoch verdient. Das gesamte Ensemble bot eine geschlossene Leistung, wobei einzelne Darsteller ihren führenden Rollen entsprechend diesem guten Gesamteindruck noch ein paar Glanzpunkte beifügten.

Der Autor des Stückes, der Flame Felix Tlmmermans, hat es in diesem Mysterienspiel verstanden, der Geschichte von den Heiligen drei Königen eine heimatverbundene und fast zeitgenössische Form zu geben. Es ist ihm trefflich gelungen, dem derb fröhlichen ersten Bild fast unmerklich fünf ernst besinnliche Bilder folgen zu lassen. Immer wieder funkelt aber Timmermans urwüchsiger Humor durch. Diese beiden Seiten des Stückes darzustellen, stellte an alle Spieler erhebliche Anforderungen. Daß sie so ausgezeichnet bewältigt wurden, ist vor allem ein Verdienst der Regie von Intendant Rudolf Sang.

Von den Darstellern sei einer zuerst genannt: Will! Minauf. Seine Todesszene als Schäfer Suskewiet hinterließ einen tiefen Eindruck. Emil Riemer als Gast von der August-Hinrichs-Bühne Oldenburg in der Rolle des Aalfischers Pitje Vogel stand ihm nicht nach. Enno Buß als Bettler Schrobber Beek ergänzte dieses Trio der Hauptfiguren auf anerkennenswerte Weise. Als resolute und am rechten Platz auch mitfühlende Wirtin Polien Papp sah und hörte man mit Freude Therese Peters. Maria und Joseph, zwei gar nicht leicht zu spielende Rollen wurden von Hannelore Lund und Heinrich Frese gut gestaltet.

Das gleiche ist auch von Helga Dannemann und Günter Boye als teuflischem Zweigespann und von Hans Macker in der Rolle des Bürgermeisters zu sagen. Zwischen den Bühnenbildern von Hannes Kaebe agierten ferner in Nebenrollen Marianne Tholen, Hanna und Alfred Christoffers, Kurt Röthel und Heinrich Müller. Es war eine vorweihnachtliche Premiere, die alle Erwartungen restlos erfüllte. dt.

eine Szene aus dem Krug in  "Dat Spill van de hiligen dree Könige" - Spielzeit 1959/60-

Maria (Hannelore Lund) und der Teufel (Günter Boye)  - eine Szene aus "Dat Spill van de hilligen dree Könige" - Spielzeit 1959/60 -

De diamanten Brosch (WE)

Wilhelmshavener Erstaufführung

DE DIAMANTEN BROSCH

Ein ernst-heiteres Spiel in drei Akten von Jan Fabricius,
aus dem holländischen Übertragen von Hermann Quistorf

Inszenierung: Rudolf Sang
Bühnenbild: Hannes Kaebe

Beleuchtung: Hugo Kazmierczak
Souffleuse: Erika Kramer
Frisuren: Helmut Teichmann
Inspizientin: Maria Siebels

Rollen und Darsteller
Alfons Boreel - Karl-Heinz Herpel
Die Schloßherrin - Annemarie Beermann
Dirk Janssen, Jagdaufseher - Willy Beutz
Elsa van Beck, Wwe., Inh. des Gasthofes "De Breefduuv" - Ellen Beutz
Marieke van Beck, ihre Tochter - Gerda Jörss
Engeltje van Beck, Elsa´s Schwiegermutter - Erika Kaebe
Bonne van Beck, Elsa´s Neffe - Klaus Aden
Gaston Pompe, Chauffeur - Ernst Neumann
Koos Lakermann, Gendarm - Enno Buß
Mieke Klüüt - Therese Peters
Van Dokkum - Heino Aden
Jan Guree - Hans Macker

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Elsa van Beck (Ellen Beutz) hat dem Gendarmen (Enno Buß) einen eingeschenkt - eine Szene aus "De diamanten Brosch" - Spielzeit 1959/60 -

PRESSESTIMMEN

Besinnlich und vergnügt "De diamanten Brosch"

Das ernst-heitere Spiel "De diamanten Brosch" von Jan Fabricius führt uns in die Gaststätte "De Breefduuv". Die Inhaberin Elsa van Beek und ihre Tochter Marieke feiern den 70. Geburtstag der Großmutter Engeltje. Wir hören aus dem Munde der in die Gaststube einkehrenden Mieke Klüüt von dem schrecklichen Geschehen am Abend vorher. Da ist der Jagdaufseher Dirk Janßen niedergeschlagen worden, und kein anderer als Alfons Boreel, als Wilddieb weithin bekannt, kommt als Täter in Frage. Noch eine andere Hiobsbotschaft wird ruchbar. Der Schloßherrin wird der gesamte Schmuck gestohlen. Auch hier gerät Alfons in dringenden Verdacht.

Nun sollte man meinen, daß es den Autoren gereizt haben müßte, aus diesen aufregenden Geschehnissen ein Stück voller Gegensätzlichkeit von Gut und Böse zu schaffen. Aber Jan Fabricius beweist uns, daß die Menschen nicht samt und sonders "schlecht` sind. Der Wilderer, der mit Haut und Haar dem Wald verschrieben ist, kann sein ungutes Tun nicht lassen, selbst auf die Gefahr hin, mit dem Jagdaufseher in handgreiflichen Konflikt zu geraten. Ja, und wer ist der Dieb?

Die Niederdeutsche Bühne Rüstringen hat in ihrem Ensemble Spieler, die genau die Typen verkörpern konnten, die Fabricius vorgezeichnet hat. Dem Intendanten Rudolf Sang vom Stadttheater war die Regie übertragen, und mit welcher Behutsamkeit und Liebe er die ihm zur Verfügung stehende Schar einsetzte, war prächtig anzusehen und anzuhören.

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Gaston (Ernst Neumann) entdeckt eine schöne Brosche bei Marieke (Gerda Jörss), Alfrons Borell (Karl-Heinz Herpel) schaut skeptisch  - eine Szene aus "De diamanten Brosch" - Spielzeit 1959/60 -

Erika Kaebe, Ellen Beutz und Gerda Jörss als Großmutter, Mutter und Tochter van Beek waren wieder einmal in einer Rolle, die über jedes Lob erhaben ist. Annemarie Beermann wie immer hoheitsvoll in der Rolle der Schloßherrin und Therese Peters maßvoll und doch voller Vitalität als Mieke Klüüt.

Bei den Männern war jeder Part haargenau in richtigen Händen. Wir kennen sie seit eh und je: Karl-Heinz Herpel als Alfons Boreel, Willy Beutz als Jagdaufseher, Enno Buß als Gendarm. Weiter in kurzen Rollen, doch nicht minder gewichtig, Ernst Neumann als Chauffeur, Heino Aden und Hans Macker als Dorfbewohner. Bliebe noch zu nennen Klaus Aden als Bonne van Beek. Er wurde ausgewiesen als Nachwuchsspieler, hatte aber als "Schwachsinniger" eine nicht gerade dankbare Rolle. Wie er aber seine Sache machte, war gekonnt und berechtigt zu großen Hoffnungen.

So rollte ein Spiel auf der Bühne ab, das vom Stück her, von der Regie und den Spielern aus wie aus einem Guß wirkte und das Premierenpublikum hellauf begeisterte. Wir registrierten selten so viel Vorhänge zum Abschluß! Hannes Kaebe hatte als Bühnenbildner ein übriges getan, um den guten Eindruck zu vertiefen.

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Elsa (Ellen Beutz) und Bonne van Beck (Klaus Aden) - eine Szene aus "De diamanten Brosch" - Spielzeit 1959/60 -

Familienansluss (2. WA)

2. Wiederaufführung (3), davor vor 1939 und 1950/51 gespielt

FAMILIENANSLUSS

Komödie in drei Akten von Karl Bunje

Inszenierung: Willi Minauf
Bühnenbild: Hannes Kaebe

Beleuchtung: Hugo Kazmierczak
Souffleuse: Annemarie Beermann
Frisuren: Helmut Teichmann
Inspizientin: Maria Siebels

Rollen und Darsteller
Krischan Barkhahn, alter Kapitän - Willi Minauf
Mali, seine Frau - Therese Peters
Erna, beider Tochter - Gerda Jörss
Klaus Seekamp, selbständiger Schiffer - Karl-Heinz Herpel
Alfred Stegmann, ein junger Kaufmann - Günter Boye/Heinrich Müller
Gerichtsvollzieher - Ernst Neumann
Jochen Krull, mehrfacher Hausbesitzer - Willi Völker
Zwei Möbelpacker - Walter Hinrichs/Kurt Röthel

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Hinaus!, sagt deutlich Käptn Barkhahn (Willi Minauf). Die Möbelpacker (Kurt Röthel und Walter Hinrichs) haben aber ihre Papiere. Mali (Therese Peters und de Gerichtsvollzieher (Ernst Neumann) schauen besorgt zu

 

Barkhahn (Willi Minauf) wedelt mit einem Geldschein, erstaunt sind Klaus Seekamp (Karl-Heinz Herpel) und Erna (Gerda Jörss) - eine Szene aus "Familienansluss" - Spielzeit 1959/60 -

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Krischan Barkhan (Willi Minauf) und Mali (Therese Peters) mit überzeugenden Argumenten - eine Szene aus"Familienansluss" - Spielzeit 1959/60 -

Tulipantjes (WE)

Wilhelmshavener Erstaufführung

TULIPANTJES

Komödie in fünf Akten von Paul Schurek

Inszenierung: Rudolf Sang
Bühnenbild: Hannes Kaebe

Beleuchtung: Hugo Kazmierczak
Souffleuse: Erika Kaebe
Frisuren: Helmut Teichmann
Inspizientin: Maria Siebels
Kostüme: Paul Welzel

Rollen und Darsteller
Till van Hoorn, wandernder Maler - Günter Boye
Adrian Schellhammer, Tulpenhändler - Hans Macker
Pieter Zevenhagen, sein Gärtner - Willi Minauf
Antje, dessen Tochter - Gerda Jörss
Pottebacker, Handwerksmeister - Heino Aden
Beerstraten, Handwerksmeister - Emil Meinen
Bramm, Handwerksmeister - Enno Buß
Flora Pottebacker - Helga Dannemann
Appelmann, Ausrufer - Willi Völker
Krögersch - Annemarie Beermann
Jakob de Groot, reicher Tulpenhändler - Heinrich Frese
Ramp, Schellhammers Schreiber - Kurt Röthel

Pottebaker (Heino Aden) und Till van Horn (Günter Boye) sinnieren über den Kauf einer neue Tulpenzwiebel nach - eine Szene aus " Tulipantjes" - Spielzeit 1959/60 -

Hans Macker spielt Adrian Schellhammer den Tulpenkönig - eine Szene aus "Tulipantjes" - Spielzeit 1959/60 -

Schellhammer (Hans Macker) und Ramp (Kurt Röthel) sinnieren darüber nach, wie sie neue Geschäfte machen können mit den gierigen Tulpenkäufern - eine Szene aus "Tulipantjes" - Spielzeit 1959/60 -

Günter Boye als Till van Hoorn in "Tulipantjes" - Spielzeit 1959/60

Heinrich Frese (unser Gründer) hier als Jakob de Groot in "Tulipantjes" - Spielzeit 1959/60

Dat Sympathiemiddel (2. WA)

2. Wiederaufführung (3), davor vor 1939 und 1950/51 gespielt

DAT SYMPATHIEMIDDEL

Komödie von Max Dreyer

Inszenierung - Willy Beutz
Bühnenbild - Hannes Kaebe

Souffleuse - Erika Kramer
Inspektion - Maria Siebels
Beleuchtung - Hugo Kazmierczak
Frisuren - Friseurmeister Teichmann

Rollen und Darsteller:
Hinrich Rohde, Fischer - Karl-Heinz Herpel
Marie, seine Frau - Ellen Beutz
Korlluwig Heister, Fischer und Gastwirt - Willi Minauf

Minning, seine Tochter - Gerda Jörss
Fine Kuhlendiek - Annemarie Beermann
Steffen Korthals, Fischhändler - Hans Macker
Gottfried Mestermann - Emil Meinen
Jakob Nehls, Fischer - Willi Völker
Korl Ströper - Heino Aden
Martin Drews - Günter Boye

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Fine Kuhlendiek (Annemarie Beermann) und Steffen Korthals (Hans Macker)  - eine Szene aus "Dat Sympathiemiddel" - Spielzeit 1958/59 -

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Das Ensemble v.l. Willi Minauf, Heino Aden, Gerda Jörss, Hans Macker, Emil Meinen, Willy Betz (Regie), Willi Völker - eine Szene aus "Dat Sympathiemiddel" - Spielzeit 1958/59 -

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Dat Sympathiemiddel hat sie hinweggerafft: Heino Aden, Willi Minauf, Hans Macker, Gerda Jörss, Willy Beutz, Emil Meinen - Spielzeit 1958/59 -

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