Premiere. Sonnabend, 19. Januar 2019.

erstmalige Aufführung im Theater am Meer.

Wer hett Angst vör Virginia Woolf?

(Who’s Afraid of Virginia Woolf...?)
Ein Stück von Edward Albee. Niederdeutsch Arnold Preuß.

Regie und Bühnenbild: Ulf Goerges a.G.

mit

Marion Zomerland als Martha, Frau von Schorsch und Topchter des Hochschulpräsidenten

Arnold Preuß als Schorsch, Hochschulprofessor für Geschichte

Sontka Zomerland als Putzi, Nicks naive Frau

Yannik Marschner als Nick, der neue Professor für Biologie

und hinter der Bühne
Ulrike Schütze (Regieassistenz, Souffleuse)
Marion Zomerland (Künstlerische Beratung)
Diana Westerholt (Inspizientin)
Barbara Spengler, Ingrid Bicke (Requisiten)
Lars Landes, Harald Schmidt (Beleuchtung)
Ingo Heuer (Hausdienst)
Ingrid Bicke, Helga Lauermann (Kostümberatung)
Wolfang Buttjer, Heinz Fuchs (Bühnenbild)
Thomas Marschner (Bühnenmaler)

Inhalt
Der Titel klingt heiter und wie eine bloße Variante des Kinderliedes ›Wer hat Angst vor dem bösen Wolf? Aber hinter dieser scheinbaren Harmlosigkeit verbirgt sich das Chaos menschlicher Beziehungen. Das Ehepaar Schorsch und Martha kommt angetrunken von einer Feier an der Hochschule nach Hause. Martha, deren Vater der Dekan der Hochschule ist, eröffnet ihrem Mann, dass sie noch Gäste erwartet - Nick und seine Ehefrau, die auf den Spitznamen „Putzi“ hört. Nick ist als neuer Dozent an der Hochschule auf der Party vorgestellt worden. Er ist jung, sportlich und sehr ehrgeizig. Seine Frau erscheint dagegen als naives Weibchen.

Vor ihren zunächst schockierten Gästen setzen Martha und Schorsch die Szenen eines seit Jahren andauernden Ehekrieges fort. Nick und seine Frau werden bald aus ihrer Zuschauerrolle gerissen und voll in den Konflikt der Gastgeber einbezogen. Sie müssen Stellung beziehen. Dabei wird das brüchige Fundament ihrer eigenen Beziehung immer deutlicher. Als Nick und Putzi schließlich aufbrechen, bleiben Martha und Schorsch ausgelaugt zurück - vielleicht besteht die Chance auf einen neuen Anfang.

Albee geht es um die Aufdeckung menschlicher Illusionen. Er zeichnet mit ebenso viel Wehmut wie Ironie, zugleich messerscharf und doch mitfühlend das Bild des Menschen, dem offenbar alles zum ›Glücklichsein‹ zur Verfügung steht und der doch nur um so hoffnungsloser allein ist.

Das Stück wird als großes leidenschaftliches Theater gefeiert: „Es hat die Leidensgröße eines griechischen Dramas, wildesten Humor und düsteren Glanz.“ Ein Meisterwerk! (Fischerverlag)

Rechte: Fischerverlage, Frankfurt a.M.

PRESSEMELDUNGEN

Guten Morgen Sonntag vom 10. Februaer 2019

THEATER AM MEER Ensemble spielt überzeugend Rosenkrieg

„Wer hett Angst vor Virginia Woolf?“ fesselt die Besucher

‚Wer hett Angst för Virginia Woolf?‘ mit Marion Zomerland (als Martha) und Arnold Preuß (als Schorsch) – Foto: TAM, Olaf Preuschoff

Wilhelmshaven. Das vierköpfige Ensemble im aktuellen Stück des Theaters am Meer, Edward Albees Ehedrama „Wer hett Angst för Virginia Woolf?“, überzeugt die Besucher mit leidenschaftlichem Theaterspiel. „Das Theater am Meer ist dafür bekannt, seinem Publikum regelmäßig auch besonders anspruchsvolle Schauspiele zu präsentieren,“ sagt Theaterleiter Arnold Preuß, der auch die Niederdeutsche Fassung geschrieben hat. „Das dies nicht unbedingt ‚typische‘ Niederdeutsche Theaterstück mit seinem wilden Humor und seinem düsteren Glanz aber so großartig bei unseren Besuchern und bei der Kritik ankommt, haben wir zwar gehofft, aber konnten es bei Leibe nicht ahnen. Daher sind wir sehr froh und glücklich, dieses besondere Stück im Spielplan zu haben.“

Die Rezensenten schrieben über die Premiere, dass die Aufführung im Wilhelmshavener Theater am Meer eine Herausforderung für Schauspieler und Zuschauer war. Nach zwei Stunden bittersten Ehekrieges aber riss es das Publikum zu stehenden Ovationen und Bravo-Rufen von den Sitzen. „Viele Besucher haben uns gratuliert, dass wir das Spektrum unseres Theaterangebotes so breit fächern und damit zeigen, wie hervorragend die Niederdeutsche Sprache geeignet ist, Gefühle auszudrücken,“ sagt Preuß. „Dies ist natürlich ein Lob, was uns in unserem Bemühen die niederdeutsche Sprache zu pflegen und zu erhalten, weiter den Rücken stärk.“

Darum geht es in dem von Ulf Goerges inszenierten Stück: Was kann geschehen, wenn nach Mitternacht zwei Ehepaare aufeinander treffen - ein älteres auf ein jüngeres? Wie spielt man „Die Gästefalle“? Und welche Regeln kann Mann oder Frau in einem brutalen Ehekrieg verletzen? Martha (gespielt von Marion Zomerland) und Schorsch (Arnold Preuß) - ihre Träume sind unerfüllt geblieben, ihre Illusionen haben sie verloren. Seit Jahren kleben sie an ihren Lebenslügen und führen einen permanenten Ehekrieg mit klaren Spielregeln: Den anderen kleiner machen als er sich selbst schon fühlt.

Nach einem Hochschul-Empfang für die neuen Dozenten kommen sie um 2 Uhr nachts angetrunken nach Hause. Schorsch will zu Bett gehen, aber Martha erwartet noch Gäste. Nick (Yannik Marschner) und Putzi (Sontka Zomerland) – er ist auf der Hochschulparty als neuer Dozent für Biologie vorgestellt worden. Sie sind bereit, sich den Spielregeln anzupassen. Zunächst Zaungäste eines ehelichen Schauturniers, werden sie bald aus ihrer Zuschauerrolle gerissen, voll in den Konflikt der Gastgeber einbezogen und müssen Stellung beziehen. Dabei wird das brüchige Fundament ihrer eigenen Beziehung immer deutlicher.

Die nächsten Termine
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Jeweils zu allen Vorstellungen auch Karten im freien Verkauf -

Sonnabend, 09. Februar 2019, 20 Uhr - Abo F
Sonntag, 10. Februar 2019, 15:30 Uhr - Abo N 3
Sonntag, 10. Februar 2019, 20 Uhr - Abo G
Mittwoch, 13. Februar 2019, 20 Uhr - Abo C
Sonnabend, 16. Februar 2019, 20 Uhr - Abo H
Sonntag, 17. Februar 2019, 15:30 Uhr - Abo N 4 
Sonntag, 17. Februar 2019, 20 Uhr - freier Verkauf
Sonntag, 24. Februar 2019, 15:30 Uhr – freier Verkauf 

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 7. Februar 2019 - EVENTS IN DER REGION

'"Wer hett Angst vör Virginia Woolf?"

Nick und Putzi (Yannik Marschner und Sontka Zomerland) - FOTO: TaM, Olaf Preuschoff

Was kann geschehen, wenn nach Mitternacht zwei Ehepaare aufeinander treffen - ein älteres auf ein jüngeres? Martha und Schorsch - ihre Träume sind unerfüllt geblieben, ihre Illusionen haben sie verloren. Nach einem Hochschul-Empfang für die neuen Dozenten kommen sie um 2 Uhr nachts angetrunken nach Hause. Schorsch will zu Bett gehen, aber Martha erwartet noch Gäste. Nick und Putzi - sie sind bereit, sich den Spielregeln anzupassen. Zunächst Zaungäste eines ehelichen Schauturniers, werden sie bald aus ihrer Zuschauerrolle gerissen.

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Pressemeldung Nr. 21   | 04. Februar 2019

THEATER AM MEER Ensemble spielt überzeugend Rosenkrieg

„Wer hett Angst vor Virginia Woolf?“ fesselt die Besucher

‚Wer hett Angst för Virginia Woolf?‘ mit Marion Zomerland (als Martha) und Arnold Preuß (als Schorsch) – Foto: TAM, Olaf Preuschoff

Wilhelmshaven. Das vierköpfige Ensemble im aktuellen Stück des Theaters am Meer, Edward Albees Ehedrama „Wer hett Angst för Virginia Woolf?“, überzeugt die Besucher mit leidenschaftlichem Theaterspiel. „Das Theater am Meer ist dafür bekannt, seinem Publikum regelmäßig auch besonders anspruchsvolle Schauspiele zu präsentieren,“ sagt Theaterleiter Arnold Preuß, der auch die Niederdeutsche Fassung geschrieben hat. „Das dies nicht unbedingt ‚typische‘ Niederdeutsche Theaterstück mit seinem wilden Humor und seinem düsteren Glanz aber so großartig bei unseren Besuchern und bei der Kritik ankommt, haben wir zwar gehofft, aber konnten es bei Leibe nicht ahnen. Daher sind wir sehr froh und glücklich, dieses besondere Stück im Spielplan zu haben.“

Die Rezensenten schrieben über die Premiere, dass die Aufführung im Wilhelmshavener Theater am Meer eine Herausforderung für Schauspieler und Zuschauer war. Nach zwei Stunden bittersten Ehekrieges aber riss es das Publikum zu stehenden Ovationen und Bravo-Rufen von den Sitzen. „Viele Besucher haben uns gratuliert, dass wir das Spektrum unseres Theaterangebotes so breit fächern und damit zeigen, wie hervorragend die Niederdeutsche Sprache geeignet ist, Gefühle auszudrücken,“ sagt Preuß. „Dies ist natürlich ein Lob, was uns in unserem Bemühen die niederdeutsche Sprache zu pflegen und zu erhalten, weiter den Rücken stärk.“

Darum geht es in dem von Ulf Goerges inszenierten Stück: Was kann geschehen, wenn nach Mitternacht zwei Ehepaare aufeinander treffen - ein älteres auf ein jüngeres? Wie spielt man „Die Gästefalle“? Und welche Regeln kann Mann oder Frau in einem brutalen Ehekrieg verletzen? Martha (gespielt von Marion Zomerland) und Schorsch (Arnold Preuß) - ihre Träume sind unerfüllt geblieben, ihre Illusionen haben sie verloren. Seit Jahren kleben sie an ihren Lebenslügen und führen einen permanenten Ehekrieg mit klaren Spielregeln: Den anderen kleiner machen als er sich selbst schon fühlt.

Nach einem Hochschul-Empfang für die neuen Dozenten kommen sie um 2 Uhr nachts angetrunken nach Hause. Schorsch will zu Bett gehen, aber Martha erwartet noch Gäste. Nick (Yannik Marschner) und Putzi (Sontka Zomerland) – er ist auf der Hochschulparty als neuer Dozent für Biologie vorgestellt worden. Sie sind bereit, sich den Spielregeln anzupassen. Zunächst Zaungäste eines ehelichen Schauturniers, werden sie bald aus ihrer Zuschauerrolle gerissen, voll in den Konflikt der Gastgeber einbezogen und müssen Stellung beziehen. Dabei wird das brüchige Fundament ihrer eigenen Beziehung immer deutlicher.

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JEVERSCHES WOCHENBLATT vom 22. Januar 2019

Das Chaos menschlicher Beziehungen

KULTUR Premiere von "Wer hett Angst vör Virginia Woolf?" begeistert Besucher im Theater arn Meer

Älteres und jüngeres Ehepaar treffen aufeinander - Streit ist vorprogrammiert

Martha (Marion Zomerland) und Schorsch (Arnold Preuß) bekämpfen sich mit Beleidigungen bis aufs Blut.
BILD: Dietmar Bökhaus

WILHELMSHAVEN/BOE - Streit, angedrohter Mord und eingebildete Schwangerschaft - um all das dreht sich der Klassiker "Wer hett Angst vör Virginia Woolf?". Nun feierte das anspruchsvolle Stück vergangenen Samstag im Theater am Meer Premiere und wurde von den Besuchern begeistern angenommen. Theaterleiter Arnold Preuß zeichnet für die Übersetzung des jüngsten niederdeutschen Stücks im Spielplan 2p018/19 "Wer hett Angst vör Virginia Woolf"? verantwortlich , das von Ulf Georges inszeniert. wurde. "Mit dem Wunschregisseur Goerges wurde ein erfahrener Profi gewonnen mit dem dieses Stück umgesetzt werden konnte", sagte Arnold Preuß.

In dem anspruchsvollen Klassiger geht es um das Chaos menschlicher Beziehungen. Es treffen nach Mitternacht ein älteres und ein jüngeres Ehepaar (Martha und Schorsch, gespielt von Marion Zomerland und Arnold Preuß sowie Nick und Putzi, dargestellt von Sontka Zomerland und Yannik Marschner) aufeinander.

Martha und Schorsch haben ihre Illusionen verloren und füllen ihr Leben nur noch mit Lügen. "Den anderen kleiner machen, als er sich selbst schon fühlt", das ist die Devise der beiden. Sie kommen von einem Hochschulempfang eines neuen Dozenten angetrunken nach Hause und sind direkt wieder an der gut gefüllten Hausbar zu finden,. Sie fangen sofort an sich zu bekriegen, da hat sich der Besucher noch nicht einmal richtig im Sessel positioniert. Auf sein Versprechen im Laufe des Disputes: "Ich bring dich um, Martha!", antwortet sie: "Nicht einmal dazu taugst Du!" Die Stimmung heizt sich weiter auf und die Anfeindungen werden gemeiner. Schorsch will zu Bett gehen, aber seine Angetraute erwartet noch Gäste: Nick und Putzi. Nick ist der neue Biologiedozent an der Hochschule. Beide sind zunächst nur Zaungäste der Konflikte ihrer Gastgeber werden aber bald schon in die ehelichen Kämpfe hineingezogen. Dabei offenbart sich, wie gefährdet ihre junge Ehe ist.

Nick hat Putzi geheiratet, weil er ihre eingebildete Schwangerschaft für wahr hielt und an das Vermögen ihres Vaters - ein Wanderprediger - rankommen will. Diese Erkenntnis ist ein Schock für Putzi. Schorsch kennt die Spielchen seiner Ehefrau Martha nur zu gut. Sie liebt es, mit den Gefühlen anderer zu spielen. Doch an diesem Abend ist alles anders und das Spiel eskaliert. Ungeniert verhöhnt und demütigt Martha ihren Schorsch, der es ihr nicht minder brutal heimzahlt.

Nachdem Schorsch in seiner Rage versucht hat, seine Frau Martha zu erwürgen, wendet diese immer extremere Mittel an, um ihn vorzuführen. Sie flirtet so lange mit Nick, bis dieser mit ihr in der Küche verschwindet. Schorsch kommt die Idee, wie er sich für die heftigen Demütigungen durch seine Frau rächen und auch ihren innersten unerfüllten Wunsch an diesem Morgen aufdecken kann. Martha hat ais Gegenbild zu ihrem trostlos erscheinenden Alltag in ihrer Fantasie einen Sohn erschaffen. der es weit gebracht hat. Schorsch beschließt, Marthas Lebenslüge zu zerstören. Er lässt in der eigenmächtigen Fortführung der Erzählung den Sohn sterben. Am nächsten Tag wäre diese Geschichte und somit auch der erfundene Sohn 18 Jahre alt und somit volljährig geworden.

Mit viel Wehmut und Ironie zeichnet Edward Albees Meisterstück messerscharf und doch mitfühlend das Bild des Menschen, der offenbar alles hat, um glücklich zu sein, es aber nicht schafft, dieses „Glück" zu begreifen. Ein Spiegel der Gesellschaft erwartet den Theaterbesucher. Bis tief in die Seelen und Herzen seiner Protagonisten bohren sich die Verletzungen dieser ehelichen Schaukämpfe. Gekonnt setzten Preuß und Zomerland die Szenerie dieses Ehegruselschockers gemeinsam mit Sontka Zomerland und Yannik Marschner um und beweisen einmal mehr, dass im Theater am Meer neben den heiteren Komödien auch anspruchsvolle Schauspielkunsl präsentiert wird. Die Besucher bedankten sich Ende der Premierenveranstaitung mit stehendem Applaus bei den Akteuren.

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 21. Januar 2018

(Seite 1) - WILHELMSHAVEN Das Theater am Meer ging mit ""Wer hett Angst vör Virginia Woolf?" ein Wagnis ein. Die Premiere überzeugte auf ganzer Linie.

(Seite 6)

Begeistertes Bravo für bittersten Ehekrieg

SCHAUSPIEL Theater am Meer zieht mit „Wer hett Angst för Virginia Woolf?" ZUschauer in Bann

Eine Herausforderung für Akteure wie Publikum: Das Theaterstück ist auch schon mit Liz Taylor und Richard Burton furios verfilmt worden.

VON WOLFGANG A. NIEMANN

Marion Zomerland und Arnold Preuß lieferten eine herausragende schauspielerische Leistung ab.
FOTO: PREUSCHOFF/THEATER AM MEER

WILHELMSHAVEN - Diese Premiere im Wilhelmshavener Theater am Meer war eine Herausforderung für Schauspieler und Zuschauer: „Wer hett Angst för Virginia Woolf?" Nach zwei Stunden bittersten Ehekrieges aber riss es das Publikum zu stehenden Ovationen und Bravo-Rufen von den Sitzen.  Es war schon ein gewisses Wagnis, das legendäre Theaterstück von Edward Albee - vielen auch noch als furiose Verfilmung mit Liz Taylor und Richard Burton (1966) in Erinnerung - als plattdeutsches Stück auf die Bühne zu bringen. Arnold Preuß ist jedoch eine hervorragende Übertragung des intellektuellen Dramas gelungen und er selbst brillierte nun darin als Schorsch, abgetakelter Geschichtsprofessor.

Seine Ehefrau Martha, nicht nur ebenso kaputt und alkoholsüchtig wie er, sondern auch noch die Tochter seines Hochschulpräsidenten, spielt Marion Zomerland und sie steht Preuß an galliger Großartigkeit nichts nach. Gastregisseur Ulf Goerges treibt diese beiden zu immer neuen Höhepunkten der gegenseitigen gewollten Verletzungen und Erniedrigungen und er stellt ihnen mit Nick und Putzi auch noch die passenden „Opfer" entgegen.

Als Martha und Schorsch um 2 Uhr nachts schwer angeheitert von einer Feier heimkommen, will er nur noch ins Bett, sie aber hat noch Gäste eingeladen. Es sind der neue junge Biologieprofessor Nick (Yannik Marschner) und seine Frau Putzi (Sontka Zomerland), ein naives Doofchen.

Schon vor deren Eintreffen hatte sich das langjährige Ehepaar böse mit makabren Scherzen und niederträchtigen Bemerkungen so beharkt, dass Schorsch wutentbrannt drohte: „Ich bring dich um." Marthas gehässige Antwort:  „Nicht mal dazu taugst du."

Was sie dann im Beisein der unbeholfenen Gäste gegenseitig loslassen, macht diese fassungslos und treibt die zur Hysterie neigende Putzi zeitweise ins Bad. Der dabei versprühte Humor ist so giftig und verletzend, dass einem das Lachen meist im Halse stecken bleibt. Und während die zentral platzierte, gut gefüllte Hausbar unablässig regelrecht leergesoffen wird, laufen die von all ihren Eheschlachten und Lebenslügen wundgeriebenen Martha und Schorsch gegeneinander und später auch als eingespieltes Team in Bosheit mit dem Spiel „Die Gästefalle" gegen das junge Paar zu bitterböser Meisterschaft auf.

Doch diese unselige Nacht überschreitet Grenzen, sei es, dass Martha das Familiengeheimnis um den angeblichen Sohn anspricht und sich schließlich sogar handgreiflich mit Nick befasst und ihn „nach oben" abschleppt, sei es, dass Schorsch mit verbittertem Zynismus reagiert und das Heft zu einem vernichtenden Gegenschlag an sich reißt.

Auf dem Schlachtfeld gibt es am Ende nur Verlierer und die letzten nur noch gemurmelten Worte der erschöpften Kampfhähne lassen nach zwei Stunden intensivstem Schauspiel eine gewisse Reglosigkeit
der bis dahin gebannt lauschenden Zuschauer zurück. Bis es sie zu begeistertem Beifall und Bravo-Rufen von den Sitzen reißt.

Und wenn man den Seelen-Duellanten Marion Zomerland und Arnold Preuß eine absolut herausragende schauspielerische Leistung samt großem körperlichem Einsatz bescheinigt, seien auch die Auftritte von Yannik Marschner und Sontka Zomerland gewürdigt, denn ihnen bleiben in diesem Kriegsszenarium nur wichtige Nebenrollen, die aber haben sie ganz und gar adäquat ausgefüllt.

Die nächsten Aufführungen folgen am 25. und 27. Januar jeweils um 20 Uhr im Theater am Meer, Kieler
Straße 63.

"Wer hett Angst vör Virginia Woolf?" - Fotos von der Hauptprobe

Olaf Preuschoff hat unsere Inszenierung auf der 2. Hauptprobe fotografisch begleitet. Zu sehen sind unsere Protagonisten Marion Zomerland als Martha, Sontka Zomerland als Putzi, Yannik Marschner als Nick und Arnold Preuß als Schorsch.

Martha und Schorsch (Marion Zomerland, Arnold Preuß)

Putzi und Nick (Sontka Zomerland, Yannik Marschner)

Wilhelmshavener Zeitung | 15. Januar 2019

Klassiker im kleinen Schauspielhaus

KULTUR Theater am Meer führt „Wer hett Angst vör Virginia Woolf?“ – Premiere am Samstag

Was kann passieren, wenn nach Mitternacht zwei Ehepaare aufeinandertreffen? Ein erfahrener Regisseur und Schauspielr wurde für das Stück verpflichtet.

Das Stück hat die Leidensgröße eines griechischen Dramas, Humor und düsteren Glanz. Im Bild: Marion Zomerland, Arnold Preuß (vorne), Sontka Zomerland, Yannik Marschner (hinten) – Foto: THEATER AM MEER

WILHELMSHAVEN/MM - Der große Klassiker der Moderne „Wer hett Angst för Virginia Woolf?“ von Edward Albee hat Premiere am Sonnabend, 19. Januar 2019, um 20 Uhr im Theater am Meer, im kleinen Schauspielhaus, Kieler Straße 63.

„Seit vielen Jahren spielt dieses Stück in unseren Spielplanüberlegungen immer wieder eine Rolle“, erklärt Theaterleiter Arnold Preuß, der auch für die Übertragung von „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ ins Niederdeutsche verantwortlich zeichnet.

„Für Marion Zomerland und mich war aber immer klar, dass viele Faktoren zusammenkommen mussten, um dieses besondere Stück bringen zu können. Ein wichtiger Punkt, es diese Spielzeit umzusetzen, war, dass unser Wunschregisseur Ulf Goerges verpflichtet werden konnte. Goerges ist als Regisseur und Schauspieler u.a. vom Theater Orlando (Rastede) und der Kulturetage (Oldenburg) her bekannt. Nur mit einem solch erfahrenen Profi konnten wir uns dem grandiosen Stück nähern“, sagt Preuß.

Das Theater am Meer sei dafür bekannt, seinem Publikum neben den überwiegend heiteren Stücken, regelmäßig auch besonders anspruchsvolle Schauspiele zu präsentieren. Dies belege nachdrücklich auch der zweimalige Gewinn des Willy-Beutz-Schauspielpreises in den Jahren 2014 und 2018. Das ambitionierte Amateurensemble lege Wert darauf, das gesamte Spektrum der möglichen Theatergenres abzubilden.

Worum geht es in „Wer hett Angst vör Virginia Woolf? Der Titel klingt heiter und wie eine bloße Variante des Kinderliedes „Wer hat Angst vor dem bösen Wolf?“, aber hinter dieser scheinbaren Harmlosigkeit verbirgt sich das Chaos menschlicher Beziehungen.

Was kann geschehen, wenn nach Mitternacht zwei Ehepaare aufeinander treffen - ein älteres auf ein jüngeres? Wie spielt man „Die Gästefalle“? Und welche Regeln kann Mann oder Frau in einem brutalen Ehekrieg verletzen? Martha und Schorsch - ihre Träume sind unerfüllt geblieben, ihre Illusionen haben sie verloren. Seit Jahren kleben sie an ihren Lebenslügen und führen einen permanenten Ehekrieg mit klaren Spielregeln: Den anderen kleiner machen als er sich selbst schon fühlt. Nach einem Hochschul-Empfang für die neuen Dozenten kommen sie um 2 Uhr nachts angetrunken nach Hause. Schorsch will zu Bett gehen, aber Martha erwartet noch Gäste. Nick und Putzi – er ist auf der Hochschulparty als neuer Dozent für Biologie vorgestellt worden. Sie sind bereit, sich den Spielregeln anzupassen. Zunächst Zaungäste eines ehelichen Schauturniers, werden sie bald aus ihrer Zuschauerrolle gerissen, voll in den Konflikt der Gastgeber einbezogen und müssen Stellung beziehen. Dabei wird das brüchige Fundament ihrer eigenen Beziehung immer deutlicher.

Dem mehrfach preisgekrönten Edward Albee (Tony Award, Pulitzer-Preis) geht es in seinem 1962 uraufgeführten Stück um die Aufdeckung menschlicher Illusionen. Er zeichnet mit ebenso viel Wehmut wie Ironie, zugleich messerscharf und doch mitfühlend das Bild des Menschen, dem offenbar alles zum „Glücklichsein“ zur Verfügung steht und der es doch nicht schafft, dieses „Glück“ zu begreifen.

Es stehen in der Inszenierung und dem Bühnenbild von Ulf Goerges auf der Bühne: Marion Zomerland als Martha, Arnold Preuß als Schorsch, Sontka Zomerland als Putzi und Yannik Marschner als Nick. Ferner wirken mit Ulrike Schütze (Regieassistenz, Souffleuse) Wolfgang Buttjer, Heinz Fuchs (Bühnenbildbau); Thomas Marschner (Bühnenmaler); Ingrid Bicke, Barbara Spengler, Helga Lauermann (Requisiten, Kostüme); Diana Westerholt (Inspizientin), Lars Landes (Beleuchtung); Ingo Heuer (Hausdienst)

Premiere ist am Samstag, 19. Januar, 20 Uhr, im Schauspielhaus, Kieler Straße 63. Die beiden nächsten Termine: Sonntag, 20. Januar, 15.30 Uhr, sowie am Freitag, 25. Januar , um 20 Uhr.

THEATER AM MEER | Pressemeldung 14. Januar 2019

„Wer hett Angst vör Virginia Woolf?“ – erstmals im Theater am Meer

PREMIERE Ulf Goerges inszeniert Edward Albees leidenschaftliches Theaterstück

‚Wer hett Angst för Virginia Woolf?‘ hat die Leidensgröße eines griechischen Dramas, wildesten Humor und düsteren Glanz. Mit Marion Zomerland, Arnold Preuß (vorne), Sontka Zomerland, Yannik Marschner (hinten) – Foto: THEATER AM MEER

Wilhelmshaven.     Der große Klassiker der Moderne „Wer hett Angst för Virginia Woolf?“ von Edward Albee hat Premiere am Sonnabend, 19. Januar 2019, um 20 Uhr im Theater am Meer, im kleinen Schauspielhaus, Kieler Straße 63. „Seit vielen Jahren spielt dieses Stück in unseren Spielplanüberlegungen immer wieder eine Rolle“, erklärt Theaterleiter Arnold Preuß, der auch für die Übertragung von „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ ins Niederdeutsche verantwortlich zeichnet. „Für Marion Zomerland und mich war aber immer klar, dass viele Faktoren zusammenkommen mussten, um dieses besondere Stück bringen zu können. Ein wichtiger Punkt, es diese Spielzeit umzusetzen, war, dass unser Wunschregisseur Ulf Goerges verpflichtet werden konnte. Goerges ist als Regisseur und Schauspieler u.a. vom Theater Orlando (Rastede) und der Kulturetage (Oldenburg) her bekannt. Nur mit einem solch erfahrenen Profi konnten wir uns dem grandiosen Stück nähern“, sagt Preuß.

Das Theater am Meer sei dafür bekannt, seinem Publikum neben den überwiegend heiteren Stücken, regelmäßig auch besonders anspruchsvolle Schauspiele zu präsentieren. Dies belege nachdrücklich auch der zweimalige Gewinn des Willy-Beutz-Schauspielpreises in den Jahren 2014 und 2018. Das ambitionierte Amateurensemble lege Wert darauf, das gesamte Spektrum der möglichen Theatergenres abzubilden.

Worum geht es in „Wer hett Angst vör Virginia Woolf?    
Der Titel klingt heiter und wie eine bloße Variante des Kinderliedes „Wer hat Angst vor dem bösen Wolf?“, aber hinter dieser scheinbaren Harmlosigkeit verbirgt sich das Chaos menschlicher Beziehungen.

Was kann geschehen, wenn nach Mitternacht zwei Ehepaare aufeinander treffen - Ein älteres auf ein jüngeres? Wie spielt man „Die Gästefalle“? Und welche Regeln kann Mann oder Frau in einem brutalen Ehekrieg verletzen? Martha und Schorsch - ihre Träume sind unerfüllt geblieben, ihre Illusionen haben sie verloren. Seit Jahren kleben sie an ihren Lebenslügen und führen einen permanenten Ehekrieg mit klaren Spielregeln: Den anderen kleiner machen als er sich selbst schon fühlt. Nach einem Hochschul-Empfang für die neuen Dozenten kommen sie um 2 Uhr nachts angetrunken nach Hause. Schorsch will zu Bett gehen, aber Martha erwartet noch Gäste.    

Nick und Putzi – er ist auf der Hochschulparty als neuer Dozent für Biologie vorgestellt worden. Sie sind bereit, sich den Spielregeln anzupassen. Zunächst Zaungäste eines ehelichen Schauturniers, werden sie bald aus ihrer Zuschauerrolle gerissen, voll in den Konflikt der Gastgeber einbezogen und müssen Stellung beziehen. Dabei wird das brüchige Fundament ihrer eigenen Beziehung immer deutlicher.

Dem mehrfach preisgekrönten Edward Albee (Tony Award, Pulitzer-Preis) geht es in seinem 1962 uraufgeführten Stück um die Aufdeckung menschlicher Illusionen. Er zeichnet mit ebenso viel Wehmut wie Ironie, zugleich messerscharf und doch mitfühlend das Bild des Menschen, dem offenbar alles zum „Glücklichsein“ zur Verfügung steht und der es doch nicht schafft, dieses „Glück“ zu begreifen. Das Stück wird auch heute noch als großes leidenschaftliches Theater gefeiert: „Es hat die Leidensgröße eines griechischen Dramas, wildesten Humor und düsteren Glanz.“ Ein Meisterwerk!

Es stehen in der Inszenierung und dem Bühnenbild von Ulf Goerges auf der Bühne: Marion Zomerland als Martha, Arnold Preuß als Schorsch, Sontka Zomerland als Putzi und Yannik Marschner als Nick.

Ferner wirken mit Ulrike Schütze (Regieassistenz, Souffleuse) Wolfgang Buttjer, Heinz Fuchs (Bühnenbildbau); Thomas Marschner (Bühnenmaler); Ingrid Bicke, Barbara Spengler, Helga Lauermann (Requisiten, Kostüme); Diana Westerholt (Inspizientin), Lars Landes (Beleuchtung); Ingo Heuer (Hausdienst)

Termine - Jeweils zu allen Vorstellungen auch Karten im freien Verkauf -

Sonnabend, 19. Januar 2019, 20 Uhr - Abo P
Sonntag, 20. Januar 2019, 15:30 Uhr - Abo N 1
Freitag, 25. Januar 2019, 20 Uhr -  Abo A
Sonntag, 27. Januar 2019, 15:30 Uhr - Abo N 2         
Sonntag, 27. Januar 2019, 20 Uhr - Abo B
Sonnabend, 02. Februar 2019, 20 Uhr - Abo D
Sonntag, 03. Februar 2019, 15:30 Uhr - geschlossen Vorstellung für Banter Kirchengemeinde im TaM
Sonntag, 03. Februar 2019, 20 Uhr - Abo E
Sonnabend, 09. Februar 2019, 20 Uhr - Abo F
Sonntag, 10. Februar 2019, 15:30 Uhr - Abo N 3
Sonntag, 10. Februar 2019, 20 Uhr - Abo G
Mittwoch, 13. Februar 2019, 20 Uhr - Abo C
Sonnabend, 16. Februar 2019, 20 Uhr - Abo H
Sonntag, 17. Februar 2019, 15:30 Uhr - Abo N 4        
Sonntag, 17. Februar 2019, 20 Uhr - freier Verkauf
Freitag, 22. Februar 2019, 20 Uhr - Z 16 freier Verkauf - *
Sonnabend, 23. Februar 2019, 20 Uhr - Z 17 freier Verkauf - *
Sonntag, 24. Februar 2019, 15:30 Uhr – freier Verkauf 
Sonntag, 24. Februar 2019, 20 Uhr - Z 19 freier Verkauf - *
* = Termine noch nicht freigegeben.

Kartenvorverkauf:
Theaterbüro:               Theater am Meer, Kieler Straße 63
Öffnungszeiten:          Montag, Mittwoch, Freitag von 10.30 bis 13.00 Uhr
Dienstag und Donnerstag von 16.00 bis 18 Uhr
Telefon:                       04421/777749
Mail:                            Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Online:                        http://www.theater-am-meer.de/die-karten-online

THEATER AM MEER | 02. Januar 2019

PREMIERE „Wer hett Angst vör Virginia Woolf?“ – erstmals auf Niederdeutsch im Theater am Meer

Gastregisseur Ulf Goerges inszeniert mit dem Ensemble des Theaters am Meer Edward Albees großes leidenschaftliches Theaterstück

Das Schauspiel-Ensemble von „Wer hett Angst vör Virginia Woolf?“:  Arnold Preuß, Sontka Zomerland, Yannik Marschner und Marion Zomerland (v.l.n.r.) – Foto: TaM, A. Preuß

THEATER AM MEER - Mit der Premiere des Klassikers der Moderne „Wer hett Angst för Virginia Woolf?“ von Edward Albee setzt das Theater am Meer am Sonnabend, dem 19. Januar 2919, um 20 Uhr, im kleinen Schauspielhaus an der Kieler Straße 63, seine aktuelle Spielzeit fort.

„Seit vielen Jahren steht dieses Stück in unseren Spielplanplanungen ganz oben an“, erklärt Theaterleiter Arnold Preuß, der auch für die Übertragung ins Plattdeutsche verantwortlich zeichnet. „Es war für Marion Zomerland und mich klar, dass viele Faktoren zusammenkommen mussten, um dieses besondere Stück in unserem Spielplan aufzunehmen. Ein wichtiger Baustein war, dass unser Wunschregisseur verpflichtet werden konnte. Ulf Goerges ist als Regisseur und Schauspieler am Theater Orlando (Rastede) und in der Kulturetage (Oldenburg) eine bekannte Größe und nur mit einem solch ausgezeichneten Profi wollten wir das grandiose Stück angehen.“

Das Theater am Meer sei seit Jahren dafür bekannt, dass es seinem Publikum in den Spielplänen regelmäßig besonders anspruchsvolle Schauspiele präsentiere, die belegen, dass das Niederdeutsche Amateurensemble dafür steht, das gesamte Spektrum der  Theaterarbeit abzubilden. Dies belege nachdrücklich auch der zweimalige Gewinn des Willy-Beutz-Schauspielpreises in den Jahren 2014 und 2018.

Worum geht es in „Wer hett Angst vör Virginia Woolf?    
Der Titel klingt heiter und wie eine bloße Variante des Kinderliedes „Wer hat Angst vor dem bösen Wolf?“, aber hinter dieser scheinbaren Harmlosigkeit verbirgt sich das Chaos menschlicher Beziehungen.

Was kann geschehen, wenn nach Mitternacht zwei Ehepaare aufeinander treffen - Ein älteres auf ein jüngeres? Wie spielt man „Die Gästefalle“? Und welche Regeln kann Mann oder Frau in einem brutalen Ehekrieg verletzen? Martha und Schorsch - ihre Träume sind unerfüllt geblieben, ihre Illusionen haben sie verloren. Seit Jahren kleben sie an ihren Lebenslügen und führen einen permanenten Ehekrieg mit klaren Spielregeln: Den anderen kleiner machen als er sich selbst schon fühlt. Nach einem Hochschul-Empfang für die neuen Dozenten kommen sie um 2 Uhr nachts nach Hause. Schorsch will zu Bett gehen, aber Martha erwartet noch Gäste.     

Nick und Putzi – er ist auf der Hochschulparty als neuer Dozent vorgestellt worden. Sie sind bereit, sich den Spielregeln anzupassen. Zunächst Zaungäste eines ehelichen Schauturniers, werden sie bald aus ihrer Zuschauerrolle gerissen, voll in den Konflikt der Gastgeber einbezogen und müssen Stellung beziehen. Dabei wird das brüchige Fundament ihrer eigenen Beziehung immer deutlicher. Als Nick und Putzi schließlich aufbrechen, bleiben Martha und Schorsch ausgelaugt zurück. Nachdem alle Illusionen zerstört sind, besteht vielleicht die Chance auf einen neuen Anfang.        

Dem mehrfach preisgekrönten Edward Albee (Tony Award, Pulitzer-Preis) geht es in seinem 1962 uraufgeführten Stück um die Aufdeckung menschlicher Illusionen. Er zeichnet mit ebenso viel Wehmut wie Ironie, zugleich messerscharf und doch mitfühlend das Bild des Menschen, dem offenbar alles zum „Glücklichsein“ zur Verfügung steht und der es doch nicht schafft, dieses „Glück“ zu begreifen.

Das Stück wird als großes leidenschaftliches Theater gefeiert: „Es hat die Leidensgröße eines griechischen Dramas, wildesten Humor und düsteren Glanz.“ Ein Meisterwerk! „Virginia Woolf“ ist 1966 in Deutschland erstmals gezeigt worden und hat seitdem auf unzähligen Bühnen die Zuschauer in seinen Bann gezogen. Jetzt auch erstmals im Theater am Meer…  

Es stehen auf der Bühne: Marion Zomerland als Martha, Sontka Zomerland als Putzi, Yannik Marschner als Nick und Arnold Preuß als Schorsch.

Ferner wirken hinter der Bühne mit Ulf Goerges als Regisseur und für das Bühnenbildkonzept; Ulrike Schütze (Regieassistenz, Souffleuse) Wolfgang Buttjer, Heinz Fuchs (Bühnenbildbau); Thomas Marschner (Bühnenmaler); Ingrid Bicke, Barbara Spengler (Requisiten); Diana Westerholt (Inspizientin), Harald Schmidt, NN (Beleuchtung); Melina Seegardel (Maske); Ingrid Bicke, Helga Lauermann (Kostümberatung); Ingo Heuer, Werner Dörnath (Hausdienst) und Marion Zomerland (künstlerische Beratung).

Termine - Jeweils zu allen Vorstellungen auch Karten im freien Verkauf -

Sonnabend, 19. Januar 2019, 20 Uhr - Abo P
Sonntag, 20. Januar 2019, 15:30 Uhr - Abo N 1
Freitag, 25. Januar 2019, 20 Uhr -  Abo A
Sonntag, 27. Januar 2019, 15:30 Uhr - Abo N 2         
Sonntag, 27. Januar 2019, 20 Uhr - Abo B
Sonnabend, 02. Februar 2019, 20 Uhr - Abo D
Sonntag, 03. Februar 2019, 15:30 Uhr - Vorstellung für die Banter Kirchengemeinde im Theater am Meer
Sonntag, 03. Februar 2019, 20 Uhr - Abo E
Sonnabend, 09. Februar 2019, 20 Uhr - Abo F
Sonntag, 10. Februar 2019, 15:30 Uhr - Abo N 3
Sonntag, 10. Februar 2019, 20 Uhr - Abo G
Mittwoch, 13. Februar 2019, 20 Uhr - Abo C
Sonnabend, 16. Februar 2019, 20 Uhr - Abo H
Sonntag, 17. Februar 2019, 15:30 Uhr - Abo N 4        
Sonntag, 17. Februar 2019, 20 Uhr - freier Verkauf
Freitag, 22. Februar 2019, 20 Uhr - Z 16 freier Verkauf - *
Sonnabend, 23. Februar 2019, 20 Uhr - Z 17 freier Verkauf - *
Sonntag, 24. Februar 2019, 15:30 Uhr - Z 18 freier Verkauf - *
Sonntag, 24. Februar 2019, 20 Uhr - Z 19 freier Verkauf - *
* = Termine noch nicht freigegeben.

 Kartenvorverkauf:
Theaterbüro:               Theater am Meer, Kieler Straße 63
Öffnungszeiten:          Montag, Mittwoch, Freitag von 10.30 bis 13.00 Uhr
Dienstag und Donnerstag von 16.00 bis 18 Uhr
Telefon:                       04421/777749
Mail:                            Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Online:                        http://www.theater-am-meer.de/die-karten-online

KOMPASS für Wilhelmshaven und Friesland 1/2019

Rosenkrieg auf Platt

„Wer hett Angst Vör Virginia Woolf?" : Arnold Preuß, Sontka Zomerland, Yannik Marschner und Marion Zomerland

Mit der Premiere des Klassikers der Moderne „Wer hett Angst för Virginia Woolf?" von Edward Albee setzt das Theater am Meer am Sonnabend, 19. Januar, um 20 Uhr, im kleinen Schauspielhaus an der Kieler Straße 63, seine aktuelle Spielzeit fort.

„Seit vielen Jahren steht dieses Stück in unseren Spielplanplanungen ganz oben an", erklärt Theaterleiter Arnold Preuß, der auch für die Übertragung ins Plattdeutsche verantwortlich zeichnet. „Es war für Marion Zomerland und mich klar, dass viele Faktoren zusammenkommen mussten, um dieses besondere Stück in unseren Spielplan aufzunehmen. Ein wichtiger Baustein war, dass unser Wunschregisseur verpflichtet werden konnte. Ulf Goerges ist als Regisseur und Schauspieler am Theater „Orlando" (Rastede) und in der „Kulturetage" (Oldenburg) eine bekannte Größe und nur mit einem solch ausgezeichneten Profi wollten wir das gandiose Stück angehen. "

Das Theater am Meer sei seit Jahren dafür bekannt, dass es seinem Publikum in den Spielplänen regelmäßig besonders anspruchsvolle Schauspiele präsentiere, die belegen, dass das Niederdeutsche Amateurensemble dafür steht, das gesamte Spektrum der Theaterarbeit abzubilden. Dies belege nachdrücklich auch der zweimalige Gewinn des Willy-Beutz-Schauspielpreises in den Jahren 2014 und 2018.

Worum geht es in „Wer hett Angst vör Virginia Woolf?
Der Titel klingt heiter und wie eine bloße Variante des Kinderliedes „Wer hat Angst vor dem bösen Wolf?", aber hinter dieser scheinbaren Harmlosigkeit verbirgt sich das Chaos menschlicher Beziehungen. Was kann geschehen, wenn nach Mitternacht zwei Ehepaare aufeinander treffen - Ein älteres auf ein jüngeres? Wie spielt man „Die Gästefalle"? Und welche Regeln kann Mann oder Frau in einem brutalen Ehekrieg verletzen? Martha und Schorsch - ihre Träume sind unerfüllt geblieben, ihre Illusionen haben sie verloren.

Dem mehrfach preisgekrönten Edward Albee (Tony Award, Pulitzer-Preis) geht es in seinem 1962 uraufgeführten Stück um die Aufdeckung menschlicher Illusionen. Er zeichnet mit ebenso viel Wehmut wie Ironie, zugleich messerscharf und doch mitfühlend das Bild des Menschen, dem offenbar alles zum „Glücklichsein" zur Verfügung steht und der es doch nicht schafft, dieses „Glück" zu begreifen.

TEXT / FOTO: TAM, A. PREUSS

Kurz & Knapp
Premiere: Samstag, 19. Januar, 20 Uhr -
Sonntag, 20. Januar, 15.30 Uhr
Freitag, 25. Januar , 20 Uhr
Sonntag, 27. Januar, 15:30 und 20 Uhr
Ort: Theater am Meer
@ www.theater-am-meer.de