1. Wiederaufführung, davor 1952/53 gespielt

DAT SPILL VAN DE HILLIGEN DREE KÖNIGE

Ein Mysterienspiel in sechs Bildern von Felix Timmermanns
Niederdeutsch von Ivo Braak

Inszenierung: Rudolf Sang
Bühnenbild: Hannes Kaebe

Beleuchtung: Hugo Kazmierczak
Souffleuse: Erika Kaebe
Frisuren: Helmut Teichmann
Inspizientin: Maria Siebels

Rollen und Darsteller
Suskewit, der Schäfer - Willi Minauf
Schrobber-Beek, der Bettler - Enno Buß
Pitje Vogel, der Aalfischer - Emil Riemer a.G.
Polien Papp, Wirtin vom "Schwarzen Walfisch" - Therese Peters
Maria - Hannelore Lund
Joseph - Heinrich Frese
Jesuskind - Renate Buß
Teufel - Helga Dannemann/Günter Boye
Bürgermeister - Hans Macker
1. Frau - Marianne Tholen
2. Frau - Hanna Christoffers
Hohls, Bauer - Alfred Christoffers
Johns, Bauer - Kurt Röthel
Slicks, Bauer - Heinrich Müller

Marie (Hannelore Lund), Josef (Heinrich Frese), Pitje Vogel (Emil Riemer a.G. AHB Oldenburg), Suskewit (Willi Minauf) und Schrobber-Beek (Enno Buß) - eine Szene aus"Dat Spill van de hilligen dree Koenige" - Spielzeit 1959/60 -

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 11. Dezember 1959

Die heiligen drei Könige aus Flandern

Ausgezeichnete Premiere der Niederdeutschen Bühne "Rüstringen"

Ein Bravo den Darstellern der Niederdeutsehen Bühne "Rüstringen"! Der freundliche Schlußbeifall zur Premiere von "Dat Spill van de hilligen dree Könige" war hoch verdient. Das gesamte Ensemble bot eine geschlossene Leistung, wobei einzelne Darsteller ihren führenden Rollen entsprechend diesem guten Gesamteindruck noch ein paar Glanzpunkte beifügten.

Der Autor des Stückes, der Flame Felix Tlmmermans, hat es in diesem Mysterienspiel verstanden, der Geschichte von den Heiligen drei Königen eine heimatverbundene und fast zeitgenössische Form zu geben. Es ist ihm trefflich gelungen, dem derb fröhlichen ersten Bild fast unmerklich fünf ernst besinnliche Bilder folgen zu lassen. Immer wieder funkelt aber Timmermans urwüchsiger Humor durch. Diese beiden Seiten des Stückes darzustellen, stellte an alle Spieler erhebliche Anforderungen. Daß sie so ausgezeichnet bewältigt wurden, ist vor allem ein Verdienst der Regie von Intendant Rudolf Sang.

Von den Darstellern sei einer zuerst genannt: Will! Minauf. Seine Todesszene als Schäfer Suskewiet hinterließ einen tiefen Eindruck. Emil Riemer als Gast von der August-Hinrichs-Bühne Oldenburg in der Rolle des Aalfischers Pitje Vogel stand ihm nicht nach. Enno Buß als Bettler Schrobber Beek ergänzte dieses Trio der Hauptfiguren auf anerkennenswerte Weise. Als resolute und am rechten Platz auch mitfühlende Wirtin Polien Papp sah und hörte man mit Freude Therese Peters. Maria und Joseph, zwei gar nicht leicht zu spielende Rollen wurden von Hannelore Lund und Heinrich Frese gut gestaltet.

Das gleiche ist auch von Helga Dannemann und Günter Boye als teuflischem Zweigespann und von Hans Macker in der Rolle des Bürgermeisters zu sagen. Zwischen den Bühnenbildern von Hannes Kaebe agierten ferner in Nebenrollen Marianne Tholen, Hanna und Alfred Christoffers, Kurt Röthel und Heinrich Müller. Es war eine vorweihnachtliche Premiere, die alle Erwartungen restlos erfüllte. dt.

eine Szene aus dem Krug in  "Dat Spill van de hiligen dree Könige" - Spielzeit 1959/60-

Maria (Hannelore Lund) und der Teufel (Günter Boye)  - eine Szene aus "Dat Spill van de hilligen dree Könige" - Spielzeit 1959/60 -