3. Wiederaufführung (4), davor

DE OLE FISCHFROO

Volkskomödie von Erhard Asmus

Inszenierung und Bühne: Jürgen Tapken

Souffleuse:Ebba Mannott-Kallus
Requisite: Marianne Karstens
Maske: Magita Pust
Inspizienz: Monika Grahl
Bühnenbildbau: Günther Scherf, Horst Vollbrecht
Bühnenmalerei: Herbert Ulbrich
Bühnentechnik: Ewald Brouver, Werner Dörnath, Manfred Eilers, Gerd Gelhart, Günter Newerla, Torsten Könnecke, Heinz Zomerland
Beleuchtung: Uwe Freiberg, Peter Pfaus
Technische Leitung: Manfred Eilers

Rollen und Darsteller
Karl Brüdt, Kesselklopfer – Walter Bleckwedel
Tine Brüdt, Fischfrau – Brigitte Halbekath
Lieschen Brüdt, beider Tochter – Sandra Krüger
Jupp Brüdt, beider Sohn – André Gelhart
Fiede Lütt, Bootsmann – Karl Zacher
Jan Kersten, Steuermann – Marc Gelhart
Tetje Fries, Arbeitskollege von Karl Brüdt – Horst Karstens
Heinrich Meier – Harald Schmidt
Dora Wutzke, Nachbarin – Karin Heyel

Die Bühne - Wohnküche bei Brüdt´s

Brigitte Halbekath als Tine Brüdt

JEVERSCHES WOCHENBLATT vom 9. Februar 2004

Des Lebens Ernst mit Humor gewürzt

„Theater am Meer" hat mit  „De ole Fischfroo" Erfolg

Tine Brüdt (Brigitte Halbekath) lädt ihre Sorgen bei Dora Wuzke (Karin Heyel) ab

VON ERNST RICHTER

WILHELMSHAVEN - Es kann gelacht, gebangt und beifällig verstanden werden: Das Volksstück „De ole Fischfroo" von Erhard Asmus steht nun zum vierten Mal auf der Bühne des „Theaters am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven". Am Sonnabend fand im Stadttheater die von starkem Beifall begleitete Premierenvorstellung statt. Jürgen Tapken hat „De ole Fischfroo" inszeniert und auch das Bühnenbild konzipiert. Er kennt die Handlung in- und auswendig, hat er doch in der Aufführung 1985/86 selbst als heimkehrender Sohn Jupp auf der Bühne gestanden.

Bevor das Spiel beginnt, stimmt Drehorgelspieler August Desenz das Publikum musikalisch auf die Hafenszene ein. Dann öffnet sich der Vorhang, und das Publikum tritt ein in die gute Wohnstube von Korl und Tine Brüdt, der Fischfroo, die sich ein Leben lang für ihre Familie abrackert und seit 25 Jahren frischen Fisch „an die Eck van de Steinstraat" verkauft. Korl ist arbeitslos und vertrinkt mit seinem Zechkumpan, dem früheren Arbeitskollegen Tedje, das letzte Stempelgeld. Tochter Lieschen fühlt sich zu Feinerem berufen und hält nichts von einer Arbeit. Sohn Jupp fährt zur See und hat sich lange nicht mehr gemeldet. Groß sind die Sorgen von Mutter Tine Brüdt, der olen Fischfroo, die mit viel Herz, in schlichter Duldsamkeit dem Schicksal ergeben, von Brigitte Halbekath charakterstark gezeichnet wird.

Humorigen Kontrast bringt dazu Karin Heyel als resolute Nachbarin Dora Wutzke auf die Bühne. Walter Bleckwedel verkörpert den arbeitslosen Trunkenbold Korl Brüdt, der sich resignierend fast selbst aufgegeben hat. Sandra Krüger spielt das fein sein wollende Töchterchen Lieschen, verliebt, auf Wolke sieben schwebend, in einen besseren Herrn, den Heinrich Meier, der später als Heiratsschwindler und Dieb entlarvt wird. Diesen undankbaren Part meistert Harald Schmidt mit Noblesse und fein aufgelegter Mimik. Und dann geht für de ole Fischfroo die Sonne auf: Sohn Jupp steht mit Seesack vor der Tür. Ist heimgekehrt mit 5000 Mark im Sack. Damit sich Muttern endlich ihr Fischgeschäft einrichten kann. Andre Gelhart steigert sich mit Temperament und Spielfreude in die Rolle des Heimkehrers.

In seinem Schlepp befinden sich zwei Bordkollegen, der Steuermann Jan Kersten und der Bootsmann Fiede Lütt, beide echt seemännisch verkörpert von Marc Gelhart und Karl Zacher. Gemeinsam soll nun das 25-jährige Jubiläum von Tine Brüdt als Fischfroo gefeiert werden. In einem unbeobachteten Augenblick schnappt sich Heinrich Meier die Fünftausend aus dem Küchenschapp und möchte sich unbemerkt aus dem Staub machen, wird von den Feiernden aber zum Bleiben genötigt. Und das Publikum, Zeuge des Diebstahls, zittert - lasst den Kerl nicht mit der Kohle abhauen! Dazu kommt es zum Glück und zur Erleichterung der Zuschauer nicht, denn Vater Korl und sein Zechkumpan Tedje kommen von ihrem Kneipengang heim. Horst Karsten bringt als Tedje Fries Leben in die Bude und entlarvt den scheinheiligen Heinrich Meier. Das Publikum freut sich und geht in die Pause.

Der dritte Akt der Handlung ist der gelungenen Wandlung der hochnäsigen Tochter Lieschen zu einer netten Deern gewidmet, die eine gute Hausund treu sorgende Ehefrau zu werden verspricht. Sie hat den Steuermann Jan in ihr Herz geschlossen. Mit einer List gelingt es Bootsmann Fiede, das Paar zu vereinen. Ende gut, alles gut - Sohn Jupp bleibt an Land, und auch Vater Korl hat endlich wieder Arbeit. Zeitgemäße Attitüden zeichnen diese locker gespielte Inszenierung aus, in der auch gesungen werden darf. Hier wird der Ernst des Lebens trefflich mit Humor gewürzt.

Das Ensemble der "olen Fischfroo" - Karl Zacher, Marc Gelhart, Harald Schmidt, Horst Karstens, Sandra Krüger, Karin Heyel, Walter Bleckwedel und Brigitte Halbekath

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 9. Februar 2004

„De ole Fischfroo": Ein Klassiker mit gutem Ende

THEATER Niederdeutsche Bühne begeisterte ihr Publikum mit neuer Premiere am Sonnabend

Mit der Aufführung „De ole Fischfroo" streichelte die Niederdeutsche Bühne das Gemüt all jener, die das Klassische am niederdeutschen Theater lieben.

VON INGA HELLWIG

Brigitte Halbekath als Tine Brüdt

WILHELMSHAVEN - Einen Ausflug in die eigene Vergangenheit unternahm am Sonnabend mit der Wiederaufführung des Theaterstücks „De ole Fischfroo" das Ensemble der Niederdeutschen Bühne in seiner Februar-Premiere im Stadttheater. Das Volksstück in drei Akten von Erhard Asmus steht zum vierten Mal seit 1954 auf dem Spielplan. Mit der neuen Inszenierung brachte Regisseur Jürgen Tapken, der 1985 selbst die Rolle des Jupp Brüdt spielte, alles auf die Bühne, was klassisches Volkstheater kennzeichnet: Theatralische Anschaulichkeit, eine bunte Handlung, Scherz und Ernst sowie eine Prise Waterkant und Seemannsromatik.

Dreh- und Angelpunkt des Geschehens ist eine typische Wohnküche der 60er-Jahre. Hier hadert die lang gediente Fischverkäuferin Tine Brüdt (Brigitte Halbekath) am Tag ihres 25-jährigen Dienstjubiläums mit ihrem Schicksal und ihren Finanzen. Ehemann Karl (Walter Bleckwedel) ist nicht nur arbeitslos, sondern zusammen mit seinem Kumpel Tedje Fries (Horst Karstens) Stammgast in der Eckkneipe.

Sandra Krüger gab eingelungenes Debüt als Lieschen Brüdt

Tochter Lieschen (Sandra Krüger) hält deutlich mehr vom Geldausgeben als vom Geldverdienen und spielt ihrem schnöseligen Liebhaber Heinrich Meier (Harald Schmidt) einen luxuriösen Lebenswandel vor. Die klatschsüchtige Nachbarin Dora Wutzke (Karin Heyel), geht ihr auf die Nerven. Doch plötzlich taucht Sohn Jupp (Andre Gelhart), der vor fünf Jahren zur See ging, wieder auf und löst ein Versprechen ein: Mutter Brüdt bekommt 5000 Mark für einen eigenen Fischladen. Doch für das Geld und auch für Lieschen finden sich noch andere Interessenten. Zusammen mit Steuermann Jan Kersten (Marc Gelhard) und Bootsmann Fiede Lütt (Karl Zacher) strudeln alle Beteiligten durch Liebesleid, Intrigen und Wirrungen und finden am Ende zu einem guten, gerechten Ausgang.

Wenn auch dem gesamten Stück etwas mehr Tempo nicht geschadet hätte, sauber und humorvoll agierend hatten die Schauspieler die Lacher auf ihrer Seite und brachten auch die ernsthaften Anklänge des fast ein halbes Jahrhundert alten Stücks wirklichkeitsnah rüber. Unterstützt von ihren bereits routinierten Mitstreitern hatte Neueinsteigerin Sandra Krüger mit ihrem quirligen Spiel als Lieschen Brüdt ein gelungenes Debüt. Sahnehäubchen der Premiere war der Gastauftritt von Orgelspieler August Desenz.

Souffleuse: Ebba Mannott-Kallus. Maske: Magita Pust. Requisite: Monika Eilers. Bühnenbau: Wolfgang Buttjer und Heinz Fuchs. Bühnentechnik: Klaus Aden, Wolfgang Buttjer, Werner Dörnath, Manfred Eilers, Heinz Fuchs, Gerd Gelhart und Frank Münkenwarf. Bühnenmalerei: Herbert Ulbrich. Beleuchtung: Peter Pfaus und Uwe Freiberg, Heinz Hillers. Technische Leitung: Manfred Eilers. Inspizienz: Monika Grahl.

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 18. März 2004

Das Endemble "De ole Fischfroo" sitzt um den Tisch herum, die Mitglieder des WTB stehen drum herum, ganz links Willy Meinert (Vereinswerbung), 2. v.l. Jürgen Tapken, Regisseur

Zu der jüngsten Aufführung „De ole Fischfroo" hatte das „Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven" wieder Mitglieder eines Vereins eingeladen, der sich in der vergangenen Zeit hervorgetan hat. Diesmal hat der traditionelle Theaterverein den WTB insTheater gelockt. Die verschiedenen Gruppen des WTB haben in den vergangenen Monaten in zahlreichen Wettbewerben Erfolge ver
zeichnen können.

So hat die Gruppe „United" unter der Trainerin Susanne Mittmann den 1. Platz im Bezirksentscheid der bis 30-Jährigen errungen und kann somit am kommenden Landesentscheid in Oldenburg teilnehmen. Ebenfalls dabei sein wird die Jazz-Tanzgruppe, die unter den ab 30-Jährigen den 3. Platz belegten. Die „Flashlights" verfehlten den Landesentscheid hingegen knapp mit dem undankbaren 4. Platz. Alle Gruppen werden bei der Landesmeisterschaft „Gymnastik und Tanz" dabei sein, bei der „United" bereits achtmal als Meister hervorgingen. Derweil ist das „Theater am Meer- Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven" ebenfalls bemüht, die Erfolge der vergangenen Monate zu wiederholen und probt fleißig für „Dat Schörengericht", die letzte Inszenierung dieser Saison.

Sie kommen von See her - Jan Kersten (Marc Gelhart), Fiete Lütt (Karl Zacher)

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 28. Februar 2004

Brigitte Halbekath geht als „Fischfroo" in Pension

NIEDERDEUTSCHE Volksstück begeistert

WILHELMSHAVEN/MG - Der Erfolgskurs des „Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven" hält auch mit dem aktuellen Stück „De ole Fischfroo" weiter an. Nach Komödie, Thriller und Farce sorgt nun ein traditionelles Volksstück für einen abwechslungsreichen Spielplan. Auch die drei Vorstellungen nach der Premiere sind begeistert von Publikum aufgenommen worden - nun verbleiben nur noch vier Aufführungstermine.

Auf der Premierenfeier hatte Bühnenleiter Arnold Preuß angekündigt, dass die Hauptdarstellerin des Stückes, Brigitte Halbekath in der Rolle der Fischfrau Tine Brüdt, mit dieser Inszenierung in den wohlverdienten Ruhestand gehen möchte. Aus privaten Gründen, die sie der Bühnenleitung genannt hat, möchte sie nach mehreren Jahrzehnten als exzellente Spielerin der Bühne nun als inaktives Mitglied erhalten bleiben. In seiner Ansprache würdigte Arnold Preuß ihr langjähriges Schaffen in zahlreichen Rollen. Wie auch in dem aktuellen Stück standen der zierlichen Dame mit der gutherzigen Ausstrahlung besonders Mutterrollen gut zu Gesicht.

In der Rolle zuvor als Rosie in „Du büst bloots tweemol jung" bewies sie wie auch als Fischfrau ihr Gespür für anrührende Momente. All das honorierte das versammelte Ensemble nach dem ausführlichen Rückblick mit stehenden Ovationen und bedauerte zwar verständnisvoll den Rücktritt, freute sich aber gleichzeitig, Brigitte Halbekath weiterhin als Mitglied in den eigenen Reihen zu wissen.

Für alle, die Brigitte Halbekath als Darstellerin ein letztes Mal in Aktion erleben oder einfach nur das Volksstück von Erhard Asmus über Sehnsüchte verschiedenster Art sehen möchten, bieten sich nur noch vier Termine an, und zwar am kommenden Sonntag um 15.30 Uhr und 20 Uhr sowie am 6. und 7. März jeweils um 20 Uhr.

"De ole Fischfroo" ist das Stück, in dem Hauptdarstellerin Brigitte Halbekath (links) ihren Abschied von der Niederdeutschen Bühne feiert; unser Bild zeigt sie mit Karin Heyel

NEUE RUNDSCHAU vom 11. Februar 2004

Niederdeutscher Klassiker:  „De ole Fischfroo"

Fröhliche und zugleich nachdenkliche Aufführung des Theaters am Meer

Nach überwiegend modernen Stücken in dieser Spielzeit wartet das „Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven" nun mit einem „Klassiker", nämlich „De ole Fischfroo" auf. Damit unterstreicht das Theater am Meer gerade auch die Bedeutung der „klassischen" Stücke aus den Gründerjahren für den Erhalt der niederdeutschen Sprache. Das Volksstück von Erhard Asmus ist an der Bühne schon dreimal inszeniert worden, zuletzt in der Spielzeit 1985/1986. Damals spielte Jürgen Tapken als heimkehrender Sohn noch selbst mit, heute inszeniert er das Stück.

Die Premiere war am 7. Februar im Stadttheater. „De ole Fischfroo" stellt eine gelungene Mischung aus nachdenklicher Traurichkeit und mitreißender Fröhlichkeit dar. Die Liebe, die auch in diesem Stück eine Rolle spielt, rückt der Thematik um Not und Armut zuliebe nach hinten. Weitere Vorstellungen finden nach der Premiere am 22., 29. Februar, 6. und 7. März um 20 Uhr und am 22. und 29. Februar zusätzlich um 15.30 Uhr statt. MG

Fiede Lütt (Karl Zacher), Jan Kersten (Marc Gelhart), Heinrich Meier (Harald Schmidt), Lieschen Brüdt (Sandra Krüger), Dora Wutzke (Karin Heyel), Tine Brüdt (Brigitte Halbekath) und Korl Brüdt (Walter Bleckwedel) feiern das 25-järhige Jubilium der Froschfroo.

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 5. Februar 2004

„De ole Fischfroo" muss noch immer für ihre Familie sorgen

NIEDERDEUTSCHE BÜHNE Klassiker wird  wieder aufgeführt

Mit „De ole Fischfroo" präsentiert die Niederdeutsche Bühne jetzt wieder einen Klassiker. Am Sonntag ist Premiere.

WILHELMSHAVEN/MG - Nach überwiegend modernen Stücken in dieser Spielzeit bringt das „Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven" nun wieder einen Klassiker auf die Bühne. Am Sonntag hat „De ole Fischfroo" Premiere im Stadttheater. Damit unterstreicht das Theater am Meer die Bedeutung der „klassischen" Stücke aus den Gründerjahren für den Erhalt der niederdeutschen Sprache. Das Volksstück von Erhard Asmus ist an der Bühne schon dreimal inszeniert worden, zuletzt in der Spielzeit 1985/1986. Damals spielte Jürgen Tapken als heimkehrender Sohn noch selbst mit, heute inszeniert er das Stück.

Titelfigur der Geschichte, die Anfang der 60er-Jahre spielt, ist die Fischverkäuferin Tine Brüdt (Brigitte Halbekath). Seit vielen Jahren steht sie bei Wind und Wetter draußen und sorgt für das Einkommen der Familie, denn Ehemann Karl (Walter Bleckwedel) ist arbeitslos und zieht es vor, mit seinem Saufkumpan Tetje Fries (Horst Karstens) sein Geld in Kneipen auszugeben. Tochter Lieschen (Sandra Krüger) ist sich zu fein, arbeiten zu gehen und scharwenzelt lieber mit ihrem Freund Heinrich Meier (Harald Schmidt) herum.

Weiteres Sorgenkind der Familie ist Jupp (Andre Gelhart), der zur See fährt und sich seit der Abreise nicht gemeldet hat. Doch nun, pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum der Mutter, wie man von der aufdringlichen Nachbarin Dora Wutzke (Karin Heyel) erfährt, kehrt der Junge mit seinen Freunden Fiete Lütt (Karl Zacher) und Jan Kersten (Marc Gelhart) zurück. Er finanziert mit seiner gesparten Heuer der Mutter ihren lang gehegten Wunsch vom eigenen Fischgeschäft.

„De ole Fischfroo" stellt eine gelungene Mischung aus nachdenklicher Traurigkeit und mitreißender Fröhlichkeit dar. Die Liebe spielt auch in diesem Stück eine Rolle, im Vordergrund aber steht das Thema Not und Armut. Weitere Vorstellungen finden am 8., 22. und 29. Februar, 6. und 7. März um 20 Uhr und am 22. und 29. Februar zusätzlich um 15.30 Uhr statt.

KOMPASS FÜR WILHELMSHAVEN UND FRIESLAND 2/2004

„De ole Fischfroo"

Nach einigen modernen Stücken kommt das „Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven" am 7. Februar um 20 Uhr im Stadttheater Wilhelmshaven mit einem „Klassiker" heraus: „De ole Fischfroo". Das Volkstück von Erhard Asmus erlebt jetzt seine vierte Inszenierung bei der Niederdeutschen Bühne. Es inszeniert Jürgen Tapken, der 1986/86 den heimkehrenden Sohn spielte.

Titelfigur der Geschichte, die Anfang der 60er Jahre spielt, ist die Fischverkäuferin Tine Brüdt (Brigitte Halbekath). Während sie die Familie ernährt, zieht es Ehemann Karl (Walter Bleckwedel) vor, zusammen mit seinem Saufkumpanen Tetje Fries (Horst Karstens) durch die Kneipen zu ziehen. Tochter Lieschen (Sandra Krüger) ist sich zu fein, arbeiten zu gehen und scharwenzelt lieber mit Heinrich Meier (Harald Schmidt) durch die Gegend. Auch Jupp (Andre Gelhart), der zur See fährt und sich schon lange nicht mehr gemeldet hat, ist ein Sorgenkind. Aber rechtzeitig zum 25-jährigen Jubiläum der Mutter kehrt Sohnemann mit seinen Freunden Fiete Lütt (Karl Zacher) und Jan Kersten (Marc Gelhart) zurück.

Das hat auch die aufdringliche Nachbarin Dora Wutzke (Karin Heyel) mitbekommen. „De ole Fischfroo" ist eine gelungene Mischung aus nachdenklicher Traurigkeit und mitreißender Fröhlichkeit. Und natürlich spielt die Liebe eine große Rolle.

v.l. Karl Zacher, Horst Karstens, Harald Schmidt, Marc Gelhart

Sandra Krüger spielt Lieschen Brüdt

Karin Heyel, Marc Gelhart

Jan (Marc Gelhart) bi´n klar Schipp maken

Harald Schmidt als Heinrich Meier becirct er Sandra Krüger als Lieschen Brüdt

Es wird auch schon mal ein bisschen handgreiflich - Harald Schmidt, Marc Gelhart, Horst Karstens und Karl Zacher

v.l. Karl Zacher, Marc Gelhart, Sandra Krüger, Harald Schmidt, Karin Heyel und Brigitte Halbekath