Wilhelmshavener Erstaufführung

DE PLIETSCHE SNIEDERMEISTER

(Schneider Wibbel)
Komödie in 5 Akten von Hans Müller-Schlösser
Niederdeutsche Bearbeitung von Günther Siegmund


Inszenierung: Christa Margret Rieken
Bühnenbild: Christa Düx

Regieassistenz: Marc Gelhart
Souffleuse: Sandra Krüger
Requisite: Marianne Karstens
Maske: Magita Pust, Patrizia Ens
Inspizienz: Anne Hillers
Bühnenbildbau: Wolfgang Buttjer, Heinz Fuch, Frank Münkenwarf
Bühnenmalerei: Herbert Ulbrich
Bühnentechnik: Werner Dörnath, Manfred Eilers, Gerd Gelhart, Markus Lomertin, Christian Strowik
Beleuchtung: Heinz Hillers, Uwe Freiberg, Peter Pfaus
Technische Leitung: Manfred Eilers

Rollen und Darsteller
Anton Wibbel, Schneidermeister - Arnold Preuß
Fine, seine Frau - Marion Zomerland
Melfs, Geselle bei Wibbel - Thorsten Könnecke
Zimpel, Geselle bei Wibbel - Harald Schmidt
Pangdi, Nachbar von Wibbel - Walter Bleckwehl
Fitzke, Nachbar von Wibbel - Klaus Aden
Frau Fitzke, Nachbarin von Wibbel - Hanna Christoffers
Fläsch, Hausierer - Marc Gelhart
Knipperling, Wirt - Horst Karstens
Polizist - Nicolas C. Ducci

INHALT

In einer ausgelassenen Runde mit seinen Nachbarn und einigen Flaschen Schnaps verliert Schneidermeister Anton Wibbel die Beherrschung. Lauthals äußert er seinen Unmut über Napoleon und seine französischen Besatzungstruppen, die im Ort alles unter Beschlag nehmen. Natürlich dauert es nicht lang, bis die Polizei davon Wind bekommt und vor Wibbels Tür steht. Am nächsten Morgen bekommt der Schneidermeister vor Gericht wegen Majestätsbeleidung vier Wochen Arrest aufgebrummt. Damit sein Geschäft in dieser Zeit nicht koppheister geht, überredet er gemeinsam mit seiner Frau Fine den Gesellen Zimpel, als Wibbel ins Gefängnis zu gehen. So weit, so gut - doch nach zwei Wochen erliegt Zimpel einer Lungenentzündung, so dass der Schneidermeister nun offiziell tot ist...

Mit der niederdeutschen Fassung von "Schneider Wibbel" stellt sich die Hamburger Berufsregisseurin Christa Margret Rieken erstmals dem Wilhelmshavener Publikum vor. Der höchst amüsante Schwank um den pfiffigen Schneidermeister kommt zum ersten Mal im Wilhelmshavener Stadttheater zur Aufführung.

JEVERSCHES WOCHENBLATT vom 28. September 2004

Zum Saisonauftakt einen Volltreffer gelandet

Niederdeutsche Bühne hatte Premiere mit  „De plietsche Sniedermeister"

VON ERNST RICHTER

Anton Wibbel (Arnold Preuß) und seine Ehefrau Fine (Marion Zomerland)

WILHELMSHAVEN - Mit der Premiere „De plietsche Sniedermeister" landete die Niederdeutsche Bühne - Theater am Meer am Sonntag zur Saisoneröffnung einen Volltreffer.

Den Lustspiel-Klassiker „Schneider Wibbel" von Hans Müller-Schlösser hat Günther Siegmund für das Niederdeutsche Theater bearbeitet. Und die Berufsregisseurin Christa Margret Rieke, seit 2001 Regisseurin, Dramaturgin und Autorin am Bremer WaldauTheater, richtete das Stück für die Wilhelmshavener Bühne ein. Ihr Können, die publikumswirksamen Akzente zu setzen, dramatischen Humor leichtfüßig ins Spiel zu bringen und keine überflüssigen Längen zuzulassen, wurden von dem Ensemble mit engagierter Spielfreude belohnt, so dass dem Publikum eine facettenreiche Komödie geboten wird, die in keine Phase zu einem Schwank abzugleiten drohte.

Zu dem Bänkelsong „Gloria Viktoria" öffnet sich der Vorhang und gibt den Blick frei in Meister Wibbels Schneiderei, wo kräftig Korn eingefahren wird. Dreh- und Angelpunkt der Handlung sind Schneidermeister Anton Wibbel mit Frau Fine, der in angetrunkenem Zustand seine Zunge nicht zügeln kann und während der französischen Besatzung (19. Jahrhundert) gegen Napoleon wetterte, obwohl seine Frau Fine und gute Nachbarsleute versuchten, seinen Redeaschwall aufzuhalten. Vergeblich. Die Schwadronade wurde der Obrigkeit hinterbracht, und Schneider Wibbel sollte wegen Majestätsbeleidigung vier Wochen eingelocht werden - wenn da nicht Fine Wibbel eine rettende Idee gehabt hätte.

Arnold Preuß und Marion Zomerland beherrschen als Anton und Fine Wibbel die Szene, bringen amüsante Pointen und fein getimte Charakterstudien von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt. SagtAnton: „Nee, nee, nee, keen Minsch sitt dar so leeg an as ik - ik glööv, dat ik mi noch ophangen do". Kontert Fine: „Ulenspeegel!" Aber auch die weiteren Personen der Handlung lassen nichts anbrennen. Da sind die beiden Schneidergesellen Melfs und Zimpel zu nennen, die von Thorsten Könnecke und Harald Schmidt treffsicher wie aus dem Bilderbuch dargestellt werden.

Temperamentvoll agiert Marc Gelhart als Hausierer Fläsch mit seinem Kurzwaren-Bauchladen. Gewitzt gestaltet Horst Karstens seinen Part als Kneipenwirt Knipperling des Lokals „Zum schwarzen Schein". Walter Bleckwedel, Klaus Aden und Hanna Christoffers verstehen es ausgezeichnet, die scheinheilig trauernde Anteilnahme am Geschick der Fine Wibbel als gute Nachbarsleute Pangdi sowie Herr und Frau Fitzke darzustellen. Das passt in die Szene wie auch in das tägliche Alltagsgeschehen. Bleibt noch Nicolas C. Ducci zu nennen, der einen strammen Polizisten mit Herz darstellt und auch die Musik eingespielt hat. Mit anhaltendem Beifall wird das Ensemble vom Premierenpublikum verabschiedet.

Einen Sonderapplaus verdient Christa Düx für das von ihr geschaffene Bühnenbild mit einer perfekt eingerichteten Schneiderstube, einschließlich Kammer und Treppe zur zweiten Spielebene. Das passt und bildet mit den Kostümen, zusammengestellt von Helga Lauermann, ein ausgewogenes Szenarium für „De plietsche Sniedermeister". Patricia Ens und Magita Pust haben als Maskenbildnerinnen gute Arbeit geleistet.

Das Zuschauen bereitet unheimlich Spaß.

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 29. September 2004

Schneider Wibbels Tod und Auferstehung

THEATER Humorvolle Premiere der Niederdeutschen Bühne im Stadttheater

VON INGA HELLWIG

Fine (Marion Zomerland), Wibbel (Arnold Preuß) mutt in´t Kaschott.

WILHELMSHAVEN - Wohl kaum ein Schüler, der dem Schneider Wibbel nicht irgendwann als Paradebeispiel des Volksstücks im Deutschunterricht begegnet wäre - spätestens seit seiner Verfilmung mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle.

Mit diesem Volksstückklassiker von Hans Müller-Schlösser in der Niederdeutschen Übersetzung von Günther Siegmund als „De plietsche Sniedermeister" begrüßt die Niederdeutsche Bühne vielversprechend die neue Saison. Doch nicht nur die Auswahl, auch die Umsetzung des Stoffes in der Wilhelmshavener Regiepremiere von Christa Margret Rieken verspricht, den Erfolg der vergangenen Saison, als die Niederdeutsche fast 30 Prozent mehr Zuschauer gewann, fortzusetzen.

Die Geschichte ist hinlänglich bekannt: Schneidermeister Anton Wibbel betrinkt sich des Abends in einem Lokal und schimpft maßlos über Napoleon und seine Truppen, was er schließlich mit vier Wochen Gefängnis sühnen soll. Doch was soll in dieser Zeit aus der Schneiderei werden? Wibbels Frau Fine hat die Idee, Wibbel durch den Schneidergesellen Peter Zimpel im Gefängnis vertreten zu lassen. Wibbel überredet Zimpel tatsächlich, muss sich allerdings versteckt halten, als ihn plötzlich die tragische Nachricht vom Tod Zimpels erreicht. Der echte Wibbel erlebt daraufhin höchst gerührt seine eigene Beerdigung und einige andere Verwicklungen bis hin zu seiner Auferstehung als sein eigener jüngerer Bruder.

Trotz oder vielleicht gerade wegen der fast übermächtigen Vorbilder aus Kino und Theater: Arnold Preuß als betrunken mutiger, aber nüchtern stets jammernder Schneidermeister Wibbel, Marion Zomerland als gerissene Fine Wibbel und Thorsten Könnecke als auf die gut laufende Schneiderei und deren „Witwe" erpichter Geselle Melfs zauberten die bekannten Charaktere der drei Hauptrollen überzeugend, schwungvoll und in einer ganz eigenen Interpretation auf die Bretter.

Im Zusammenspiel mit den drei Hauptakteuren komplettieren die zukünftige Leiche, Geselle Zimpel (Harald Schmidt), sowie die Nachbarn Prangdi (Walter Bleckwedel), Herr und Frau Fitzke (Klaus Aden und Hanna Christoffers), der Wirt Knipperling (Horst Kassens), der Hausierer Fläsch (Marc Gelhart) und Nicolas C. Ducci als Polizist das dramatische Kuddelmuddel rund um den „eigentlich gar nicht so plietschen Sniedermeister". Spritzige Dialoge und witzige, treffsichere Situationen sorgten vor einem gelungenen Bühnenbild und in sehr aufwändigen Kostümen für viel Gelächter.

Sie wirkten hinter den Kulissen mit

Requisite: Marianne Karstens; Bühnenbild: Christa Düx; Maske: Patricia Ens, Margita Pust; Kostümbetreuung: Helga Lauermann, Souffleuse: Sandra Krüger; Bühnenbau: Wolfgang Buttjer, Heinz Fuchs; Bühnenmalerei: Herbert Ulbrich; Bühnentechnik: Wolfgang Buttjer, Werner Dörnath, Manfred Eilers, Gerd Gelhart, Markus Lomertin, Christian Strowik; Technische Leitung: Werner Dörnath Manfred Eilers; Inspizienz: Anne Hillers; Regieassistenz: Marc Gelhart; Musik: Nicolas C. Ducci.

Wieder einmal ein wunderschöner Bühnenraum von Christa Düx

De Polizist (Nico Ducci) hett een Order an Wibbel (Arnold Preuß) to överbringen

Wibbel (Arnold Preuß) is nich mehr to bremsen. Fine (Marion Zomerland), Polizist (Nico Ducci) und Pangdi (Walter Bleckwedel) und Fitzke (Klaus Aden) sind peinlich berührt

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 18. November 2004

Das Plattdeutsch seiner Bühnenkollegen in der Komödie „De plietsche Sniedermeister" der Niederdeutschen Bühne nahm jetzt langjähriges Ensemble-Mitglied Horst Jönck genauer unter die Lupe. Jönck hat sich in der Vergangenheit nicht nur im Theater für die Pflege und den Erhalt der niederdeutschen Sprachkultur eingesetzt. Seit vielen Jahren bietet er darüber hinaus in der Volkshochschule Plattdeutsch-Kurse und -Klönabende für Anfänger und Fortgeschrittene an. Deshalb besuchte er jetzt mit seinen Kursteilnehmern eine Aufführung der plattdeutschen Komödie. Diese bescheinigten den Schauspielern nach der Vorstellung ein gutes Plattdeutsch. Im Gegenzug dazu gewährte das Ensemble den Kursteilnehmern einen Blick hinter die Kulissen - und bat sie für ein Erinnerungsfoto auf die Bühne.

SZENE WILHELMSHAVEN vom 6. November 2004

Letzte Vorstellungen

Mit „De plietsche Sniedermeister" von Hans Müller-Schlösser in der Inszenierung von Christa Margret Rieken hat das „Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven" einen erfreulichen Saisonstart hingelegt. Am morgigen Sonntag hebt sich um 15.30 Uhr und 20 Uhr noch einmal der Vorhang im Stadttheater.Neues Stück wird bereits geprobt

Melfs (Thorsten Könnecke): "Gaht Ji man ruhig in´t Schafott, Meister!" Zimpel (Harald Schmidt) und Wibbel (Arnold Preuß) staunen.

JEVERSCHES WOCHENBLATT vom 5. November 2004

Zum letzten Mal „De plietsche Sniedermeister"

WILHELMSHAVEN - Mit „De plietsche Sniedermeister" von Hans Müller-Schlösser in der Inszenierung von Christa Margret Rieken hat das „Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven" einen erfreulichen Saisonstart hingelegt. Die Komödie über den Schneidermeister Anton Wibbel ist noch zweimal zu sehen, am Sonntag, 7. November, um 15.30 Uhr und 20 Uhr.

Dabei wird das zweite Stück bereits vorbereitet. „De Düvelsblitz" steht ab 26. November auf dem Spielplan. Das Volksstück von Karl Wittlinger inszeniert die Regisseurin Elke Münch. Mit rabenschwarzem Humor wird die spannende Geschichte um Erbschleicherei und unterschätzte Knechte erzählt. Das turbulente Stück bleibt bis zum 9. Januar im Programm.

Am 2. Weihnachtsfeiertag zeigt das „Theater am Meer" mit „Kiek mal wedder in" einen besonderen Leckerbissen. Das Musical, das bereits in der Saison 1987/1988 auf dem Plan stand, stammt aus der Feder von Heinz Wunderlich und Charly Niessen und wird von Arnold Preuß inszeniert. Die musikalischen Arrangements wird der Musiker Nicolas C. Ducci für die LiveBand entwickeln. Die Proben dafür haben bereits Anfang November begonnen.

Eerstmal Middageten mit Fine (Marion Zomerland), Melfs (Thorsten Könnecke), Zimpel (Harald Schmidt) und Wibbel (Arnold Preuß)

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 5. November 2004

Die letzten beiden Vorstellungen des Stückes "De plietsche Sniedermeister" von Hans Müller Schlösser laufen am Sonntag, 7. November, im "Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven", in der Komödie um 15.30 und 20 Uhr bringt Sneidermeister Anton Wibbel mit seiner Franzosenfeindlichkeit Napoleons Besatzungstruppen gegen sich auf.

Das Foto zeigt: (v.l.: Klaus Aden (Herr Fitzke), Hanna Christoffers (Frau Fitzke), Marion Zomerland (Fine Wibbel) und Marc Gelhart (Hausierer Fläsch) in der Inszenierung von Christa Margret Rieken.

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 27. Oktober 2004

"De plietsche Sniedermeister"  geht weiter

"De plietsche Sniedermeister" heit das aktuelle Stück des "Theaters am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven". Inszeniert wurde die Komödie von der Hamburger Berufsregisseurin Christa Margret Rieken. Weitere Vorstellungen gibt es am 7. November um 15.30 und 20 Uhr.

2sechs3acht4 - Zeitung für die Wilhelmshavener City vom 23. Oktober 2004

„De plietsche Sniedermeister" (Arnold Preuß) feiert Bergfest: viermal hat er bereits auf der Bühne gestanden, viermal öffnet sich für ihn noch der Vorhang: am 23. und 24. Oktober um 20 Uhr, am 7. November um 15.30 und 20 Uhr. Wieder überreden er und seine Frau (Marion Zomerland) den Gesellen Zimpel zu einem Gefängnisaufenthalt. Eigentlich soll Schneider Wibbel diese Strafe wegen franzosenfeindlicher Äußerungen antreten. Eintrittskarten gibt es im ServiceCenter des Stadttheaters und an der Abendkasse.

Außerdem hat der pfiffige Schneidermeister Besuch bekommen. Zur Vorstellung eingeladen wurde der Wilhelmshavener Terry-Fox-Förderverein, der seit mehreren Jahren einen Lauf zur Unterstützung krebskranker Kinder organisiert. Diese Einladung nahmen der Vorsitzende Ulf Krüger, der stellvertretende Vorsitzende Gunter Mennacher und weitere Vereinsmitglieder dankend an. Nachdem sich der Vorhang geschlossen hatte, warfen sie einen Blick hinter die Kulissen.

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 20. Oktober 2004

Mitglieder des Terry-Fox-Fördervereins zusammen mit dem Ensemble von "De plietsche Sniedermeister", (links, Organisator Willy Meinert)

Das Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven verfolgt weiterhin das Vorhaben, andere Vereine, die sich durch besondere Leistungen verdient gemacht haben, zu Vorstellungen einzuladen. Deshalb war nun der seit 1999 bestehende Terry-Fox-Förderverein zu Gast, der eine Aufführung von „De plietsche Sniedermeister" besuchte. Vorsitzender Ulf Krüger und sein Stellvertreter Gunter Mennacher sowie weitere Vereinsmitglieder, die sich seit mehreren Jahren mit dem Terry-Fox-Lauf für die Unterstützung von krebskranken Kindern engagieren, folgten der Einladung zu der Komödie von Hans Müller-Schlösser in der Inszenierung von Christa Margret Rieken.

Nach der Vorstellung gestattete das Ensemble den Gästen einen Blick hinter die Kulissen (Foto). Weitere Vorstellungen von „De plietsche Sniedermeister" finden am 23. und 24. Oktober um 20 Uhr und am 7. November statt.

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 14. Oktober 2004

Schneider Wibbel bleibt in der Bredouille


Polizist (Nico Ducci): Un hier is de Dodenschien! Melfs (Thorsten Könnecke) und Fine (Marion Zomerland) haben einen schmerzlichen Verlust erlitten.

Bereits bei drei Vorstellungen konnten sich die Zuschauer von „De plietsche Sniedermeister" über die missliche Lage von Schneider Wibbel amüsieren, der seinen Gesellen dazu überredet, für ihn eine Haftstrafe abzusitzen und sich daraufhin im eigenen Haus verstecken muss. Das Stück steht noch fünfmal auf dem Spielplan des „Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven". Das Szenenfoto zeigt den Gesellen Melfs (Thorsten Könnecke - Mitte), die Frau des Meisters, Fine Wibbel (Marion Zomerland -rechts) und den Polizisten (Nicolas C. Ducci -links) bei seinen wirren Verdächtigungen. Die nächste Vorstellung findet am Sonntag, 17. Oktober, um 20 Uhr im Stadttheater statt. Weitere Vorstellungen folgen am Sonnabend, 23., und Sonntag, 24.Oktober, um 20 Uhr und am 7. November um 15.30 und 20 Uhr. Karten sind im Vorverkauf und an der Abendkasse über das Service-Center des Stadttheaters erhältlich.

Melfs (Thorsten Könnecke) und Zimpel (Harald Schmidt) bei der Arbeit

NEUE RUNDSCHAU vom 12. Oktober 2004

Mit „De plietsche Sniedermeister" startet das „Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven" nach einer erfolgreichen Premiere in weiteren Vorstellungen durch. Die Termine: 17., 23. und 24. Oktober um 20 Uhr sowie am 7. November um 15.30 und 20 Uhr. Karten sind im Vorverkauf am Service-Center des Stadttheaters erhältlich.

Das Bild zeigt Horst Karstens (Gastwirt Knipperling), Hanna Christoffers (Frau Fitzke), Klaus Aden (Herr Fitzke) und Walter Bleckwedel (Pangdi) in einer Szene des Stückes von Hans Müller-Schlösser in der niederdeutschen Bearbeitung von Günther Siegmund. (siehe Artikel 2sechs3acht4 vom 9.10.04)

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 9. Oktober 2004

„De plietsche Sniedermeister"

WILHELMSHAVEN/LR - Das „Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven" zeigt weitere Aufführungen von „De plietsche Sniedermeister". Die nächsten Vorstellungen finden am morgigen Sonntag, 10. Oktober, um 15.30 und 20 Uhr statt, weitere folgen am 17., 23. und 24. Oktober um 20 Uhr und am 7. November um 15.30 und 20 Uhr.

2sechs3acht4 - Die Zeitung für die Wilhelmshavener City vom 9. 10.2004

• Berufsregisseurin Christa Margret Rieken hat mit „De plietsche Sniedermeister" eine Komödie auf die Bühne gebracht, die mit „spritzigen Dialogen und witzigen, treffsicheren Situationen" (so ein Kritiker) das Publikum begeistert. Für Horst Karstens (Gastwirt Knipperling), Hanna Christoffers (Frau Fitzke), Klaus Aden (Herr Fitzke) und Walter Bleckwedel (Pangdi) öffnet sich der Vorhang wieder am 10. Oktober um 15.30 und um 20 Uhr, am 17., 23. und 24. Oktober um 20 Uhr, am 7. November um 15.30 und um 20 Uhr. Kartenvorverkaufsstelle ist das Service-Center des Stadttheaters.

KOMPASS für Wilhelmshaven und Friesland, Ausgabe Oktober 2004

Was bringt Melfs (Thosten Könnecke) so in Rage und die Wibbels (Marion Zomerland, Arnold Preuß) so in Angst?

Mit „De plietsche Sniedermeister",der plattdeutschen Fassung von Hans Müller-Schlössers Komödie „Schneider Wibbel" , hat dasTheater am Meer - NiederdeutscheBühne Wilhelmshaven - die Spielzeit 2004/05 eröffnet. Für diese Inszenierung hatte das „Theater am Meer" die Hamburger Profi-Regisseurin Christa Margret Rieken gewinnen können. In einer ausgelassenen Runde mit seinen Nachbarn und einigen Flaschen Schnaps verliert Schneidermeister Anton Wibbel (Arnold Preuß) die Beherrschung. Lauthals äußert er seinen Unmut über Napoleon und seine französischen Besatzungstruppen, die im Ort alles unter Beschlag nehmen. Es dauert nicht lange, bis die Polizei vor Wibbels Tür steht. Wegen Majestätsbeleidigung bekommt Wibbel vier Wochen Arrest aufgebrummt. Da kommt ihm eine Idee, in der sein Geselle Zimpel eine tragische Rolle spielt.

JEVERSCHES WOCHENBLATT vom 25. September 2004

Zum Auftakt gibt's Plietscher Schneider

Niederdeutsche Bühne: Am Sonntag Premiere im Stadttheater

Schneider Anton hat ein flottes Mundwerk. Ernst wird es, als er sich mit den Franzosen anlegt.

WILHELMSHAVEN - Der neue rote Vorhang des Stadttheaters öffnet sich am Sonntag, 26. September, um 20 Uhr zum ersten Mal für das „Theater am Meer-Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven". Zum Saisonauftakt steht die Wilhelmshavener Erstaufführung der Komödie „De plietsche Sniedermeister" auf dem Spielplan. Es handelt sich dabei um Günther Siegmunds niederdeutsche Fassung des bekannten Stückes „Schneider Wibbel" von Hans Müller-Schlösser.

Ein weiteres Novum ist für das niederdeutsche Ensemble die aus Hamburg stammende Berufsregisseurin Christa Margret Rieken, die zuletzt am Bremer Ernst-Waldau-Theaterbeschäftigt war. Für die Kulisse zeichnet abermals die Bühnenbildnerin Christa Düx verantwortlich, die in der vergangenen Saison „Keen Tiet för de Leev" und „Dat Schörengericht" den passenden Rahmen geschaffen hat.

In dem Stück stehen Schneidermeister Anton Wibbel (Arnold Preuß) und seine nicht minder pfiffige Frau Fine (Marion Zomerland) im Mittelpunkt, die sich mit viel Einfallsreichtum immer wieder aus den schwierigsten Situationen herauswinden, anschließend aber meist vor noch größeren Problemen stehen. Das Schicksal nimmt seinen Lauf, als Anton in ausgelassener Stimmung mit seinen Nachbarn Fitzke (Klaus Aden) und Pangdi (Walter Bleckwedel) über Napoleons allgegenwärtige Besatzungstruppen schimpft. Das macht dank des Hausierers Fläsch (Marc Gelhart) und Gastwirt Knipperling (Horst Karstens) schnell die Runde, so dass schon kurz darauf ein Polizist (Nicolas C. Ducci) in der Tür steht, ur den Schneider wegen Majestätsbeleidigung vor Gerich zu bestellen.

Die vier Wochen Arrest, die er aufgebrummt bekommt, möchte er wegen seines Geschäfts nicht absitzen müssen. Der Geselle Zimpel (Harald Schmidt) wird deshalb gebeten, als Wibbel die Haftstrafe zu verbüßen. Der erklärt sich auch dazu bereit, doch kaum zwei Wochen später stirbt Zimpel an einer Lungenentzündung im Gefängnis. - Logischerweise bekunde Fitzke nebst Gemahlin (Hanna Christoffers) gleich sein Beileid bei der vermeintliches Witwe, während Geselle Melf (Thorsten Könnecke) sich Chancen als Nachfolger er hofft - sowohl als Geschäftsin haber als auch als Ehemann.

Nach der Premiere folget weitere Vorstellungen am 10., 17., 23., 24.Oktober und 7. November um 20 Uhr und am 10. Oktober und 7. November zusätzlich um 15.30 Uhr.

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 23. September 2004

Sniedermeister tritt plietsch in Aktion

SPIELZEITERÖFFNUNG Niederdeutsche Bühne

In wenigen Tagen ist es soweit - dann öffnet sich am 26. September der neue rote Vorhang des Stadttheaters zum ersten Mal für das "Theater am Meer".

WILHELMSHAVEN/MG - Zum Saisonauftakt der Niederdeutschen Bühne steht dann die Wilhelmshavener Erstaufführung der Komödie "De plietsche Sniedermeister" auf dem Spielplan. Es handelt sich dabei um Günther Siegmunds niederdeutsche Fassung des bekannten Stückes "Schneider Wibbel" von Hans Müller-Schlösser. Ein weiteres Novum ist für das niederdeutsche Ensemble die aus Hamburg stammende Berufsregisseurin Christa Margret Rieken, die zuletzt am Bremer Ernst-Waldau-Theater beschäftigt war. Für die Kulisse zeichnet abermals die Bühnenbildnerin Christa Düx verantwortlich, die in der vergangenen Saison "Keen Tiet för de Leev" und "Dat Schörengericht" den passenden Rahmen geschaffen hat.

Die Geschichte handelt von dem namengebenden' Schneidermeister Anton Wibbel (Arnold Preuß) und seiner, nicht minder pfiffigen Frau Fine (Marion Zomerland), die sich mit reichlich Einfallsreichtum immer wieder aus den schwierigsten Situationen herauswinden, anschließend aber meist vor noch größeren Problemen stehen.

Das ganze Schicksal nimmt seinen Lauf, als Anton in ausgelassener Stimmung mit seinen Nachbarn Fitzke (Klaus Aden) und Pangdi (Walter Bleckwedel) über Napoleons allgegenwärtigen Besatzungstruppen schimpft. Das macht dank des Hausierers Fläsch (Marc Gelhart) und Gastwirt Knipperling (Horst Karstens) schnell die Runde, so dass schon kurz darauf ein Polizist (Nicolas C. Ducci) in der Tür steht, um den Schneider wegen Majestätsbeleidigung vor Gericht bestellt.

Die vier Wochen Arrest, die er aufgebrummt bekommt, möchte er wegen seines Geschäfts nicht absitzen müssen, doch da hat Fine die rettende Idee: Sie bitten den Gesellen Zimpel (Harald Schmidt), als Wibbel die Haftstrafe zu verbüßen. Der erklärt sich auch dazu bereit, doch kaum zwei Wochen später verstirbt Zimpel an einer Lungenentzündung im Gefängnis. Logischerweise bekundet Fitzke nebst Gemahlin (Hanna Christoffers) gleich sein Beleid bei der vermeintlichen Witwe, während Geselle Melfs (Thorsten Könnecke) sich Chancen als Nachfolger erhofft - sowohl als Geschäftsinhaber als auch als Ehemann...

Nach der Premiere am 26. September um 20 Uhr folgen weitere Vorstellungen der Komödie am 10., 17., 23., 24. Oktober und 7. November um 20 Uhr und am 10. Oktober und 7. November zusätzlich um 15.30 Uhr. Karten sind sowohl an der Abendkasse als auch im Vorverkauf beim Service-Center im Stadttheater erhältlich. Weitere Informationen unter www.ndb-wilhelmshaven.de zur Verfügung.

2sechs3acht4 - Die Zeitung für die Wilhelmshavener City vom 22. Sept. 2004

Nicht nur Schneidermeister ist pfiffig

Wilhelmshaven (tj). Der neue rote Vorhang des Stadttheaters öffnet sich am 26. September, 20 Uhr, für die Premiere der Komödie "De plietsche Sniedermeister". Pfiffig ist aber nicht nur der Schneidermeister Anton Wibbel (Arnold Preuß), auch seine Frau Fine (Marion Zomerland) hat etwas auf dem Kasten. Eintrittskarten gibt es an der Abendkasse. Kartenvorverkaufsstelle für die weiteren Aufführungen am 10., 17., 23., 24. Oktober, außerdem am 7. November ist das Service-Center im Stadttheater.

JEVERSCHES WOCHENBLATT vom 3. September 2004

Proben laufen

„De plietsche Sniedermeister"

Am 26. September hat das Theater am Meer Premiere.

WILHELMSHAVEN - Beim „Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven" laufen die Proben für die erste Premiere der Saison. Es handelt sich um die niederdeutsche Fassung von Hans Müller-Schlössers Komödie „Schneider Wibbel". In der Version von Günther Siegmund, der die Übersetzung besorgt hat, heißt das Stück nun „De plietsche Sniedermeister". Ab Sonntag, den 26. September, wird es im Stadttheater gezeigt. Regie führt die Berufsregisseurin Christa Margret Rieken.

In dem Stück, das während der Franzosenzeit spielt, geht es um den Schneidermeister Anton Wibbel (Arnold Preuß), der sich mit Hilfe seiner Frau Fine (Marion Zomerland) immer wieder aus Problemen herauswindet. Doch ständig manövriert er sich in neue Schwierigkeiten. Statt sich zurückzuhalten, grölt er in einer ausgelassenen Runde mit seinen Nachbarn Pangdi (Walter Bleckwedel) und Fitzke (Klaus Aden) franzosenfeindliche Lieder. Napoleons Besatzungstruppen, die in der Stadt umherschwirren, sind davon natürlich wenig erbaut, als der geschwätzige Hausierer Fläsch (Marc Gelhart) davon berichtet. Auch der Wirt vom „Schwarzen Schwein", Knipperling (Horst Karstens), kann die Vorwürfe nicht entkräften.

So steht kurze Zeit später ein Polizist (Nicolas C. Ducci) in der Tür und bestellt den Schneidermeister vor Gericht. Wegen Majestätsbeleidigung wird Wibbel zu vier Wochen Arrest verdonnert. Da er seinen beiden Gesellen Zimpel (Harald Schmidt) und Melfs (Thorsten Könnecke) die Geschäftsführung nicht allein zutraut, überredet er Zimpel, an seiner Stelle ins Gefängnis zu gehen. Doch dummerweise erliegt Zimpel zwei Wochen später im Kaschott einer Lungenentzündung, so dass Frau Fitzke (Hanna Christoffers) nun bei der vermeintlichen Wibbel-Witwe zur Beileidsbekundung vorbeischaut.

Mit dieser Komödie stellt sich die Hamburgerin Christa Margret Rieken erstmals dem Wilhelmshavener Publikum vor. Sie war zuletzt am Bremer Ernst-Waldau-Theater tätig. Das Stück selbst wird ebenfalls zum ersten Mal in Wilhelmshaven aufgeführt. Weitere Informationen www.ndb-wilhelmshaven.de

KOMPASS für Wilhelmshaven und Friesland 9/2004 vom 1. September 2004

Theater am Meer spielt

Schneider Wibbel in plattdeutscher Fassung

Mit „De plietsche Sniedermeister", der plattdeutschen Fassung von Hans Müller-Schlössers Komödie „Schneider Wibbel", eröffnet das Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven - Sonntag, 26. September, um 20 Uhr im Stadttheater die neue Theatersaison. Für diese Inszenierung hat das „Theater am Meer" die Hamburger Profi-Regisseurin Christa Margret Rieken gewonnen.

In einer ausgelassenen Runde mit seinen Nachbarn und einigen Flaschen Schnaps verliert Schneidermeister Anton Wibbel (Arnold Preuß) die Beherrschung. Lauthals äußert er seinen Unmut über Napoleon und seine französischen Besatzungstruppen, die im Ort alles unter Beschlag nehmen. Es dauert nicht lange, bis die Polizei vor Wibbels Tür steht. Wegen Majestätsbeleidigung werden dem Schneidermeister vier Wochen Arrest aufgebrummt. Dass er seinen Gesellen Zimpel gewinnt, den Arrest unter Wibbels Namen anzutreten, verschafft ihm nur wenig Luft. Zimpel stirbt im Gefängniss. Damit wäre Wibbel offiziell tot ...

Es wirken mit: Marion Zomerland, Thorsten Könnecke, Harald Schmidt, Walter Bleckwedel, Klaus Aden, Hanna Christoffers, Marc Gelhart, Horst Karstens und Nicolas C. Ducci.

 

 

 

 
 

 

Wibbel (Arnold Preuß): "Ok van de Majestätsbeleidigung weer ik noch van afkamen, Knipperling (Horst Karstens), wenn du nich vör de Keerls vör´t Gericht so´n Bangbüx weerst!"