3. Wiederaufführung (4) nach 1960/61, 1975/76 und 1992/93

SLUDERKRAAM IN´T TREPPENHUUS

Lustspiel von Jens Exler

Regie und Bühnenbild. Arnold Preuß

Souffleuse: Sandra Krüger/Marianne Karstens
Requisite: Marianne Karstens
Maske: Christel Brandt-Jaedeke
Inspizienz: Nicolas C. Ducci

Bühnenbildbau: Heinz Fuchs, Wolfgang Buttjer
Bühnenmalerei: Thomas Marschner
Bühnentechnik: Jörg Buse, Wolfgang Buttjer, Werner Dörnath, Manfred Eilers, Heinz Fuchs, Gerd Gelhart, Marc Gelhart, Melanie Nöhmer, Harald Schmidt
Beleuchtung: Uwe Freiberg, Hermann Hanneken, Detlef Schumann
Technische Leitung: Manfred Eilers

Ensemble
Hanne Knoop, Witwe - Helga Lauermann
Heike Seefeldt, Untermieterin bei Frau Knoop - Meike Zomerland
Ewald Brummer, Steuerinspektor - Heinz Zomerland
Dieter Brummer, sein Neffe - André Gelhart
Meta Boldt, eine Nachbarin - Roswitha Wunderlich
Bernhard Tramsen - Horst Karstens
Herr Seefeldt, Heikes Vater - Willy Meinert
Felix, ein Bäckerjunge - Ben Kleen

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 6. Februar 2006

"Sluderkraam in't Treppenhuus" gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Stücken des Genres, und so ist es auch allzu verständlich, dass diese Komödie in der langjährigen Geschichte der Niederdeutschen Bühne - "Theater am Meer" - in Wilhelmshaven bereits dreimal inszeniert wurde. Zum letzten Mal ist das Stück in der neuesten Inszenierung nun am kommenden Sonnabend um 20 Uhr im Stadttheater Wilhelmshaven zu sehen.

NEUE RUNDSCHAU vom 1. Februar 2006

Zum Fressen gern hat Dieter Brummer (Andre Gelhart) korpulente Herren - das erzählt er zumindest dem Hauswirt Bernhard Tramsen (Horst Karstens), als dieser den unbekannten Neuankömmling in seinem Haus zur Rede stellt. Schließlich machen dank Sluderwiev Meta Boldt (Roswitha Wunderlich) Gerüchte um illegale Untermieter im Haus die Runde. Dabei handelt es sich bei Dieter um Ewald Brummers (Heinz Zomerland) Neffen, der sich ganz nebenbei in seine Kammernachbarin Heike Seefeldt (Meike Zomerland) verliebt. Eine von vielen Turbulenzen; die es in , Sluderkraäm in't Treppenhuus" vom „Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven" in der Inszenierung von Bühnenleiter Arnold Preuß zu sehen gibt. Die nächsten Vorstellungen finden am 1., 5. und 11. Februar um jeweils 20 Uhr im Stadttheater statt. Weitere Infos unter www.ndb-wilhelmshaven.de.

KOMPASS für Wilhelmshaven und Friesland vom 1. Februar 2006

Niederdeutsche Bühne: Ein Monat voller Missverständnisse

Der Februar steht beim Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven - ganz im Zeichen des Missverständnisses - natürlich nur auf der Bühne. Zunächst einmal folgen weitere Vorstellungen des Publikumsrenners „Sluderkraam in't Treppenhuus" von Jens Exler in der Inszenierung von Bühnenleiter Arnold Preuß. In dem Treppenhaus, in dem Hausdrache Meta Boldt (Roswitha Wunderlich) ihr Unwesen treibt, herrscht eine gereizte Grundstimmung, an der sie nicht ganz unschuldig ist. Nicht genug, dass Hanne Knoop (Helga Lauermann) und ihr Nachbar Ewald Brummer (Heinz Zomerland) sich wegen Hannes lauten Untermieterin Heike Seefeldt (Meike Zomerland) streiten - die Untervermietung widerspricht auch noch der Hausordnung, was Meta sofort als selbsternannte Ordnungshüterin an den Hauswirt Bernhard Tramsen (Horst Karstens) weitertratscht. Der will den Kammerbewohner umgehend vor die Tür setzen - bis er merkt, als welch reizende junge Dame sich dieser entpuppt. Und auch Dieter Brummer (Andre Gelhart), der bei seinem Onkel Zuflucht sucht, wird dieser Reize schnell Gewahr...

In weiteren Rollen wirken Ben Kleen als Bäckerjunge Felix und Willy Meinert als Heikes Vater mit. Die letzten Vorstellungstermine im Februar sind am 1., 5. und 11. um jeweils 20 Uhr. Danach geht es gleich flott weiter mit der Wilhelmshavener Erstaufführung von „Rismus Rasmus". Dahinter verbirgt sich die Farce „Hexenschuss" von John Graham, die sich in die beliebte Reihe turbulenter Boulevard-Komödien einreiht. Und so ist es auch in dieser Verwechslungsgeschichte an der Tagesordnung, dass jeder jeden für jemand anderen hält und alle aneinander vorbeireden.

Die vertrackten Geschehnisse beginnen damit, dass Sabine Berger (Dagmar Grube) einen Seitensprung mit dem scheinheiligen Fernsehmoderator Peter Rabe (Marc Gelhart) wagen will. Dem kommt nach gewissen Anlaufschwierigkeiten ein kapitaler Bandscheibenvorfall in die Quere. Da plötzlich der blinde Klavierstimmer Pfeiffer (Jürgen Tapken) auf der Matte steht, wird der bewegungsunfähige Peter in der Badewanne zwischengelagert.

Zu allem Überfluss kommt Sabines Ehemann Leonhar (Arnold Preuß) wider Erwarten nach Hause. Er wiederum hat auch mit ihrer Anwesenheit nicht gerechnet und muss auch kurzfristig umdisponieren. Denn die vermeintlich leerstehende Wohnung hat er einem Freund für eir Liebesabenteuer mit der Stewardess Annabelle (Claudia Schröder) zur Verfügung gestellt. Den Freund kann er zwar noch abbestellen, die Stewardes jedoch nicht...

Weitere „Hindernisse" sind Magita Pust als PR-Managerin von Peters Sender und Nicolas C. Ducci als Notarzt Dr. Matthiesen. Premiere von „Rismus Rasmus" in der Inszenierung der Berufsregisseurin Elke Münch ist am 25. 2. um 20 Uhr, die zweite Vorstellung folgt bereits am darauffolgenden Sonntag, den 26. 2. um 20 Uhr.

Zuvor präsentieren die Kinder de bühneneigenen Theaterschule zwei weitere Male die beliebte „Feuerzangenbowle" nach Heinrich Spoerl in der Bearbeitung von Arnold Preuß, der gemeinsam mit Spielleiterin Marion Zomerland auch Regie führte. Saskia Gabert, Rieke Grube, Julia Hinrichs, Sandra Krüger, Gabriele Manke, Anna-Lena Meinert, Stella Schmidt, Fehmke Seibert, Fenja Strowik, Aline Wohler, Stephanie Zeitz, Sontka Zomerland, Julian Dörnath, Christian Jäger und Yannik Marschner spielen die Schülerstreiche von Pfeiffer mit drei „f" und Co. am 12. Februar um 15.30 Uhr und 20 Uhr im Gorch-Fock-Haus.

WILHELMSHAVENER ZEITUNG/Umland vom 26. Januar 2006

„Sluuderkraam in't Treppenhuus", der Publikumserfolg des Theaters am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven, entpuppt sich als Dauerbrenner. Als beliebter Gastspielort erwies sich das Bürgerhaus Sande, wo das Ensemble mit diversen Stücken in den „Sander Theaterwochen" vertreten war. So ist es den semiprofessionellen Darstellern öfter möglich, die Ergebnisse wochenlanger Probenarbeit auch außerhalb des Heimatspielortes Wilhelmshaven präsentieren zu können. Das Erfolgsstück „Sluuderkram in't Treppenhuus" wird am morgigen Sonntag im Stadttheater Wilhelmshaven um 15.30 und 20 Uhr gezeigt.

JEVERSCHES WOCHENBLATT vom 25. Januar 2006

Donnerstag Theater im Bürgerhaus

SANDE - Das Theater am Meer, Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven, wird am Donnerstag, 26. Januar, um 20 Uhr im Bürgerhaus Sande das Lustspiel „Sluderkraam in't Treppenhuus" aufführen. Zum Inhalt: Ein Mietshaus, wie es jeder kennt. Einige Nachbarn trifft man seltener, andere häufiger - und das aus gutem Grund. Denn einige Mitbewohner können ihr Mitteilungsbedürfnis nicht in der eigenen Wohnung stillen und müssen alles, was sie wissen und mutmaßen, im Treppenhaus herumerzählen. So auch die Geschichte um Meta Boldt und ihre leidgeplagten Nachbarn, die sie mit jeglichen Tatsachen und Gerüchten gegeneinander ausspielt.

„Sluderkraam in'tTreppenhuus" gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Stücken des Genres, und so macht es auch nichts, dass das Lustspiel in der langjährigen Geschichte der Bühne bereits dreimal inszeniert worden ist. Die Rolle der Meta Boldt glänzte schon Heidi Kabel. Der Eintritt beträgt fünf Euro. Karten sind in den örtlichen Kreditinstituten, an der Gemeindekasse sowie an der Abendkasse im Bürgerhaus erhältlich.

NEUE RUNDSCHAU vom 25. Januar 2006

Sluderkraam im Bürgerhaus

Publikumserfolg des Theaters am Meer als Gastspiel im Sander Bürgerhaus

Das Bild zeigt Roswitha Wunderlich, die als Meta Bold der Nachbbarin Hanne Knopp, gespielt von Helga Lauermann, mit ihrem Geratsche auf die Nerven geht.

Der Erfolg des Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven in den letzten Jahren zieht immer weitere Kreise. So ist es den semiprofessionellen Darstellern immer häufiger möglich, die Ergebnisse wochenlanger Probenzeit auch außerhalb des Wilhelmshavener Stadttheaters präsentieren zu können. Als beliebter Gastspielort erweist sich das Bürgerhaus Sande, wo das niederdeutsche Ensemble mit diversen Stücken in den vergangenen „Sander Theaterwochen" vertreten gewesen ist.

Nun wird das Theater am Meer die neu konzipierten dritten „Sander Theaterwochen" eröffnen, und das mit keinem geringeren Stück als dem komödiantischen Volltreffer „Sluderkraam in't Treppenhuus" von Jens Exler. Der Dauerbrenner - nicht nur im niederdeutschen Volkstheater - feierte am zweiten Weihnachtsfeiertag bereits zum vierten Mal in der über 70-jährigen Bühnengeschichte eine mit großem Beifall bedachte Premiere.

Doch nicht nur das Stück selbst ist ein besonderer Bestandteil der Vergangenheit des Theater am Meer. „Wir haben viele Jahre, bis Mitte der Neunziger, jedes Stück auch in Sande gespielt, seinerzeit noch im evangelischen Gemeindehaus", berichtet Bühnenleiter Arnold Preuß, der das Stück auch inszeniert hat. „Wir sind sehr froh und dankbar, dass wir mit den Sander Theaterwochen an diese Tradition anknüpfen dürfen und hoffen, dass bei entsprechender Resonanz diese Gastspiele unseres Theaters weiterhin stattfinden könnten", so Preuß weiter.

Die Vorstellung von „Sluderkraam in't Treppenhuus" im Sander Bürgerhaus findet am Donnerstag, dem 26. Januar um 20 Uhr statt. Danach finden bereits am 29. Januar zwei Vorstellungen um 15.30 Uhr und um 20 Uhr regulär im Stadttheater Wilhelmshaven statt. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.ndb-wihelmshaven.de. MG

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 18. Januar 2006

Blumen statt Rausschmiss kriegt Heike Seefeldt (MeikeZomerland) vom Schlachtermeister und Vermieter Bernhard Tramsen (Horst Karstens), als dieser feststellt, als welch entzückendejunge Dame sich dervermeintlich illegale Untermieter entpuppt. Einer von vielen versöhnlichen Momenten in dem Haus, da sonst reichlich „Sluderkraam in't Treppenhuus" stattfindet. Z u sehen ist das beliebte Lustspiel von Jens Exler in der lnszenierung von Arnold Preuß beim Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven am 22. Januar um 15.30 Uhr und 20 Uhr im Stadttheater Wilhelmshaven. WeitereVorstellungen: 26.1., 20 Uhr im Bürgerhaus Sande; 29.1., 15.30 Uhr und 20 Uhr, 1., 5. und 11.2. jeweils 20 Uhr im Stadttheater.

KOMPASS für Wilhelmshaven und Friesland 1/2006

Tratsch und üble Nachrede

"Blievt Se mi doch ünner den Feudel weg", schimpft Hanne Knop (Helga Lauermann) über die dreiste Schludertante Meta Bold (Roswitha Wunderlich)

Ganz ohne moralischen Zeigefinger, aber trotzdem eindrucksvoll zeigt das Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven - auch im Januar die Variationen der Gerüchteküche. Gleich in zwei Produktionen spielen Tratsch und üble Nachrede entscheidende Rollen.

Zunächst stehen die beiden letzten Vorstellungen des Dramas „Bahnmeester Dood" von Hermann Boßdorf auf dem Plan. In der Inszenierung von Berufsregisseur Armin Tacke wird eindrucksvoll gezeigt, wie das Bahnwärterpaar Jörs (Arnold Preuß) und Stine (Marion Zomerland) immer weiter auseinanderdriftet. Der Tod des Sohns hat ohnehin schon einen Keil zwischen die beiden getrieben - aufgrund von Eifersucht und Misstrauen lässt das Verschwinden von Jörs' Vorgesetzten die Eheprobleme eskalieren. Kurz zuvor hatte der Bahnmeister bei den beiden noch auf einige Gläser Grog vorbeigeschaut. Nun zerbrechen sich alle - teils mehr, teils weniger - den Kopf über die mysteriösen Geschehnisse. Auch das Botterwiev (Karin Heyel) und Stines Onkel Holtvaagt (Walter Bleckwedel) glauben auf ganz und gar nicht unparteiische Weise immer bestens informiert zu sein... Die beiden Vorstellungen finden am 8.1. um 15.30 und 20 Uhr statt.

Zwei Wochen später nimmt das dritte Stück der Saison nach seiner Weihnachtspremiere richtig Fahrt auf. Mit „Sluderkraam in't Treppenhuus" präsentiert das Theater am Meer das Lustspiel von Jens Exler, das von vielen Zuschauern schon eifrigst wiederersehnt wurde - obwohl es in der über 70-jährigen Geschichte der Bühne bereits dreimal inszeniert wurde.

Die Regie übernimmt Bühnenleiter Arnold Preuß. Und auch hier ist der vielzitierte Tratsch des Originaltitels zuhause und macht treppauf, treppab dank Meta Boldt (Roswitha Wunderlich) seine Runden. So bringt sie nicht nur die Witwe Hanne Knoop (Helga Lauermann) und ihre Untermieterin Heike Seefeldt (Meike Zomerland) in Schwierigkeiten, sondern auch deren Nachbar Ewald Brummer (Heinz Zomerland) nebst Neffen Dieter (Andre Gelhart). Natürlich haben die beiden jungen Leute anderes im Kopf, als sich um das unerlaubte Bewohnen der Abstellkammern zu sorgen...

Ergänzt wird das spielfreudige Ensemble durch Horst Karstens, Ben Kleen und Willy Meinert. Die weiteren Vorstellungen finden am 22. und 29. Januar um jeweils 15.30 und 20 Uhr statt.

JEVERSCHES WOCHENBLATT vom 28. Dezember 2005

Einen niederdeutschen Volltreffer gelandet

Das „Theater am Meer" begeistert erneut mit dem Exler-Lustspiel „Sluderkraam in't Treppenhuus"

Arnold Preuß inszenierte das Stück, das Ensemble bot eine bravouröse Leistung.

VON ERNST RICHTER

 Herr Brummer (Heinz Zomerland) streitet mit Hanne Knop (Helga Lauermann) wegen der lauten Musik

WILHELMSHAVEN - Garderobengespräch am zweiten Weihnachtsfeiertag, 19.44 Uhr im Foyer des Stadttheaters: „Nun kiek", sagt Elfriede zu ihrer Freundin, „kiek nur die Kaludrigkeit, wie die sich aufgetakelt hat." „Na, kein Wunder", meint Hermine,„sieh doch nur die Begleitung, der hat sich doch auch in Schale geschmissen." „Richtig ja, aber das ist doch nicht der Hermann von nebenan. Da hat sich die Kaludrigkeit doch glatt einen neuen Gockel an Land gezogen. Wenn das man gut geht, wenn Hermann das spitzkriegt." „Was für ein schönes Malheur wir da noch erleben können", überschlägt Elfriede, „nun lass uns aber zum Platz gehen, es hat ja schon geklingelt." „Sluderkraam in't Treppenhuus" ist angesagt, das berühmte Kultlustspiel von Jens Exler, inszeniert von Bühnenleiter Arnold Preuß mit Roswitha Wunderlich in der Paraderolle der „Sluderschen" Meta Boldt.

Das Schiller-Zitat „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt" stellte die Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven „Theater am Meer" im Programmblatt der Aufführung voran. Und dann hat auch noch Ben Kleen als Bäckerjunge Felix seinen temperamentvollen Auftritt mit dem passenden Prolog zu „Sluderkraam in't Treppenhuus". Der Vorhang geht auf, und das Premieren-Publikum applaudiert, obwohl es das Bühnenbild noch gar nicht gesehen haben konnte. So spontan geht es bei den Aufführungen der Niederdeutschen Bühne zu: Auf das, was sich auf der Bühne abspielt, reagiert das Publikum, wird im Parkett gelacht, geklatscht und manchmal kommentiert.

Das Kultstück „Sluderkraam in't Treppenhuus" ist eine Wilhelmshavener Wiederaufführung, ein Evergreen bester Lustspielklasse: 1960/61 spielte die „Sludersche" Erika Kaebe, in der Spielzeit 1975/76 war Hanna Christoffers die „Sludertante", und 1992/93 amüsierte sich das Publikum über Margot Andrews-Jäkel als die „Sludersche" Meta Boldt. Auf Roswitha Wunderlich wartete also ein Paar große Schuhe, in die sie hineinsteigen und als Meta Boldt ausfüllen musste. Und sie tat es bravourös mit feiner Dialektik, einer Mimik, die listig horchen, schelmisch dreinblicken, hinterlistig schwadronieren und betuliche Unschuld verbreiten konnte.

Fro Bold (Roswitha Wunderlich) berichtet Herrn Brummer (Heinz Zomerland) mal wieder die neuesten Gerüchte

Das alles wäre aber Stückwerk und eines Soloauftritts würdig gewesen, wenn da nicht das ganze Ensemble diesen „Sluderkraam in't Treppenhuus" provoziert hätte. Helga Lauermann spielt frisch und frech die Kriegerwitwe Hanne Knoop, der die „Sludersche" mächtig zusetzt, weil sie doch die kesse Deern Heike Seefeldt als Untermieterin aufgenommen hat, die von Meike Zimerland charmant verkörpert wird. Und da ist dann der Wohnungsnachbar Ewald Brummer, beamteter Steuerinspektor seines Zeichens, der von Heinz Zomerland treffsicher in Szene gesetzt wird. Dessen Neffen Dieter Brummer bringt André Gelhart im wahrsten Sonn des Wortes springlebendig auf die Bühne.

Natürlich verknallen sich Heike und Dieter ineinander, zumal sie auch Kammernachbarn sind. Folglich kommt es zu amüsanten Verwechslungen, die von der "Schluderschen" ausgeschlachtet werden. Dazwischen führt der Schlachtermeister Bernhard Tramsen als Hauswirt ein strenges Regiment, Horst Karstens zieht dafür alle Register seines oft ironisch angelegten komödiantischen Parts. Eine souveräne und sorgende Vaterfigur für Heike stellt Willy Meinert selbstbewusst ins Rampenlicht. Damit ist das Ensemble komplett und fein von Arnold Preuß in fließende Szenen gesetzt, die das Publikum über zwei Stunden und zehn Minuten in Spannung und Laune halten.

Schlachtermeister Tramsen (Horst Karstens) fühlt sich von Meta Bold (Roswitha Wunderlich) verfolgt

Arnold Preuß hat auch das Bühnenbild entworfen: eine realistisch gebaute Treppenhausetage mit vier Türen, einer Fenstermansarde sowie Treppenabgang und Aufstieg zum Dachboden. Die Türen klappen ohne Unterlass, und auf dem Flur spielt sich der Sluderkraam in vollen Zügen ab, die Szenenwechsel unterlegt mit Schlagerrhythmen. Damit landete die Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven zum Jahresschluss einen komödiantischen Volltreffer.

Die weiteren Aufführungen sind im Stadttheater am Sonntag, 22. Januar (15.30 und 20 Uhr), am Donnerstag, 26. Januar, in Sande (20 Uhr), am Sonntag, 29. Januar (15.30 und 20 Uhr), im Stadttheater sowie Mittwoch, 1. Februar, Sonntag, 5. Februar, und Sonnabend, 11. Februar, (jeweils 20 Uhr) im Stadttheater.

Elfriede und Hermine eilen zur Garderobe, mummeln sich ein - draußen ist es kalt - und freuen sich übers Happyend. Ob das auch dem Leben abgelauscht ist, sie wollen beobachten, wie das Techtelmechtel der aufgedonnerten Kaludrigkeit mit dem Neuen und dem Hermann ausgehen wird: „Sluderkraam in´t Treppenhuus" in Fortsetzung?

"Herr, der Huusmeister, bün ik!", brüllt Tramsen (Horst Karstens) und hat Autoritätsprobleme mit Dieter Brummer (André Gelhart)

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 28. Dezember 2005

Plattdeutsche Geschichte mit Treppenwitzen

NIEDERDEUTSCHE BÜHNE „Sluderkraam in't Treppenhuus"

Realistische Darstellung zeichnete die Premierenvorstellung der Niederdeutschen Bühne aus. Die Schauspieler zeigten hervorragende Leistungen.

Schlachtermeister Tramsen (Horst Karstens) erklärt Ewald Brummer (Heinz Zomerland), dass er keine Untermieter im Haus dulden wird

VON KATHARINA KELLIN

WILHELMSHAVEN - „Wi sünd hier in'n Mietshuus un nich in'n Sanatorium!" - durch ihre schlagfertigen Antworten schafft die Witwe Hanne Knoop es immer wieder, der neugierigen Nachbarin Meta Boldt zu entkommen. Diese Szenen lassen sich herrlich beobachten in „Sluderkraam in't Treppenhuus", dem aktuellen Stück des „Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven". Die Premiere dieser dritten Inszenierung der Spielzeit, die traditionell am 2. Weihnachtsfeiertag im Stadttheater stattfand, war sehr gut besucht. Das bereits zum vierten Mal in Wilhelmshaven inszenierte Stück begeisterte das Publikum auch diesmal.

Dabei gelingt es den Schauspielern, die Szenen so realistisch darzustellen, als wären sie nicht auf der Bühne, sondern im eigenen Treppenhaus zu sehen.

Der Inhalt mag vielen bekannt vorkommen, spielt die Geschichte doch in einem ganz normalen Mietshaus: Zwischen den Nachbarn Hanne Knoop und Ewald Brummer kommt es immer wieder zu Streitigkeiten. Denn Hanne Knoop hat ihre Kammer verbotenerweise an Heike Seefeldt untervermietet, die ihre eigenen Vorstellungen von Musik in Zimmerlautstärke hat. Die laute Musik bleibt auch Meta Boldt, einer weiteren Mitbewohnerin, nicht verborgen. Sie ist die selbst ernannte Ordnungshüterin des Hauses und muss die Widrigkeit natürlich sofort dem Hauswirt Tramsen mitteilen. Dem stimmt auch Ewald Brummer zu, schließlich könne in einem Mietshaus nicht jeder machen, was er wolle - meint er zumindest solange, bis auch er seine Kammer vermieten muss.

Denn plötzlich steht Dieter Brummer, sein Neffe, vor der Tür und hat schon gleich seinen großen Koffer mitgebracht. Bis die Verhältnisse geklärt sind, gibt es noch etliche witzige Verwechslungen, die für viel Spaß im Publikum sorgten. Meta Boldt sieht und hört nicht nur immer alles, sondern versteht es auch bestens, die Mieter gegeneinander auszuspielen. Allerdings hat sie dabei nicht mit der Raffinesse von Heike Seefeldt gerechnet. Die bezirzt nicht nur alle Männer des Hauses und verschafft sich und Hanne Knoop dadurch einige Vorzüge. Sie wehrt sich auch erfolgreich gegen Meta Boldts Geschichten. Das Bühnenbild zeigte ein freundliches, helles Treppenhaus, hier fanden sämtliche Begegnungen statt. Dabei gelingt es den Schauspielern, die Szenen so realistisch darzustellen, als wären sie nicht auf der Bühne sondern im eigenen Treppenhaus zu sehen.

"Unkel Ewald, wo kummt de Strump her", fragt Dieter (André Gelhart) belustigt seinen Onkel (Heinz Zomerland)

Helga Lauermann lässt die Rolle der Hanne Knoop buchstäblich lebendig werden. Die sympathische und schlagfertige Witwe lässt sich von niemandem etwas gefallen. Auf ihre direkte und sehr bestimmte, aber doch liebenswürdige Art bringt sie Schwung in das Haus. In ihr findet Meta Boldt (hervorragend von Roswitha Wunderlich dargestellt) eine echte Gegnerin. Wenn die beiden Frauen in Schwung kommen, sich gegenseitig die Bälle zuwerfen, gibt es im Publikum viel Gelächter.

Ewald Brummer (köstlich bieder und als ein bisschen weltfremd ins Bild gesetzt von Heinz Zomerland) kann der Schlagfertigkeit von Hanne Knoop nichts entgegensetzen. Und vor allem der junge Dieter Brummer (Andre Gelhart) schafft es immer wieder mit seiner frechen aber originellen Art, Meta Boldt und den Hauswirt Tramsen (Horst Karstens) zur Verzweiflung zu treiben. Und auch Heike Seefeldt (Meike Zomerland) lässt sich nichts von ihr gefallen. Etwas blass blieb nur Willy Meinert in seiner Rolle als Heikes Vater Herr Seefeldt.

Insgesamt war die Leistung der Spieler jedoch hervorragend und mitreißend. Jeder für sich verkörperte glaubhaft ein Original mit individuellen Wünschen und Lebensvorstellungen. Eine sehr gelungene Neuinszenierung des Lustspiels von Jens Exler.

Heike Seefeldt (Meike Zomerland) und Dieter Brummer (André Gelhart) lernen sich kennen und....

Die Mitwirkenden:
Hanne Knoop, Witwe: Helga Lauermann
Heike Seefeldt, Untermieterin bei Hanne Knoop: Melke Zomerland
Ewald Brummer, Steuerinspektor: Heinz Zomerland
Dieter Brummer, sein Neffe: Andre Gelhart
Meta Boldt, eine Nachbarin: Roswitha Wunderlich
Bernhard Tramsen, Schlachtermeister und Hauswirt: Horst Karstens
Herr Seefeldt, Heikes Vater: Willy Meinert
Felix, ein Bäckerjunge: Ben Kleen
Regie: Arnold Preuß
Bühnenbild: Arnold Preuß
Souffleuse: Sandra Krüger
Requisite: Marianne Karstens
Maske: Christel Brandt-Jaedeke
Kostümbetreuung: Helga Lauermann
Bühnenbau: Wolfgang Buttjer, Heinz Fuchs
Bühnenmalerei: Thomas Marschner
Bühnentechnik: Jörg Buse, Wolfgang Buttjer, Werner Dörnath, Manfred Eilers, Heinz Fuchs, Gerd Gelhart, Marc Gelhart, Melanie Nöhmer, Harald Schmidt
Beleuchtung: Uwe Freiberg, Hermann Hanneken
Technische Leitung: Manfred Eilers
Inspizienz: Nicolas C. Ducci

"Entschülligen Se man, Frollein - mi stört de Musik nich mehr", meint Ewald (Heinz Zomerland) und strahlt Heike (Meike Zomerland) an

Unkel Ewald (Heinz Zomerland) kann sich gegen das Gesabbel von Meta Bold (Roswitha Wunderlich) nicht mehr wehren

"De leeve Gott hett de Froonslü de Gaav geven, de Mannslü so´n beten to bezirpsen - un worüm schull man dat nich af un to doon!", meint Heike (Meike Zomerland) bedeutungsvoll zu Hanne (Helga Lauermann)

"Ich dachte, Sie seien Testpilot?" - "Warum?" - Weil Sie gestern Abend im Kino immer so nach meiner Hand getestet haben!"

"Tja, Tramsen, wenn ik nich op allens oppassen wörr", räsoniert Meta Bold (Roswitha Wunderlich) und Bernhard (Horst Karstens) verschlägt es die Sprache

JEVERSCHES WOCHENBLATT vom 23. Dezember 2005

Zu Weihnachten gibt es eine handfeste Komödie

Niederdeutsche Bühne hat mit „Sluderkraam in't Treppenhuus" Premiere / Gastspiel in Sande

"Wenn ik nich op allens oppass, hebbt wi hier bold Sodom un Gomera!"

WILHELMSHAVEN - Die niederdeutsche Komödie „Sluderkraam in't Treppen-huus" erfreut sich schon über Jahrzehnte hinweg größter Beliebtheit. Zu seiner Bekanntheit und Beliebtheit hat nicht zuletzt das Hamburger Ohnsorg-Theater beigetragen. Beim Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven ist das Stück bereits dreimal in der über 70-jährigen Geschichte inszeniert worden. Ab 26. Dezember steht das Lustspiel abermals auf dem Programm. Regie führt Bühnenleiter Arnold Preuß.

Zur Erinnerung noch einmal kurz der Inhalt: Die Witwe Hanne Knoop (Helga Lauermann) ist eine rechtschaffene Frau und stellt ihre Kammer der jungen Heike Seefeldt (Meike Zomerland) zur Verfügung, weil diese sich mit ihrem Vater zerstritten hat. Das Untervermieten der Kammern ist laut Hausordnung nicht erlaubt, und so steht Meta Boldt (Roswitha Wunderlich), selbst ernannte Hüterin der Hausgesetze, schon bald auf der Matte und sorgt für Unruhe. Sowohl der Hauswirt, Schlachter Bernhard Tramsen (Horst Karstens), als auch Nachbar Ewald Brummer (Heinz Zomerland) werden von ihr ausgefragt und mit neuen Gerüchten belästigt. Hinzu kommt, dass auch Ewalds Neffe Dieter (Andre Gelhart) sich mit seinem Vater zerstritten hat und gleichfalls des Onkels Kammer als Quartier missbrauchen möchte. Und während Meta Boldt in immerwährender Sorge um Gerechtigkeit versucht, die Wohnparteien gegeneinander auszuspielen, kommen sich selbige auf freundlichere Art immer näher...

Des Weiteren spielen Ben Kleen als Bäckerjunge und Willy Meinert als Heikes Vater mit. Nach der Premiere am traditionellen 2. Weihnachtsfeiertag finden weitere Vorstellungen am 22. und 29. Januar, jeweils 15.30 und 20 Uhr und am 1., 5. und 11. Februar jeweils um 20 Uhr im Stadttheater statt. Außerdem stattet das Theater am Meer dem Bürgerhaus Sande am 26. Januar, 20 Uhr, ein Gastspiel ab. Weitere Informationen unter W W W.NDB-W ILHELMSHAVEN.DE

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 23. Dezember 2005

An zweiten Weihnachtstag wird es lustig

NIEDERDEUTSCHE BÜHNE "Sluderkraam in´t Treppenhuus" wird zum vierten Mal inszeniert

Das Theater am Meer präsentiert einen Dauerbrenner. Ab Weihnachten gibt es „Sluderkraam in't Treppenhuus".

"Vörgels, rüggels, siedels, ran" - Heike und Dieter kommen vom Ball

WILHELMSHAVEN/MG - Beim Stichwort „Ohnsorg-Theater" denken viele unweigerlich zuerst an Heidi Kabel und Henry Vahl in „Tratsch im Treppenhaus". Nicht zuletzt wegen der Figuren wie z.B. die ewig tratschende Meta Boldt, die jeder in seiner Nachbarschaft wiedererkennt, erfreut sich das Stück über Jahrzehnte hinweg größter Beliebtheit.

Auch beim Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven ist das Stück deshalb bereits dreimal in der über 70-jährigen Geschichte inszeniert worden. Ab 26. Dezember steht das Lustspiel abermals auf dem Programm. Regie führt Bühnenleiter Arnold Preuß.

Die Witwe Hanne Knoop (Helga Lauermann) ist eine rechtschaffene Frau und stellt ihre Kammer der jungen Heike Seefeldt (Meike Zomerland) zur Verfügung, weil diese sich mit ihrem Vater zerstritten hat. Das Untervermieten der Kammern ist laut Hausordnung nicht erlaubt, und so steht Meta Boldt (Roswitha Wunderlich), selbsternannte Hüterin der Hausgesetze, schon bald auf der Matte und sorgt für Unruhe. Sowohl den Hauswirt, Schlachter Bernhard Tramsen (Horst Karstens), als auch Nachbar Ewald Brummer (Heinz Zomerland) werden von ihr ausgefragt und mit neuen Gerüchten belästigt.

Hinzu kommt, dass auch Ewalds Neffe Dieter (André Gelhart) sich mit seinem Vater zerstritten hat und gleichfalls des Onkels Kammer als Quartier missbrauchen möchte. Und während Meta Boldt in immerwährender Sorge um Gerechtigkeit versucht, die Wohnparteien gegeneinander auszuspielen, kommen sich selbige auf freundlichere Art immer näher.

Des Weiteren spielen Ben Kleen als Bäckerjunge und Willy Meinert als Heikes Vater mit. Nach der Premiere am traditionellen 2. Weihnachtsfeiertag finden weitere Vorstellungen am 22. und 29. Januar, jeweils 15.30 und 20 Uhr und am 1., 5. und 11. Februar um jeweils 20 Uhr im Stadttheater statt. Außerdem stattet das Theater am Meer dem Bürgerhaus Sande am 26.1. um 20 Uhr ein Gastspiel ab.

Zwei glückliche Nachtschwärmer

NEUE RUNDSCHAU vom 21. Dezember 2005

„Sluderkraam in't Treppenhaus"

Tratsch unter Nachbarn bei der Niederdeutschen Bühne

Trotz Streit und Intrigen kommen sich einige Hausbewohner auf freundliche Art immer näher (v.l. André Gelhart, Meike Zomerland, Roswitha Wunderlich, Helga Lauermann)

Das Theater am Meer wartet zu Weihnachten mit dem beliebten Lustspiel „Sluderkraam in't Treppenhuus" auf. Beim Stichwort „Ohnsorg-Theater" denken viele unweigerlich zuerst an Heidi Kabel und Henry Vahl in „Tratsch im Treppenhaus". Nicht zuletzt wegen der Figuren wie z.B. die ewig tratschende Meta Boldt, die jeder in seiner Nachbarschaft wiedererkennt, erfreut sich das Stück über Jahrzehnte hinweg größter Beliebtheit.

Auch beim Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven ist das Stück deshalb bereits dreimal in der über 70-jährigen Geschichte inszeniert worden. Ab 26. Dezember steht das Lustspiel abermals auf dem Programm. Regie führt Bühnenleiter Arnold Preuß.

Die Witwe Hanne Knoop (Helga Lauermann) ist eine rechtschaffene Frau und stellt ihre Kammer der jungen Heike Seefeldt (Meike Zomerland) zur Verfügung, weil diese sich mit ihrem Vater zerstritten hat. Das Untervermieten der Kammern ist laut Hausordnung nicht erlaubt, und so steht Meta Boldt (Roswitha Wunderlich), selbsternannte Hüterin der Hausgesetze, schon bald auf der Matte und sorgt für Unruhe. Sowohl den Hauswirt, Schlachter Bernhard Tramsen (Horst Karstens), als auch Nachbar Ewald Brummer (Heinz Zomerland) werden von ihr ausgefragt und mit neuen Gerüchten belästigt.

Hinzu kommt, dass auch Ewalds Neffe Dieter (André Gelhart) sich mit seinem Vater zerstritten hat und gleichfalls des Onkels Kammer als Quartier missbrauchen möchte. Und während Meta Boldt in immerwährender Sorge um Gerechtigkeit versucht, die Wohnparteien gegeneinander auszuspielen, kommen sich selbige auf freundlichere Art immer näher.

Des Weiteren spielen Ben Kleen als Bäckerjunge und Willy Meinert als Heikes Vater mit. Nach der Premiere am traditionellen 2. Weihnachtsfeiertag finden weitere Vorstellungen am 22. und 29. Januar, jeweils 15.30 und 20 Uhr und am 1., 5. und 11. Februar um jeweils 20 Uhr im Stadttheater statt. Außerdem stattet das Theater am Meer dem Bürgerhaus Sande am 26.1. um 20 Uhr ein Gastspiel ab. Weitere Informationen unter www.ndb-wilhelmshaven.de. MG

Der Findling auf der Treppe

Guten Morgen Sonntag vom 18. Dezember 2005

Das Theater am Meer wartet zu Weihnachten mit beliebten Lustspiel auf

Tratsch unter Nachbarn „Sluderkraam in't Treppenhuus"

Wilhelmshaven. (gms) Beim Stichwort „Ohnsorg-Theater" denken viele unweigerlich zuerst an Heidi Kabel und Henry Vahl in „Tratsch im Treppenhaus". Nicht zuletzt wegen der Figuren wie z.B. die ewig tratschende Meta Boldt, die jeder in seiner Nachbarschaft wiedererkennt, erfreut sich das Stück über Jahrzehnte hinweg größter Beliebtheit. Auch beim Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven ist das Stück deshalb bereits dreimal in der über 70-jährigen Geschichte inszeniert worden.

Ab 26. Dezember steht das Lustspiel abermals auf dem Programm. Regie führt Bühnenleiter Arnold Preuß. Die Witwe Hanne Knoop (Helga Lauermann) ist eine rechtschaffene Frau und stellt ihre Kammer der jungen Heike Seefeldt (Meike Zomerland) zur Verfügung, weil diese sich mit ihrem Vater zerstritten hat. Das Untervermieten der Kammern ist laut Hausordnung nicht erlaubt, und so steht Meta Boldt (Roswitha Wunderlich), selbsternannte Hüterin der Hausgesetze, schon bald auf der Matte und sorgt für Unruhe. Sowohl den Hauswirt, Schlachter Bernhard Tramsen (Horst Karstens), als auch Nachbar Ewald Brummer (Heinz Zomerland) werden von ihr ausgefragt und mit neuen Gerüchten belästigt. Hinzu kommt, dass auch Ewalds Neffe Dieter (Andre Gelhart) sich mit seinem Vater zerstritten hat und gleichfalls des Onkels Kammer als Quartier missbrauchen möchte. Und während Meta Boldt in immerwährender Sorge um Gerechtigkeit versucht, die Wohnparteien gegeneinander auszuspielen, kommen sich selbige auf freundlichere Art immer näher...

Des Weiteren spielen Ben Kleen als Bäckerjunge und Willy Meinert als Heikes Vater mit. Nach der Premiere am traditionellen 2. Weihnachtsfeiertag finden weitere Vorstellungen am 22. und 29. Januar, jeweils 15.30 und 20 Uhr und am 1., 5. und 11. Februar um jeweils 20 Uhr im Stadttheater statt. Außerdem stattet das Theater am Meer dem Bürgerhaus Sande am 26. Januar um 20 Uhr ein Gastspiel ab. Infos unter www.ndb-wilhelmshaven.de. MG

Tramsen zu nachtschlafender Zeit auf Freiersfüßen

JEVERSCHES WOCHENBLATT vom 8. Dezember 2005

Theaterwochen überarbeiten

Gruppen präsentieren über das Jahr verschiedene Stücke

SANDE - Die Theaterwochen werden überarbeitet. Das Konzept werde verändert, berichtete gestern Hans-Hermann Tramann als dafür zuständiger Mitarbeiter im Rathaus. Es bestehe mit den beteiligten Theatergruppen ein Konsens, im nächsten Jahr die Theaterwochen nicht mehr komprimiert über 14 Tage stattfinden zulassen; es werde vielmehr versucht, unterschiedlichste Aufführungen verschiedener Theatergruppen - verteilt über das gesamte Jahr - anzubieten. Hierbei soll die Vielfalt der Stücke noch weiter ausgearbeitet werden. Das Theater am Meer eröffnet den Theaterreigen am 26. Januar 2006 um 20 Uhr im Bürgerhaus Sande mit dem Lustspiel „Sluderkraam in't Treppenhuus", berichtete Tramann in einer Pressemitteilung.

Herr Seefeldt (Willy Meinert) wird von Frau Bold für einen Kriminalbeamten gehalten

JEVERSCHES WOCHENBLATT vom 31. Oktober 2005 - VERANSTALTUNGEN

Sluderkraam in´t Treppenhuus zu Weihnachten

WILHELMSHAVEN - Stadttheater, 26. Dezember, 20: Premiere „Sluderkraam in't Treppenhuus" - Lustspiel von Jens Exler. Der Komödienklassiker. Das Stück spielt im Treppenhaus eines Mietshauses. Hier treffen alle Hausbewohner aufeinander, hier grüßt man sich freundlich undbeobachtet sich gleichzeitig argwöhnisch, hier werden Freundschaften geschlossen und Intrigen gesponnen. Stets ist Meta Boldt um das Wohlergehen „ihres" Hauses besorgt und lässt keine Gelegenheit aus, die neusten Erkenntnisse und Gerüchte ungefragt mit all ihren Mitbewohnern zu teilen - natürlich nicht ohne das eine Detail auszulassen oder hinzuzufügen.

"Hett Fro Bold seggt!" - wird zum geflügelten Wort