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De lüttje Wippsteert (3. WA) - Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven

De lüttje Wippsteert (3. WA)

3. Wiederaufführung (4), davor 1957/58, 1967/68 und 1982/83 gespielt

DE LÜTTJE WIPPSTEERT

(Die spanische Fliege)
Schwank von Franz Arnold und Ernst Bach
Plattdeutsch von Erich Schiff

Inszenierung und Bühne: Roswitha Wunderlich

Souffleuse: Marion Zomerland
Maske: Heidi Strowik
Requisiten: Marianne Karstens
Bühnenbid: Günter Scherf, Horst Vollbrecht
Bühnentechnik: Ole Baumgart, Günter Michaels, Günter Newerla, Björn Remstedt
Beleuchtung: Peter Pfaus, Uwe Freiberg
technische Leitung: Manfred Eilers
Inspektion: Anke Schluppkotten.

Rollen und Darsteller
Willem Cordes, Kolonialwaren - Walter Bleckwedel
Meta, seine Frau - Helga Lauermann
Lene, beider Tochter - Dagmar Grube
Eduard Stint, Schulmeister - Horst Karstens
Mathilde, seine Tochter - Meike Zomerland
Christian Krey, Polizeidiener a. D. - Ingo Folkers
Gerd Bruns, Assessor - Marc Gelhart
Anton Stüring, Kirchdiener - Günter Jaedeke
Otto Gemeiner, Revisor - Horst Qualmann
Liese, seine Frau - Christine Wessolek
Heinrich, beider Sohn - André Gelhart
Adeline, Dienstmädchen - Magita Pust


Vorankündigung

Franz Arnold und Ernst Bach stehen für das geliebte und erfolgreiche bürgerliche Lachtheater, für den Schwank. Sie verstanden es meisterhaft in ihren Stücken, die alle in den sittenstrengen zwanziger Jahren in den bürgerlichen Häusern spielten und für im wahrsten Sinne des Wortes brüllende Heiterkeit sorgten, da mit der Tücke der doppelten Moral wahrhaft köstliche zwischenmenschliche Verwicklungen und Verdrehungen entstanden. Das Stück, das wir am Ende der Spielzeit bringen, wurde von ihnen unter dem Titel "Die spanische Fliege" geschrieben und hat seit vielen Jahren seinen festen Stammplatz auf allen großen und kleinen Theatern, die dem Publikum das reine Lachen der Heiterkeit schenken wollen. Erich Schiff hat aus der spanischen Fliege " De lüttje Wippsteert" gemacht und siehe da, auch auf den niederdeutschen Theaterbrettern ist dieses Stück nicht wegzudenken. In Wilhelmshaven gab es in den Spielzeiten 1957/58, 1967/68 und 1982/83 sehr erfolgreiche Einstudierungen dieses turbulenten Schwankes.

Wer der "lüttje Wippsteert" ist, wird in dem Stück relativ schnell bekannt, denn die Dame "Lia Pellerina", deren Profession der Schönheitstanz ist, hat vor rund zwanzig Jahren mehreren Honoratioren der Stadt nicht nur den Kopf verdreht, sondern kurze Zeit später auch die Ankunft eines strammen Sohnes kundgetan. Da diese Herren alle wohlbetucht und gutbürgerlich verheiratet waren, haben sie dann auch, damit niemand diese Ungeheuerlichkeit erfährt, treu und brav die Alimente gezahlt. Dass diese ehrenwerten Herren wie ein aufgeschreckter Hühnerhaufen herumflattern, als sie jetzt erfahren, dass die Lia Pellerina wieder zurückkommen soll, kann man sich leicht vorstellen, zumal die Ehegattin des Protagonisten Willem Cordes Vorsitzende des örtlichen Sittlichkeitsvereins ist. Dass es dabei zu zwerchfellerschütternden Lachsalven und urwitziger Situationskomik kommen wird, kann man sich sehr leicht vorstellen.

Roswitha Wunderlich, der in der letzten Spielzeit mit "Wenn de Hahn kreih" ihr Rediedebüt feierte, hat hier zum zweiten Male die Regie übernommen. Unter ihrer Leitung spielen Dagmar Grube, Helga Lauermann, Magita Pust, Christine Wessoleck, Meike Zomerland, Walter Bleckwedel, Ingo Folkerts, André Gelhart, Marc Gelhart, Günter Jaedeke, Horst Karstens und Horst Qualmann.

Der berühmte Satz: "Freu Dich, Papa, nun bin ich da!", verfehlt auch hier seine Wirkung nicht. (Walter Bleckwedel, André Gelhart)

Jeversches Wochenblatt vom 10. April 2001

Ein unverhoffter Sohn

"De lüttje Wippsteert" feierte erfolgreiche Premiere

Wilhelmshaven. Am 25. März feierte die Niederdeutsche Bühne am Stadttheater ihre letzte Premiere in dieser Spielzeit mit dem Schwank "De lüttje Wippsteert" von Franz Arnold und Ernst Bach in der Inszenierung von Bühnenmitglied Roswitha Wunderlich. Das Publikum zeigte sich mit häufigem Szenen- und lang anhaltendem Schlussapplaus überaus begeistert.

Der Senffabrikant Willem Cordes (Walter Bleckwedel) bekommt von seinem Rechtsanwalt seine alten Unterlagen zurückgesandt, laut denen er 25 Jahre lang zur Zahlung von Alimenten für einen Sohn verpflichtet war, der aus einem Techtelmechtel mit einer Tänzerin, genannt "de lüttje Wippsteert", hervorgegangen sein soll und den er noch nie zu sehen bekommen hat.

Von dieser Geschichte soll sein Frau Meta (Helga Lauermann), sehr engagiert im Sittlichkeitsverein, natürlich nichts erfahren, so dass er die Unterlagen seinem Kumpel, dem Kirchendiener Anton Stüring (Günther Jaedeke) zur Verwahrung gibt. Dieser reicht sie in seiner Unsicherheit an den Assessor Gerd Bruns (Marc Gelhart) weiter, den Cordes bereits seit einem Rechtsstreit mit einem Kunden nicht leiden kann. Hinzu kommt jedoch, dass der junge Rechtsanwaltsgehilfe sich in die Tochter des Hauses, Lene (Dagmar Grube), verliebt hat, jedoch nicht von den Eltern geduldet wird, so dass er die Gelegenheit nutzt, um eine Verlobung mit Lene mit den Papieren zu erpressen.

Mutter Meta hat indes als Schwiegersohn den jungen Heinrich (Andre Gelhart) auserkoren, der sich allerdings zufällig in die beste Freundin von Lene, in Thilli (spielt zum ersten Mal: Meike Zomerland) verliebt. Durch zahlreiche Missverständnisse wird nicht nur Heinrich für den unehelichen Sohn gehalten, sondern es entpuppen sich auch der Schulmeister Eduard Stint (Horst Karstens) und der Polizeidiener a. D. Christian Krey (Ingo Folkers) als äußerst zahlwillig.

Zu wem gehört der vermeintliche Sohn? Die wahren Eltern, Liese (Christine Wessolleck) und Otto Gemeiner (Horst Qualmann) können zunächst auch kein Licht ins Dunkel bringen, so dass das Dienstmädchen Adeline (Magita Pust) am Ende gar nicht mehr weiß, wen sie hereinlassen darf und wen nicht ...

Die letzte Aufführung dieser amüsanten Verwechslungskomödie findet am 12 April um 20 Uhr statt. Karten gibt es sowohl im Vorverkauf als auch im freien Verkauf an der Abendkasse am Service-Center im Stadttheater. Weitere Informationen gibt es unter 0 44 21/94 0115, im N3-Videotext Tafel 587 oder auf der bühneneigenen Homepage unter www.ndb-wilhelmshaven.de.

Mathilde (Meike Zomerland) und Lene (Dagmar Grube) sind ganz angetan von dem jungen Besucher (André Gelhart)

Wilhelmshavener Zeitung vom 27. März 2001

Von Liebe, Intrigen und Vaterfreuden

"Niederdeutsche" zeigt "De lüttje Wippsteert"

Von Inga Hellwig

Vortrefflich startete die Niederdeutsche Bühne in die letzte Runde der Spielzeit 2000/ 2001. Liebe, Intrigen und ungewisse Vaterschaftsverhältnisse in den bürgerlichen Häusern der sittenstrengen 50-er Jahre sorgten für zwischenmenschliche Konfusionen und schufen einen kaum zu entwirrenden Knoten der Verwicklungen, der sich unter wahrhaft brüllender Heiterkeit des über die wahren Hintergründe bestens informierten Publikums immer weiter zuzog.

Bei der klassischen Verwicklungskomödie "De lüttje Wippsteert" der Niederdeutschen Bühne, die im Stadttheater Premiere feierte, kam das Publikum voll auf seine Kosten. In einer beeindruckend geschlossenen Ensembleleistung sorgten die Schauspieler mit dieser immer wieder dankbaren Thematik beim Publikum für Lachsalven und größte Heiterkeit.

Bei der Familie des Kolonialwarenhändlers Wilhelm Cordes (Walter Blackwedel) geht's rund: Töchterchen Lene (Dagmar Grube) wird flügge und verliebt sich ausgerechnet in den als Frauenheld verschrienen Rechtsassessor Gerd Bruns, der zu allem Überfluss auch noch einen Prozess gegen ihren Vater führt. Der hat aber noch ganz andere Sorgen: Es gilt, einen vor gut 20 Jahren mit der Nachtclubtänzerin Lia Pellerina -auch liebevoll de lüttje Wippsteert genannt - gezeugten unehelichen Sohn vor seiner als "Hüterin der Moral" bekannten Ehefrau Meta (Helga Lauermann) zu verbergen, denn dieser soll in Kürze im Städtchen auftauchen. Als Mutter Meta dann auch noch den Sohn einer Freundin, Heinrich (Andre Gelhart), als Heiratskanditaten für Lene einlädt, ist das Chaos perfekt.

Angesichts des vermeintlichen Produkts der Sünde stellt sich heraus, dass die Dame Pellerina auch dem bra ven und gutbürgerlich verheirateten Polizeidiener Christian Krey (Ingo Folkerts), dem Schulmeister Eduard Stindt (Horst Karstens) und Kirchendiener Anton Stüring (Günter Jaedeke) nicht nur den Kopf verdreht, sondern auch ihnen jahrelang die Alimente für "ihr" Kind aus der Tasche gezogen hat. Dass sich dann die Tocher des Schulmeisters Thilli (Meike Zomerland) ausgerechnet in Heinrich verliebt, der sie wiederum für Lene hält, und dass dann auch noch Heinrichs Eltern Otto und Liesa Gemeiner (Horst Qualmann, Christine Wessollek) auftauchen, macht die Situation zunehmend verworrener. Schon wenn das Dienstmädchen Adeline (Margita Pust) einen neuen Besucher ankündigte, begannen in den Publikumsreihen die Lachmuskeln zu zucken.

Bereits zum vierten Mal hat die Niederdeutsche Bühne diesen turbulenten Schwank einstudiert. Das von Franz Arnold und Erich Bach unter dem Titel "Die spanische Fliege" geschriebene und von Erich Schiff ins Niederdeutsche transponierte Stück ist ein garantierter Publikumserfolg. Unter der Regie von Roswitha Wunderlich wurde "De lüttje wi ppsteert" mit Hilfe des Bühnenbildes und der Kostüme aus den 20-er Jahren des Originals in die ebenfalls von doppelter Moral bestimmten 50-er Jahre versetzt. Nach knapp zweistündiger bester Unterhaltung bestätigte sich, wie erwartet, die Begeisterung für dieses Spiel um Sittlichkeit und Anstand.

Souffleuse: Marion Zomerland; Maske: Heidi Strowik; Requisiten: Marianne Karstens; Bühnenbali-Cünter Schwerf, Horst Vollbrecht; Bühnentechnik: Ole Baumgart, Günter Michaels, Günter Newerla, Björn Remstedt; Beleuchtung: Peter Pfaus, Uwe Freiberg; technische Leitung: Manfred Eilers; Inspektion: Anke Schluppenkotten.

 

Große Freude kommt bei Heinrich (André Gelhart) nicht auf, davür umso mehr bei den vermeintlichen Eltern (Helga Lauermann, Walter Bleckwedel)