Kristin als Puppenspielerin der Pflanze Astrid II in "D lütte Horrorladen" (2/24)

- Mitglied
seit 15. Juni 2017

- Vorstand
seit 1. August 2023 leitet sie bühneneigene Theaterschule 

- Theaterschule
sie spielte erstmals ein Zirkustier in "Zirkus Paroli" (16/17), 
"Hapen" 202/23

- Leitung der Theaterschule
ab Juni 2023, Regie bei "De Kuscheldeerten-Entföhren"

- Schauspielerin
sie debütierte als Beate in "De Kredit" (19/20),
die Touristin, eine Nonne in "Honnig in'n Kopp" (2021/22)
das Dienstmädchen Nancy in "Gaslicht" (22/23)
sie spielte eine Passante und bewegte die Puppe Astrid II in "De lütte Horrorladen" (23/24)
die Susanne in "Froonslüüd ... op Mörderjagd" (23/24)

- Inspizientin
erstmals in "De Kredit" (19/20, "Veer linke Hannen" (21/22), "Du betahlst för Sex!" (22/23)

- Maske
sie schminkte in "De lütte Horrorladen" (23/24), "De Kuscheldeerten-Entföhren" (23/24)

- Beleuchtung
erstmals in "Alarm in't Grand-Hotel" (22/23), "Een Week, keen Dag wieter!" (23/24)

Wilhelmshavener Zeitung vom 8. Juli 2023

Kristin Kloster neue Leiterin

WILHELMSHAVEN. (/Ku) Die 20-jährige Kristin Kloster ist die neue Leiterin der Theaterschule des Theaters am Meer. Die Wilhelmshavenerin kennt die Theaterschule ganz genau, vor sieben Jahren hat für sie dort alles angefangen. Mittlerweile zählt sie fest zum Ensemble und übernimmt neben der Schauspielerei auch die Technik oder sorgt für einen reibungslosen Ablauf. Doch Plattdeutsch musste sie erst noch lernen. ➜ P Seite 7

An der Kieler Straße erwachsen geworden

KULTUR - Kristin Kloster ist die neue Leiterin der Theaterschule
– Plattdeutsch musste sie erst lernen

 

Kristin Kloster leitet die Theaterschule des Theaters am Meer - Bild: Björn Lubbe

WILHELMSHAVEN. (KU) Eigentlich wollte Kristin Kloster nur wieder ein bisschen Theater spielen, als sie vor sieben Jahren durch die Türen an der Kieler Straße 63 schritt. Mittlerweile gehört die 20-Jährige zum festen Ensemble des dort beheimateten Theaters am Meer und hat nun die Leitung der Theaterschule übernommen. Dort, wo sie selbst einst begonnen hat.

Mehr als nur ein Hobby

„Ich habe schon in der Grundschule Theater gespielt und wollte das als Jugendliche gerne weitermachen“, erzählt Kloster. Kurzerhand ruft ihr Vater beim Theater am Meer an und meldet seine Tochter für die Theaterschule an. Erst danach bemerkt er, dass die Stücke auf Plattdeutsch aufgeführt werden. „Das hat mich ein bisschen eingeschüchtert, in meiner Familie spricht keiner Plattdeutsch.“ Doch die Angst vor der Sprache nehmen ihr die Kollegen schnell. „Es braucht wirklich keiner Angst zu haben, wir büffeln hier keine Vokabeln, sondern lernen Plattdeutsch, während wir auf der Bühne stehen.“

In der Theaterschule lernt Kloster mit anderen Jugendlichen die Grundlagen für die große Bühne. Auf dieser zu stehen, sei schon etwas ganz Besonderes. „Ich bin eigentlich ein sehr schüchterner Mensch, aber auf der Theaterbühne zu stehen hat mir noch nie etwas ausgemacht.“ Neben den schauspielerischen Fähigkeiten nutzt die 20-Jährige auch die zahlreichen Seminare, lernt die richtige Atemtechnik, Maskenbildnerin zu sein und mit Beleuchtung und Technik umzugehen.

So hat sie in den vergangenen Spielzeiten nicht nur ihr schauspielerisches Talent unter Beweis stellen können, sondern auch ihr organisatorisches als Inspizientin. „Dann bin ich für den gesamten künstlerischen und technischen Ablauf zuständig, da muss einiges koordiniert werden.“

Für Kloster ist das Theater mehr als nur ein Hobby. „Wenn ich nicht Zuhause bin, dann findet man mich eigentlich hier“, sagt sie und lacht. Sie sei praktisch an der Kieler Straße erwachsen geworden. Dass sie so viel Zeit in ihr Hobby investiert und insbesondere am Wochenende, sei für ihre Freunde und ihren Mann kein Problem. „Alle haben mich so kennengelernt, weil ich das schon immer mache.“ Selbst an ihrer eigenen Hochzeit hat das Theater am Meer sie nicht losgelassen. Zwei ihrer Ensemble-Kolleginnen waren ihre Brautjungfern .

Herausfordernde Aufgabe

Vor ihrer neuen Aufgabe als Leiterin der Theaterschule hat Kristin Kloster keine Angst, aber Respekt. „Das Vertrauen, das Arnold Preuß mir schenkt, ist groß und darüber bin ich sehr froh.“ Neben dem handwerklichen Grundwissen wird Kloster Stücke aussuchen, die plattdeutsche Sprache vermitteln und aus den Jugendlichen eine Truppe formen. Am Ende der Spielzeit wird das Stück dann in Jugend- und Familienzentren aufgeführt. „Wahrscheinlich werde ich nun noch ein bisschen mehr Zeit hier verbringen.“

Kristin Kloster als Susanne in "Froonslüüd ... op Mörderjagd" (23/24) mit Lena Schmidt

Pressemeldung - Spielzeit 2023/2024 - Nr. 03 | 05. Juli 2023

Jahresversammlung „Theater am Meer“ zieht erfolgreiche Bilanz der Spielzeit 2022/23

Arnold Preuß einstimmig als Theaterleiter bestätigt - über 30 Jahre im Amt

Wieder- und neugewählte Vorstandsmitglieder des „Theater am Meer“ (v.l.n.r.) Michel Waskönig, Schriftführer; Kristin Claudia Kloster, Leitung Theaterschule; Yannik Marschner, Grafik, Werbung, Akquise; Ulrike Schütze, Stellv. Bühnenleiterin, Arnold Preuß, Vorstandsvorsitzender FOTO: TaM, Edith Schlette 

WILHELMSHAVEN/AP – Auf der sehr gut besuchten Mitgliederversammlung des Theaters am Meer konnte Theaterleiter Arnold Preuß eine sehr erfolgreiche Spielzeit 2022/23 bilanzieren: „Wir haben mit 7.597 Besuchern in 106 Vorstellungen ein richtig starkes Ergebnis erzielt. Unser Optimismus, die Spielzeit 22/23 wie eine ganz normale Spielzeit von Anfang an mit dem vollen Spielplanangebot zu beginnen und damit Corona als beendet zu betrachten, hat uns belohnt. Wir konnten all unsere Pläne umsetzen und damit mehr als 80 % der Besucher aus der Vor-Coronazeit zurückgewinnen. Unsere Überlegung, den Spielplan, um ein weiteres Stück komplett in hochdeutscher Sprache zu ergänzen, hat ebenfalls großartig funktioniert.“ 

Während die turbulente Komödie „Alarm in’t Grandhotel“ deutlich auf Platz 1 bei den Zuschauerzahlen mit 1.667 Besuchern lag, errang der dramatische Thriller „Gaslicht“ den 2. Platz mit 1.382 Besuchern knapp vor dem Oldie „Snieder Nörig“ mit 1.380 Besuchern. „Das fünfte Stück im Spielplan soll auch in Zukunft erhalten bleiben. An der Position wollen wir jeweils ein ganz besonderes Stück präsentieren, um unsere Vielfältigkeit unter Beweis zu stellen, was ja mit dem Thriller „Gaslicht“ ausgezeichnet funktioniert hat.“ 

Als besonders bemerkenswert stellte Preuß den Zusammenhalt sämtlicher Mitglieder und Abteilungen heraus. Jeder stelle sich uneigennützig in den Dienst der Sache und gebe immer 100 Prozent, um die Premiere zu einem besonderen Ereignis werden zulassen. Und dies alles getreu dem Motto „Der Star ist das Ensemble“. Mit dieser Aussage habe Elke Münch, die erste Regisseurin am Hause, den Teamgeist des Ensembles gefördert. „Wir sind sehr glücklich, mit Dir einen echten Profi in der künstlerischen Leitung unseres Ensembles zu haben“, bedankte sich Preuß bei Elke Münch für die Arbeiten am Regiepult, „wo sie fördernd und fordernd dem Ensemble einfach guttut!“

„Beim rechnerischen Jahresabschluss 2022 waren die Auswirkungen der coronabedingten Zuschauereinbrüche zu spüren. Ohne die Bundes- und Landeshilfen hätte es uns möglicherweise nicht mehr gegeben“, hob Preuß hervor. „Umso intensiver und freudiger haben wir in der abgelaufenen Spielzeit unseren 90. Geburtstag gefeiert und gehen jetzt mit dem Besucherergebnis der Spielzeit 2022/23 voller Enthusiasmus in die neue Spielzeit, die Anfang September beginnt. Die Kostensituation zwingt das Theater allerdings, bei den Eintrittspreisen eine sehr moderate Anpassung vorzunehmen. Der freie Verkauf steigt um 1,50 Euro pro Karte und das Abonnement um 1 Euro pro Vorstellung.  

Bei den fälligen Vorstandswahlen wurden Arnold Preuß (als Vorstandsvorsitzer), Michel Waskönig (als Schriftführer) und Yannik Marschner (Grafik, Werbung, Akquise) einstimmig wiedergewählt. Kristin Claudia Kloster wurde als neue Leiterin der Theaterschule erstmal in den Vorstand berufen. Als neue Kassenprüferin wurden Talke Wittig und Stefanie Mahn als Vertreterin einstimmig gewählt.

Ulrike Schütze, stellvertretende Bühnenleiterin, dankte Arnold Preuß dafür, dass er sich erneut bereit erklärt hat, die Bühnenleitung fortzuführen. Dazu bedarf es eines unheimlich großen Engagements, einer Portion niemals endenden Optimismus, eines breiten Erfahrungsspektrums, feinfühligen Leitungsgeschicks sowie sensibler Menschenkenntnis und ein breitgefächertes Theaterwissen. Das vereine er erfolgreich seit 30 Jahren als Bühnenleiter miteinander. Die Bühne hoffe auf noch viele folgende Jahre erfolgreicher, unterhaltsamer, familiärer Zusammenarbeit mit ihm und wünschte dafür alles Gute!

Preuß bedankte sich für die netten Worte und hob hervor, dass der Spielplan 2023/24 eine große Herausforderung darstelle, bei der er sicher sei, dass alle wieder an einem Strang ziehen werden, um dem Publikum im Kleinen Schauspielhaus an der Kieler Straße ein unterhaltsames und interessantes Theaterangebot zu präsentieren.

Kristin Roeben als "Beate" in "De Kredit" (19/20)

Kristin Roben als Nonne in "Honnig in'n Kopp" (2021/22)

Kristin Kloster als Dienstmädchen Nancy (mit Arnold Preuß) in "Gaslicht" (22/23)