Erstmals im Theater am Meer
Premiere 7. September 2024

Achtertücksche Süstern

(Die gefälschte Wahrheit)

Komödie von Peter Buchholz
Niederdeutsch von Kerstin Stölting

Regie und Bühne Arnold Preuß


Erstmals im Theater am Meer
Premiere 16. November 2024

Dat Frollein Wunner

(Das Fräulein Wunder)

Musikalische Komödie Murat Yeginer
Musikalische Arrangements Stefan Hiller
Niederdeutsch von Kerstin Stölting

Regie und Bühne Arnold Preuß
Musikalische Leitung Nicolas C. Ducci
Choreografie Jutta Stuckey


Erstmals im Theater am Meer
Premiere 18. Januar 2025

Utmustert

(Tod eines Handlungsreisenden)

Drama von Arthur Miller
Niederdeutsch von Hartmut Cyriacks und Peter Nissen

Regie Elke Münch


Erstmals im Theater am Meer
Premiere 15. März 2025

De Vörnaam

(Der Vorname, Le Prenom)

Komödie von Matthieu Delaporte & Alexandre de la Pattelliere 
Deutsch von Georg Holzer, Niederdeutsch von Kerstin Stölting

Regie und Bühne Arnold Preuß
Regieassistentin Dagmar Wehrmann


Erstmals auf hochdeutsch im Theater am Meer, 1995 als Niederdeutsche Erstaufführung
Premiere 24. Mai 2025

Ein Sommerabend im Wintergarten

(Dangerous Obsession)

Psychothriller von Norman J. Crisp
Deutsch von Renate und Christian Quadflieg

Regie und Bühne Arnold Preuß
Regieassistenz Ulrike Schütze


Premiere - als mobilie Version im Angebot

De Kuscheldeerten-Entföhren

Eine Kriminalkomödie von Kai Hinkelmann
Niederdeutsch Arnold Preuß

Regie Kristin Kloster, Assistenz Michel Waskönig


Termine auf Anfrage

Lesungen op hoch un platt 

mit Arnold Preuß


MEDIENINFORMATIONEN

NWZ ONLINE vom 2. Juli 2024

THEATER AM MEER IN WILHELMSHAVEN

Neuer Spielplan bietet fünf vielfältige Stücke

Nachdem der Spielplan der vergangenen Saison viele positive Rückmeldungen gebracht hat, möchte das Theater am Meer in Wilhelmshaven auch in der neuen Spielzeit mit einem vielfältigen Themenmix glänzen.

02.07.2024, 14:39 Uhr

Das besucherstärkste und aufwändigste Stück der vergangenen Saison war „De lütte Horrorladen“ mit (v. l.) Wolfgang Watty, Leyan Besser, Alessia Mohr, Michel Waskönig und Lena Schmidt.  - FOTO Arnold Preuß/Theater am Meer

Wilhelmshaven - Nach der Saison ist vor der Saison: Das Theater am Meer blickt bereits nach vorne und hat den Spielplan 2024/2025 vorgestellt. Nachdem die vergangene Spielzeit bereits viele besondere und auch herausfordernde Themen beinhaltete und viele positive Rückmeldungen brachte, wolle man den „Mix aus unterhaltenden und ernsten Stücken beibehalten, wobei der Spielplan thematisch vielfältiger ausfallen darf“, erklärt Theaterleiter Arnold Preuß. 

Fünf Inszenierungen hat sich das Team um Preuß, Regisseurin Elke Münch und Ulrike Schütze, stellvertretende Bühnenleiterin, im Abonnementsspielplan vorgenommen. Zum Angebot gehöre auch, dass das Theatercafé „Kulissensnack“ öffnet und das Theaterbüro die Abonnenten und Kartenkäufer berät und betreut. „Wobei die vielen fleißigen Hände neben und hinter den Kulissen nicht unerwähnt bleiben sollen, denn unser Credo lautet: Der Star ist das gesamte Ensemble“, so Preuß.

Achtertüsche Süstern

Aufgeführt wird die Komödie „Achtertüsche Süstern“ von Peter Buchholz, Niederdeutsch von Kerstin Stölting. Die grundverschiedenen Schwestern Eva, Judith und Christin erhoffen sich nach dem Tod ihres Vaters von dessen Nachlass Entlastung und Wiedergutmachung. War der Vater für sie zu Lebzeiten ein ignoranter Despot, soll nun wenigstens sein Tod gewinnbringend sein. Einzig Nesthäkchen Christin war bis zum Schluss mit ihm in Kontakt. Durch ihre Erzählungen eröffnen sich den beiden anderen Schwestern völlig neue Perspektiven auf ihren Vater. Dennoch wollen sie nur einen stattlichen Anteil am Erbe als Entschädigung gelten lassen. Doch der sorgfältig versteckte Tresor ist leer...

Dat Frollein Wunder

In der musikalischen Komödie „Dat Frollein Wunder“ von Murat Yeginer (Niederdeutsch Kerstin Stölting) treffen Aushilfslehrerin Rosa, Schneiderin Käthe und Melkerin Hilde Ende der 40er-Jahre in der britisch besetzten Zone mit dem Ziel aufeinander, sich gemeinsam einen großen Traum zu erfüllen: ein Konzert vor der Queen im Garten des Buckingham Palast. Dafür müssen sie einen Gesangswettbewerb gewinnen. Gegründet werden soll eine Damenkapelle. Der Sieg kann aber nur gelingen, wenn Fräulein Wunder mitmacht. Ob es gelingt? 

Utmustert

Im Schauspiel „Utmustert“ von Arthur Miller (Niederdeutsch Hartmut Cyriacks und Peter Nissen) wird das Scheitern des Handelsvertreters Willy Lohmann porträtiert, der sich für sich, seine Frau Linda und seine beiden Söhne Juppi und Buttje ein erfolgreiches und wohlhabendes Leben erträumt hat. Jedoch muss er sich im Alter von Mitte 60 Jahren eingestehen, dass er sich mit seinen Vorstellungen schlussendlich selbst betrogen hat. Der eigene, scheinbar sinnlose Lebensweg hat ihn zermürbt. Seine fürsorgliche Frau erreicht ihn nicht mehr. Die Lage für den Wessi Lohmann, der seine Waren in Mecklenburg-Vorpommern verkaufen muss, wird immer schwieriger... 

De Vörnaam

In „De Vörnaam“ (Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patelliére; Niederdeutsch Kerstin Stölting) soll es ein gemütlicher Abend in der Wohnung des Literaturprofessors Paul Blohm und seiner Frau Charlotte werden. Zu Gast sind Charlottes Bruder Christoph mit seiner schwangeren Frau Anna, dazu Kay König, Posaunist und Freund seit Kindertagen. Für Christoph, begnadeter Selbstdarsteller, ist die Runde zu friedlich. Um für Stimmung zu sorgen, enthüllt er den geplanten Vornamen seines noch ungeborenen Sohnes: Adolphe. Die Debatte um die Frage, ob man sein Kind nach Hitler benennen darf, ist nur eine der hitzigen Diskussionen dieses Abends, aber sie führt dazu, dass das bisher so gemütliche Familientreffen aus dem Ruder läuft - mit Wortgefechten und verlorener Contenance.

Ein Sommerabend im Wintergarten

Der Psychothriller „Ein Sommerabend im Wintergarten“ von Norman J. Crisp (Deutsch Renate und Christian Quadflieg) ist das diesjährige hochdeutsche Stück. Sally Driscoll möchte die letzten warmen Abendstunden im Wintergarten verbringen und wartet auf ihren Mann Marc. Jedoch erscheint ein Fremder, der sich als John vorstellt und erklärt, sie würden sich von irgendeiner Party kennen. Trotz ihres Misstrauens lässt sie ihn herein. Doch die schüchtern, sympathische Fassade des Besuchers fällt, als Marc nach Hause kommt und John sein wahres Gesicht zeigt. Es geht um einen mysteriösen Autounfall, in den Marc verwickelt war und der ein Menschenleben forderte. Sinnt der Ankläger zu Recht auf Rache oder sind Sally und Marc Opfer eines Verrückten?

NWZ ONLINE vom 1. Juli 2024

ERFOLGREICHES THEATER

Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven ernennt Wilma Welte zum Ehrenmitglied

Wilma Welte wird für 60 Jahre Engagement bei der Niederdeutschen Bühne Wilhelmshaven zum Ehrenmitglied ernannt. Theaterleiter Arnold Preuß berichtet von einer leichten Steigerung der Besucherzahlen.

Wilhelmshavener Zeitung - 01.07.2024, 12:36 Uhr

Für langjährige Mitgliedschaft in der Niederdeutschen Bühne geehrt: (hinten, von links) Marc Gelhart (25 Jahre), Wolfgang Buttjer und Heinz Fuchs (20 Jahre), Arnold Preuß (50 Jahre), (Mitte, von links) Fenja Eggert (20 Jahre), Edith Schlette, Diana Westerholt und Michel Waskönig (10 Jahre), Yannik Marschner (20 Jahre) sowie (vorne, von links) Fynn Dießner und Tanja Leister (10 Jahre) sowie Wilma Welte (60 Jahre, Ehrenmitglied). - FOTO Talke Wittig/Theater am Meer

Wilhelmshaven - Seit mehr als 60 Jahren mischt Wilma Welte bei der Niederdeutschen Bühne Wilhelmshaven, heute Theater am Meer, mit. In 50 Rollen stand sie in dieser Zeit auf der Bühne. Für ihr langjähriges Engagement ernannten die Mitglieder sie jetzt auf der Jahreshauptversammlung des Trägervereins der Niederdeutschen Bühne zum Ehrenmitglied. 

Theaterleiter Arnold Preuß legte für die Spielzeit 2023/24 ein leicht gestiegenes Besucherergebnis vor. „Wir haben im Abonnementsspielplan mit fünf Inszenierungen 6954 Besucher erreicht - bei 89 Aufführungen im kleinen Schauspielhaus. Dies ist gegenüber der vorherigen Spielzeit mit 6919 eine erfreuliche kleine Steigerung“, so Preuß. „Wenn wir die Sonderprogramme bestehend aus Lesungen, Vorträgen und Aufführungen der Theaterschule hinzunehmen, haben wir sogar ein Gesamtergebnis von 7702 Besuchern gegenüber 7597 Gästen in der Spielzeit zuvor.“ 

Für Preuß bedeutet dies: „Damit haben wir uns mit der zweiten Spielzeit nach Corona auf ein gutes Niveau eingependelt. Optimistisch macht die Tatsache, dass die Abonnementnachfrage gestiegen ist, und zwar in den mittleren Jahrgängen.“ Dies sei eine äußerst positive Entwicklung, erklärte der langjährige Vorsitzende, er sehe darin auch eine Folge des Spielplanes, der sich aus anspruchsvollen, ernsten, neuen und heiteren Themen zusammensetzt.

Finanzvorstand Wolfgang Watty stellte ein positives Ergebnis der Jahresbilanz vor. Die finanziell schwierigen Zeiten während der Corona-Pandemie seien vorbei. Die Entwicklung der Finanzen sei kontinuierlich stabil und damit könne man die geplanten Verschönerungs- und Renovierungsarbeiten in der Spielzeitpause angehen.

Der Vorstand wurde entlastet. Die stellvertretende Bühnenleiterin Ulrike Schütze und Finanzvorstand Watty wurden turnusmäßig wiedergewählt. Der langjährige Leiter der Beleuchtungsabteilung, Harald Schmidt, übernimmt auch die Aufgaben des Technischen Leiters von Phillip Schmidt, der aus zeitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl stand. Als Kassenprüfer wurde neben der aktuellen Prüferin Talke Wittig Stefanie Mahn für zwei Jahre neu gewählt. Nicolas C. Ducci wurde als Ersatzprüfer bestellt.

16 langjährige Mitglieder wurden geehrt: Fynn Dießner, Tanja Leister, Elke Neverla, Edith Schlette, Michel Waskönig und Diana Westerholt für zehnjährige Mitgliedschaft, Wolfgang Buttjer, Fenja Eggert, Sontka Freesemann, Heinz Fuchs, Sandra Krüger und Yannik Marschner für 20 Jahre, Walter Bleckwedel und Marc Gelhart für 25 Jahre und Arnold Preuß sogar für 50 Jahre geehrt.

Medieninformation Nr. 2  |  01. Juli 2024

„Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“ – Spielplan 2024/25 vorgestellt

„Theater am Meer“ will Publikum mit fünf thematisch vielfältigen Stücken unterhalten 

 

Das besucherstärkste und aufwändigste Stück der vergangenen Saison war „De lütte Horrorladen“ mit (v.l. Wolfgan Watty, Leyan Besser, Alessia Mohr, Michel Waskönig und Lena Schmidt) – Foto: Theater am Meer, Olaf Preuschoff 

WILHELMSHAVEN/AP – Mit Spannung wurde auf der kürzlich stattgefundenen Jahreshauptversammlung des „Theaters am Meer“ die Vorstellung des Spielplanes 2024/25 erwartet, der wieder in Abstimmung mit Elke Münch (1, Regisseurin) und Ulrike Schütze (stellv. Bühnenleiterin) vom Leiter des Theaters Arnold Preuß auf- und vorgestellt wurde. „Der Spielplan der letzten Spielzeit beinhaltete viele besondere und auch herausfordernde Themen, die Reaktionen der Besucher in den sozialen Medien, im Gästebuch und über die Mundpropaganda sowie die Besprechungen der Rezensenten waren insgesamt äußerst positiv“, so Preuß. 

„Dies brachte uns im Ergebnis sogar eine kleine Steigerung bei de Besucherzahlen auf insgesamt knapp 6.954 Besucher. Wir wollen daher in der kommenden Spielzeit diesen Mix aus unterhaltenden und ernsten Stücken beibehalten, wobei der Spielplan thematisch vielfältiger ausfallen darf. Unter dem Motto „Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“ (Pablo Picasso) haben wir uns wieder fünf Inszenierungen im Abonnementsspielplan vorgenommen, die alte und neue Besucher ins kleine Schauspielhaus an der Kieler Straße locken möge. Zu unserem Spielplanangebot gehört für uns innewohnend dazu, dass wir die Angebotspalette im Theatercafé „Kulissensnack“ durch unsere freundlichen Thekenkräften reichen und unsere fleißigen Bürokräfte im Theaterbüro hilfreich und fachkundig die Abonnenten und Kartenkäufer beraten und betreuen. Wobei die vielen fleißigen Hände (für Bühnenbau, Requisiten, Beleuchtung, Soufflage, Inspizienz, Kostüme, Maske) neben und hinter den Kulissen nicht unerwähnt bleiben sollen, denn unser Credo lautet: Der Star ist das gesamte Ensemble!“ 

Unser Spielplan 2024/25 

ACHTERTÜSCHE SÜSTERN

(Die gefälschte Wahrheit)
Komödie von Peter Buchholz, Niederdeutsch von Kerstin StöltingErben bringt Scherben", diese Erfahrung machen die grundverschiedenen Schwestern Eva, Judith und Christin unmittelbar nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters. Doch nicht der gemeinsame Abschiedsschmerz lässt sie in dessen Haus zusammenkommen, sondern die Verwaltung des vermeintlichen Erbes.

Judith, die die hanebüchenen Projekte ihres Mannes nicht mehr finanzieren kann, und Eva, mehrfach geschieden und Mutter von drei Kindern, sind in finanzieller Bedrängnis und erhoffen sich vom Nachlass Entlastung und auch Wiedergutmachung. War der Vater für sie zu Lebzeiten ein ignoranter Despot, soll nun wenigstens sein Tod gewinnbringend sein. Einzig Christin, das Nesthäkchen „Flöckchen“, war bis zum Schluss mit dem Vater in Kontakt und arbeitete gemeinsam mit ihm im Antiquitätengeschäft. Durch die Erzählungen von „Flöckchen“ eröffnen sich den beiden anderen Schwestern völlig neue Perspektiven auf ihren Vater. "Der Alte" ein Kunstkenner? Kein Knauser, sondern ein sympathischer Lebemann mit einer jungen Freundin? Für Eva und Judith kaum vorstellbar, sitzen die einmal geschlagenen Wunden zu tief. Ein stattlicher Anteil am Erbe ist die einzige Entschädigung, die beide gelten lassen. 

Doch der sorgfältig hinter einem Bild des Künstlers Laplace versteckte Tresor ist leer, als sie ihn öffnen. Was nun? Lässt sie der Vater leer ausgehen und enttäuscht ein weiteres Mal? Und welche Rolle spielt dessen Freundin, eine Kunstexpertin, die scheinbar alles tut, um die Schwestern wieder zu vereinen? Gibt es jenseits der zementierten Entfremdung noch etwas anderes, das sie verbindet? Und als stiller Zeuge der gezogenen Bilanz, bekommt das Bild des Laplace immer größere Bedeutung.

DAT FROLLEIN WUNNER

(Das Frollein Wunder)
Musikalische Komödie von Murat Yeginer, Niederdeutsche Fassung Kerstin StöltingDie drei sehr unterschiedlichen Damen Rosa (Aushilfslehrerin), Käthe (Schneiderin) und Hilde (Melkerin) treffen Ende der 40er Jahre in der britisch besetzten Zone mit dem Ziel aufeinander sich gemeinsam einen großen Traum zu erfüllen: Ein Konzert vor der Queen im Garten des Buckingham Palast!

Aber dafür müssen sie einen Gesangswettbewerb gewinnen. Gegründet werden soll eine Damenkapelle, genauer gesagt: eine Damenband, wie Captain John McGintley, der Organisator des „Anglo-German-Swing Festivals“, betont. Eine große Herausforderung – nicht nur für die drei „German Frolleins“, denn der Sieg kann nur gelingen, wenn Fräulein Wunder mitmacht!

Mit einem Augenzwinkern, überaus humorvoll doch gleichermaßen melancholisch und berührend, angereichert mit zahlreichen Liedern aus den 30er und 40er Jahren, gelingt es Murat Yeginer eine Geschichte zu erzählen, die das Publikum in ihren Bann zieht. 

Mit vielen Titeln der 30er/40er wie „It Don’t Mean A Thing“, „Bay mir bistu sheyn“,“Musik, Musik, Musik“ („Ich brauche keine Millionen“), „Cheek ton Cheeck“ (I‘m in Heaven), „Küss mich! Bitte, bitte küss mich!“ werden wir Sie auch swingend musikalisch in die Nachkriegszeit führen.

UTMUSTERT

(Death of a Salesman, Der Tod eines Handlungsreisenden)
Schauspiel on Arthur Miller,Niederdeutsch von Hartmut Cyriacks und Peter Nissen

In Arthur Millers Erfolgsschauspiel wird das Scheitern des Handelsvertreters Willy Lohmann porträtiert, der für sich, seine Frau Linda und seine beiden Söhne Juppi und Buttje ein erfolgreiches und wohlhabendes Leben erträumt hat. Jedoch muss Willy sich im Alter von Mitte 60 Jahren eingestehen, dass er sich mit den Vorstellungen über sein Leben, Beruf und Familie schlussendlich selbst betrogen hat. Der eigene scheinbar sinnlose Lebensweg hat ihn zermürbt. Seine fürsorgliche Frau erreicht ihn nicht mehr.

Hartmut Cyriacks und Peter Nissen, das erfolgreiche Übersetzerduo, haben die uramerikanische Geschichte mit großem sprachlichem Einfühlungsvermögen nicht nur ins Plattdeutsche übertragen, sondern die Handlung in das gerade wiedervereinigte Deutschland transponiert. Der Wessi Lohmann muss als Handelsvertreter in Mecklenburg-Vorpommern seine Waren verkaufen. Nachdem bei seinem Arbeitgeber, der ihm sehr zugetane Firmenchef aufs Altenteil gewechselt ist, wird die Lage für Lohmann immer schwieriger…

DE VÖRNAAM

(Der Vorname, Le Prenom)
Komödie von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière, Niederdeutsch von Kerstin Stölting

Ein gemütlicher Abend soll es werden in der schlicht und stilvoll eingerichteten Wohnung des Literaturprofessors Paul Blohm und seiner Frau Charlotte. Nur Freunde und Familie sind zu Gast: Charlottes Bruder Christoph mit seiner schwangeren Frau Anna, dazu Kay König, Posaunist und Freund seit Kindertagen.

Für Christoph, einen begnadeten Selbstdarsteller, ist die Runde zu friedlich. Um für "Stimmung" zu sorgen, enthüllt er den fassungslosen Freunden den geplanten Vornamen seines noch ungeborenen Sohnes: Adolphe. Die Debatte um die Frage, ob man sein Kind nach Hitler benennen darf, ist nur eine der hitzigen Diskussionen dieses Abends, aber sie führt dazu, dass das bisher so gemütliche Familientreffen plötzlich aus dem Ruder läuft. Denn die Jugendfreunde Paul und Christoph sind nun in der Laune, sich endlich einmal ein paar Wahrheiten zu sagen, die man im Interesse eines gedeihlichen Zusammenlebens besser verschweigen würde. Beträchtliche Eitelkeiten treffen nun aufeinander, mit geschwollenen Kämmen hacken die Kampfhähne aufeinander ein. Mit Lust und Niveau werden Wortgefechte ausgetragen - doch die Contenance verlieren die Alphatiere erst, als Charlottes und Christophs Mutter Ellen in einer Weise ins Spiel kommt, die sich niemand hat träumen lassen.

Wortwitz und Dialoge in der besten Tradition der französischen kritischen Gesellschaftskomödie treiben atemlos eine Handlung voran, die bei aller Komik auch manchen ahnungsvollen Blick in die Abgründe der Figuren erlaubt. Ein Fest für fünf gut aufgelegte Schauspieler und vor allem für die Zuschauer.

EIN SOMMERABEND IM WINTERGARTEN

(Dangerous Obsession)
Psychothriller von Norman J. Crisp, Deutsch von Renate und Christian

Sally Driscoll möchte die letzten warmen Abendstunden entspannt im Wintergarten verbringen und wartet auf ihren Mann. Doch statt Marc kommt ein Fremder, als John stellt er sich vor, sie würden sich von irgendeiner Party kennen. Trotz ihres Misstrauens lässt sie ihn herein. Doch die „schüchtern, sympathische“ Fassade des Besuchers, fällt, als Hausherr Marc nach Hause kommt, und John sein wahres Gesicht zeigt. 

Es geht um einen mysteriösen Autounfall, in den Marc verwickelt war und der ein Menschenleben forderte. Sinnt der Ankläger zu Recht auf Rache oder sind Sally und Marc Opfer eines Verrückten? Was mit einer freundlichen Plauderei beginnt, wird zu einem wahren Alptraum. Dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit werden ans Tageslicht gezerrt. Ein mysteriöser Autounfall forderte ein Menschenleben. Was ist damals geschehen? Wer lügt in dem Spiel? Sinnt der Ankläger zu Recht auf Rache? Oder sind Sally und Marc Opfer eines Verrückten?

Unser diesjähriges hochdeutsches Stück ist gespickt mit Humor, Skurrilität, Spannung und verblüffenden Dialogen. Ein Psychothriller der Extraklasse! Übrigens, als Niederdeutsche Erstaufführung haben wir das Stück in der Spielzeit 1994/95 unter dem Titel „Halsbreken Grappen“ gespielt

Theaterschule

Die bühneneigene Theaterschule wird unter der Leitung von unserem Ensemblemitglied Kristin Claudia Kloster und der Assistenz von Michel Waskönig im Herbst des Jahres mit einem neuen Kurs fortgesetzt. Interessierte Jugendliche (12 bis 18 Jahre) können sich im Theaterbüro oder unter Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. melden. Die wöchentlichen Theatertrainingszeiten sind dienstags von 18 bis 20 Uhr – außer in den Schulferien. Wie immer geht es nach den Sommerferien los.

Tag der offenen Tür

Am Sonntag, 11. August 2024 findet in der Zeit von 11 bis 17 Uhr der traditionelle „Tag der offenen Tür“ statt. Die Bühne wird zu drei unterschiedlichen Zeiten die bekannt-beliebten „Spielzeithäppchen des neuen Spielplanes“ vorstellen und ansonsten im Haus die Abteilungen öffnen, sowie im Theatercafé „Kulissensnack“ kulinarische Köstlichkeiten bereithalten. Das Abonnementsbüro steht für Informationen und Kartenverkäufe zur Verfügung. Man könne sich schminken lassen und die beliebte Führung durch das Haus finde statt und vieles andere mehr. 

Medieninformation Nr. 1 vom 29. Juni 2024

KULTUR Jahreshauptversammlung des „Theaters am Meer“ mit Besucherplus Spielzeit 2023/24

Viele langjährige Mitglieder geehrt – Wilma Welte Ehrenmitglied

 

Mitglieder wurden für langjährige Mitgliedschaft geehrt. (hintere Reihe von links) Marc Gelhart (25 Jahre), Wolfgang Buttjer und Heinz Fuchs (20 Jahre), Arnold Preuß (50 Jahre) - (mittlere Reihe von links) Fenja Eggert (20 Jahre), Edith Schlette, Diana Westerholt und Michel Waskönig (10 Jahre), Yannik Marschner (20 Jahre), (untere Reihe von links) Fynn Dießner und Tanja Leister (10 Jahre), Wilma Welte (60 Jahre, Ehrenmitglied) Foto: Theater am Meer, Talke Wittig

WILHELMSHAVEN/AP – Auf der gestrigen Jahreshauptversammlung des Trägervereins des Theaters am Meer standen unter anderem zahlreiche Ehrungen, Jahresabschlüsse und Wahlen auf der Tagesordnung. Theaterleiter Arnold Preuß legte für die Spielzeit 2023/24 ein leicht gestiegenes Besucherergebnis vor. „Wir haben im Abonnementsspielplan mit 5 Inszenierungen 6.954 Besucher erreicht bei 89 Aufführungen im kleinen Schauspielhaus in der Kieler Straße 63. Dies ist gegenüber der vorherigen Spielzeit mit 6919 eine erfreuliche kleine Steigerung“, so Preuß. „Wenn wir die Sonderprogramme bestehend aus Lesungen, Vorträgen und Aufführungen der Theaterschule hinzunehmen, haben wir sogar ein Gesamtergebnis von 7.702 Besuchern gegenüber 7.597 Besucher in der Spielzeit zuvor.“ 

„Damit haben wir uns mit der zweiten Spielzeit nach Corona auf ein gutes Niveau eingependelt. Optimistisch macht die Tatsache, dass die Abonnementnachfrage gestiegen ist, und zwar in den mittleren Jahrgängen.“ Dies sei eine äußerst positive Entwicklung, erklärte der langjährige Vorsitzende, er sehe darin auch eine Folge des Spielplanes, der sich aus anspruchsvollen, ernsten, neuen und heiteren Themen zusammensetzt.

Finanzvorstand Wolfgang Watty konnte ebenfalls ein gutes positives Ergebnis der Jahresbilanz vorstellen. Die finanziell schwierigen Zeiten während der Coronapandemie seien vorbei. Die Entwicklung der Finanzen sei kontinuierlich stabil und damit können wir die geplanten Verschönerung- und Renovierungsarbeiten in der Spielzeitpause angehen.

Nach der Entlastung des Vorstandes wurden die anstehenden Wahlen in den Vorstandspositionen der stellvertretenden Bühnenleiterin und des Finanzvorstandes mit den einstimmigen Wiederwahlen von Ulrike Schütze und Wolfgang Watty abgeschlossen. Bei der Position des Technischen Leiters gab es eine Änderung in der Weise, dass der langjährige Leiter der Beleuchtungsabteilung, Harald Schmidt die Aufgaben von Phillip Schmidt übernimmt, der aus zeitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl stand. Als Kassenprüfer wurde neben der aktuellen Prüferin Talke Wittig, Stefanie Mahn für zwei Jahre neu gewählt. Nicolas C. Ducci wurde als Ersatzprüfer bestellt.

Breiten Raum nahmen die anstehenden Ehrungen von 16 langjährigen Mitgliedern ein: Fynn Dießner, Tanja Leister, Elke Neverla, Edith Schlette, Michel Waskönig und Diana Westerholt wurden für 10jährige Mitgliedschaft; Wolfgang Buttjer, Fenja Eggert, Sontka Freesemann, Heinz Fuchs, Sandra Krüger und Yannik Marschner für 20 Jahre; Walter Bleckwedel und Marc Gelhart für 25 Jahre und Arnold Preuß sogar für 50 Jahre geehrt. 

Mit Wilma Welte wurde eine langjährige Schauspielerin des Ensembles geehrt, die in über 60 Jahren rund 50mal auf der Bühne gestanden hat und auch bei zwei Stücken Regie geführt hat. Die Mitglieder des Theaters dankten Wilma Welte für den langjährigen Einsatz für das Theater mit großem Applaus und der besonderen Verleihung der Ehrenmitgliedschaft.