Geldgier statt Geselligkeit
Das Ensemble zeigte sich in Bestform: Dagmar Wehrmann als resolute Wirtin, Wolfgang Watty als ihr trinkfreudiger Mann und Nicolas C. Ducci als bedrohlicher Knecht Jan machten das Fährhaus zum Treffpunkt zwielichtiger Gestalten. Hier geht es weniger um ein fröhliches Beisammensein – sondern vielmehr darum, wie man möglichst geschickt an das Geld anderer Leute kommt.
Regisseurin Elke Münch setzte das Drama von Hermann Boßdorf eindrucksvoll in Szene. Bühnenleiter Arnold Preuß entwarf nicht nur das stimmige Bühnenbild, sondern bearbeitete den Klassiker auch für die Aufführung. Das Resultat: Ein Stück, das menschliche Abgründe sichtbar macht und das Publikum fesselte.
Dramatische Szenen am „Fährkroog“
„Mal ein ganz anderes Stück“, bemerkte eine Abonnentin, die schon viele Premieren gesehen hatte, aber so ein Drama noch nie. Tatsächlich sorgt „De Fährkroog“ für stockenden Atem: Kristin Kloster spielt die junge Magd, die vom Knecht Jan hart angegangen wird – „du büst mien Bruut un ik heff wat gegen di in de Hand“, brummt er ihr zu. Dramatische Szenen und Momente, in denen man mit der Magd mitfühlt, sind garantiert.
Liebe, Geld und ein offenes Ende
Im Spiel um Geld und Liebe bleibt am Ende die Frage – gibt’s doch ein Happy End? Die junge Magd und der Fremde kommen sich nahe, wollen gemeinsam nach Amerika – aber Knecht Jan hat andere Pläne. Spannung, Symbolik und viel emotionale Tiefe sind garantiert!
Das Publikum zeigte sich begeistert: „So kannten wir unsere Schauspieler noch nicht“, sagte die Abonnentin auf dem Nachhauseweg. „Mit diesem Drama haben wir mal eine andere Seite von unserem Theater gesehen.“ Das Ensemble wurde mit stehenden Ovationen belohnt.
Wer das kraftvolle Drama selbst erleben will: Karten gibt’s unter 04421/777749 (auch AB) oder online unter .www.theater-am-meer.de/die-karten-online








